Feuerwehrtag in Prien

Mehr als 500 Mal rückten die Feuerwehren 2018 wegen falscher Alarmierungen aus. Etwa 200 davon ließen sich auf den falschen Umgang mit Brandmeldeanlagen zurückführen. Auch wenn die in Wohnungen und Häusern installierten Rauchwarnmelder gelegentlich falschen Alarm auslösen, sieht sie der Kreisbrandrat sehr positiv, „Rauchwarnmelder retten wirklich Leben.“ Dagegen ärgert ihn der Notruf-Missbrauch. 21 Fälle gab es davon im vergangenen Jahr.

Erstmals präsentierte Kreisbrandrat Richard Schrank in seinem Jahresrückblick eine Statistik zur Personenrettung. Demnach wurden fast 1.000 Menschen betreut bzw. versorgt. 155 wurden gerettet, 43 davon über Feuerwehrleitern. Und 40 Personen konnten nur noch tot geborgen werden.

Im Landkreis Rosenheim engagieren sich knapp 7.300 Aktive, darunter fast 370 Frauen, in 117 Freiwilligen Feuerwehren, einer Werkfeuerwehr sowie in zwei Betriebsfeuerwehren. Ihre Ausstattung und die Fahrzeuge sind in 127 Feuerwehrgerätehäusern untergebracht.

Um gut auf die Einsätze vorbereitet zu sein, kümmert sich ein Team von 105 Ausbildern um die Organisation und Durchführung von Lehrgängen. „Die Ausbildung ist das Hauptthema unseres Verbandes“, sagte Kreisbrandrat Schrank. In 160 Lehrgängen wurden rund 4.800 Feuerwehrmänner und Frauen ausgebildet. Schrank sprach den Ausbildern einen Riesendank für dieses enorme Schulungsaufkommen aus. Trotzdem sind es immer noch zu wenige Lehrgänge, bedauerte der Kreisbrandrat. Vor allem von Seiten der Staatlichen Feuerwehrschule reichen die für den Kreisfeuerwehrverband Rosenheim zur Verfügung stehenden Lehrgangsplätze nicht aus.

Im Bereich Brand- und Katastrophenschutz hat sich die Ausrüstung der Feuerwehren weiter verbessert. Inzwischen sind an fünf Standorten leistungsfähige Hochwasserpumpen stationiert. Um Menschen sicherer aus Zügen retten zu können, werden Evakuierungsstege angeschafft, zudem wird es eine mobile Tankstelle geben. Ein mobiler Stromerzeuger mit 400 KVA kommt beim Technischen Hilfswerk in Bad Aibling unter.

Zu den markantesten Einsätzen 2018 gehörten unter anderem ein Bombenfund in Stephanskirchen, ein Sprengstofffund in Oberaudorf, der Waldbrand auf dem Schwarzenberg und ein Baumbrand am Riesenkopf. Richard Schrank wählte zudem den Brand eines Wohnhauses in Heufeld aus. Der Feuerwehr war es nicht gelungen, die brennende Wärmeisolierung zu löschen. „Die hat der Teufel gesehen, sie ist der Tod für jedes Haus, wenn es brennt“, so Schrank unmissverständlich.

Ein offenbar immer wiederkehrendes Phänomen bei Einsätzen sind die Gaffer. Schrank bezog hier klar Stellung: „Wenn euch einer beleidigt, schreibt das Kennzeichen auf und gebt es der Polizei weiter. Damit wir diesem Wahnsinn Einhalt gebieten können.“

Gut bestellt ist es um den Nachwuchs der Feuerwehren im Landkreis Rosenheim. Die aktuellen Zahlen präsentierte der Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer. Mit Unterlaus und Schwabering meldeten sich zwei weitere Jugendfeuerwehren beim Kreisfeuerwehrverband an. Von den 117 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis haben inzwischen 85 eine eigene Jugendfeuerwehr. Pöhmerer bedankte sich bei allen, die sich intensiv mit den Jugendlichen beschäftigen: „Wenn ihr das nicht so gut machen würdet, hätten wir nicht so gute Zahlen.“ Tatsächlich liegt die Begeisterung der Jugendlichen im Landkreis über dem bayerischen Durchschnitt. Noch relativ neu ist die Entwicklung von Kinderfeuerwehren, von denen es bereits drei im Zuständigkeitsbereich des Kreisfeuerwehrverbands Rosenheim gibt.

