Frauenbund zur Wahl

Seit seiner Gründung 1903 engagiert sich der KDFB für ein gleichberechtigtes Miteinander in allen Teilen der Gesellschaft. Dabei sind besonders gleiche Teilhabe-Chancen von Frauen und Mädchen im Blick. Die aktualisierten „Standpunkte“ des Verbandes stellen daher Themenbereiche wie z.B. Sorgearbeit, Alterssicherung, Lohngerechtigkeit, Schutz des Lebens oder Frauengesundheit, verbunden mit konkreten politischen Forderungen, in den Mittelpunkt.hr zu diesen Themen finden Sie auf der entsprechenden Themen-Seite

 

Die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit in allen Lebensbereichen bedingt auch die Stärkung der Demokratie und das Engagement für Frieden, Solidarität und Menschenwürde. „Wir wollen eine wachsende Spaltung der Gesellschaft verhindern und übernehmen deshalb Verantwortung für Gleichberechtigung, Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt. Ausdrücklich wenden wir uns gegen rechtspopulistische, antidemokratische und antifeministische Bewegungen“, betont Maria Flachsbarth.

 

Seine Mitglieder und alle Bürger*innen ruft der KDFB daher zur Beteiligung an der Bundestagswahl am 26. September 2021 auf, um Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu nehmen. „Wer zur Wahl geht, entscheidet mit über die Zukunft unseres Landes. Wer eine starke Demokratie und tatsächliche Gleichberechtigung will, muss sich dafür einsetzen“, so das Fazit des Frauenbundes.

 


Wir erheben unsere Stimmen

Was erwartest Du von einer glaubwürdigen Kirche?“ – Mit dieser Frage hat der KDFB Frauen aufgerufen, ihre Vorstellungen, Erwartungen und Forderungen in einer Video-Botschaft zu formulieren. Viele Frauen haben sich beteiligt, entstanden ist eine Video-Galerie mit unterschiedlichen und deutlichen Akzenten. „Diese starken Stimmen geben wir auch denjenigen an die Hand, die auf dem Synodalen Weg Verantwortung tragen für entscheidende Zukunftsfragen unserer Kirche. Mit der Veröffentlichung unter www.frauenstimmen-kdfb.de verschaffen wir den Stimmen der Frauen Gehör“, so Maria Flachsbarth, die selbst als Synodale im Synodalen Weg mitwirkt.

 

Ausgehend von der christlichen Botschaft setzt sich der KDFB seit vielen Jahren für eine partnerschaftliche Kirche ein, die auf Gleichberechtigung ausgerichtet ist und die Menschen nicht diskriminiert. „Wir sehen im Synodalen Weg eine große Chance für Bewegung, gegenseitige Bestärkung und Erneuerung in der katholischen Kirche. Deshalb gestalten wir diesen Prozess aktiv mit: mit der Aktion „Maria, schweige nicht!“ und mit #FrauenStimmen. Die Apostelin Maria Magdalena ist dabei Vorbild und Mutmacherin zugleich. Wir feiern diese glaubensstarke und treue Jüngerin, die uns anspornt, gemeinsam mit Gleichgesinnten Verantwortung für eine veränderte geschwisterliche Kirche zu übernehmen“, lautet das Fazit der KDFB-Präsidentin.

 


Klimagerechtigkeit

schaut hin“ – Kirchliche Organisationen fordern größere Anstrengungen für eine klimagerechte Zukunft

 

Anlässlich des 3. Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt fordern bundesweit 85 kirchliche Organisationen im Sinne des Leitworts „schaut hin“ (Mk 6,38) Politiker*innen auf Bundes- und Landesebene auf, Klimaschutz zum Maßstab ihres Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf die Unterstützung der Kirchen für mehr globale Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, selbst einen wichtigen Beitrag zu leisten.

