Blütenmeer beim Wildobst

Aus Blüten werden Früchte

 

Die Felsenbirne ziert mit auffällig weißen sternförmigen Blüten, die im April und Mai, meist in Trauben von fünf bis acht Einzelblüten endständig an den Zweigen sitzen. Die Blütenfülle sticht besonders hervor, weil die Blüten schon vor dem Laubaustrieb erscheinen. Dieser ist bronze- oder kupferfarben und leicht behaart, bevor sich dann die sattgrünen rundlichen Laubblätter bilden. Die Blüten sind selbstfruchtbar. Deshalb bringt auch ein einzelner Strauch im Garten Früchte hervor. Wie auch viele andere Rosengewächse ist die Felsenbirne ein Nährgehölz für (Wild-)Bienen und Hummeln.

 

Von Juni bis in den August hinein reifen schließlich erbsengroße runde Früchte. Zunächst sind sie hellrot und färben sich bis zu Reife blauschwarz mit bläulicher Bereifung. Vollreif schmecken sie süß, ein bisschen wie Heidelbeeren. Die Früchte reifen jedoch nicht alle gleichzeitig und müssen daher immer wieder durchgepflückt werden. Deswegen eignen sich sie sich wunderbar als ständige Naschfrucht zum Rohverzehr oder im Müsli, aber auch als Kompott, Mus oder in Mischung als Fruchtaufstrich. Wer die kleinen Früchte lieber trocknet, verwendet sie als Korinthenersatz. Doch auch Vögel, vor allem Amseln, lieben die „schnabelgerechten“ Früchte. Wo die gefiederten Tiere jedoch anderes Obst bevorzugen, trocknen die Früchte sogar am Strauch ein und können dann als „Trockenfrüchte“ gepflückt werden.

 

Größere Früchte bringen spezielle Fruchtsorten wie ‘Prince William‘, ‘Northline‘, ‘Smoky‘ und ‘Ballerina‘ hervor, die zudem kompakter wachsen. Als „Wildobst“ sind in gut sortierten Baumschulen erhältlich.

 

Attraktiv das ganze Jahr

 

Weiße Blüten im Frühjahr, süße Früchte im Sommer - der Herbst bietet ein weiteres Highlight: Goldgelb, orangerot bis scharlachrot leuchten die Blätter schon von weitem: Indian Summer im eigenen Garten! Schließlich laublos im Winter erkennt man den Wuchscharakter der Pflanze. Entweder wächst die Felsenbirne als locker aufgebauter vielstämmiger Strauch oder als kleinkroniger Baum mit gut verzweigten, dünnen Ästen.

 

Die Felsenbirne passt in viele Gärten, denn mit dem Standort ist sie recht genügsam. Während trockene Böden toleriert werden, eignen sich dauerfeuchte und verdichtete Böden nicht. Ein sonniger Platz bringt mehr Fruchtertrag als im Halbschatten. Fröste schaden der Pflanze in der Regel nicht und selbst die Blüten erleben kaum Spätfrostschäden.

 

Die Felsenbirne ist pflegeleicht. Durch gelegentliches Auslichten (Herausschneiden der ältesten Triebe) wird die Pflanze verjüngt. So fördert man das Wachstum und den Blütenansatz. Zu hohe Äste lassen sich durch Ableiten im Wuchs reduzieren.

 

 


Rhabarber-fruchtiges Saison-Gemüse

Rhabarberernte

 

Geerntet werden nur dickere und mittelstarke Rhabarberstiele. Die Blätter sind zum Erntezeitpunkt nicht mehr wellig, sondern schon ziemlich glatt ausgebreitet. Mit einem kräftigen Drehen des Stängels an seiner Basis löst man ihn von der Pflanze. Auf Schneiden verzichtet man besser, da das verbleibende Stängelstück oft zu Faulen beginnt. Bei jedem Erntegang entfernt man etwa fünf Stiele je Pflanze. Die Anzahl ist von der Pflanzengröße abhängig. Doch bleiben besser noch zwei Drittel der Rhabarberstiele stehen. So kann sich die Pflanze erholen und weitere neue Erntestangen bilden. Entfernen Sie gleich nach der Ernte die großen Blätter vom Stiel, damit die Stängel knackig und frisch bleiben. Die zerkleinerten Blätter können auf den Kompost, oder aber auch als Mulchmaterial auf Beet oder unter Sträuchern verteilt werden.

 

Die Rhabarberernte im Garten beginnt meist im Mai. Warme Tage und ausreichend Bodenfeuchte lassen das Gemüse kräftig sprießen. Verzögern kalte Temperaturen die Ernte, so kann man auch im Garten die Ernte verfrühen. Ganz klassisch geht das mit sogenannten Rhabarbertöpfen aus Ton. Die Stangen erscheinen dann ganz hell und zart. Auch Vlies schützt vor Frost und Kälte und wird fest verankert aufgelegt, dass sich die Blätter entfalten können. Schon ab Februar könnte man diese Maßnahmen durchführen, um schon im April frischen Rhabarber zu ernten. Als typisches Saisongemüse endet die Ernte fristgerecht. Dies ist nach dem 24. Juni. Dann braucht die Pflanze die Zeit zum Kräftesammeln, um im nächsten Jahr wieder üppig und mit starken Stangen auszutreiben.

 

Rhabarber im Garten

 

Die zu den Knöterichgewächsen gehörende ausdauernde Pflanze ist eine Staude. Sie besitzt ein unteririsches dickes und frosthartes Rhizom mit fleischigen Wurzeln. Im Herbst ziehen die Blätter des Rhabarbers ein. Nach einer Ruhepause treibt die Pflanze bei steigenden Temperaturen wieder aus. Sie benötigt relativ viel Wasser und für die Nährstoffversorgung wird zum Austrieb z.B. mit Kompost und etwas Hornmehl gedüngt.

 

Rhabarber ist ein sehr einfach zu kultivierendes und robustes Gemüse, wenn einige Regeln beachtet werden. Als Tiefwurzler benötigt er bei einer Neupflanzung eine gründliche und tiefe Bodenbearbeitung. Mittlere bis schwere, gut mit organischer Substanz versorgte und wasserhaltende Böden eignen sich besonders. Auch wenn die Pflanze viel Wasser benötigt, werden undurchlässige und staunasse Böden nicht vertragen. Die beste Zeit einer Pflanzung oder das Teilen vorhandener Rhabarberstauden ist im Oktober. So können sich bis zum Winter noch ausreichend Wurzeln bilden. Jedes Pflanzstück hat ein Gewicht von mindestens 500 Gramm sowie wenigstens eine Knospe. Planen Sie im Halbschatten oder in der Sonne pro Pflanze einen Platzbedarf von einem Quadratmeter ein. Für eine Familie reichen zwei bis vier Pflanzen.

 

Immer wieder bilden sich mächtige Blütenstände mit weißen Einzelblütchen. Damit die Pflanze nicht viel Kraft verliert ist es besser die Blüten wegzuschneiden, besonders während der Erntezeit. Allerdings tummeln sich verschiedene Insekten an der Blüte, die man nun in Ruhe beobachten kann.

 


Streuobstwiesen - jetzt genießen

Streuobstwiesen - artenreiche Biotope

 

Unter Streuobst verstehen wir einen großkronigen Baumbestand verschiedener Obstarten und -sorten mit unterschiedlichem Alter, Pflegezustand, Pflanzabständen und Unternutzung. Überwiegend handelt es sich um kräuterreiche Wiesen, die den Wert des Biotopes und die Biodiversität erhöhen. Hier dürfen auch alte vergreiste Baumveteranen stehen, in deren Baumhöhlen und dichterer Verzweigung Vögel Schutz suchen und brüten. Liebhaber bringen zusätzliche Nisthilfen für Vögel ein und legen Stein- und Totholzhaufen für Igel oder Reptilien an.

 

Da Streuobstwiesen nicht gedüngt und nur ein-bis zweimal im Jahr gemäht werden, entstehen über die Jahre artenreiche Flächen mit speziellen Gräsern, Kräutern und Blumen.

 

Streuobstwiesen – vielfacher Nutzen

 

Große Obstbäume spenden Schatten, binden Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Durch extensive und biologische Bewirtschaftung werden Boden und Grundwasser geschont, außerdem Nützlinge gefördert und vielen Tieren Lebensraum gewährt. Jetzt zur imposanten Blüte dieser landschaftsprägenden, von Weitem sichtbaren Obstbäume nutzen Honig- und Wildbienen diese wichtige Nahrungsquelle. Durch ihre wertvolle Bestäubung sorgen sie für guten Obstertrag.

 

Wenngleich viele Apfel- und Birnensorten nur teilweise als Tafelobst verwendet werden, so lassen sich aus diesen Früchten besondere, charaktervolle Verarbeitungsprodukte herstellen. Naturtrübe Direktsäfte aus ungespritzten Streuobstsorten sind ebenso einzigartig wie Obstweine, Edelbrände oder Trockenobst. Neben Kernobst stehen oft auch Walnüsse, Pflaumen, Zwetschgen und Kirschen auf Obstwiesen.

 

Schönheiten in der Natur genießen

 

Normalerweise werden Ende April/Anfang Mai viele Aktionen inklusive Führungen zur Obstbaumblüte veranstaltet. Diese finden coronabedingt nicht statt. Sie können jedoch, in diesen von Abstandsregeln geprägten Zeiten, Ausflüge mit der Familie in die Natur unternehmen. Die imposante rosafarben bis weiße Blüte der unterschiedlichen Obstsortenbäume, das satte Grün der Wiesen mit verschiedenen Blumen und Kräutern laden zum Erkunden ein. Beobachten Sie auch Vögel, die jetzt Raupen von den Zweigen und Blättern picken, um ihre Jungen zu füttern und lauschen Sie dem Vogelgezwitscher. Auf Streuobstlehrpfaden finden Sie auch viele Hinweise auf Infotafeln.

 


Genussoasen auf kleiner Fläche

Gärtnern in der Stadt und auf kleinen Flächen – zu unserem Wohl

 

Gerade in den letzten Jahren haben sich die städtischen Bereiche stark gewandelt. Öffentliches und privates Grün tritt stärker in den Focus und wird vielfältiger. Der Wunsch nach „Landleben“ in der Großstadt wird größer.

 

Balkone, Terrassen und Stadt-Gärten entwickeln sich zu grünen Oasen. Verschiedene Gefäße und Beeten sind bestückt mit kleinen Obstgehölzen, verschiedenem Gemüse und bunten Blumen. Sie werden gehegt und gepflegt, tragen zum Wohlbefinden bei, wenn man beobachtet, wie sich die Pflanzen entwickeln und wie sie auch Insekten erfreuen.

 

Direkt am Haus oder in der näheren Umgebung können Sie eigenes Obst und Gemüse ziehen. So haben Sie Einfluss auf die jeweiligen Arten und Sorten, vor allem aber auch auf die Bewirtschaftung und Pflege. Biologisches und naturnahes Gärtnern bringt gesunde und regionale Lebensmittel hervor. Durch das eigene Kultivieren lernen wir wieder was saisonal bedeutet. Lebensmittel, selbst mit optischen Fehlern, werden wertgeschätzt, denn Gemüse oder Obst braucht Pflege und Zeit bis zur Ernte.

 

Initiativen und Privatpersonen bestücken Hinterhöfe und öffentliche Flächen mit Kunststoffkisten, Paletten, Hochbeeten, großen Töpfen und anderen Gefäßen, um blühendes und fruchtendes Grün mitten in der Stadt zu haben. Gemeinsames Gärtnern fördert auch die Gemeinschaft. Verschiedene Generationen kommen wieder ins Gespräch, Menschen unterschiedlicher Herkunft tauschen sich über die Pflege der Pflanzen aus und manche kochen und genießen gemeinsam ihre Ernte.

 

Blühende Pflanzen locken unterschiedliche Insekten an. Bienen, aber auch einige Nützlinge, fühlen sich wohl, wenn Kräuter blühen oder andere Pflanzen, vor allem mit ungefüllten bunten Blüten, zwischen den Gemüsen wachsen.

