Junge Lebensretterin geehrt

Im Rathaus von Bruckmühl überreichte ihr der frühere Präsident des DLRG Landesverbands Bayern e.V. Ingo Flechsenhar eine Urkunde. Für ihn war es eine ganz besondere Ehre, „weil wir uns kennen.“ Landrat Otto Lederer heftete ihr die Leistungsnadel an: „Es freut mich, wenn sich jemand ein Herz nimmt.“ Und für die Gemeinde Bruckmühl gratulierte dritte Bürgermeisterin Anna Wallner: „Wir Mütter und Väter wissen, was Eltern in so einer Situation durchmachen.“

 

Der Vorfall ereignete sich im Sommer vergangenen Jahres in einem Hafen auf der kroatischen Insel Brac. Nach dem Abendessen hatten sich die Zweijährige und ihre zehnjährige Schwester Spielsachen vom Boot ihrer Eltern geholt. Franziska Krimplstötter hatte die beiden Mädchen schon im Blick und sah, wie die ältere der beiden zurück an Land sprang. „die Zweijährige lief ihrer Schwester nach und fiel zwischen Boot und Kaimauer ins Wasser.“ Die Geehrte reagierte sofort und sprang ins dunkle Wasser, das an dieser Stelle fünf Meter tief war. Dabei brachte sie sich auch selbst in Gefahr, weil die sich in den Wellen bewegenden Boote auch sie hätten treffen kön

 

Die Eltern der beiden Mädchen bedanken sich schriftlich. Ihnen war sehr wohl klar, dass „der Einsatz von Franziska in diesem Moment lebensrettend war.“ Die Zweijährige konnte nicht schwimmen und trug keine Schwimmweste.

 

(von links) Landrat Otto Lederer, Bruckmühls dritte Bürgermeisterin Anna Wallner, Franziska Krimplstötter und Ingo Flechsenhar, der frühere Präsident des DLRG Landesverbandes Bayern

 


Bibermanagement

Wie Eisgruber sagte, orientiere sich der Landkreis bei seiner Arbeit an den rechtlichen Grundlagen zum Bibermanagement und den Artenschutzrechtlichen Ausnahmenverordnungen. Der Biber sei nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt. Die Arbeit im Bibermanagement stützt sich auf vier Säulen, die Beratung und Öffentlichkeitsarbeit, Präventionsmaßnahmen, der Schadensausgleich sowie den Abfang oder Abschuss eines Bibers.

 

Pro Jahr investiert der Landkreis rund 13.000 Euro um entsprechendes Material wie Estrichmatten zum Schutz von Bäumen, Elektrozäune, Schwimmzäune oder Rohre für Dammdrainagen zu kaufen. Dieses Material wird den Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt. Aktuell engagieren sich im Bereich des Bibermanagements acht Fachkräfte im Landratsamt sowie zehn ehrenamtliche Biberberater.

 

Im vergangenen Jahr wurden dem Landratsamt etwa 200 Schadensfälle im Zusammenhang mit dem Biber gemeldet. Im laufenden Jahr sind bisher 184 Schadensmeldungen eingegangen. Wie Eisgruber sagte, werden die Betroffenen mit ihren Schäden nicht allein gelassen. Neben der Beratung und Unterstützung mit Material werden die Schäden auch finanziell ausgeglichen. So stehen im Bayerischen Biberschadensfonds für den Freistaat insgesamt 550.000 Euro für Schäden in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zur Verfügung. Wenn Schäden gemeldet werden, geht der Landkreis in Vorleistung und erstattet die Schäden. In der Regel bekommt die Behörde sechs bis neun Monate später etwa 70 Prozent der Summe aus dem Schadensfond erstattet. So wurden 2020 rund 26.300 Euro ausgezahlt. „Andere Landkreise gehen nicht in Vorleistung und übernehmen auch die Differenz nicht“, so Eisgruber. Als freiwillige Leistung zahlt der Landkreis aus eigenen Mitteln auch Schäden die Privatpersonen entstanden sind. Wenn ein Biber einen Obstbaum in einem privaten Garten umnagt, werden pro Baum bis zu 50 Euro erstattet.