 

Wenn Deutschland die Klimaziele an der 1,5 °C-Grenze ausrichten will, ist das Minderungsziel für 2030 auf 70% anzuheben, damit Klimaneutralität bis 2040 erreichbar bleibt. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen, daher hat der Freiburger Erzbischof Stephan Burger bereits 2018 das Ziel einer klimaneutralen Erzdiözese 2030 ausgesprochen. Das Ziel ist theoretisch erreichbar, aber in der Praxis werden wir etwas mehr Zeit dafür benötigen. “ erklärt Dr. Reinhold John, Leiter der Diözesanstelle für Schöpfung und Umwelt in der Erzdiözese Freiburg. „Evaluieren wir im Jahr 2025 das Erreichte, dann können wir für 2030 nachjustieren“.

 

In weltweiter Verbundenheit und Solidarität mit den Ländern des Globalen Südens rufen die beteiligten Landeskirchen, Bistümer, Verbände, Orden, Werke und Gemeinden auf, den Einsatz für eine klimagerechte Zukunft auch an den Bedürfnissen der ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen zu orientieren.

 

Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens hat Deutschland finanzielle Mittel für die ärmsten und von der Klimakrise am stärksten betroffenen Staaten zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bewältigung von Klimaschäden zugesagt. Sabine Minninger, klimapolitische Referentin bei Brot für die Welt, erläutert: „Der Aufwuchs der Klimafinanzierung über die letzten Jahre verlief deutlich zu niedrig. Um die Länder vor den schlimmsten Folgen zu bewahren, erfordern Deutschlands Zusagen eine lineare Steigerung der jährlichen Haushaltsmittel auf 8 Milliarden Euro ab 2025.“

 

Die Grundlage für die erforderliche sozial-ökologische Transformation bildet die UN-Agenda 2030. „Die kleinen Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen sind durch die Covid-19 Pandemie massiv gefährdet. Kooperationen und Partnerschaften Deutschlands mit anderen Staaten oder Regionen sollten stärker als bisher dem Klimaschutz, der sozial-ökologischen Transformation, den Menschenrechten und der globalen Gerechtigkeit dienen“, ergänzt Kathrin Schroeder, Referentin für Energiepolitik des katholischen Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR.

 

Hintergrund:
Das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit ist ein Bündnis von rund 80 kirchlichen Institutionen (Landeskirchen, Bistümer, Verbände, kirchliche Einrichtungen, Orden, Werke, Kirchenkreise) aus den Bereichen Umwelt und Entwicklung, das seit 2018 das kirchliche Engagement für Klimagerechtigkeit in Kirche, Politik und Gesellschaft stärken will.

Frauen anerkennen

Der grundsätzliche Zugang zu allen Diensten und Ämtern der Kirche muss allen Getauften und Gefirmten offenstehen. Dafür engagiert sich der KDFB seit vielen Jahren. „Frauen und Männer sind als Abbild Gottes gleich an Wert und Würde. Deshalb ist es diskriminierend und nicht hinnehmbar, dass die Amtskirche Berufungen zum seelsorglichen und diakonischen Dienst mit zweierlei Maß misst. Es geht doch darum, das Wort Gottes und die Botschaft Jesu überzeugt erfahrbar zu machen. Frauen davon auszuschließen bedeutet eine Geringschätzung ihres Menschseins, ihrer Möglichkeiten und Charismen“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.

 

Die Aktion #FrauenStimmen bringt unter den Eindrücken des Synodalen Wegs Erwartungen und Visionen an eine glaubwürdige und zukunftsfähige Kirche zur Sprache. Sie lädt ein, Fragen und Forderungen an die Kirche zu stellen. „Eine glaubwürdige Kirche muss bereit sein, ihre Traditionen zu überdenken, sich selbst zu hinterfragen und die Berufungen von Frauen anzuerkennen. Die Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern soll nicht als Machtfrage, sondern als theologische und pastorale Frage diskutiert werden. Nicht alles, was einmal richtig war, ist für alle Zeiten gut, und Angst vor möglichen Entwicklungen ist eine schlechte Ratgeberin“, so Flachsbarth.

