BUNTE LISTE SOYEN

Furioser Auftakt für die Bunte Liste Soyen

Die Soyener Fernsehjournalistin Petra Jahn moderierte den Abend. Ihr Plan, für ein lebhaftes Gespräch statt langer Monologe zu sorgen, ging auf.

 

Sie stellte die Initiatorin der Bunten Liste Soyen vor: Christine Böhm aus Mühltal. Die dreifache Mutter arbeitet als Qualitätsmanagerin im Ebersberger Biotech-Campus - auch in der Krebsforschung. Mit ihrem Mann kümmert sie sich in ihrer Freizeit um 30 Schafe.

 

Mit dem Strohhut auf der Lockenmähne klapperte sie mit ihrem Radl im Vorfeld unermüdlich Haushalte ab. So steckte sie schon einige Soyener Bürger mit ihrer Begeisterung, sich im Gemeindeleben einzubringen, an.

 

Die 47-jährige sammelte dabei viele gute Ideen, wie sich unsere Gemeinde verändern könnte, um noch lebenswerter zu werden. Diese Bürgernähe will sie auch als Gemeinderätin behalten. In vierteljährlichen Bürgertreffen wird die Bunte Liste abfragen, wo der Schuh drückt!

 

Das Motto der Bunten Liste ist: „Überparteilich Probleme lösen, statt sie zu verwalten“. Deshalb fordert die naturverbundene Radlerin zum Beispiel den Radweg von Rieden nach Wasserburg wieder in Stand zu setzen: „In den Bergen bekommen sie so einen abgerutschten Hang in den Griff. Wenn die Gemeinde das anpackt, steigert das den Freizeitwert von Soyen.“

 

Ebenfalls Sprecher der Bunten Liste Soyen ist Ludwig Maier, ein gebürtiger Schlichter. Der 58-jährige arbeitet als Heilerziehungspfleger in der Stiftung Attl und als Biolandwirt. Er brachte erfolgreich das Bienenvolksbegehren für die ÖDP mit ein, in deren Bundesvorstand er war. Bei der Bunten Liste Soyen kandidiert er, denn: „Ich brauche Politik, wie die Luft zum Atmen.“ Er ist bisher der einzige mit Parteibuch.

 

Auch Laura Herrlich, 29 Jahre jung, kandidiert für die Bunte Liste Soyen, denn sie will die Zukunft ihrer Generation in der Gemeinde mitbestimmen. Am Chiemsee aufgewachsen, ist sie gerade dabei, „Wurzeln in Soyen zu schlagen“. Mit ihrem Partner Mathias Simeth hat sie dessen Elternhaus am Kitzberg aufgestockt und genießt das Landleben. Aktuell ist sie strategische Einkäuferin bei der Firma Kathrein. Um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, kann sie im Homeoffice keine Funklöcher brauchen. Sie will, dass die Gemeinde auch selbst digitaler wird: „Die Bürger sollten schneller alles erfahren über öffentliche Gemeinderatssitzungen. Andere Kommunen übertragen diese live im Internet. Es wäre schon ein Anfang, die Protokolle im Anschluss online zu stellen“.

 

Auch die gebürtige Soyenerin Christiane Seidl unterstützt die Bunte Liste Soyen. Die 46-jährige ist zweifache Mutter und selbständige Kauffrau. Der engagierten Eltern-Beirätin liegt am Herzen, dass Soyen den dörflichen Charakter nicht verliert. Eine Verkehrsplanung, die die Sicherheit der Kleinsten auf ihrem Schulweg in den Mittelpunkt rückt, ist ihr Traum.

 

Unter den Kandidaten ist auch Rudi Herzog, ein Buchhändler im Ruhestand. Der 63-jährige lebt in Hohenburg und fordert eine bessere Kommunikationspolitik. Als Beispiel nannte er das zum dritten Mal verunreinigte Wasser. Da wünscht er sich bei Abkochgebot Wurfzettel, damit auch ältere und Wochenend-Soyener gleich gewarnt sind. Und weil das Motto der Bunten Liste Soyen ist: Probleme lösen, statt sie zu verwalten, fragte er: Wie schaut die eigentliche Lösung des Wasserproblems aus? „Dauerchlorung ist es hoffentlich nicht. Sauberes Wasser aus der Schlichtgruppe zu beziehen, wäre wohl eher eine Lösung.“ 

 

Neben dem Chlor im Wasser stinkt ihm, dass ein Soyener Wahrzeichen, wie der alte Bahnhof, einfach abgerissen wurde. Die Gemeinde hätte von ihrem Vorkaufsrecht für den Bahnhof Gebrauch machen u nd so Gemeinderäume mitten im Ort schaffen können.

 

Auch als Kandidatin stellte sich Regina Müller vor. Sie war bis vor kurzem Geschäftsführerin einer Praxis für hyperbaren Sauerstoff. Jetzt im Ruhestand haben sie und ihr Mann, der Arzt Andreas Müller, sich ganz in ihrem Wochenend-Sitz im schönen Schlicht niedergelassen. Ihr geht es darum, ihre Erfahrungen im Gesundheitsmanagement in die Gemeindearbeit einzubringen.

 

In der lebhaften Diskussion kam die Frage auf, warum es überhaupt eine zweite Liste braucht. Bisher sei doch die Gemeinde mit der Gemeinsamen Wählerliste Soyen (GWS) gut gefahren. Die Antwort der Bunten-Liste-Kandidaten: Mehr Auswahl - auch für die junge Generation. Die Bevölkerung in Soyen hat sich verändert. Das sollte sich im Gemeinderat wiederspiegeln. Laura Herrlich: „Die Hälfte in Soyen sind Frauen. Im Gemeinderat sitzt bisher nur eine Frau.“

 

Auch der zweite Bürgermeister von Soyen, Peter Müller, sieht Vorteile: „Es kann bei mehreren Listen panaschiert und gehäufelt werden. Die Vielfalt wird größer.“

 

2014 stellte die GWS nur 21 statt erlaubter 28 Kandidaten auf. Jetzt könnten - im Idealfall - zwei oder mehr Listen mit je 14 Kandidaten antreten. Die Auswahl für den Wähler wird größer. Soyen wird bunter.

 

Und der Wähler kann panaschieren und häufeln. Panaschieren bedeutet, jeder Wähler kann seine 14 Stimmen auf unterschiedliche Listen verteilen. Und darf auch häufeln, das heißt, einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben.

 

Bis zum 16.10.2019 können sich Interessierte noch unter bunte-liste-soyen@gmx.de melden, um Unterstützer oder Kandidaten der Bunten Liste zu werden, die weiter streng überparteilich bleiben wird.

 

Am 17.10.2019 findet dann unter den Anhängern der Bunten Liste Soyen die Aufstellung der Gemeinderats-Kandidaten statt. Wichtig ist: Wer an dieser Aufstellungsversammlung teilnimmt, kann bei einer anderen Aufstellungsversammlung im Gemeindegebiet nicht mehr teilnehmen.

Einladung zur Info- Veranstaltung "Bunte Liste"