 

Nach Angaben von Eisgruber wurden im vergangenen Jahr 34 Biber entnommen und getötet, genauso viele Tiere wurden tot gefunden. Bei den Bibern gibt es eine hohe Sterblichkeit bei Jungstieren. Andere Tiere sterben im Straßenverkehr oder bei Revierkämpfen.

 

Eisgruber appellierte zum Abschluss ihres Vortrages noch einmal an die Betroffenen, sich zu melden und die Beratungsangebote sowie die Möglichkeiten für Förderungen und Ausgleichszahlungen zu nutzen. „Der Landkreis agiert sehr großzügig und schnell. Wenn es Probleme mit einem Biber gibt, müssen wir die Säulen gemeinsam abarbeiten. Doch wir können nur dann handeln, wenn uns das Problem auch gemeldet wird, so Eisgruber.

 


Beteiligungen des Landkreises

Den höchsten prozentualen Anteil am Stammkapital hat der Landkreis dem Bericht zufolge mit 86,2 Prozent (21.550 Euro) an der Chiemsee-Alpenland Komplementär GmbH. An der Wohnungsbau-Gesellschaft des Landkreises Rosenheim mbH sind es 65,12 Prozent (2.863.234,54 Euro). Je 50 Prozent sind es an den Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH (50.000 Euro), an der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft mbH (25.564,59 Euro) und an der Stellwerk 18 GmbH (12.500 Euro). Am Logistik-Kompetenz-Zentrum in Prien hält der Landkreis 49,78 Prozent (300.000 Euro). Darüber hinaus ist der Landkreis Rosenheim an der Obstverwertung eG Rohrdorf, der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft eG Rosenheim-Land, der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft eG Wasserburg a. Inn und dem Seebesitzerverband Simssee GbR beteiligt. Eine Berichtspflicht gibt es in diesen Fällen nicht, da der in der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern geforderte Mindestanteil von fünf Prozent nicht erreicht wird. In Bayern ist jeder Landkreis verpflichtet, einmal im Jahr einen Bericht über die Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen. Voraussetzung ist, dass dem Landkreis mindestens der zwanzigste Teil der Anteile eines Unternehmens gehört.

 


Energieeinsparung & Elektromobilität

Der Schritt weg von Benzin und Diesel hin zur Elektromobilität ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger ein neuer. Viele Fragen wie welches E-Fahrzeug ist für den persönlichen Zweck am besten geeignet, wie hoch sind die Anschaffungs- und laufenden Kosten, wie ist die Reichweite, was ist bei der Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen oder welche Förderprogramme für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur gibt es. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet eine einstündige kostenfreie Erstberatung mit einem anerkannten und unabhängigen Energieberater.

 

Erforderlich ist lediglich eine telefonische Anmeldung im Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392-1084.


Zukunft gesichert

Wie schon in den Jahren 2015 bis 2018 war der Pomologe Georg Loferer im Herbst vergangenen Jahres in den Voralpenlandkreisen unterwegs. Die Ergebnisse seiner Kartierung stellte er jetzt vor. Rund 250 Bäume hatte er in den mehr als 100 Obstgärten erfasst. Früchte, deren Sorten Loferer nicht vor Ort bestimmen konnte, wurden am Kompetenzzentrum Obstbau am Bodensee (KOB) von den Pomologen Hans-Thomas Bosch und Fritz Eckhart unter die Lupe genommen und konnten teils als sehr seltene Sorten wie etwa „Börtlinger Weinapfel“ oder „Langer grüner Gulderling“ erkannt werden.