 

Urban Gardening Demonstrationsgärten in Bayern

 

"Lust auf Gemüse in der Stadt": unter diesem Motto soll den Menschen in den Ballungsräumen die Freude am Gärtnern auch auf kleinsten Flächen im städtischen Raum vermittelt werden. In jedem Regierungsbezirk gibt es künftig einen Demonstrationsgarten. Dort finden Sie Hinweise zu den verschiedensten Anbaumethoden vom Hochbeet über den Kistengarten bis hin zum Anbau von Gemüse und Kräutern an der Wand. Das Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim wird von der Bayerischen Gartenakademie gemeinsam mit dem Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau durchgeführt und vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert. Vor allem Familien und junge Erwachsene, die sich mit den Themen Saisonalität und Regionalität beschäftigen, erhalten Anregungen und Beispiele für den Anbau gesunder Lebensmittel, auch als Beitrag zur Wiederbelegung unserer Stadtnatur. Auch Kurzseminare vor Ort sind geplant, um den Austausch und Wissenstransfer zur fördern.

 


Kistenkartoffel oder tolle Knolle im Kübel

Vorbereitungen treffen

 

Zunächst benötigen Sie ein passendes Gefäß. Kübel, Plastikeimer, Kisten oder Säcke sollten mindestens 15 Liter oder besser noch mehr fassen. Als Kartoffelpflanztopf, Kartoffelpflanzturm oder Kartoffelsack werden geeignete Gefäße im Handel angeboten. Hier wachsen dann kleine Mengen der schmackhaften Knollen heran. Zu empfehlen sind große, dunkelwandige Kunststoffgefäße, weil sie sich schnell erwärmen. In der prallen Sonne dürfen sie aber nicht stehen, da sonst die Pflanzenwurzeln an der aufgeheizten Topfwand Schaden nehmen. Staunässe schädigt ebenfalls. Durch Löcher im Boden kann das Wasser ablaufen.

 

Verwenden Sie Saatkartoffeln zum Pflanzen. Sie eignen sich besser als Speisekartoffeln. Sie sind sortenrein, weniger krankheitsanfällig und wuchsfreudiger. Probieren Sie doch auch blaue oder rote Kartoffeln oder regionale Spezialitäten.

 

Und los geht‘s

 

Zunächst kommt eine Drainageschicht aus Tonscherben, Kies oder Blähton von etwa fünf Zentimeter in das Gefäß. Anschließend füllen Sie eine Erdschicht von 15 Zentimeter auf. Verwenden Sie dafür am besten ein nährstoffreiches Substrat, zum Beispiel hochwertige Kübelpflanzen- oder Blumenerde. Legen Sie nun die Pflanzkartoffeln ein und bedecken sie mit weiteren fünf Zentimeter Erde. Dann wird angegossen. Für einen Zehn-Liter-Eimer benötigt man etwa drei bis vier Knollen. Von Vorteil sind Kartoffeln, die an einem hellen Platz schon etwas vorgekeimt sind und kleine Austriebe besitzen. Sie wachsen dann zügig weiter.

 

Pflegemaßnahmen während des Wachstums

 

Spitzen die ersten Kartoffeltriebe etwa fünf Zentimeter aus der Erde, füllen Sie Erde seitlich bei, bis kein Grün mehr zu sehen ist. Diesen Vorgang wird wiederholt, bis die Erde den Gefäßrand erreicht. So fördern Sie die Knollenbildung.

 

Anders als in den Beeten trocknen die durstigen Kartoffelpflanzen in den Gefäßen schnell aus. Gießen Sie deshalb regelmäßig, besonders bei warmem, trockenem Wetter. Zuviel Nässe jedoch fördert Pilzkrankheiten; das gilt es zu vermeiden.

 

Gibt es nochmal frostige Nächte, schützen Sie die Kartoffeltöpfe mit Vlies, damit das Laub nicht erfriert. Sollten Sie Kartoffelkäfer an den Pflanzen finden, dann heißt es: Absammeln.

 

Kartoffelernte

 

Zu Zeit der Blütenbildung entwickeln sich die schmackhaften Knollen. Übrigens sind die entstehenden grünen Früchte giftig!

 

Nach 90 bis 100 Tagen können Sie Frühkartoffeln ernten. Spätere Kartoffel-Sorten eigen sich auch für die Lagerung. Sie sind erst nach etwa 140 Tagen erntereif. Solange die Pflanzen grün sind und wachsen, lagern die Knollen noch Stärke ein. Erst wenn das Laub verdorrt, wird es Zeit für die Ernte der Powerknollen. Dafür ziehen Sie die Pflanzen einfach heraus und graben am besten mit den Händen nach den Knollen, um diese nicht zu verletzen.


Ostern mit frischen Kräutern

Speisen mit Grün

 

Am Gründonnerstag gibt es traditionell Eierspeisen mit grünen Zutaten. Oft ist es Spinat. Junge Brennnesselblätter können diesen ersetzen oder anreichern. Für die „Grüne Soße“ finden die feingehackten Kräuter Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch Verwendung; anderenorts auch mit Dill und Zitronenmelisse.

 

Nutzen Sie auch für den Osterbrunch frische Kräuter. Als Garnierung eignen sich besonders Schnittlauch und Petersilie sowie Kresse. Diese können Sie noch ganz schnell auf der Fensterbank anziehen. Innerhalb einer Woche habe sie erntefähige Keimlinge. Kräuterbutter auf das Brot? Nutzen Sie Kräuter, die Ihnen zur Verfügung stehen. Junge Austriebe der Zitronenmelisse geben einen fruchtigen Frischeton. Auch Sauerampfer und überwinterte junge Borretschblätter sowie die ersten Schnittlauchhalme, Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze kann man gut nutzen. Bärlauch, Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. In kälteren Regionen können Sie Vlies auflegen. So regen Sie die Kräuter zum Wachsen an.

 

Wildkräuter im Garten? Viele bringen ebenfalls Würze in den Speiseplan. Gerade wenn sie jung aus der Erde kommen sind sie noch zart und schmackhaft. Dazu gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche verwendet werden können. Dekorativ schmücken die Blüten von Gänseblümchen und Veilchen. Ganz nach dem Motto: iss dein „Unkraut“ einfach auf!

 

Würzige Ostergeschenke

 

Warum nicht mal zu Ostern Kräuter verschenken? In Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel finden Sie nun schon verschiedene Kräuter in Töpfen. Viele sind winterhart und können schon bald ins Freie gepflanzt werden, sei es im Kräuterbeet oder in ein Gefäß auf Balkon oder Terrasse. Achten Sie jedoch auf Frostschutz. Die Kräutertöpfe wurden im Gewächshaus angezogen und vertragen die Minustemperaturen nicht. Lediglich Basilikum braucht noch längere Zeit einen Platz auf einer hellen Fensterbank, denn er ist sehr kälteempfindlich.

 

Zu den beliebtesten und häufig genutzten Küchenkräutern gehören Schnittlauch und Petersilie. Von ihnen kann man fast nie genug haben. Sie lassen sich am besten frisch geerntet verwenden. Petersilie gibt es mit glatten oder krausen Blättern. Oftmals wurden die Pflänzchen eng gesät, so dass man sie büschelweise vereinzeln und mehrere Gefäße oder einen größeren Topf damit bestücken kann.

 

Kräuter würzen nicht nur unser Essen. Durch den Duft wirken Sie auch auf unser Gemüt und heben die Stimmung. Verschenken Sie Kräuter, die anregen und Lebens-Freude bereiten. Verschenken Sie würzige grüne Ostern.


Die obstecke im garten

Wenig Platz und reiche Ernte

 

Besonders schmale und niedrigere Hecken lassen sich gut mit Spalier-Beerenobst verwirklichen. Him- und Brombeeren werden schon immer an Drahtrahmen fixiert und bilden eine klassische Naschhecke. Nicht ganz so bekannt ist, dass auch Stachel- und Johannisbeeren gut an einem Gerüst wachsen. Hierfür werden nur jeweils zwei bis drei junge Triebe an Drähten festgebunden, die aber sehr wüchsig sind und gute Fruchtqualitäten liefern.

 

Typisch für Drahtgerüste sind auch Kletterpflanzen wie die Kiwibeere und die Tafeltraube. Beide werden am Ende des Winters stark zurückgeschnitten und bilden über den Sommer neben wohlschmeckenden Früchten auch eine dichte grüne Laubwand. Durch den starken Wuchs eignen sich die Pflanzen auch zum Begrünen von Pergolen und Gitterelementen.

 

Ebenfalls nur auf maximal zwei Meter Höhe können Sie auch andere Obstspaliere halten. Sehr gut lässt sich eine schmale Abgrenzung mit Apfel- und Birnenspalieren gestalten. Allerdings gehören Spaliere zur Kür beim Obstbaumschnitt und erfordern ein sorgfältiges Pflegen im Jahresverlauf. Durch verschiedene Spalierformen sind sie tolle Gestaltungselemente.

 

Darf es ein bisschen mehr sein?

 

Höher als zwei Meter und trotzdem schmal wird das Säulenobst oder Ballerinabäume. Es sind vor allem spezielle Apfelsorten, die wirklich nur als schmale Säule mit dominierendem Stamm, an kurzen Seitentrieben ihre Früchte bilden. Durch die schmale Wuchsform können die Gehölze mit einem Abstand von 50 Zentimetern gepflanzt werden.

 

In eine breitere Heckenanlage können Sie auch Wildobststräucher mit einbeziehen: Schein- bzw. Zierquitte (Chaenomeles) und Schwarze Apfelbeere (Aronia) als niedrige Büsche. Als Großsträucher kommen Schwarzer Holunder, Kornelkirsche, Felsenbirne und Haselnuss sowie Wildpflaumen in Frage.

 

Allgemeine Informationen

 

Wo der Garten nicht an einer viel befahrenen Straße liegt, können Sie Obstgehölze als nutzbringendes Einfriedungsgehölz verwenden. Niedrige Obsthecken eignen sich besonders für kleine Gärten, z.B. bei einem Reihenhaus, denn jeder Platz wird gut genutzt. Beachten Sie bei der Heckenanlage die Vorschriften. So gelten in Bayern allgemein folgende Abstände: bei einer maximalen Höhe von zwei Metern beträgt der Pflanzabstand 0,5 Meter zur Grenze. Bei Höhen darüber bleiben Sie zur Grundstücksgrenze mindestens zwei Meter entfernt. Erkundigen Sie sich vorsorglich bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

 

Verwenden Sie bei der Anlage der Spalieranlage haltbares langlebiges Material (beispielsweise verzinktes Material oder Edelstahl). Ihre Pflanzen sollen mehrere Jahre daran wachsen können. Holz verrottet oft innerhalb weniger Vegetationsperioden, gerade dann wenn es mit Erde in Verbindung kommt.

 

Da Obstgehölze nicht vollkommen blickdicht einfrieden, können auch nur Teilstücke des Gartens mit damit umrahmt werden. Dies lockert die Gartengrenze auf.

 

Die Obsthecke – wertvoll auch für andere

 

Zu unterschiedliche Zeiten schmücken sich die Obstgehölze mit schönen Blüten. Manche sind klein und eher unscheinbar wie bei Stachel- und Johannisbeere, andere dagegen besitzen auffallende große Blüten. Apfelbäume erscheinen dann im weiß-leicht rosafarbenem Blütenmeer. Die Blüten der Obstgehölze sind wahre Bienenmagnete, denn dort finden Bienen und andere Insekten Nahrung durch Pollen und Nektar. Gleichzeitig nützt es auch uns, denn durch eine gute Bestäubung und Befruchtung steigert sich die Erntemenge. Ernten wir nicht alles ab, z.B. bei einer Wildobsthecke, dann freuen sich auch Vögel über die saftigen Früchte.

 

 

 

 

 

 

Tomaten selbst anziehen

Aussaat erst Mitte März

 

Ungeduldige haben schon ausgesät. Doch die Freude hält sich oft in Grenzen, denn die Pflänzchen sind weich, dünn und hochgeschossen. Dies ist die Folge von zu früher Aussaat, denn Januar und Februar bieten selbst am Fensterbrett noch kein ausreichendes Lichtangebot. Das Ziel sollten jedoch kräftige und kompakte Pflänzchen sein. Das Aussäen erfolgt Mitte bis Ende März. Durch gute Lichtverhältnisse wachsen nun starke Pflanzen heran, die je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden. Kleinere und kompaktere Pflanzen wachsen oft besser an und holen mögliche Wuchsdefizite schnell nach.