Nicht mit Lob sparte die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer: „Ohne die 117 Freiwilligen Feuerwehren wären wir ziemlich aufgeschmissen.“ Sie erinnerte an die Hochwasserlage vor wenigen Tagen oder an die Schneelage in Aschau und Sachrang im Januar. „Sie opferten ihr Wochenende, arbeiteten bis zur Erschöpfung und bekamen nicht immer, was sie verdienten.“ Die stellvertretende Landrätin meinte die vereinzelte Kritik an den Einsatzkräften, die sie sprachlos machte.

Dank für den überaus großen Einsatz der Feuerwehren kam von Priens zweiten Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster: „Was wäre eine Gemeinde ohne ihre Ehrenamtlichen.“ Darüber hinaus lobte Schuster die gute Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen in den Nachbargemeinden: „Wir brauchen uns gegenseitig.“ Ähnlich äußerte sich Florian Lotter von der Bergwacht, der stellvertretend für alle Hilfsorganisationen feststellte, „das offene und konstruktive Miteinander hat uns stark gemacht. Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, sondern weiter daran arbeiten.“

Das Problem mit den Gaffern sprach auch Robert Kopp, der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd an: „Es ist unerträglich, wenn Einsatzkräfte an der Hilfeleistung gehindert werden. Wir werden alles Machbare unternehmen, damit sie helfen können.“ Weiter meinte der Polizeipräsident, „wir sind froh, über den Schulterschluss mit ihnen.“

Die außerordentlich guten und kameradschaftlichen Beziehungen über die Grenze hinweg waren Thema im Grußwort von Hannes Mayr, dem Bezirkskommandant aus Kufstein: „Es hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt und es freut mich, wenn wir so weitermachen können.“

Einen schönen Gruß von Landrat Wolfgang Berthaler richtete der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner aus. Auch er thematisierte die gute Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen in der Region: „Das passt schon zusammen.“ Der Zusammenhalt ist aus Sicht Stöttners auch notwendig, „denn, wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir werden euch von Seiten des Freistaats weiterhin unterstützen.“

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Prien fand die Verbandsvertreterversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Rosenheim e.V. im dortigen Festzelt statt. Unter den Ehrengästen waren die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, die Bezirksräte Sebastian Friesinger und Sepp Hofer sowie viele Bürgermeister oder deren Vertreter. Zudem Angehörige von Polizei, Bundespolizei, mehrerer Rettungsdienste, dem Technischen Hilfswerk, dem Katastrophenschutz, First Responder, der Bergwacht, der Integrierten Leitstelle Rosenheim sowie den Feuerwehren aus dem Bezirk Kufstein und dem Landkreis Mühldorf.


FF Soyen hielt JHV ab

Rückblickend ließ der erste Vorstand das vergangene Jahr 2018 noch einmal Revue passieren. In dem darauf folgenden Bericht des ersten Kommandanten Sebastian Huber, konnten die 70 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer auf 37 Einsätze, diverse Übungen und Lehrgänge zurückblicken. Hierbei wurden ehrenamtlich 2.119 Stunden geleistet. Sehr erfreulich ist, dass Martin Schex als neues Mitglied die Feuerwehrmannschaft verstärkt. Besonders geehrt wurden im Laufe der Versammlung Martin Machl, Stefan Zosseder für 25 Jahre und Georg Riedl, Jakob Singer für 40 Jahre Feuerwehrdienst. Thomas Weber sprach im Namen der Gemeinde seinen besonderen Dank an alle Feuerwehrkameraden/innen für ihren ehrenamtlichen Einsatz und die gute Zusammenarbeit aus.