 

Bei einigen der vorgelegten Sorten waren aber auch die Spezialisten am KOB ratlos. Deshalb wurden Blattproben an ein Schweizer Labor gesandt, um mithilfe genetischer Fingerprints den Sorten auf die Spur zu kommen. Doch auch mit dieser Methode blieben viele Sorten unerkannt, weil sie nicht in den Gendatenbanken erfasst sind. Dies gilt vor allem für Birnensorten, zumeist Wirtschaftsbirnen. Diese Sorten sind zum Frischverzehr wenig geeignet, deshalb wurden sie zur Herstellung von Birnenbrand und Kletzn verwendet. Erschwerend kommt hinzu, dass Wissen verloren geht. Eva Bichler-Öttl, die Projektmanagerin des Biodiversitätsprojektes „Apfel-Birne-Berge“, bedauert dies: „Die Sortenvielfalt in den Obstgärten ist immer noch groß und noch sind längst nicht alle Schätze geborgen. Was verloren geht, ist das Wissen um die Sorten.“

 

Weitere Kartierungen vor Ort sind nach Angaben von Georg Loferer im Moment nicht vorgesehen. Auch er geht davon aus, dass noch viele vergessene Sorten in den Obstgärten in der Region schlummern. Eine Möglichkeit, solche Raritäten zu finden, besteht am 22. November. Im Boschnhaus im Bruckmühler Ortsteil Vagen (Landkreis Rosenheim) können Fruchtproben zur Bestimmung vorgelegt werden. Eine Fruchtprobe besteht aus fünf bis zehn einwandfreien Früchten aus der Oberkrone. Die Äpfel oder Birnen müssen bis zu diesem Termin kühl und luftfeucht gelagert werden.

 

Früchte, die nicht so lange halten, können per Post an das Kompetenzzentrum Obst am Bodensee versandt werden. Nähere Informationen gibt es hierzu unter https.//kob-bavendorf.de/sortenbestimmung.html.

 

Zudem besteht für Interessierte die Möglichkeit, selbst ein Sortenkenner zu werden und das Handwerkszeug der Pomologen zu erlernen. Unter https://www.apfel-birne-berge.de/aktuell finden sich diverse Kursangebote sowie weitere Informationen zum Projekt.

 

Pressemitteilung und Foto: Eva Bichler-Öttl, Managerin des Biodiversitätsprojekts “Apfel-Birne-Berge”

 


Aktivsenioren beraten

Die erfahrenen Führungskräfte im Ruhestand können auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen und unterstützen junge Gründerinnen und Gründer, um sie mit den vielfältigen Anforderungen auf ihrem Weg ins Unternehmer-Neuland vertraut zu machen. Sie unterstützen z.B. bei der Erstellung eines Businessplans. Kleinen und mittleren Firmen geben die Berater der Aktivsenioren die richtige Orientierung bei der Bewältigung ihrer Probleme und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem bieten sie Hilfe bei Restrukturierungsmaßnahmen an.

 

Ergebnis der Bundestagswahl

 

PARTEI

DIREKTBEWERBER

ERSTSTIMMEN

ANTEIL

CSU

Ludwig, Daniela

68.670

36,1 %

SPD

Schaberl, Pankraz

22.869

12,0 %

AfD

Kohlberger, Andreas

15.764

8,3 %

FDP

Linnerer, Michael

17.682

9,3 %

GRÜNE

Broßart, Victoria

26.183

13,8 %

DIE LINKE

Gürpinar, Ates

4.091

2,2 %

FREIE WÄHLER

Schloots, Gerhard

16.869

8,9 %

ÖDP

Maier, Ludwig

3.698

1,9 %

BP

Fröhlich, Stephan

2.584

1,4 %

Die PARTEI

Starkmeth, Nikolaus

2.466

1,3 %

dieBasis

Kornhaß, Nino

9.069

4,8 %

BüSo

Strickner, Gerald

119

0,1 %

 

Die Stimmen verteilen sich wie folgt:

 

Gültige Erststimmen: 190.064           Anteil: 99,3 %

 

Ungültige Erststimmen: 1.346           Anteil: 0,7 %

Ungültige Zweitstimmen: 849            Anteil: 0,4 %

 

 