 

Das brauche ich für die Aussaat

 

Neben den gewählten Tomatensorten benötigt man Aussaatgefäße und ein spezielles Anzuchtsubstrat. Aussaatgefäße können sehr unterschiedlich sein. Es eignen sich flache Kisten, Blumentöpfe, Joghurtbecher, Multitopfplatten , Gemüseschalen und vieles mehr. Wichtig sind Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bliebt die Erde grundsätzlich weniger nass, bilden sich stärkere Wurzeln. Nutzen Sie spezielle Aussaaterden. Sie sind nährstoffarm, feinkrümelig, luftig und besitzen weitere gute Voraussetzungen für die jungen Keimlinge. Ganz wichtig sind Etiketten. Besonders bei der Aussaat mehrerer Tomatensorten ist eine sorgfältige Beschriftung wichtig, da beispielsweise nicht alle Sorten ausgegeizt werden müssen oder sie sehr unterschiedlich vom Wuchs sind. Außerdem lässt sich dann die einzelne Sorte besser beurteilen.

 

So geht die Aussaat

 

Füllen Sie das Substrat in die Aussaatgefäße bis knapp unter den Rand. Dann legen Sie die Samen einzeln ab und drücken sie leicht an bevor sie mit etwas Erde abgedeckt werden. Dann gießen Sie vorsichtig, aber durchdringend mit einem feinen Wasserstrahl. Jetzt kann das Samenkorn quellen. Tomaten besitzen relativ große Samen. Entweder legen Sie das Samenkorn einzeln in Töpfchen oder auch mehrere Samen in ein größeres Gefäß. Wichtig ist ausreichender Platz beim Keimen. Später pikiert man dann die jungen Pflänzchen in einen kleinen Topf.

 

Tomaten möchten es von Beginn an kuschelig warm. Optimal zur Keimung sind Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius. Ist die Saat aufgegangen, dienen leicht abgesenkte Temperaturen um 16 bis 18 Grad Celsius dazu, dass sich kurze und kräftige Jungpflanzen entwickeln können.

 

Licht ist zum Wachsen ganz wichtig. Nach der Keimung, sobald sich grüne Blättchen bilden, benötigen die Pflänzchen einen hellen Platz am Fenster. Mangelndes Licht führt zu dünnen und langen Trieben. Stellen Sie die Pflanzen eventuell auch auf eine Erhöhung und lassen Sie die Gardine weg. Sind die jungen Pflanzen pikiert und bereits gut angewachsen, können sie tagsüber bei warmen Temperaturen und vor praller Sonne geschützt auch ins Freie.

 

Haben Sie den Aussaatzeitpunkt verpasst oder fehlen die geeigneten Aussaatbedingungen, können Sie im Mai immer noch gesunde und kräftige Pflanzen beim Gärtner kaufen.

 

Winterschäden

Erkennbare Schäden an Pflanzen

 

Schaut man sich im Garten oder auch in der Umgebung um, so erkennt man nun verbräunte Pflanzen. Oft sind es nicht ganze Pflanzen, sondern Teile wie einzelne Blätter oder junge Austriebe. Manchmal sind auch nur einseitige Schäden erkennbar oder der Schaden tritt an oberen Pflanzenteilen auf. Es sind vor allem immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer, Thuja, Liguster, Heckenmyrthe (Lonicera nitida). Auch der sonst in Weinbaugebieten und an geschützten Standorten kälteverträgliche ausgepflanzte Rosmarin zeigt deutlich braune Verfärbungen und Frostschäden. Pflanzen in Kästen und vor allem kleineren Gefäßen sehen oft ebenfalls erfroren aus.

 

Doch beispielsweise bei Liguster sieht der Schaden schlimmer aus als er ist. Er hat die Blätter verloren und die Triebe sind bräunlich verfärbt. Kratzt man aber mit dem Daumen an der der Rinde, so ist der Zweig noch grün.

 

Mancherorts hatten die Rosen schon angetrieben. Der starke Frost hat dies wieder zunichte gemacht und es sind sogar ganze Triebe erfroren. Schneiden Sie Rosen deshalb nicht zu früh. So können Sie frostgeschädigte Triebe entfernen und haben trotzdem noch genug Knospen für junge Austriebe.

 

Frosttrocknis

 

Pflanzenschäden durch Kälte? Meist nur indirekt, denn größtenteils sind vor allem immergrüne Pflanzen vertrocknet. Wie kann das sein? Durch die tiefen Temperaturen konnten die Pflanzen das Wasser nicht in die Blätter transportieren. Bei Pflanzen in Kästen oder Gefäßen war der gesamte Wurzelballen durchgefroren; eine Wasseraufnahme somit unmöglich. Bei größeren Gehölzen im Garten kam außer dem gefrorenen Holz auch noch Wassermangel im Boden dazu, obwohl der Boden heuer nicht durchgefroren war.

 

Betrachtet man die geschädigten Pflanzen erkennt man, dass der Standort eine wesentliche Rolle einnimmt. Geschützte Stellen, z.B. nahe der Hauswand, im halbschattigen Bereich, zeigen oft weniger Schäden. In offenen Lagen, mit Wind und Wintersonne, ist die Schädigung meist größer. Bei Gehölzen an Straßen oder Gehwegen können die Auswirkungen größer sein oder sich auch in den nächsten Wochen noch zeigen, wenn Streusalz eingesetzt wurde.

 

Schnee schützt

 

Noch rechtzeitig vor den eisigen Temperaturen fiel Schnee, selbst in milden Gegenden, wo Schnee kaum noch gekannt wird. Schnee legt sich schützend wie ein Teppich über die Erde und die Pflanzen. Niedrige Zwiebelblumen wie Winterling, Schneeglöckchen und Krokus zeigen keinen Schaden und sie blühen einfach weiter. Selbst Feldsalat auf dem Beet hat die Kältewelle unbeschadet überstanden. Unter der Schneedecke war der Boden gar nicht durchgefroren.

 

Und dann…..

 

Schneiden Sie geschädigte Pflanzenteile zurück. Eine leichte Düngung erleichtert den Pflanzen mit den Schädigungen zurechtzukommen. Nutzen Sie die Chance bei Totalverlust und verändern Sie den Garten mit Neuem.

 

Auch in Zukunft wird es längere frostige Phasen im Winter geben, die oft nur sehr lokal zu Schäden führen. Wässern Sie bei offenem Boden gelegentlich im Herbst und Winter Ihre Immergrünen vor allem vor Frostphasen, um Frosttrocknis vorzubeugen. Bei Obstbäumen hilft das Weißeln der Stämme oder das Umbinden mit Tannengrün bzw. Jute oder Vlies. Dann erwärmt sich der Stamm bei starker Sonneneinstrahlung nicht so stark und der Saftfluss wird verzögert. Starke Fröste könnten sonst zu Stammrissen führen.

 


Start in den Frühling 

Bunte Blüten im Kasten

 

Primeln, Ranunkeln, Anemonen, Tausendschön, Vergissmeinnicht und Hornveilchen verbreiten gute Laune. Sie strecken gemeinsam mit den vielen blühenden Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen ihre farbenfrohen Blüten in die Sonne. Das Angebot ist nun sehr vielfältig. Kombiniert mit frühlingsblühenden Stauden sind Balkon, Terrasse und Eingangsbereich über Wochen bunt geschmückt.

 

Wer es individuell mag, dem sind bei der Suche nach Gefäßen keine Grenzen gesetzt, solange es Möglichkeiten des Wasserabflusses gibt. Bei Nässe sterben die Wurzeln ab. Wichtig sind hochwertige Substrate, die Wasser und Nährstoffe speichern. Durch Lavasteinchen, Ziegelsplitt und andere strukturstabilisierende Zuschlagsstoffe bleiben die Erden luftig. Torffreie und torfreduzierte Substrate erfordern möglicherweise ein anderes Gießverhalten.

 

Sollten die Temperaturen nach einmal in den Minusbereich fallen, ist Schutz nötig. Ein Vlies oder auch einfach eine dünne Zeitungsauflage helfen bei wenigen Grad unter Null. Bei stärkerer Kälte räumen Sie die Gefäße besser kurzfristig ein.

 

Grünes Gemüse im Topf

 

Gemüseanbau im Kleinen, auf Balkon, Terrasse oder im Hinterhof, findet immer mehr Liebhaber. Eine Vliesauflage bei kalten Tagen und Nächten schützt die jungen Gemüsesetzlinge. Erste Salatpflanzen, vor allem der robuste Eichblattsalat, und Kohlrabi bekommen einen Platz im Balkonkasten oder in Kisten. Schnell noch ein paar Radiessamen in die Erde gedrückt. Auch kältetolerante Kräuter kommen an geschützte Stellen ins Freie. Das wärmeliebende Basilikum jedoch bleibt besser am Küchenfenster stehen.

 

Samen in die Erde

 

Im März beginnt die Aussaat verschiedener Fruchtgemüse. Für Chili und Paprika wird es schon richtig spät, denn sie haben eine lange Entwicklungsdauer. Die Tomaten-Aussaat erfolgt aber erst in der zweiten Hälfte des März. Dann wachsen die jungen Pflanzen kompakter. Verwenden Sie spezielle Aussaaterde. Diese ist nicht oder nur sehr wenig gedüngt und von der Struktur den Keimlingen angepasst. Auch wenn Wasser nötig ist, so gießen Sie nicht zu viel. Trauermückenlarven werden sonst gefördert und könnten die Wurzeln der Sämlinge schädigen.

 

Auf geht’s, hinaus geht’s

 

Nutzen Sie die Zeit und besuchen Sie Gartencenter, Gärtnereien und Baumschulen sowie Blumenläden, um das eigene Umfeld mit frühlingshafter Pflanzenfreude zu schmücken – sei es der Balkon, die Terrasse oder die Wohnung. Doch halten Sie Abstand beim Einkaufen.

Erfreuen Sie sich auch an den vielen Blüten und dem sprießenden Grün im Garten und bei Spaziergängen im Freien.

 

Schau nach den Kübelpflanzen

 

Kübelpflanzen im Winterquartier

 

Im Winter fristen unsere mediterranen Kübelpflanzen ein Schattendasein. Wenig beachtet stehen sie irgendwo im Keller, der Garage oder einem anderen Ort, der keine optimalen Überwinterungsmöglichkeiten bietet. Meist sind die Standorte zu warm und zu dunkel. Folglich treiben jetzt lange, dünne und schwache Triebe aus. Diese haben oft nur eine hellgrüne Farbe und knicken leicht um. Und dann treten auch schon die ersten Schädlinge auf: Blattläuse, Wollläuse und Schildläuse. Ungünstige Lebensbedingungen sowie Schadorganismen schwächen die Pflanzen, die im Sommer wieder viele Blüten bringen sollen.

 

Erste-Hilfe-Maßnahmen

 

Nun heißt es ran an die Pflanze, am besten gleich mit einer Schere. Vertrocknete Triebe werden weggeschnitten, lange stark eingekürzt. Sorgen Sie für Luft und Licht in der Pflanze. Aus den „Augen“ der verbleibenden Triebstücke entwickeln sich in den nächsten Wochen neue kräftige Zweige. Mit den Rückschnittmaßnahmen entfernen Sie gleichzeitig viele Schaderreger, die die ohnehin dünnen grünen Triebe noch mehr schwächen.

 

Manche Pflanzen haben sehr viele trockene Blätter entwickelt. Entfernen Sie auch diese. Oft sind sie sind nämlich mit Grauschimmelsporen, einem Schwächepilz, behaftet. Nun hat die Pflanze wieder Möglichkeiten frisch auszutreiben.

 

Kübelpflanzen - fit für den Sommer

 

Schon länger nicht umgetopft? Dann ist es jetzt Zeit. Gleichzeitig können Sie zu groß gewordene Horste z.B. der Schmucklilie (Agapanthus) oder des Indischen Blumenrohrs (Canna) teilen. Somit verjüngen Sie die Pflanzen und geben ihnen neuen Schwung. Wie auch bei verholzenden Pflanzen z.B. Fuchsie, Wandelröschen und Pelargonie, wird der Wurzelballen von einem Teil alter Erde befreit und gegebenenfalls die Wurzeln etwas eingekürzt. Verwenden Sie zum Eintopfen neue Kübelpflanzenerde, möglichst torffrei oder torfreduziert. Da die Pflanzen wieder mehrere Jahre im Topf wachsen sollen, enthalten Kübelpflanzenerden strukturstabile mineralische Anteile. Somit sackt das Substrat nicht stark zusammen. Auch ist es möglich, vorhandene Blumenerde mit Splitt oder Tongranulat selbst zu mischen.