 

Im Rahmen der Aktionswoche (25.04. – 02.05.2021) finden bundesweit Veranstaltungen statt, so zum „Tag der Diakonin“ am 29. April. Das Motto der diesjährigen zentralen Veranstaltung lautet: „GERECHT“.


Wir erheben unsere Stimmen

In der Aktionswoche wollen wir unsere Unterstützer*innen und uns gegenseitig stärken in unserem unermüdlichen Einsatz für die volle Gleichberechtigung aller Getauften und Gefirmten in unserer Kirche. Wir wollen zu Diskussionen anregen, zum Nach- und Umdenken. Damit unterstreichen wir laut und klar unsere Vision von Kirche.

 

Wir laden Sie herzlich ein, Teil der Aktion #FrauenStimmen zu werden. Auf der Aktionsseite (s. lila Button unterhalb) haben Sie die Möglichkeit, den Kurzfilm zu schauen sowie Ihre Video-Botschaft mit Ihren Erwartungen an eine glaubwürdige Kirche direkt an den KDFB zu senden. Bitte senden Sie uns Ihr Video bis zum 31.05.2021.

 

www.frauenstimmen-kdfb.de

 

Veranstaltungen während der Aktionswoche

 

  • Samstag, 24. April

    Die Stunde der Frauen! – Von 18.00 bis 20.00 Uhr lädt der Diözesanverband Würzburg zu einem Frauengottesdienst aus der Mauritiuskirche ein. Im Anschluss gibt es einen Vortrag von KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock zu ermutigenden Frauen in unserer Geschichte. Die Veranstaltung kann per Live-Stream verfolgt werden.

    https://www.sankt-benedikt.org/livestream/

  • Sonntag, 25. April 2021

    Gemeinsamer Auftakt: Von 15.30-18.00 Uhr wollen wir gemeinsam in unsere Aktionswoche starten! Alle Frauenbundfrauen und alle Interessierten sind herzlich zur digitalen Eröffnung eingeladen. Wir freuen uns, dass Schwester Philippa Rath in diesem Format zum Thema „Berufungen“ sprechen wird. Weitere Infos dazu in Kürze hier.

    Zoom-Hintergrund zum Download

  • Donnerstag, 29. April 2021

    Zentrale Veranstaltung zum Tag der Diakonin

    Alles zum Tag der Diakonin

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 

 


Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Der KDFB hält Lohngerechtigkeit für ein zentrales Thema hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen. Lohnlücken müssen geschlossen werden, denn sie sind Ausdruck der Diskriminierung von Frauen. „Wer Frauen aufgrund ihres Geschlechts geringer bezahlt, obwohl sie die gleichen Tätigkeiten ausüben wie Männer und zudem bestens qualifiziert sind, zeigt damit, dass Wert und Würde des Menschen mit zweierlei Maß gemessen werden. Ein solches Denken widerspricht sowohl dem Grundgesetz als auch einer fortschrittlichen Gesellschaft“, stellt Monika Arzberger fest. Auch wenn der diesjährige Equal Pay Day eine Woche früher stattfindet als in den Jahren zuvor, weil sich laut Statistischem Bundesamt die Entgeltlücke von 21 Prozent auf 19 Prozent verringert hat, ist dies für den KDFB kein Anlass zum Jubeln.

 

Das aktuelle EPD-Motto „Game Changer – mach dich stark für equal pay!“ stammt aus dem Sport. Gemeint sind diejenigen, die im Spiel aktiv sind, die kreative und auch überraschende Wege einschlagen, um ans Ziel zu kommen. Game Changer sind Menschen, die etwas bewegen wollen, eine Vision haben und andere für ihre Ideen gewinnen. Dazu stellt Monika Arzberger fest: „Ich bin ein Game Changer, weil ich mich in meinem unternehmerischen Alltag dafür einsetze, dass der Lohn von der Tätigkeit der Person abhängt und nicht vom Geschlecht. Entgeltungleichheit ist Folge von tradierten Rollenvorstellungen und festigt sie zugleich. Sie hat weitreichende Konsequenzen – bis hin zu geringeren Renten und Altersarmut von Frauen.“