Feuerwehrball in Soyen

Gut 200 „Narren“ fanden sich zu einem der wenig verbliebenen Faschingsbälle in der Gemeinde ein. Die Band „AuwähZwick“ bestimmte mit ihrer abwechslungsreichen Musik den Rhythmus der Veranstaltung. Alt und Jung kamen dabei voll auf ihre Kosten und hatten viel Spaß beim Tanzen. Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der Reichertsheimer Garde. Zum Ausklang war für die meisten Faschingsfreudigen noch ein Besuch in der gemütlichen Bar angesagt.
Vielen Dank sagen die Veranstalter an die zahlreichen Besucher die mit uns gefeiert haben. „Es wird nicht der letzte Ball in Soyen sein“, so die Feuerwehrler

Fotostrecke: Feuerwehrball


Hilfe aus Soyen

Beim Schnee abschaufeln der Aschauer Dächer geholfen

Groß war die Freude über das Engagement der RSA. Neue Vereinsjacken für alle aktiven Schützen der Burgschützen Rieden spendierte kürzlich die RSA Bank. Unser Bild zeigt bei der Übergabe der Jacken von links, RSA Geschäftsführer Soyen Martin Birkmaier und die beiden Schützenmeister Claudia Proksch und Thaddäus Schmidt.

Retten, Löschen, Bergen und Schützen heißt der Slogan der bayerischen Feuerwehren. Nicht nur eine Floskel für die Soyener Feuerwehrleute, denn sie fuhren heute Morgen nach Aschau in den Chiemgau, um zu helfen. Wie zahllose andere Feuerwehrler aus der gesamten Region unterstützten auch sie die Aschauer Wehren beim Dach ab schaufeln. Es hatte etwa 1,50 Meter Schnee auf den Dächern. Unter der Führung von dem Soyener Kommandanten Bernhard Franzler wurden an zwei großen Gebäuden, darunter eine Gaststätte, die Dächer vom Schnee befreit. Erschöpft aber froh, geholfen zu haben, machten sich Christian Ganslmeier, Bernhard Franzler, Georg Huber, Jakob Singer jun. Dominik Gruner, Markus Feuerer, Norbert Schneider, Georg Bacher jun. und Thomas Gröger auf die Heimfahrt nach Soyen.

 

Fotostrecke: Feuerwehr Soyen in Aschau/ Chiemgau

Feuerwehr-Hilfsaktion

Feuerwehrmänner aus Schlicht im Einsatz in Sachrang

Die Feuerwehr Schlicht war bei einer der größten Hilfsaktion der Feuerwehren aus dem Altlandkreis dabei. Zehn Wehren begaben sich nach Sachrang, hier liegt bis zu eineinhalb Metern Schnee. Das kann man sich bei uns zu Hause gar nicht vorstellen. 45 Floriansjünger aus dem Altlandkreis gehörten diesem Team an. Aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim sind seit Freitagnachmittag folgende Feuerwehren im Einsatz: Attel-Reitmehring, Pfaffing, Rott, Schlicht, Steppach, Wasserburg, Aham, Amerang, Bachmehring, Schambach, Schonstett.
Die Feuerwehr aus Schlicht, unter dem Kommando von Sepp Hundseder, war in der Hauptsache damit beschäftigt, die Dächer der Häuser vom Schnee zu befreien. Sollte es wieder schneien – der Wetterbericht verkündet nichts Gutes – oder gar regnen, könnten einige Dächer die Schneelast nicht mehr tragen. Die Feuerwehr Schlicht arbeitete gestern bis zum Sonnenuntergang. Dann ging es vorerst zurück nach Hause.

 

Folgende Feuerwehrmänner waren dabei: Alexander Zettl, Christian Hundseder, Max Thaller, Maxi Grill und Andreas Thaller

 

Fotostrecke: Hilfsaktion der Feuerwehr Schlicht in Sachrang