 

Ab Ende Februar stellen Sie die Pflanzen wieder heller und etwas wärmer. Langsam können Sie mit dem Gießen beginnen. Denken Sie daran, dass eine Pflanze erst mehr Wasser benötigt, wenn sie grüne Blätter bildet, die verdunsten. Haben Sie nicht umgetopft, können Sie in wenigen Wochen mit einer leichten Düngung beginnen, um den Pflanzen einen guten Start für den Sommer zu geben. Haben Sie ihre umgetopften Kübelpflanzen jedoch in neues Substrat gesetzt, sind Nährstoffe bereits enthalten. Dann düngen Sie erst in etwa sechs bis acht Wochen.

 

Sobald es die Witterung erlaubt, härten Sie Ihre Kübelpflanzen rechtzeitig ab und stellen diese bei milden Temperaturen - zunächst tagsüber - ins Freie an einen nicht zu sonnigen Platz. Zum einen wachsen die Triebe kräftig heran und sie vertragen die Sonneneinstrahlung später besser. Freuen Sie sich auf den Sommer auf Balkon und Terrasse, umgeben von blühenden Schönheiten.

 

 

Der Regenwurm

 

Regenwurm, so wertvoll

 

Regenwürmer sind wichtige Bodenlebewesen. Durch ihre Grabtätigkeit verändern sie aktiv das Bodengefüge. Sie fressen organisches und mineralisches Material, was als wertvoller und stabiler Ton-Humus-Komplex ausgeschieden wird. Dieser ist auch bei stärkeren Regenfällen noch stabil und die Häufchen fallen nicht zusammen. Manche Regenwurmarten ziehen organisches Material wie Laubblätter, Erntereste oder Stroh auch in tiefere Bodenschichten ein, wo es sich schneller abbaut und Nährstoffe für die Pflanzen liefert. Regenwürmer bilden ein weitreichendes Röhrensystem im Boden. Dieser wird dadurch durchlüftet und die Sauerstoffversorgung der Pflanzenwurzeln verbessert. Regenwasser versickert bis in tiefere Schichten und verhindert Bodenabschwemmung und Verschlämmung. Schwere Böden profitieren besonders von den Regenwürmern.

 

Regenwürmer sind fast das ganze Jahr im Boden aktiv. Optimal sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 Grad, wie wir es im Frühjahr und Herbst haben. In dieser Zeit vermehren sich die zwittrigen Tiere durch Eikokons. Wird es im Sommer zu heiß und trocken, verharren die Würmer zusammengerollt tief in der Erde. Auch im Winter gehen sie in eine Ruhephase, wenn die Bodentemperaturen sinken. Falls Sie den Gartenboden umgraben, tun Sie dies erst ganz spät im Jahr, um die Tiere zu schonen, die noch lange aktiv im Boden arbeiten.

 

Regenwurm ist nicht gleich Regenwurm

 

Wenn Sie Regenwürmer im Garten finden und anschauen, dann sind sie nicht immer gleich. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und auch im Garten leben bis zu 20 verschiedene Arten. Meist sind es fünf bis sieben. Grundsätzlich tragen geschlechtsreife erwachsene Tiere einen etwas dickeren andersfarbigen Gürtel. Dieser fehlt bei den Jungtieren. Auffallender sind die unterschiedlichen Farben. Dies gibt auch Hinweise auf den Lebensraum. Dunkel pigmentierte Arten leben nahe an der Bodenoberfläche und kommen auch nach oben ans Licht. Sie leben von der Streu, Mulch- und Humusauflage. Man nennt sie deshalb auch Streubewohner. Mineralbodenarten oder endogäische Arten sind ganz hell gefärbt. Diese Regenwürmer erscheinen so gut wie nie an der Oberfläche, machen jedoch viele vor allem horizontale Röhren bis in 60 Zentimeter Bodentiefe. Dann gibt es noch die Tiefgräber, deren vorderes Körperteil dunkel gefärbt ist. Sie ziehen organisches Material in ihre meist senkrechten Röhren hinein, die bis in den Unterboden reichen.

 

Regenwurm, auch mal lästig

 

Unermüdlich sorgen sie für gute Erde. Doch im Rasen machen Regenwürmer manchmal im Frühjahr Ärger, wenn sie ihre Ausscheidungen an die Erdoberfläche schieben. Schwerer und nasser Boden ist ein idealer Lebensraum für Regenwürmer und abgestorbene Rasengräser bieten ausreichend Nahrung. Im Vorfrühling sind die Regenwürmer schon aktiv, aber der Rasen wächst noch nicht. Dies kann dazu führen, dass die Rasengräser unter den Wurmkothaufen ersticken. Entstehen Kahlstellen, siedeln sich später oft unerwünschte Wildkräuter an. Bei trockenem Wetter können Sie die Häufchen problemlos zwischen den Rasengräsern verteilen. Bei stärkerer Beeinträchtigung durch die Kothäufchen ist besonderes Augenmerk auf die Rasenpflege während des Jahres zu legen.

 

Gehölzschnitt – jetzt ist die optimale Zeit dafür!

 

Warum ein Gehölzschnitt?

 

Zier- und Beerenobststräucher bilden ohne Schnitt vergreiste, verkahlende Triebe, dichte Stöcke und weniger Blüten. Bei jährlichem Schnitt erfolgen die Eingriffe moderat. Das Gehölz behält eine günstige Struktur, üppige Blütenpracht und verbesserte Fruchtqualitäten.

 

Für einen locker aufgebauten Strauch lichtet man vor allem im Inneren aus. Dabei werden ältere, dicke, aber auch kranke, hoch geschossene und zu schwache Triebe direkt über dem Boden abgeschnitten. Zu lange, bogig überhängende Teile werden am besten über einer tiefer liegenden Verzweigung zurückgenommen. Generelles Einkürzen aller oder zu langer Triebe würde eine starke Neutriebbildung und eine dichte Verzweigung an den Strauchspitzen auslösen. Früchte mit guter Größe und Qualität erhält man beim Beerenobst, wenn die Sträucher noch vor der Blüte gut ausgelichtet sind, dafür jedoch kräftige ein- bis dreijährige Triebe besitzen.

 

Gehölzschnitt nicht früher

 

Viele Sträucher besitzen einen schönen Fruchtschmuck, der auch über den Winter an den Pflanzen verbleibt. Die oft farbigen Beeren zieren die kahlen Zweige. Die Früchte dienen aber auch den heimischen Vögeln als wichtige Nahrungsquelle in der kargen Zeit. In einem Naturgarten findet man häufig mehrere fruchtragende Gehölze.

 

Größere Schnittwunden an Bäumen können Eintrittspforten für Pilze und Bakterien (z.B. Obstbaumkrebs, Bakterienbrand, Rotpustelkrankheit). Findet der Schnitt bereits von November bis Januar statt, steigt die Befallsgefahr, da die Wunden über den Winter, also mehrere Monate, nicht heilen. Auch Frost wirkt auf die Wunden ein und kann diese stärker schädigen. Zudem können der Knospen nahe der Schnittstelle erfrieren oder austrocknen. Bei späteren Schnittzeitpunkten stehen die Gehölze bereits „im Saft“ und können Infektionen besser abwehren.

 

Nur wenige Ziersträucher benötigen einen stärkeren Schnitt. Hierbei werden im März die letztjährigen Triebe, die noch Blütenreste enthalten, auf einen Stummel mit drei bis fünf Augen zurückgenommen. Zu dieser Gruppe gehören z.B. Sommerflieder, Blauraute, Bartblume und Zwergspiere.

 

Gehölzschnitt nicht zu spät

 

Große Schnitteingriffe an Bäumen, Sträucher und vor allem Hecken dürfen nach dem 28. Februar nicht mehr durchgeführt werden. Dies gilt für das „auf Stock setzen“ sowie das komplette Entfernen der Pflanzen. Das Auslichten, der fachgerechte Rückschnitt oder der Formschnittschnitt sind hingegen erlaubt. In diesem Fall sollten Sie Hecken und Ziersträucher bis Mitte März schneiden, bevor Vögel ihre Nester bauen. Sie werden sonst auf der Suche nach Nistmöglichkeiten oder beim Nestbau in Hecken, Bäumen und Sträuchern gestört.

 

Sie wollen veredeln? Jetzt ist der allerletzte Zeitpunkt für das Schneiden der Edelreiser gekommen, da bald der Saftanstieg und Austrieb der Gehölze erfolgt.

 


 


warten auf das Frühjahr

Der Garten im Februar

 

Nicht überall ist es grau und trist. Gehen Sie mit offenen Augen durch den Garten. Erste Winter- und Vorfrühlingsblüher zeigen ihre Knospen und Blüten. Ganz unten in Bodennähe blühen Winterling, Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen. Und auch Duft liegt in der Luft: zitronenartig riechen die cremeweißen Blüten der Winter-Heckenkirsche Lonicera purpusii. Ebenfalls duftende Blüten besitzen die Chinesische Winterblüte Chimonanthus praecox, der Winterschneeball Viburnum x bodnantense ‘Dawn‘ und der Duftschneeball Viburnum farreri. Und das war noch nicht alles. Welche Blüten entdecken Sie in Ihrem Garten? Gehölze und Gräser zeigen in der laublosen Zeit ihre Wuchsstruktur. Bei Schnee kommt diese stärker zu Geltung.

 

Der versierte Gemüsegärtner erntet auch im Winter noch. So steht ganz hoch im Kurs der Feldsalat. Ihn können Sie nach Bedarf schneiden. Unter Vlies stehen oft noch Zuckerhut und Radiccio. Sind die unansehnlichen Blätter entfernt, hat man noch feste kleine Köpfe. Auch Lauch, Rosen- und Grünkohl bereichern den Speiseplan. Brauchen Sie Lagergemüse wie Möhren, Rote Bete und Kürbis auf.

 

Wenn es das Wetter zulässt……

 

Bei trockener Witterung und die Temperaturen nicht unter minus fünf Grad liegen können Sie mit dem Rückschnitt beginnen. Herbsthimbeeren schneiden sie bis zum Boden ab. Damit besteht keine Gefahr der Ansteckung durch die Himbeerrutenkrankheit. Schneiden Sie wenige Zentimeter über der Erde, treiben verbliebene Augen bald aus und blühen für die Ernte ab August bereits im Juli. Auch Kernobst- und Beerenobst, falls nicht gleich nach der Ernte geschehen, bekommen nun ihren Rückschnitt. Für eine reiche Traubenernte ist der jährliche Rebschnitt jetzt wichtig. Entfernen Sie immer auch Fruchtmumien an den Obstgehölzen. So reduzieren Sie den pilzlichen Infektionsdruck für die neue Saison.

 

Auch wenn der eigentliche Rosenschnitt erst im März oder April erfolgt, können Sie jetzt dicke vergreiste Triebe von Strauchrosen, die mit Moos oder Flechten bewachsen sind, komplett oder bis auf wenige Zentimeter entfernen. Schlafende Augen werden schon zum Austrieb angeregt. Starke Schnittmaßnahmen und „auf Stock setzen“ von Hecken und anderen starkwachsenden Gehölzen sollten aus Naturschutzgründen bis Ende Februar beendet sein.

 

Beginnen Sie langsam den Rückschnitt von Stauden und Gräsern, wenn milde Temperaturen angesagt sind. Lassen Sie jedoch Schnitt-Material in Reichweite liegen, das eventuell als Kälteschutz für die Neuaustriebe dienen kann.

 

Schützen Sie Immergrüne vor Wintersonne und kalten Winden mit Strohmatten oder ähnlichem. Gießen Sie bei Trockenheit und nicht gefrorenem Boden. Die grünen Blätter und Nadeln verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser.

 

Sobald der Boden abgetrocknet ist, können Umpflanzaktionen von Gehölzen und Stauden sowie Neupflanzungen erfolgen. Baumscheiben werden aufgehackt und von Bewuchs befreit. Moose und Flechten können von alten Baumstämmen abgebürstet werden. Nistkästen werden spätestens jetzt gereinigt bzw. zusammen mit Insektenhotels neu aufgehängt.

