60plus on tour

Porsche- Traumwerk war das Ziel

Man findet tatsächlich keine Worte, diese liebevolle Ausstellung zu beschreiben, man muss sie gesehen haben, gerechtfertigte Bewunderung und grenzenlose Begeisterung folgen automatisch. Aus der lebenslangen Leidenschaft von Hans-Peter Porsche, Blechspielzeug, Modelleisenbahnen und Sportwagen zu sammeln, hat er sich mit einer grandiosen Ausstellung, die vor etwa vier Jahren in Anger eröffnet wurde, einen Traum erfüllt. Die weltgrößte und wertvollste Blechspielsammlung aus den Jahren 1860 bis 1930, liebevoll arrangiert, versetzt einem in unglaubliche Bewunderung und ruft sogar kindliche Erinnerungen hervor. Der Traum von Hans-Peter Porsche, seine private Sammlung allen zur Verfügung zu stellen, die seine Begeisterung teilen, wurde auf 2.500 qm Ausstellungsfläche mit allergrößter Bravour verwirklicht. Es gibt sie doch noch, die Dinge, die einem in unglaubliches Staunen versetzen, und zwar die eindrucksvolle Modellbahnwelt, mit 10 Strecken, 180 Zügen, zauberhaften Landschaften und einer Tag- und Nacht-Simulation, die eine unglaubliche Stimmung, ja sogar Respekt, vor diesem gigantischen Gesamtwerk vermittelt. Wenn man dem Prospekt Glauben schenken darf, erstreckt sich das nachgebaute Gelände in Miniatur auf fünf Metern Höhe, drei Länder, und ist bestückt mit unzähligen Autos, 80.000 Bäumen und 8.000 Figuren. Nach soviel Begeisterung tat eine kurze Pause auf der herrlichen Terrasse richtig gut, bevor es mit dem Bus weiterging zur wunderschön gelegenen Gastwirtschaft „Johanneshögl“, bei der Bewirtung im Biergarten stimmte und es den herrlichen Blick über Salzburg noch kostenlos dazugab. Für diesen traumhaften Sommertag stand auch noch ein Besuch in Bad Reichenhall auf dem Programm. Nach kurzem Flanieren durch die reichlich blumengeschmückte Fußgängerzone, vorbei an vielen schönen Geschäften, die so manche der Damen logischerweise magisch anzog, endete für viele aus der Gruppe im berühmten Café Reber, zum Gedankenaustausch, zum Ratschen, zum Genießen. Ein besonderer Ausflug, von allen mit Lob und Bewunderung beurteilt, ging zu Ende. Ein schöner Tag, an dem wieder alles passte und der uns allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt.

 


Brauereibesichtigung

Einzigartiges Brauerei-Museum und hohe Braukunst

 

Seit Jahren schon ist „Bräu im Moos“ mit Soyen eng verbunden, zumindest über den TSV Soyen und dessen große Feste. Man kennt auch die Bierfahrzeuge und das originelle „Bräu im Moos“-Logo mit dem Mönch und seinem zufriedenen Grinsen, das daher stammt, weil sein Bierkrug stets voll ist. Die wenigsten aber kennen die idyllisch gelegene Brauerei mit der wunderbaren Gastwirtschaft und dem traumhaften Biergarten, beschattet von mächtigen Kastanienbäumen. Genau darunter hat eine beseelte Gruppe von „Soyen 60plus“ nach der interessanten Führung durch die sympathische Juniorchefin Carolin Münch eine gepflegte bayerische Küche genossen.