PARTEI

DIREKTBEWERBER

ZWEITSTIMMEN

ANTEIL

CSU

Ludwig, Daniela

59.126

31,0 %

SPD

Schaberl, Pankraz

27.406

14,4 %

AfD

Kohlberger, Andreas

16.570

8,7 %

FDP

Linnerer, Michael

23.049

12,1 %

GRÜNE

Broßart, Victoria

25.962

13,6 %

DIE LINKE

Gürpinar, Ates

4.607

2,4 %

FREIE WÄHLER

Schloots, Gerhard

18.261

9,6 %

ÖDP

Maier, Ludwig

1.633

0,9 %

TIERSCHUTZPARTEI

 

1.884

1,0 %

BP

Fröhlich, Stephan

1.736

0,9 %

Die PARTEI

Starkmeth, Nikolaus

1.390

0,7 %

PIRATEN

 

566

0,3 %

NPD

 

95

0,0 %

V-Partei³

 

213

0,1 %

Gesundheitsforschung

 

198

0,1 %

MLPD

 

17

0,0 %

DKP

 

29

0,0 %

dieBasis

Kornhaß, Nino

6.069

3,2 %

Bündnis C

 

129

0,1 %

III. Weg

 

77

0,0 %

du.

 

94

0,0 %

LKR

 

27

0,0 %

Die Humanisten

 

162

0,1 %

Team Todenhöfer

 

488

0,3 %

UNABHÄNGIGE

 

287

0,2 %

Volt

 

486

0,3 %

 


Humor kann helfen

Solche Veranstaltungen sind bedeutsam, um gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener vorzugehen, und sie zielgerechter zu fördern und zu begleiten“, so Sabine Rentz, Ärztin vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim. Im Rahmen der Aktionswoche sprach Christina Kuhn (M.A.), wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Demenz Support Stuttgart gGmbH, zum Thema „Schmetterlinge im Kopf“ – Herausforderung „Demenz bei Menschen mit Lernschwierigkeiten“. Menschen mit Lernschwierigkeiten, insbesondere Menschen mit Down-Syndrom, haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein vielfach höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Dies stellt Wohneinrichtungen und Werkstätten vor neue Herausforderungen und erfordert konzeptionelle Weiterentwicklungen. Im Vortrag stellte Kuhn u.a. geeignete Screening-Instrumente vor, die mögliche Hinweise auf demenzielle Veränderungen geben können. Ebenso gab sie einen Überblick über mögliche Symptome und die Auswirkungen auf das direkte Umfeld bei Menschen mit Lernschwierigkeiten. In dem Kontext hob sie die Beachtung und Erfassung von Schmerzen und die Abgrenzung zu anderen behandelbaren Erkrankungen hervor.

 

Darüber hinaus informierte der Autor, Humortherapeut und Demenzexperte, Markus Proske, in seinem Fachvortrag „Demenz – Humor kann helfen“, zu einem möglichen humoristischen Zugang zu der Erkrankung. Menschen mit Demenz müssen mit vielfältigen belastenden Emotionen umgehen lernen. Zu spüren, wie die persönlichen Leistungen und das „Ich“ sich verändern, ist für die Betroffenen in den ersten Phasen der Demenz bedrohlich und bedrückend. Deshalb brauchen Betroffene ein positives Umfeld und Emotionen, die ihnen guttun. Bewusst heiter sein können und mit den eigenen Möglichkeiten des Humors Betroffene zu begleiten, bedeutet, Perspektiven zu wechseln, belastende Situationen aus heilsamer Distanz betrachten lernen und so zu neuer Lebens- und Arbeitsfreude zu gelangen. Ziel des Vortrags war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stärken, um in Zukunft „bewusst heiter“ ihren Umgang mit Menschen mit Demenz zu meistern. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden im interaktiven Weg „Hands-on Dementia“ zudem begreifen lernen, wie sich die Symptome einer Demenz anfühlen können, und wie es ist, einfache Handlungen nicht mehr umsetzen zu können. Wenn Gewohntes nicht mehr gelingen will, kann sich schnell Verzweiflung und Schamgefühl einstellen. Durch das Erleben der eigenen intensiven Emotionen soll sich so ein besseres Verständnis für die Erkrankten entwickeln.