 

Und was sonst noch?

 

Begutachten Sie Ihre Kübelpflanzen und achten Sie auf Schädlinge. Der Rückschnitt sowie das Umtopfen in neue Kübelpflanzenerde fördern zusammen mit einem helleren Standort ein kräftiges Austreiben.

 

Paprika und Chili sowie Aubergine und Artischocke haben eine lange Anzuchtdauer, weshalb die Aussaat an der Fensterbank schon im Februar beginnt. Tomaten sät man erst Mitte März, Zucchini, Kürbis und Gurken noch viel später.

 

Lust auf frisches Grün? Ganz schnell geht es mit der Aussaat von Kresse auf der Fensterbank. Nach einer Woche lassen sich die würzigen grünen Blättchen verwenden.

 

Nutzen Sie außerdem die ruhige Zeit, um in Zeitschriften, Saatgutkatalogen und Gartenbüchern zu schmökern, um sich Ideen für die neue Saison zu holen. Machen Sie den Aussaat- und Pflanzplan für den Gemüsegarten und besorgen Sie sich das Saatgut.

Die Stechpalme

Porträt der Stechpalme

 

Ilex aquifolium ist die in Mitteleuropa heimische Art. Man findet sie als schwächer wachsenden Waldbaum auf leicht sauren bis neutralen und nicht zu trockenen Böden. Durch die Bildung von Wurzelschossen breitet sich die Pflanze im Unterholz von Buchenwäldern aus. Somit eignet sich die Stechpalme, auch Hülse genannt, besonders für halbschattige und schattige Bereiche. In sehr kalten Gebieten kommt die sie nicht vor, da die Pflanze besonders in ihrer Jugendzeit frostempfindlich reagiert. Optimal für das Wachstum sind milde Winter und ausreichend hohe (Sommer-)Niederschläge. Man könnte meinen, dass der Klimawandel dem zähen Ilex zugute kommt. Doch die für die Stechpalme gefährlichen Spätfröste nehmen zu. Und ganz oft ist die lange Sommertrockenheit in vielen Gebieten ein großes Problem.

 

Dunkelgrüne, ledrige und stechende Blätter, die das ganze Jahr an der Pflanze verbleiben sind ein wesentliches Merkmal. Die ganze Pflanze ist giftig, doch nicht für Vögel. Die (meist) roten Früchte an den weiblichen Pflanzen sind ein willkommenes Futter im Winter. Bienen erfreuen sich an den recht unscheinbaren weißlichen Blüten im Mai. Besonders viel Pollen besitzen die Blüten der männlichen Pflanzen.

 

Stechpalmen im Garten

 

In Parks und Gärten findet man Ilex als Ziergehölz. Doch dort ist stehen weniger die heimische Art, vielmehr andere immergrüne Arten mit unterschiedlichen Blattformen, Wuchsgrößen und Wuchsformen. Mal ist die Stechhülse ein prägendes Solitärgehölz, mal kann sie als Heckengehölz verwendet werden. Sorten des stadtklimafesten Ilex crenata (Japanische Hülse) können Sie an geeigneten Standorten als Buchsersatz pflanzen. Diese besitzen kleinere Blätter und vertragen auch einen Formschnitt gut.

 

Neben den Sorten mit dunkelgrünen Blättern zieren andere mit goldgelben oder weißen Panaschierungen (Färbungen). Auch sind die Blätter der Stechhülsen nicht immer dornig. Viele Arten bzw. Sorten besitzen glattrandiges Laub.

 

Wünschen Sie üppigen Fruchtschmuck als Zierde im Garten? Dann bedenken Sie beim Einkaufen der Pflanzen, dass Ilex zweihäusig ist. Nur weibliche Pflanzen bilden die Früchte in rot, braun oder schwarz, wozu aber eine männliche Pflanze als Bestäuber erforderlich ist.

 

Nicht nur das Klima mit Frösten und Trockenheit schränkt die Pflanzungen im Garten ein, entscheidend ist auch der Boden. Dieser sollte leicht sauer sowie humos, nährstoffreich und durchlässig sein. Weißt er einen hohen pH-Wert auf, entstehen Chlorosen (Blattaufhellungen). Bei Einzelpflanzungen sind Bodenverbesserungen möglich.

 

 

Auf ein neues Jahr

Gartenplanungen und Informationen finden

Im tristen und kalten Winter sehnt man sich nach erwachendem und frischem Grün, nach saftigem Obst und Gemüse. Doch eine gründliche Vorbereitung ist wichtig. Möchten Sie größere Umgestaltungen vornehmen? Denken Sie nicht nur an sich, sondern auch an andere Lebewesen. Verwenden Sie Blühpflanzen, die Nahrung für Bienen oder andere Insekten sind. Eine gut durchdachte Staudenfläche ist pflegeleichter, farbenfroher und vor allem sinnvoller als eine Kiesfläche. Trockenmauern bieten Lebensräume wie auch kleinen Wasserstellen. Schwachwachsende Obstgehölze sowie Beerensträucher eignen sich auch für kleine Gärten und haben einen Mehrfachnutzen.

 

Oder geht es direkt um die Planung des Gemüsegartens? Da Gemüsekulturen recht kurzlebig sind, macht es Spaß zu experimentieren. Jedes Jahr gibt es neue Sorten und manchmal auch noch unbekannte Gemüsearten. Wer also Platz hat, sollte ruhig auch mal Neues ausprobieren. Planen Sie Gemüsearten- und -sorten, die im Garten guten Ertrag bringen und mit denen Sie sehr zufrieden sind ebenso mit ein. Schon bald kann es mit der Aussaat erster Gemüse beginnen. Achten Sie jedoch auf angegebene Pflegehinweise, damit es ein Erfolg wird.

 

Nutzen Sie die Zeit und schmökern Sie in Gartenzeitungen, in Gartenratgebern und anderen Zeitschriften. Wälzen Sie Gartenkataloge und suchen Sie Gartenseiten im Internet. Alles steht jetzt auf „Grün“. Lassen Sie sich inspirieren. Stöbern Sie nach Neuheiten, aber auch nach alten Sorten. Besonders bei Gemüse und Sommerblumen ist das Angebot sehr groß. Wenn die Gartencenter und der Gartenfachhandel wieder öffnen, sind Sie gewappnet und können sich mit Saatgut und Pflanzen eindecken. Viele Firmen bieten einen Online-Verkauf an. Hier haben Sie die Möglichkeit sich rechtzeitig Samen und anderes Zubehör zu bestellen.

 

Saatgut sichten

 

Wer selbst Blumen oder Gemüse aussät, sammelt in wenigen Jahren oft viele verschiedene Samentütchen an. Ordnen Sie diese, bevor Sie neue kaufen. Schon eine Einteilung nach Blumen und Gemüse kann hilfreich sein. Wenn Sie dann noch Fruchtgemüse aussortieren, da diese meist den Hauptteil der eigenen Aussaat ausmachen, haben Sie schon etwas Überblick gewonnen. Nicht jedes Saatgut hat die gleiche Keimfähigkeit und Haltbarkeit. Hinweise geben die Aufdrucke auf den Samenpäckchen. Bei geöffneten Tütchen spielt die Lagerung eine große Rolle, um die Keimfähigkeit aufrechtzuerhalten. Wer ganz sichergehen will, kann die Keimfähigkeit durch eine Saatgutprobe prüfen. Dies macht aber nur Sinn, wenn viele Samen vorhanden sind, z.B. bei Möhren.

 

 

 

Ein kleiner Rückblick

Niederschläge

 

Nichts war so unterschiedlich verteilt wie der Regen, wie auch schon in den letzten Jahren. So gibt es, vor allem im Voralpengebiet, Regionen mit viel Feuchtigkeit und drohenden Überschwemmungen. Anderenorts entstehen tiefe Risse im Boden, wo man lange auf Regen wartet. Die mittlerweile jahrelange Trockenheit führt zu Trockenschäden bei verschiedenen Gehölzen, auch bei großen Laubbäumen, die vertrocknete Blattränder aufwiesen. Nadelgehölze sterben vor allem in Unter- und Mittelfranken reihenweise ab. Die standortgerechte Pflanzenauswahl und bedarfsorientiertes Gießen waren häufige Fragen. Durch den Klimawandel verstärkt sich die Niederschlagsproblematik und ein sinnvolles Wassermanagement ist gefragt.

 

Temperaturen

 

Ein deutlicher Hinweis auf Klimaveränderungen sind Spätfröste, die teilweise große Schäden anrichten. Milde Wintertemperaturen führen zu einem frühen Austrieb der Gehölze. Der Saftfluss setzt ein und Blatt- und Blütenknospen entwickeln sich. Kalte Temperaturen, manchmal mit Frost, im März, April und auch noch im Mai haben in diesem Jahr wieder zu großen Schäden an den Blüten und jungen Früchten der Obstgehölze geführt. Dadurch war die Ernte reduziert oder ganz ausgefallen. Fruchtdeformationen waren nicht selten. Äpfel und Birnen zeigten besonders viele Berostungen durch die Kälte. Zu den empfindlichen Pflanzen gehören neben Pfirsich und Aprikose mittlerweile auch andere Steinobstarten, sowie Apfel, Kiwi und Wein. Kleine Obstgehölze können mit Vliesen vor den kalten Nächten geschützt werden.

 

Eine Hitzewelle mit Spitzentemperaturen über 40 Grad Celsius gab es nicht. Und auch die 30-Grad wurden nicht oft erreicht, so dass 2020 Hitze- und Verbrennungsschäden vor allem von weichem Beerenobst weitgehend ausblieben. Temperaturmäßig war der Sommer warm, jedoch nicht zu heiß. Viele Fruchtgemüse wie Tomate, Zucchini und Paprika konnten deshalb zügig wachsen und reifen.

 

Krankheiten und Schädlinge

 

Trockene und warme Sommer mögen Wanzen gerne. Vermehrt tauchten sie in manchen Gärten im Stadtbereich auf. Auch neue invasive Arten wurden gesichtet wie die Grüne Reiswanze oder die Marmorierte Baumwanze. Sie verursachen Saugschäden an verschiedenem Obst und Gemüse wie Apfel, Birne, Paprika, Bohne und Tomate.

 

Laue Sommernächte hatten wir kaum. Meist war es nachts recht kühl, wenn tagsüber die Temperaturen anstiegen. Folglich hatten wir schon bald im Jahr Probleme mit Echtem Mehltau an verschiedenen Pflanzen (Wein, Rose, Zucchini etc.), der die Blätter weiß überzog.

 

In trockenen Gegenden konnte man Tomaten wieder bis zum Oktober ernten. Selbst ohne Überdachung blieben die Pflanzen von der Kraut- und Braunfäule weitgehend verschont.

 

Temperaturen

 

Ein deutlicher Hinweis auf Klimaveränderungen sind Spätfröste, die teilweise große Schäden anrichten. Milde Wintertemperaturen führen zu einem frühen Austrieb der Gehölze. Der Saftfluss setzt ein und Blatt- und Blütenknospen entwickeln sich. Kalte Temperaturen, manchmal mit Frost, im März, April und auch noch im Mai haben in diesem Jahr wieder zu großen Schäden an den Blüten und jungen Früchten der Obstgehölze geführt. Dadurch war die Ernte reduziert oder ganz ausgefallen. Fruchtdeformationen waren nicht selten. Äpfel und Birnen zeigten besonders viele Berostungen durch die Kälte. Zu den empfindlichen Pflanzen gehören neben Pfirsich und Aprikose mittlerweile auch andere Steinobstarten, sowie Apfel, Kiwi und Wein. Kleine Obstgehölze können mit Vliesen vor den kalten Nächten geschützt werden.

 

Eine Hitzewelle mit Spitzentemperaturen über 40 Grad Celsius gab es nicht. Und auch die 30-Grad wurden nicht oft erreicht, so dass 2020 Hitze- und Verbrennungsschäden vor allem von weichem Beerenobst weitgehend ausblieben. Temperaturmäßig war der Sommer warm, jedoch nicht zu heiß. Viele Fruchtgemüse wie Tomate, Zucchini und Paprika konnten deshalb zügig wachsen und reifen.