Brauereibesichtigung

Seit 150 Jahren ist die Privatbrauerei Bräu im Moos in Familienbesitz, der anfänglich aus einem Gasthaus mit kleiner Brauerei bestand. Die schreckliche Zeit nach dem Krieg bedeutet eine 10-jährige Zwangspause, zumal weder Hopfen noch Malz vorhanden waren. Ursprüngliche andere Pläne des Besitzers wurden verworfen, die Maschinen komplett erneuert und mit Mut und Zuversicht ein Neubeginn gewagt. Aus heutiger Sicht war es die beste Entscheidung. Das Haupt-Augenmerk wurde nun auf die Bierbrauerei gerichtet. Höchste Qualität steht an erster Stelle, dies wurde auch ausdrücklich von der jungen Unternehmerin bestätigt, die in Weihenstephan das Brauereiwesen studiert hat. Sehr verständlich erklärte sie uns die Herstellung der unterschiedlichen Biersorten, unter Einhaltung des Reinheitsgebots, das im Jahr 1516 erlassen wurde, aber auch unter Verwendung von Qualitäts-produkten, wie Wasser, Hopfen, Malz oder Bierhefe. 26.000 Hektoliter werden pro Jahr gebraut, bei einem Personalstand von 15 Mitarbeitern, einem zeitgemäßen Betrieb, der im Jahr 2004 modernisiert wurde und einem eigenen Fuhrpark. Der Lieferkreis der beliebten Qualitätsbiere „Bräu im Moos“ reicht bis München, teils Bad Tölz, aber auch zu einem Großkunden in Italien. Ein aufwändiger Bereich, erklärt uns Carolin Münch, ist das Mehrweg-System, denn durch mehrfache Verwendung der Flaschen sind vor dem erneuten Abfüllen verschiedene Arbeitsschritte erforderlich, wie die Flaschenreinigung und die Flascheninspektion. Und trotzdem gehen unvorstellbare 20.000 Flaschen pro Stunde vom Band. Noch vor der Besichtigung dieser eindrucksvollen Brauereianlage führte uns Carolin Münch in das eigene Brauereimuseum, das in Südostbayern einzigartig ist. Es beheimatet, liebevoll arrangiert, eine Vielzahl von historischen Brauanlagen, die den gesamten Brauprozess, von der Malzschrotung bis zur Abfüllung des Bieres darstellen. Für die ausgesprochen interessante Führung bedankten wir uns alle bei Carolin Münch sehr herzlich. Und nun… auf in den Biergarten – Es war ein sehr angenehmer, gemütlicher, aber auch informativer Ausflug, mit einer stolzen Teilnehmerzahl von über 30 Personen.  Auch hier hat es mit Bürgerbus und Privatautos wieder wunderbar geklappt. Dafür meinen herzlichen Dank. –  19. Juni 2019

 

Euer Peter Rummel -Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen.


Bewegte Geschichte der Klosterkirche Au am Inn

 

leidenschaftlichund engagiert,über die Geschichte ihres Heimatortes Au am Inn, dessen erste urkundliche Erwähnung im 8.Jahrhundert zu finden ist. Auch hier hinterließen die verschiedenen Epochen ihre Spuren. Eine romanische Basilika entstand nach der Gründung des Augustiner Chorherrenstifts im Jahr 1122 und erst im Jahr 1680 wurde im Zuge der notwendigen Renovierung der Klosteranlage die Klosterkirche barockisiert. 70 Jahre, in denen Prunk und Geld offensichtlich keine Rolle spielten, dauerte die Vollendung in der noch heute zu bewundernden Pracht. Dass dieser Aufwand das Kloster in eine erhebliche finanzielle Schieflage brachte, ist heute Geschichte. Auch über die Zeit und die Auswirkungen der Säkularisierung konnte uns Lieselotte Oberbauer Interessantes erzählen. 50 Jahre danach wurde das Kloster der Franziskanerinnen gegründet, das von Anfang an sich für Schulbildung und Erziehung einsetzte. Heute gehört die Sonderschule mit 130 bis 150 Kindern, und etwa 300 Angestellten zu den größten Arbeitgebern der Gemeinde. Dann gab es auch noch eine fast rührselige Geschichte über die Odyssee der berühmten Glocke, die ebenfalls in der Klosterkirche zu bewundern ist. Mit großer Liebe zum Detail erklärte uns Lieselotte Oberbauer die Bedeutung der prachtvollen Seitenaltäre, der fantasievollen Stuckarbeiten und Deckenfresken und wies noch auf die handwerkliche Schnitzkunst hin, die es an den Bänken zu bestaunen gab. Dann kam für die Klosterkirche in Au am Inn ein herber Rückschlag. Die Fertigstellung einer aufwendigen Restaurierung stand unmittelbar bevor, als im Jahr 1969 ein verheerender Brand einen Großteil der Kirche zerstörte. Einige aus der Gruppe können sich noch gut daran erinnern, aber auch an die Zeit der jahrelangen Erneuerung. Mit Respekt, großer Bewunderung vor so viel Pracht und Schönheit, aber auch mit herzlichem Dank an Lieselotte Oberbauer, die mit Feingefühl und großer Begeisterung uns die Geschichte von Kloster Au am Inn vermittelt hat, haben wir uns wieder verabschiedet. Zu einem netten Gedankenaustausch, natürlich bei bester Bewirtung, haben wir alle uns noch im „Moyer-Hof“ in Aschau getroffen. Ein schöner Ausflug, ein nahes Ziel,viele unvergessliche Eindrücke und eine große, aber sehr interessierte Gruppe. Auch mit dem Fahren hat es wunderbar geklappt. DANKE an die Fahrer, die sich  zusätzlich zum Bürgerbus mit ihren Privatautos zur Verfügung gestellt hat.