 


Ein ungewöhnliches Hageljahr

Danach passierte erst mal lange nichts. Es gab im Mai keinen einzigen Einsatz, sagt Vogl. Und dann kam der Juni. Von den insgesamt 16 Einsatztagen im Jahr 2021 fielen neun Einsatztage auf den Juni. In keinem anderen Monat waren die Hagelflieger so oft und so lange in der Luft wie im Juni. Die Einsätze dauerten zwischen 30 Minuten und 3 ½ Stunden so lange, bis die Silberjodid-Generatoren leer waren. An manchen Tagen mussten die Piloten sogar zweimal am Tag starten.

 

Das war ein sehr intensiver Monat, zum Teil mehrere Tage hintereinander. Es gab Einsätze am 4. 5. 7. 9. und 10. Juni und dann noch einmal am 22. 23. 24. und 29. Juni. Das waren zwei Phasen, in denen die Gewitter geballt über uns gezogen sind“, sagt Vogl. Am 15. August hoben die Hagelpiloten zu ihrem letzten Einsatz ab und die Saison war abrupt vorbei. Normalerweise werden oft noch bis Ende August Einsätze geflogen.

 

Trotz dieser vielen Einsätze zieht Vogl eine positive Bilanz, auch wenn das Hageljahr 2021 nicht ganz schadensfrei vorbeigezogen ist. „Vor allem wenn man sieht, welche Schäden in den umliegenden Landkreisen, vor allem im Juni durch den Hagel entstanden sind. Da gab es einige Hagelzüge, die um uns herum gekreist sind. Sie haben sich im Tölzer- oder Garmischer Raum aufgebaut, sind am südlichen Rand von München vorbeizogen und dann weiter über die Landkreise Ebersberg, Mühldorf und Altötting. An vier Tagen nahm das Gewitter nahezu die gleiche Route, das ist sehr ungewöhnlich“, sagt Vogl.

 

Trotz dieses intensiven Einsatzjahres gab es keine technischen Probleme. Die Generatoren haben ohne Ausfälle funktioniert. Bei einem Einsatz beschädigten Hagelkörner die Abdeckung der Landescheinwerfer eines der beiden Flugzeuge. Die Maschine vom Typ „Partenavia P68“ wurde repariert, außerplanmäßig in Stuttgart gewartet und war am nächsten Tag wieder einsatzbereit, sagt Vogl.

 

Das Jahr 2021 brachte der Rosenheimer Hagelabwehr insgesamt 16 Einsatztage, 37 Einsatzflüge mit fünf Tagen, an denen die Piloten zweimal am Tag im Einsatz waren. Insgesamt waren die beiden Flugzeuge 46 Stunden in der Luft.

 


Jugendarbeit Lkr. Rosenheim

Bei der Beteiligungskonferenz #myvision werden jedes Jahr Jugendliche aus dem Landkreis Rosenheim eingeladen, um Ideen und Strategien für ihre Anliegen im Heimatort auszuarbeiten und den zuständigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, dem Landrat und weiteren Entscheidungsträger*innen zu präsentieren. So sind in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Projekte umgesetzt worden, die die Lebenswelt junger Leute im Landkreis verbessert haben, wie beispielsweise beleuchtete Radwege, sanierte Schul-Toiletten, Skateplätze und eine Großveranstaltung im ländlichen Raum. Im Juli 2022 nahmen rund 80 Schülerinnen und Schüler an der erstmals digital veranstalteten Beteiligungskonferenz #myvision teil. Die dort entstandenen Projekt-Gruppen werden durch Stefanie Mohr begleitet, um sie bei der Umsetzung ihrer Anliegen weiter zu unterstützen. Ein Ergebnis von #myvision ist auch das Online-Jugendmagazin aROund.