 

Krankheiten und Schädlinge

 

Trockene und warme Sommer mögen Wanzen gerne. Vermehrt tauchten sie in manchen Gärten im Stadtbereich auf. Auch neue invasive Arten wurden gesichtet wie die Grüne Reiswanze oder die Marmorierte Baumwanze. Sie verursachen Saugschäden an verschiedenem Obst und Gemüse wie Apfel, Birne, Paprika, Bohne und Tomate.

 

Laue Sommernächte hatten wir kaum. Meist war es nachts recht kühl, wenn tagsüber die Temperaturen anstiegen. Folglich hatten wir schon bald im Jahr Probleme mit Echtem Mehltau an verschiedenen Pflanzen (Wein, Rose, Zucchini etc.), der die Blätter weiß überzog.

 

In trockenen Gegenden konnte man Tomaten wieder bis zum Oktober ernten. Selbst ohne Überdachung blieben die Pflanzen von der Kraut- und Braunfäule weitgehend verschont.

 

Was bringt uns 2021?

 

Der Garten bleibt weiterhin ein Stück Natur, das wir pflegen. Aber immer stärker werden wir uns mit den Klimaveränderungen beschäftigen müssen. Der Bodenpflege wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es wird nicht mehr in jedem Garten alles wachsen. Die Standorte geben immer mehr die Pflanzenauswahl vor. So können wir ressourcenschonend den Garten kultivieren und zur Biodiversität und Erhaltung unserer Gartenlandschaft beitragen.Niederschläge

 

Nichts war so unterschiedlich verteilt wie der Regen, wie auch schon in den letzten Jahren. So gibt es, vor allem im Voralpengebiet, Regionen mit viel Feuchtigkeit und drohenden Überschwemmungen. Anderenorts entstehen tiefe Risse im Boden, wo man lange auf Regen wartet. Die mittlerweile jahrelange Trockenheit führt zu Trockenschäden bei verschiedenen Gehölzen, auch bei großen Laubbäumen, die vertrocknete Blattränder aufwiesen. Nadelgehölze sterben vor allem in Unter- und Mittelfranken reihenweise ab. Die standortgerechte Pflanzenauswahl und bedarfsorientiertes Gießen waren häufige Fragen. Durch den Klimawandel verstärkt sich die Niederschlagsproblematik und ein sinnvolles Wassermanagement ist gefragt.

Rosen schützen

Schutz benötigt die empfindliche Veredlungstelle. Bei einer fachgerechten Pflanzung der Rosen liegt die Veredlungsstelle etwa fünf bis acht Zentimeter unter der Erde und ist somit schon geschützt. Zusätzliches Anhäufeln mit Erde, aber auch mit Laub sowie Abdecken mit Nadelreisig ist möglich. Es schützt, nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Verdunstung und Wintersonne. Das Anhäufeln der Rosen mit Erde als Winterschutz ist in den ersten Jahren zu empfehlen. Bei älteren, unempfindlichen Rosensorten reicht dann ein Abdecken mit Koniferenzweigen.

 

Ist die kalte Zeit im zeitigen Frühjahr vorbei, wird der erste Schutz entfernt, damit die Pflanzen nicht zu bald austreiben und Spätfröste Schäden anrichten. Das Nadelreisig bleibt aber für Kälteeinbrüche in Reichweite liegen.

 

Stammrosen mit Winterschutz Komplizierter ist der Winterschutz bei Stammrosen. Die empfindliche Veredlungstelle liegt nämlich in luftiger Höhe, direkt unterhalb der Krone. Die Verdickung am Stammfuß ist keine Veredlung und bleibt bei einer Pflanzung etwa zehn Zentimeter über der Erdoberfläche.

 

Als Winterschutz wird die Krone mit Vlies eingepackt, wobei das Vlies unterhalb der Veredelungsstelle zusammengebunden wird. Es eignet sich auch Jutegewebe oder anderes luftdurchlässige Material. Eventuell können im Kronenbereich zusätzlich Nadelzweige eingesteckt werden. Keinesfalls sollten Sie Folien verwenden, da diese keinen Luftaustausch zulassen und Fäulnis und Schimmel fördern. Oft sind die Kronen über den Sommer groß gewachsen, was eine optimale Verpackung verhindert. Ein leichter Rückschnitt zur Formgebung für ein einfacheres Einpacken der Krone ist möglich. Der richtige Rosenschnitt erfolgt wie bei anderen Rosen erst im Frühjahr.

Ostbäume schützen

 

Gründe für einen Weißanstrich

 

Ein weißer Anstrich bietet Schutz vor schädigender Wintersonne und zugleich vor Sonnenbrand im Sommer. Durch sonnige Tage im Spätwinter wird der Saftstrom in der Pflanze angeregt. Herrschen dann nachts frostige Temperaturen, und wird die Südseite des Stammes tagsüber von der Sonne beschienen und erwärmt, entstehen Spannungen unterhalb der Rinde bis ins Holz. Ein häufiger Wechsel von Gefrieren und Auftauen lässt die sogenannten Frostrisse ebenso entstehen wie längere Perioden mit tiefen Minusgraden in der Nacht. Die Rinde reißt meist an der sonnenzugewandten Seite senkrecht auf. Besonders betroffen sind Gehölze an sonnenexponierten Lagen wie beispielsweise einem Südhang mit viel Sonne und jüngere Stämme mit glatter Rinde.

 

Die weiße Farbe hingegen reflektiert Licht und verhindert, dass sich die dunklen Stämme der Gehölze stärker erwärmen. Der Saftstrom in die Knospen wird verzögert. Somit treiben die Knospen auch später aus. Dies wiederum beugt Knospen- und Blütenschäden durch Spätfröste vor, denn die milden Temperaturen in den letzten Wintern führten zu einem frühen Austrieb und vorzeitiger Blüte. Einsetzende Spätfroste zerstörten die Blüten und führten zu einem geringen Ertrag.

 

Bei Steinobst tritt Saftanstieg und Austrieb besonders früh ein. Da viele Arten und vor allem jüngere Bäume eine glatte Rinde besitzen, ist das Weißeln der Stämme von Aprikosen, Pfirsichen und auch Kirschen empfehlenswert, um Frostrissen vorzubeugen.

 

Einen Weißanstrich anbringen

 

Vor einem Anstrich benötigt es etwas Baumpflege. Lose Rindenstücke am Stamm und an dickeren Ästen werden mit einer Bürste abgeraspelt. Durch das Glätten erleichtert man sich das Auftragen des Anstriches. Gleichzeitig entfernt man auch mögliche Schaderreger, die an oder unter der Rinde sitzen.

 

Der Handel bietet verschiedene Produkte zum Anstreichen an. Achten Sie stets auf die Gebrauchsanweisung. Diese dient zum Schutz des Anwenders. Auch ist es möglich einen Weißanstrich aus Kalk und Tapetenkleister selbst herzustellen.

 

Wer nicht „malern“ möchte, kann über den Winter den Stamm mit Fichtenreisig, Jutesack oder Vlies einbinden, um Stammschäden durch Sonneneinstrahlung vorzubeugen.

 

Weißanstrich, auch für den Sommer

 

Typisch ist das Weißeln der Bäume für den Winter. Doch mit immer stärkerer Sonneneinstrahlung im Sommer erleiden die Gehölze zunehmend auch Schäden im Rindenbereich. Nachdem die Rinde gerissen oder das Kambiumgewebe darunter geschädigt ist, können sich verschiedene Pilzkrankheiten hier ansiedeln. Der somit im Laufe der Jahre vorgeschädigte Stamm kann zum Absterben des ganzen Baumes führen. Auch hier sind Bäume an heißen Sonnenhängen besonders gefährdet. Ein Weißanstrich im Sommer bietet Schutz.

 

Pflanzliche Weihnachtgeschenke

 

Adventliche Dekorationen

 

Besonders schön und einfach ist das Gestalten mit Zapfen. Und die Vielfalt ist groß: kleine Zapfen der Erle im Kontrast zu sehr großen Kiefernzapfen. Besonderheiten sind sicherlich die Zapfen der Sumpfzypresse. Aber auch Lärche, Scheinzypresse und Douglasie besitzen schöne Zapfen. Übrigens echte Tannenzapfen findet man nicht, denn bevor sie zu Boden fallen haben sie sich in einzelne Schuppen gelöst. Das Zapfensammeln lässt sich gut mit einem Waldspaziergang verbinden. Zapfen können einzeln dekoriert werden, mit Gold besprüht, aufgehängt oder auch nur eine Menge in einer großen Glasvase gesammelt werden. Kombiniert mit einer kleinen Lichterkette oder mit Glaskugeln, erstrahlt das Gefäß in weihnachtlichem Glanz.

 

Der Zierapfel aus dem Garten lässt sich ebenfalls für eine winterliche Dekoration nutzen. Allerdings müssen Sie den Zweig abschneiden und ins Haus bringen bevor tiefere Fröste einsetzen Dann lassen sich die Mini-Äpfel sehr vielseitig verwenden, die durch ihre Form und Farbe ein bisschen kleinen Christbaumkugeln ähneln. Ganz einfach geht es, wenn man Fruchtzweige schneidet und sie in eine Vase stellt. In Kombination mit dem Grün von Nadelgehölzen wie Eibe und Tanne kommen die Früchte besonders zur Geltung. Befinden sich noch Flechten am Ast der Zieräpfel unterstreicht dies die Natürlichkeit. Abgeschnittene Fruchtbüschel schmücken Kränze und Gestecke.

 

Moos, Flechten, bizarre kahle Zweige besetzt mit Hagebutten oder Schlehen, Samenstände von Stauden und Clematis…… so vieles lässt sich für eine natürliche adventliche Dekoration verwenden. Mit Licht und Kugeln kombiniert wirkt es besonders festlich.

 

Ausgefallen ist ein Weihnachtsschmuck mit getrockneten Chili-Früchten. Die sehr scharfe Sorte ‘Lila Luzy F1‘ trägt den Sommer über kleine Früchte in den Farben lila, gelb, orange und schließlich rot. Die etwa drei Zentimeter großen kompakten Früchte trocknen schon gut an der Pflanze ein oder man trocknet sie zum Zeitpunkt der Rotfärbung. Durch das intensive und anhaltende leuchtende Rot erleben Weihnachtsdekorationen eine neue „Schärfe“.

 

Barbarazweige

 

Vergessen Sie den 4. Dezember nicht. Am Barbaratag werden traditionell Tag Zweige von Kirschen oder anderen winter- und frühlingsblühenden Gehölzen wie Winterjasmin, Forsythie, Apfel, Zierquitte, Pfirsich, Mandel, Zierkirsche und anderen geschnitten. Stellen Sie dazu die Triebe in ein Gefäß mit handwarmem Wasser, das alle paar Tage gewechselt wird. Sie sollen bis Weihnachten erblühen. Fröste vor dem Schnitt sorgen für ein gleichmäßiges Erblühen der Knospen.

 

Übrigens können Sie bis ins Frühjahr hinein derartige Zweige immer wieder neu aus dem winterlichen Garten in die Wohnung holen. Ganz nebenbei lichten Sie so Ihre Blütensträucher oder Obstbäume aus, verjüngen diese und fördern die Vitalität der Pflanze. Achten Sie vor dem Schneiden auf die Knospen am Trieb. Dicke Knospen bringen Blüten hervor, spitze und dünne Knospen dagegen Blätter.

 

Lagerfäulen bei Äpfel

 

Lagerfäulen mit unterschiedlichen Erregern

 

Viele Fruchtfäulen treten erst während der Lagerung auf. Optisch erkennt man sie meist nicht auf den Äpfeln. Jedoch sind verschiedene pilzliche Erreger, oft schon während des Wachstums und der Reife am Baum, auf die Früchte gelangt. Die Sporen haften dann unsichtbar an den Früchten. Im Laufe der Lagerung erscheinen dann erste Faulstellen, vor allem an Äpfeln mit verletzter Fruchthaut.

 

Eine typische Lagerfäule ist die Alternaria-Schwarzfäule. Hierbei entstehen große schwarze Faulstellen, die jedoch nicht tief in das Fruchtfleisch eindringen. Da die Krankheit im Lager nicht ansteckend ist, treten die schwarzen Früchte nur vereinzelt auf.

 

Ganz schwarz oder glänzend braun verfärben sich Früchte, die mit Monilia-Schwarzfäule befallen sind. Auch das Fruchtfleisch ist dunkel und lederartig zäh. Später bilden sich weiße Sporenlagertupfen auf der Schale. Die Krankheit ist ansteckend, weshalb befallene Früchte oft zusammenkleben.