Eiszeit, Gletscher, Toteiskessel

 

Beim Stopp an einer riesigen Esche überraschte uns Lucia Karrer mit einem Erkennungsspiel, bei dem wir ganz verschiedene Utensilien, wie Knochenteile, unterschiedliche Fellstücke, Steine, Baumschwämme oder Zapfen nur durch Fühlen ertasten sollten. Mittlerweile selten gewordene Pflanzen, wie Steinnelken oder Zittergras, die stolz am Straßenrand standen, konnten sich unter dieser fachkundigen Führung großer Aufmerksamkeit erfreuen. Die Wanderung führte uns auch durch den Wald, bei der alleine schon das zarte Grün der frischen Blätter faszinierte, vorbei an Toteiskesseln, zu denen  unsere Naturexpertin für uns immer wieder Neues und Interessantes wusste. Sie erzählte uns über die Lebensräume und Bedingungen zur Erhaltung verschiedener Insekten, Libellen, einer Vielfalt an Vegetation und Fauna, sowie der Rückkehr von Wollgras und Fieberklee. Damit es auch künftig funktioniert, ist eine fachkundige „Pflege“ durch engagierte Naturexperten notwendig. Leicht ist es nicht, sich eine Zeit vor 18.000 Jahren bildlich vorzustellen, in der unsere Gegend mit riesigen Gletschern und Eisschichten bedeckt war. Lucia Karrer ist es gelungen, bei dieser Wanderung mit informativen Pausen, uns wenigstens einen kleinen Einblick zu vermitteln. Passend zum Thema dieses Ausflugs überreichten wir ihr als Danke-schön für eine ausgesprochen interessante Führung das Buch „Toteissee“.  Drei Stunden an der frischen Luft machen hungrig – kein Problem, der Grandlhof hat extra für uns geöffnet und uns ganz toll bewirtet.

 

Wer künftig, trotz Anmeldung, an einem Ausflug nicht teilnehmen kann, soll bitte unbedingt (aus organisatorischen Gründen) rechtzeitig Bescheid geben. Tel. 0 80 71/ 9 22 54 14

 

Euer Peter Rummel, Seniorenbeauftragter


Infotreff zum 18. mal

Fotorückblende und alternative Behandlung

Andrea Treittinger mit Peter Rummel

„Nanu... was ist das denn“ - hat sich wohl der eine oder andere über die konträren Themenpunkte zum 18. Info-Treff gedacht. Die Antwort darauf bekamen die Besucher dieser informativen und kurzweiligen Veranstaltung prompt, denn Gesundheit und Unternehmungslust gehören untrennbar zusammen. Beschwerden führen automatisch zum Rückzug und beeinträchtigen logischerweise viele Dinge, die für einen gesunden fitten Menschen selbstverständlich sind.

Interessiertes Publikum im Rathaussaal


Gartenbau Ziegltrum – interessant, innovativ und modern

 

Sehr gerne, berechtigt auch mit einem Quäntchen Stolz, so der Eindruck, hat uns der Leiter des Betriebs, Gartenbauingenieur Michael Göggelmann, einige Hintergründe und Details erklärt. 20.000 qm sind in den Hallen unter Glas, 6.000 qm sind Freigelände. Nach einem Gewaltakt von nur 7 Monaten Bauzeit konnte ein moderner Betrieb mit z.B. Beschattungs- und Verdunkelungs-möglichkeiten mit Folien, einer Gießanlage, die nach dem Ebbe- und Flut-System als geschlossene Bewässerung konzipiert ist,einer Topfmaschine, bei der überwiegend Töpfe aus recyceltem Material verwendet werden oder aber einer installierten Pelletsheizung, sozusagen neu starten. Auf die Frage nach der Beheizung der Gewächshäuser im Winter, meinte Michael Göggelmann, dass je nach Temperatur pro Woche 18 to Pellets verbraucht werden. Von 20 bis 22 Mitarbeitern, darunter 3 – 4 Lehrlingen, die zum Zierpflanzengärtner ausgebildet werden, sicherlich unter kompetenter Leitung, wird dieser imposante Betrieb bewältigt. Beeindruckt von einem blühenden und duftendenBlütenmeer, unglaublichen Flächen mit Kräutern, meterweise Stangen mit bepflanzten Hängeampeln in rot und apfelgrün,verabschiedete sich eine große, interessierte Gruppe mit über 40 Personen, die den Vorschlag einer gemeinsamen Besichtigung von „Soyen 60plus“ ganz bestimmt nicht bereut hat. Mit einem herzlichen Danke für die interessante Führung entließen wir einen sehr engagierten und freundlichen Michael Göggelmann wieder  in seinen anstrengenden und vielseitigen Job, bei dem er sich selbst bei der Begrüßung als „Mädchen für alles“ bezeichnet hat. Mit einem spitzbübischen Lächeln wies er noch darauf hin, dass eine Palette mit Blumen übriggeblieben ist. (Für wen wohl?). Über dieses kleine blühende Abschiedsgeschenk haben sich alle sehr gefreut.Auch die Bildung von Fahrtgemeinschaften hat wieder wunderbar geklappt – herzlichen Dank dafür!

 

 

 

Peter Rummel, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen       17.4.2019