 

Unter www.around-rosenheim.de finden junge Menschen im Landkreis Rosenheim seit nun fast zwei Jahren ein Magazin, das von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet wird. Auf der Plattform wurden bereits mehr als 100 Artikel veröffentlicht. Die Themen der jungen Redakteurinnen und Redakteure decken dabei eine große Bandbreite ab: Von Schule, Umweltschutz und Live-Style über Filmkritiken und Interviews mit lokalen Prominenten bis hin zur Corona-Impfung. Großer Beliebtheit erfreut sich aktuell auch das Tagebuch einer 16-Jährigen Stipendiatin aus Raubling, die über ihr Austausch-Jahr in den USA berichtet. In Kooperation mit den jeweiligen Jugendbeauftragten der Gemeinden finden interessierte Jugendliche auf der Plattform zudem ein breites Portfolio an lokalen Freizeit-Tipps. Darüber hinaus punktet die Webseite mit einem reich gefüllten regionalen Event-Kalender mit Veranstaltungen, die Jugendliche begeistern.

 

Und der Erfolg kann sich sehen lassen: Bereits die Hälfte der Landkreiskommunen sowie erste Schulen haben das Jugendmagazin auf ihren Webseiten verlinkt, und auch in den sozialen Netzwerken ist aROund vertreten: Bei Instagram verzeichnet @aroundrosenheim bereits über 500 Follower.

 

Jugendliche aus dem Landkreis Rosenheim zwischen 14 und 27 Jahren und auch Jugendgruppen können aROund als Plattform nutzen und Events oder Gastbeiträge veröffentlichen. Das Redaktions-Team ist dabei immer auf der Suche nach medieninteressierten Jugendliche, die Freude am journalistischen Arbeiten haben. Begleitet wird aROund von Medienfachleuten, die die jungen Leute bei ihren Ideen unterstützen und weiterbilden. Workshops zu Fotografie und Storytelling können auch von Schülerzeitungen, Schulklassen und Jugendgruppen aus dem Landkreis angefragt werden und sind zudem kostenfrei.

 

Weitere Informationen und alle Kontaktdaten finden Sie auf der Website www.around-rosenheim.de

 


Feierlicher Spatenstich

Die geplanten Baumaßnahmen wurden heute Vormittag durch Landrat Otto Lederer, den Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim, Andreas März, und den Schulleiter der FOSBOS, Dr. Marco Hunger, mit einem Spatenstich feierlich eingeläutet.

 

Der Erweiterungsbau soll künftig Platz schaffen für zusätzliche Unterrichtsräume, Räumlichkeiten für die Verwaltung und eine Einfachsporthalle. Der L-förmige Erweiterungsbau gliedert sich dabei in drei Baukörper: Dazu gehören eine 1-geschossige Sporthalle, ein 2-geschossiger Klassenzimmertrakt und ein 3-geschossiger Kopfbau mit Haupteingang und Verwaltung.

 

Die Baukosten, inklusive den erforderlichen Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude, belaufen sich auf rund 24,5 Millionen Euro brutto. Die Kosten der Baumaßnahmen teilen sich der Landkreis Rosenheim und die Stadt Rosenheim in einem Verhältnis von 72 Prozent zu 28 Prozent. Der Erweiterungsbau wird von der Regierung Oberbayern mit rund 9 Millionen Euro gefördert.

 

Von links nach rechts: Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim, Andreas März, Geschäftsführer der Firma Pfeiffer, Manfred Kronbichler, Schulleiter der FOSBOS Rosenheim, Dr. Marco Hunger, Landrat Otto Lederer und Elisabeth Notter vom Architekturbüro „hirner & riehl“ aus München.

 


Energieberatung

Diese und andere Fragen können mit anerkannten Energieberatern besprochen werden. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet die kostenfreie Erstberatung in Kooperation mit der Energiezukunft Rosenheim und GIH-Bayern an. Zu den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, insbesondere Gaststätten und Hotels aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim anmelden. Eine telefonische Voranmeldung beim Landratsamt Rosenheim ist unter der Telefonnummer 08031 392-1084 erforderlich.

