Lebenswichtig: Verbandskasten

Verbandpäckchen, Mullbinden und eine Rettungsdecke hinein, aber auch Einmalhandschuhe und eine Erste-Hilfe-Schere zählen zur Grundausstattung. „Oft wird der Verbandkasten als Erweiterung der Reiseapotheke genutzt, zum Beispiel bei Wanderungen. Das ist sehr sinnvoll, aber man darf nicht vergessen, die verbrauchten Materialien wie Heftpflaster oder Kompressen wieder nachzufüllen“, erklärt Thomas Fuchs, Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter bei den Johannitern in München.
Worauf ist zu achten
In den Verbandkasten gehören auch zwei Feuchttücher zur Hautreinigung, ein 14-teiliges Pflasterset mit zwei Fingerkuppenverbänden und ein kleines Verbandpäckchen – zum Beispiel für Kinder. Wichtig ist, den Inhalt regelmäßig zu kontrollieren. Es kann zum Beispiel passieren, dass sterile Wundauflagen verkeimen, Pflaster nicht mehr kleben oder Fixierbinden durch Temperaturwechsel ihre Elastizität verlieren. „Sterile Verbandmaterialien wie Wundkompressen oder Verbandtücher haben ein Verfallsdatum, das auf der Verpackung aufgedruckt ist“, sagt der Erste-Hilfe-Experte. „Ist dieses Datum überschritten, muss das Material ausgetauscht werden. Dazu gehört auch, beschädigte Verpackungen von keimfreien Binden und Verbandpäckchen zu ersetzen. Auch schadet es nicht, wenn man derzeit zusätzlich zwei oder drei FFP2-Masken im Verbandkasten verstaut.“ Im Handel erhalten Autofahrer alle notwendigen Materialien, um den Verbandkasten wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.
Gerade bei längeren Fahrten oder Urlaubsreisen sollte der Verbandkasten nicht ganz unten unter dem Reisegepäck verstaut sein: „Zur Urlaubssaison kommt es auf Autobahnen häufig zu Staus mit Auffahrunfällen und verletzten Reisenden“, sagt der Johanniter. „Wer dann seinen Verbandkasten im Kofferraum lange suchen muss, verliert wertvolle Zeit. Der beste Ort ist, ihn sicher unter dem Fahrersitz zu verstauen. So hat man jederzeit Zugriff.“ Dort ist der Kasten auch vor Sonneneinstrahlung geschützt.
"Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich mit dem Inhalt des Verbandkastens und der Anwendung des Materials vertraut machen, bevor es zum Notfall kommt“, rät Thomas Fuchs. „Sinnvoll ist, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem entsprechenden Kurs aufzufrischen, dann fühlt man sich im Ernstfall sicherer.“ Wer im Notfall nicht weiß, wie er helfen kann, schlägt in der Erste-Hilfe-Broschüre nach – auch die gehört in den Verbandkasten. „Bei schweren Verletzungen gilt natürlich: Sofort den Notruf über 112 verständigen“, so Fuchs.
Was gehört in den Auto-Verbandkasten?
   1 Heftpflaster DIN 13019, 5 m x 2,5 cm
    14-teiliges Pflasterset bestehend aus:
        4 Wundschnellverbände DIN 13019, 10 cm x 6 cm
        2 Fingerkuppenverbände
        2 Fingerverbände, 12 cm x 2 cm
        2 Pflasterstrips, 1,9 cm x 7,2 cm
        4 Pflasterstrips, 2,5 cm x 7,2 cm
    2 Hautreinigungstücher (nicht für offene Wunden)
    1 Verbandpäckchen DIN 13151, 6 cm x 8 cm
    2 Verbandpäckchen DIN 13151, 8 cm x 10 cm
    1 Verbandpäckchen DIN 13151, 10 cm x 12 cm
    1 Verbandtuch DIN 13152 (für Brandwunden), 40 cm x 60 cm
    1 Verbandtuch DIN 13152, 60 cm x 80 cm
    6 Wundkompressen, 10 cm x 10 cm
    2 Fixierbinden DIN 61634, 6 cm x 4 m
    3 Fixierbinden DIN 61634, 8 cm x 4 m
    2 Dreiecktücher DIN 13168
    1 Rettungsdecke, Mindestmaße 210 cm x 160 cm
    1 Schere DIN 58279
    4 Einmalhandschuhe DIN EN 455
    1 Erste-Hilfe-Broschüre
    1 Inhaltsverzeichnis


Testtermine für Ostern frei

Die Öffnungszeiten sind derzeit von 11 bis 19 Uhr, können jedoch auch variieren. Daher sind eine vorherige Terminauswahl und eine Voranmeldung zwingend nötig. Diese erfolgen bequem online unter www.schnelltest-wasserburg.de. Mit der Anmeldung erhält man auch gleich die nötigen Unterlagen und kann diese bereits ausgefüllt mitbringen. „So ist der Test wirklich nur eine Sache von wenigen Minuten. Das Ergebnis gibt es nach 15 bis 30 Minuten an der Teststation oder per E-Mail. Man braucht also nicht vor Ort zu warten“, so die Johanniter.

Auch an den Ostertagen werden die Johanniter täglich von 11 bis 19 Uhr im Schnelltest-Zentrum in der Priener Straße 3 im Einsatz sein. Noch sind viele Testtermine verfügbar. „Wer langfristig planen möchte, kann sich natürlich heute schon einen Termin für Ostern sicher. Allerdings bitten wir dringend darum, dass man den Termin storniert, wenn doch etwas dazwischen kommen sollte. Damit geben Sie anderen die Chance auf einen Test“, so der Johanniter-Dienstellenleiter.


Schnelltest in Wasserburg

Innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach dem Test gibt es das Ergebnis dann als Nachricht auf Smartphone oder als E-Mail“, so Johanniter-Dienststellenleiter Markus Haindl. Die Antigen-Schnelltests richten sich an alle Menschen ohne Erkrankungssymptome, die sichergehen wollen, nicht unwissend infektiös zu sein. „Nur Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die Blutverdünner einnehmen, können wir nicht testen. Diese müssten sich an ihren Haus- oder Kinderarzt wenden“, so Haindl.

 

Auf der Webseite www.schnelltest-wasserburg.de kann man sich ab sofort für einen Testtermin eintragen. Einige Bitten hat Markus Haindl an die Test-Kundschaft: „Bitte tragen Sie auf dem Gelände des Testzentrums eine FFP2-Maske und kommen Sie möglichst pünktlich zum Termin. Nicht zu früh und nicht zu spät, dadurch ersparen Sie sich Wartezeiten. Sollten Sie kurzfristig verhindert sein, stornieren Sie bitte Ihren Termin online und geben ihn damit für eine andere Person frei.“

 

Wer die Johanniter bei den Schnelltests unterstützen möchte, findet unter www.johanniter.de/muenchen/karriere alle Hinweise zu offenen Stellen und kann sich gleich online bewerben. Auch ein ehrenamtliches Engagement ist möglich.