 

Eine ebenfalls ansteckende Lagerfäule, die auch schnell auf gesunde Früchte übergreifen kann, ist die Penicillium-Fruchtfäule. Hier bilden sich zunächst wässrige, weiche hellbraune Flecken, die sich dann schnell vergrößern. Später bilden sich weiße und grünlich-blaue Pilzsporen. Das faulige Fruchtfleisch fällt zusammen und Fruchtsaft tritt aus. Botrytis-Fruchtfäule und Mucor-Köpfchenschimmel sind ebenfalls ansteckend.

 

Bei der Gloeosporium-Fruchtfäule oder auch Lentizellenfäule bilden sich oft mehrere rundliche braune Faulstellen mit wenigen Zentimetern Durchmesser um die Lentizellen, den Schalenpunkten auf der Fruchthaut. Die „Sporenpunkte“ können schwarz, weiß oder gar rosa gefärbt sein. Nach feuchten Sommern tritt diese Krankheit im Lager häufiger auf. Aufgrund des Geschmacks befallener Äpfel, nennt man die Krankheit auch „Bitterfäule“.

 

Den Lagerfäulen vorbeugen

 

Für die Vorratshaltung lagern Sie grundsätzlich bei der Ernte nur gesundes, makelloses und schadfreies Obst ein. An Wunden und geschädigten Stellen siedeln sich leicht pilzliche Erreger an, deren Sporen unsichtbar in Obstlager gelangen. Sorgen Sie für möglichst kühle, jedoch frostfreie Lagerbedingungen.

 

Für eine vorbeugende Bekämpfung der Lagerfäulen gehört auch die Baumhygiene. Sporen von Fruchtfäule-Erregern haften an Frucht- und Blütenmumien, die über den Winter am Baum hängen geblieben und stark eingetrocknet sind. Diese infizieren dann über die Blüte oder jungen Früchte bereits den neuen Behang, vor allem wenn Verletzungen am Obst entstehen. Entfernen Sie daher diese Frucht- und Blütenmumien beim Baumschnitt, sinnvollerweise vor dem Austrieb.

 

In Büscheln dicht hängende Äpfel sind durch Lagerfäulen gefährdet. Die Reibung aneinander verletzt die Fruchthaut und Pilzsporen können eindringen. Vereinzeln bzw. Ausdünnen überzähliger Früchte des Büschels bereits im Juni wirkt dieser Gefahr entgegen.

 

Der Topfgarten im nahenden Winter

In Töpfen sind Pflanzen mobil. Frostbeständige Gefäße lassen sich immer wieder umstellen und verschaffen auch in der kalten Jahreszeit wechselnde Anblicke.

 

Schutzmaßnahmen für die Gewächse

 

Um die Pflanzen bei Bedarf schnell zu schützen, werden sie an die Hauswand oder unter eine Überdachung gerückt. Günstig ist auch eine Stelle, bei der die Pflanzen dem Regen und Schnee nicht direkt ausgesetzt sind. So beugen Sie einer möglichen Vernässung des Substrates vor. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können, damit sich keine Staunässe bildet. Dies lässt die Pflanzen absterben. Daher sollten Sie die Untersetzer entfernen.

 

Kälteschutz von unten bieten beispielsweise Styroporplatten, auf die man die Gefäße stellt. Ein Wasserablauf muss jedoch gewährleistet sein. Die Töpfe und anderen Gefäße bekommen einen Mantel aus Jutegewebe, Noppenfolie, Kokosmatten und ähnlichem. Kleinere Töpfe können Sie in ein größeres Gefäß stellen, das mit Laub oder Rindenmulch gefüllt ist. Anschließend bieten Deckschichten aus Laub- oder Nadelreisig Schutz von oben.

 

Beginnen Sie die Kälteschutzmaßnahmen nicht zu früh. Einzelne und leichte Fröste verkraften die Pflanzen problemlos, ohne spezielle Schutzmaßnahmen. Erst bei dauerhaftem Frost wird „eingewintert“.

 

Wassernot im Winter

 

Stauden und Gehölze sind in der Regel ausreichend frosthart. Das Problem liegt an der Wurzel. Bei Pflanzen, die im Gartenboden wachsen friert es von oben in den Wurzelbereich. Die Wurzeln der Gartenpflanzen reichen bis in tiefere, nicht gefrorene Bodenschichten. Sie können weiterhin benötigtes Wasser aufnehmen.

 

Anders ist es im Topfgarten. Hier dringt der Frost von allen Seiten an die Wurzel heran. Das ist vor allem für immergrüne Pflanzen problematisch. Doch schädigt weniger die Kälte, sondern die sogenannte „Frosttrocknis“. Durch die kalten Temperaturen gefriert das verfügbare Wasser und die grünen Blätter der Pflanzen können sich nicht versorgen. Im Frühjahr sehen die Pflanzen erfroren aus. Sie sind jedoch vertrocknet, weil sie aufgrund der frostigen Witterung kein Wasser aufnehmen konnten. Gießen Sie deshalb vorsichtig an Tagen mit milden Temperaturen, bevor der Wurzelballen austrocknet. Besonders immergrüne Laubgehölze oder Nadelgehölze verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser.

 

 

 

 

 


 

Herbstliche Gärten mit Gräsern

 

Gräser für Jeden

 

Die Gräservielfalt ist riesengroß. Selbst in kleinen Reihenhausgärten lassen sich bestimmte Arten und Sorten verwenden, genauso wie in großen, parkähnlichen Grundstücken. Sie können Mittelpunkt sein oder zarte Begleiter zu Stauden und Gehölzen. Abhängig von ihrer Art eignen sich Gräser für sonnige Rabatten, als Begleiter für Rosen, in Steppengärten und für Steingärten. Andere gedeihen auch im Halbschatten oder Schatten. Gräser treiben im Frühjahr oft spät aus. Erst im Sommer und Frühherbst erreichen sie ihre Pracht durch ihre Wuchsgröße und die Blütenstände. Horstbildende Gräser können je nach Wuchshöhe im Hintergrund, in der Mitte des Beetes oder auch im Vordergrund stehen. Sie setzen Akzente oder kaschieren manche Lücken.

 

Bunte Gräser

 

Manche Zierformen besitzen eine attraktive Blattfärbungen deren Farbpalette von Gelb über Rot zu Kupfer und Bronze reicht. Auch blaue, silberblaue und graue Farbtöne findet man. Andere Gräser bekommen eine regelrechte Herbstfärbung, wenn die Farben im Spätsommer und Frühherbst intensiv werden. Es gibt Sorten mit längsgestreiften oder quergestreiften, weißen oder gelben Bändern in den grünen Blättern.
Die Halme sommergrüner Gräser färben im Herbst oft gelb bevor sie verbräunen. Immergrüne wie Segge und Marbel zieren auch noch im Winter mit grünen Trieben. Beide Gras-Arten bleiben niedrig und vertragen Halbschatten und Schatten gut.

 

Bewegte oder ruhende Gräser

 

Gräser wie Chinaschilf, Ruten-Hirse und Diamantgras wachsen straff aufrecht. Sie schaffen einen formalen Charakter, wenn sie in Reihe gepflanzt werden. Überhängende, bogig wachsende Gräser dagegen verbinden unterschiedliche Pflanzenhöhen und kaschieren im Herbst unschön gewordene Stellen. Außerdem heben diese Gräser die straff aufrechten und dunkelbraunen Samenstände der Sonnenhüte hervor. Dazu gehören Pfeifengräser, Lampenputzergras und Federgras.

 

Gräserpflanzung und -pflege

 

Auch wenn jetzt im Herbst Gräser besonders attraktiv sind, pflanzen Sie sie erst im Frühjahr, wenn der Gartenboden erwärmt ist. Auch das Teilen großer Horste und Neupflanzen sollte im Frühjahr geschehen. Es besteht die Gefahr, dass bei einem nassen Winter die Gräser faulen, da sie noch nicht richtig gewurzelt haben. Ausnahme: In Weinbaugebieten und bei durchlässigen Böden können Gräser, außer Pampasgras und Orientalisches Lampenputzergras, auch im Herbst gepflanzt werden. Die Böden sind noch warm, die Vegetationszeit ist durch den Klimawandel länger, bei einer Pflanzung bis Mitte November wurzeln sie noch ein. Wichtig ist dann evtl. Winterschutz mit dünner Laubschicht, wenn es doch sehr kalt werden sollte und Wässern, wenn der Winter trocken bleibt.

 

Noch bevor die neuen Triebe erscheinen schneidet man sommergrüne Gräser im zeitigen Frühjahr bodennah ab. Blätter und Fruchtstände bleiben über den Winter dekorativ und bieten Vögeln Nahrung aus den Samenständen. Bei Immergrünen entfernt man braun gewordenen Halme und Blätter.
Manche Gräser besitzen einen regelrechten Ausbreitungsdrang! Während horstbildende Arten nach einigen Jahren verjüngt werden, da sie von Innen verkahlen, können ausläuferbildende Arten schnell zu einem Problem im Garten werden, wenn man sie nicht aufhält. Andere Gräser samen sich aus und gehen im Garten auf Wanderschaft.

 

Gräser gestalten einen Garten. Informieren Sie sich jedoch rechtzeitig und umfassend über die jeweiligen Standortbedingungen und das Wuchsverhalten. Dann haben Sie viel Freude, auch noch im Herbst und Winter!

 

 

 

 

Tolle Knollen für den Winter

 

Süßkartoffel oder Batate

Immer häufiger bauen Gemüseliebhaber die erstaunlich problemlose Süßkartoffel im Garten, im Hochbeet oder sogar in einem breiten Balkonkasten an. Die Ernte erfolgt meistens in einem Arbeitsgang, eine frische Ernte – vom Beet in den Kochtopf – wie bei der Kartoffel ist nicht möglich. Frisch geerntete Süßkartoffeln sind nämlich zunächst geschmacklos. Den richtigen Erntezeitpunkt bestimmt der erste leichte Raureif. Dann wachsen auch die Knollen nicht mehr weiter. Mit einer Grabgabel hebt man sie vorsichtig aus der Erde. Es ist gut, wenn der Boden nicht zu nass ist, dann klebt nämlich weniger Erde an den Knollen. Notfalls die Erde antrocknen lassen und abschütteln. Durch Mäuse angefressenes oder anders geschädigtes Erntegut wird aussortiert und zuerst verwertet. Bis zum „süßen“ Genuss dauert es nun aber noch ein bisschen. Es folgt das „Curing“, eine zweiwöchige Wärmephase bei gut 24 Grad nach der Ernte: Dies macht die Knollen lagerfähig und wandelt Stärke in Zucker um, was dann den süßlichen Geschmack ausmacht. Dabei härtet die Schale aus, die Knollen werden haltbar. Danach hebt man die Süßkartoffeln bei 12 bis 16 Grad auf - moderne Kellerräume, für Kartoffeln viel zu warm, sind für Süßkartoffeln nahezu ideal. Ist es zu kalt, faulen die Knollen leicht.

Lust zum Ausprobieren? Dann pflanzen Sie im nächsten Jahr ab Ende Mai ein paar Pflänzchen. Schnell bedecken sie das Beet mit langen Blätterranken, während sich im Boden die Knollen entwickeln.

Süßkartoffeln: Trendgemüse im Garten

Yacon

Eher unbekannt ist Yacon. Verwandt mit Topinambur bildet die Pflanze den Sommer über eine imposante Grünpflanze, später erscheinen kleine gelbe Blüten. Diese werden von Bienen gerne besucht. Unterirdisch bildet sich ein verdickter Wurzelstock. Nach den ersten leichten Frösten, wenn sich die Blätter verfärbt haben, wird er vorsichtig aus dem Boden gehoben und geerntet. Anders als Dahlien sitzt in der Mitte eine kompakte Knolle, die ganz ähnlich wie bei Dahlien sehr gut bis ins nächste Jahr lagern kann. Die dicken, strahlenförmig verteilten walzenförmigen Wurzeln werden vorsichtig abgelöst, wie bei Süßkartoffeln gut zwei Wochen bei Zimmertemperatur gelagert und dann gegessen. Von Vorteil ist ein sandiger Boden, da die saftigen Wurzeln leicht brechen. Diese lagert man dann trocken und frostfrei. Verwendet werden die dicken Wurzeln roh, gekocht oder gebraten. Geschmacklich erinnern sie ein bisschen nach Melone und Birne. Wer keine Wurzelknollen hat, kann sich diese über Internetangebote bestellen. Später verwendet man dann seine eigenen für die Weitervermehrung. Nach den Eisheiligen erfolgt die Pflanzung in ein vorbereitetes lockeres Gartenbeet.

Topinambur

Während die zwei vorgenannten Gemüse nicht winterhart sind und rechtzeitig aus dem Boden müssen, ernten viele die Topinambur-Knollen erst zum Ausgang des Winters. Am besten erntet man nach Bedarf, weil die zarten Knollen auch im kühlen Lagerraum sehr schnell austrocknen und dann recht fade schmecken. Verwenden Sie besser die größeren Knollen, auch wenn sie nur gewaschen und nicht zwingend geschält werden müssen. Die Kleinen stecken Sie einfach wieder in die Erde. Dort bilden sie im nächsten Sommer stattliche Pflanzen mit gelben „Sonnenblumen-Blüten“, die im Spätsommer blühen. Wo es Topinambur gefällt vermehrt sich die Pflanze und breitet sich unterirdisch aus. Wer also nicht den ganzen Garten zugewuchert haben möchte, pflanzt die Knollen mit einer Wurzelsperre oder in ein großes Gefäß.

Alle Drei….

…. lassen sich roh, gekocht und gebraten verwenden. Der Trend geht zu ausgefallenerem Gemüse, das im Garten oder in großen Gefäßen angebaut werden kann und den Speiseplan bereichert. In modernen Kochbüchern oder auch auf Kochseiten im Internet findet man eine Vielzahl kreativer Rezeptideen. Durch die Knollenbildung sind die Gemüse recht genügsam, pflegeleicht und auch für Garteneinsteiger geeignet.

Pflanz dein eigenes Obst

Pflanzung im Herbst

 

Die Pflanzen gehen in die Wachstumsruhe, wenn die Blätter bunt färben und abfallen. Die Wurzeln jedoch wachsen bei ausreichend warmem Boden und Feuchtigkeit weiter. Somit profitieren Neupflanzungen davon und bilden noch vor dem Winter neue Wurzeln. Herbst- und Winterniederschläge bringen Feuchtigkeit in den Boden. Die Pflanze erhält ideale Startbedingungen für den Austrieb im Frühjahr und übersteht Trockenperioden besser. Solange der Boden nicht gefroren ist, können Sie Gehölze pflanzen. Besonders in Gebieten mit milden Wintern und trockenen Sommern ist eine Herbstpflanzung ideal.

 

Eine Herbstpflanzung eignet sich für alle nicht frostempfindlichen Obstgehölze. Dazu zählen Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge sowie Beerensträucher wie Johannis- und Stachelbeere. Sie bilden dann einen kräftigen Austrieb im Frühjahr. Lediglich Pfirsich, Aprikose, Tafeltraube sowie andere frostempfindliche Obstarten wie Brombeere, Kiwi, Feige pflanzt man besser im Frühjahr, um den ersten Winter zu umgehen. Auch in sehr rauen Gebieten, wo es schon bald stärkere Fröste gibt, verschiebt man die Arbeiten auf das nächste Frühjahr.

 

Wurzelnackte Pflanzware

 

Ab Mitte Oktober, wenn das Laub beginnt von den Pflanzen abzufallen, roden die Baumschulen ihre angezogenen Gehölze von den Feldern und bieten das Baumobst als Hoch- und Halbstämme häufig wurzelnackt an. Wurzelnackte Ware steht nicht in einem Topf (Container). Die Erde wurde von den Wurzeln großzügig abgeschüttelt. Wurzelnackte Pflanzen sind in der Regel preisgünstiger als Topfware. Schützen Sie die empfindlichen Wurzeln bis zum Einpflanzen vor dem Austrocknen durch Sonne und Wind. Bedecken Sie deshalb die Gehölzwurzeln kurzzeitig mit Erde oder schlagen Sie sie in einen feuchten Jutesack ein, wenn Sie nicht gleich zum Einpflanzen kommen. Beschädigte Wurzeln werden bis zur Bruchstelle abgeschnitten.

 

Obstgehölze aus dem Topf

 

Getopfte Pflanzen (Containerpflanzen) können fast das ganze Jahr einen Platz im Garten bekommen. Aber auch hier hat sich die Pflanzung im Herbst bewährt. Oft sind es kleinbleibende Baumobstarten und -sorten auf schwachwachsenden Veredlungsunterlagen oder Beerensträucher. Diese eignen sich für Gärten mit wenig Platz. Nicht nur, dass die Krone kleiner bleibt, auch lassen sich schmale Spaliere ziehen. Selbst ohne Garten finden die Pflanzen einen Platz: auf dem Balkon gedeihen sie mehrere Jahre in einem entsprechend großen Topf. Dann müssen Sie auf ausreichend Winterschutz achten.

 

Das Pflanzen

Grundsätzlich sollte das Pflanzloch mindestes doppelt so groß wie der Wurzelstock sein. Es ist auch sinnvoll den weiteren Bodenbereich zu lockern. Das erleichtert das Einwurzeln und beseitigt Verdichtungen im Untergrund. Mischen Sie den ausgehobenen Gartenboden mit etwa einem Drittel Pflanzerde und noch etwas Kompost. Bei sehr schweren lehmigen Böden sollten Sie noch Splitt oder Kies unterheben. Nun kommt die Pflanze dran: Ist sie wurzelnackt, werden nur verletzte und zu lange Wurzeln gekappt. Bei Topfware ist es wichtig den Wurzelballen aufzureißen und einen Teil der Wurzeln freizulegen. Haben sich schon sogenannte Ringwurzeln gebildet, müssen diese aufgerissen oder mit der Schere oder dem Messer aufgeschnitten werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Wurzeln nur im Ring weiterwachsen und sich nicht im Gartenboden verankern und Halt finden. Füllen Sie das Pflanzloch mit der vorbereiteten Erde, aber pflanzen Sie nicht zu tief. Nur wenig Erde sollte über der ursprünglichen Pflanztiefe liegen. Nun wird noch etwas festgedrückt und selbst bei nassem Boden mit einem weichen Wasserstrahl angegossen, damit die Wurzeln guten Kontakt mit dem Gartenboden bekommen.


Frühlingsblühende Zwiebeln

Wertvolles gesundes Falllaub

Fallen Blätter von Bäumen und Sträuchern, so können sie meist auch dort verbleiben. Sie bedecken den Boden und schützen ihn vor starker Kälte. Als dickere Schicht unterdrücken sie aufkeimende Unkräuter. Ein Zuviel an Blättern können Sie in dünnen Lagen zwischen den Pflanzen der Staudenbeete oder auf dem abgeräumten Gemüsegarten verteilen. Neben dem Winterschutz für Pflanzen sind Laubblätter auch Nahrung für Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Diese zersetzen die Laubmasse und geben Nährstoffe frei, die von den Pflanzen in der nächsten Gartensaison genutzt werden.
Belassen Sie die abgestorbenen Blätter an den Stauden. Sie schützen nicht nur die Pflanzen, sondern geben Insekten und anderen Kleintieren zusammen mit den Stängeln eine Überwinterungsmöglichkeit.
Ist dann immer noch Laub übrig, kann es auch kompostiert werden. So bleibt auch schwer zersetzbares Laub von Walnuss und Eiche im Gartenkreislauf. Für die schnellere Verrottung zerkleinert man die Blätter und gibt sie schichtenweise oder vermischt mit anderem grünen Material (z. B. Rasenschnitt) auf die Kompostlege. Ganz einfach: Verteilen Sie das abgetrocknete Laub auf der Rasenfläche und fahren Sie mit dem Rasenmäher darüber.

Unerwünschtes Falllaub

An manchen Stellen im Garten ist Falllaub unerwünscht und kann sogar zur Gefahr werden. Feuchte Laubblätter bilden auf Gehwegen richtige Rutschpartien. Entfernen Sie deshalb die Blätter rechtzeitig, bevor sie auf den Wegen festkleben und vergammeln. Damit die Rasengräser genug Luft bekommen, nehmen Sie dort zumindest größere Blattmassen weg. Hier besteht sonst die Gefahr, dass sich verschiedene Pilzkrankheiten über den Winter ausbreiten. Im Teich sind Blätter ebenfalls unerwünscht. Das eingefallene Laub zersetzt sich und gibt Nährstoffe frei, was im nächsten Jahr das Algenwachstum fördern könnte.

Falllaub aus dem Garten entfernen

Laub kann Überträger von Schadorganismen sein. In feuchten Jahren sind manche Pilzkrankheiten besonders stark ausgeprägt. Problematisch sind hier z. B. Sternrußtau an Rosen oder Cylindrocladium am Buchs. Befallenes Laub, das auf der Erde liegen bleibt, kann mit seinen Pilzsporen schon den Neuaustrieb im Frühjahr infizieren. Entfernen Sie deshalb sicherheitshalber solche Blätter und entsorgen Sie diese über den Biomüll oder den Grüngutabfall.
Laub dient leider auch als Überwinterungsschutz für Wühlmäuse. Unter einer dicken Laubschicht fühlen Sie sich besonders wohl. Gerade um Baumscheiben ist es besser, wenn die Blätterschicht über den Winter abgeräumt wird.

Frühlingsblühende Zwiebeln

Blumenzwiebeln einkaufen

Die Vielfalt frühlingsblühender Zwiebelblumen ist riesengroß. Vielfältige Arten und Sorten liegen und hängen in Tüten nun im Gartenfachhandel, in Gartencentern und sogar im Supermarkt. Auch im Internet wird man vor allem bei Spezialfirmen schnell fündig. Diese bieten oft auch besondere Zwiebelblumen an. Die Qualität der Blumenzwiebel entscheidet über den Erfolg im Frühjahr. Kaufen Sie nur gesunde feste Zwiebeln, die weder weiche noch kranke Teile oder Fraßschäden aufweisen. Bevorzugen Sie beim Kauf dicke Zwiebeln. Diese bringen größere Blüten oder mehr Blütenstände hervor.

Tipps für die Pflanzung

Der September ist der optimale Pflanzmonat. Aber auch im Oktober und November ist es noch möglich Zwiebeln im Garten oder auch in Gefäßen zu „verstecken“. Ein früher Pflanztermin jedoch führt bei fast allen Arten zu einem besseren Blühergebnis. Der noch warme Boden fördert die Wurzelbildung. Ein leicht feuchter Boden erleichtert die Gartenarbeit.
Für die Pflanztiefe und den Abstand gilt die Faustregel: zweimal so tief pflanzen wie die Zwiebel hoch ist, zwei bis drei Zwiebelbreiten voneinander entfernt. Größere Zwiebeln werden einzeln mit der Handschaufel oder einem speziellen Pflanzer für Blumenzwiebeln gepflanzt. Bei kleineren Zwiebeln kann man eine kleine flächige Grube ausheben und in größeren Gruppen pflanzen. Alle Zwiebelblumen brauchen einen durchlässigen Boden. Bei zu viel Nässe oder gar Staunässe im Winter faulen die Zwiebeln. Auf schweren Böden sollte deshalb eine Drainageschicht aus Kies oder grobem Sand einbracht sowie die Erde im Pflanzloch mit Sand gemischt werden. Die meisten Zwiebelpflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Einige fühlen sich auch im Schatten oder gar im Rasen wohl, wo manche auch verwildern wie der „Elfenkrokus“. Im Rasen sticht man eine Rasensode in passender Größe ab, steckt die Zwiebeln und deckt das Pflanzloch mit der Sode wieder ab.
Leider mögen auch Wühlmäuse die Blumenzwiebeln. Wer Problem hat, legt die Zwiebeln gruppenweise in spezielle Pflanzschalen aus Kunststoff oder Drahtkörbe und versenkt sie im Gartenboden.

Bunter Jahresbeginn

Wie schön ist es, wenn schon im Januar oder Februar Winterling und Schneeglöckchen aus der Erde spitzen. Später folgen Krokus, frühe Tulpen, verschiedene Narzissen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen und viele mehr, bis ganz späte Tulpen den Abschluss im Mai und Juni bilden. Dann blühen sie mit den meist großen Kugeln des Zierlauchs.