 


Covid Testungen

Die Verantwortung für die Durchführung der Testungen liegt bei der Betriebsleitung, die sich von der Qualifikation des Testpersonals überzeugen muss. Die Kosten für betriebliche Testungen müssen zudem von den Unternehmen selbst getragen werden.

 

Die Testbescheinigungen können für die Testnachweispflichten im Rahmen der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (also z.B. beim Besuch in der Gastronomie) und der Corona-Einreiseverordnung verwendet werden.

 

Für Unternehmen gibt es drei Möglichkeiten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu testen:

 

  • Sie können ihren Betriebsarzt mit der Durchführung professioneller PoC-Antigen-Schnelltests beauftragen, sodass kein Personal gesondert geschult werden muss.

  • Betriebe können zudem professionelle Antigen-Schnelltests unter Aufsicht Hierbei muss jedoch Personal geschult werden, diese Testungen durchzuführen.

  • Eine dritte Möglichkeit ist das Anbieten von Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung, sogenannte „Selbsttests“. Die Beschäftigten testen sich dann selbst unter Aufsicht von Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.

  • Alle Testnachweise, die auf der Basis von Testungen basieren, die Betriebe für ihre Mitarbeitenden anbieten, sind innerhalb von 24 Stunden ab Vornahme der Testung als Nachweis z. B. im Rahmen der sogenannten 3G-Regel gültig.

 

Ein Muster für einen analogen Testnachweis finden Unternehmen unter dem folgenden Link:

 

https://www.ihk-muenchen.de/ihk/documents/Muster-Testnachweis.pdf

 

Weitere Informationen erhalten Betriebe auf der Homepage der IHK:

 

https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Produktsicherheit/Corona-Schnelltests/

 


Kinder und Instagram

Nun nützt jeder Fünfte in den 4. Klassen Instagram. Viele Viertklässler haben schon ein eigenes Handy, das nimmt jedes Jahr zu.“ Soweit es die Corona-Lage zuließ, war Martin Seidl im zu Ende gegangenen Schuljahr unterwegs. In 22 Schulklassen war der Fachmann für Suchtprävention zu Gast, vor allem in Grundschulen.

 

Durch die Corona-Situation verbringen Kinder noch mehr Zeit vor Bildschirmen. Sie konsumieren über Stunden sehr viele Bilder oder Filme, die bewusst oder unbewusst Einfluss auf Wünsche, Werte und Verhalten haben. „Je länger die Bildschirmzeit ist, desto kürzer ist die Zeit mit echten Vorbildern, Freunden und den Eltern“, meint Seidl. Während in der Vergangenheit das Angebot an Bildmaterialien wesentlich geringer war und meist über renommierte Anbieter vertrieben wurde, beschreibt Seidl die Gegenwart als ein endloses Meer an angebotenen, teils retuschierten Bildern über unzählige Kanäle, die im Netz wenig kontrolliert werden. Diese Inhalte sind ein wesentlicher Lerninhalt des Workshops für Viertklässlerinnen und Viertklässler. Der Sozialpädagoge wirbt darin unter anderem für das Buch und zeigt dessen Vorteile auf: „Beim Lesen lernen Kinder ‚einzutauchen‘, statt wie im Internet quasi von Welle zu Welle zu surfen. Ein Buch hat keine Links, es kommen keine push up-Nachrichten und es hat ein natürliches Ende. Es fördert die Konzentration, währenddessen Texte und Filme im Internet zum Hin- und Herspringen einladen. Kinder werden oft abgelenkt oder animiert, zu weiteren Inhalten zu springen.“

 

Hier zitiert Martin Seidl den Psychiater und Dozenten von der Harward Medical School, Edward Hallowell: „Langjährige Multitasker trainieren sich eine Art chronische Aufmerksamkeitsstörung an. Sie haben ein hohes Maß an Abgelenktheit, innere Unruhe, und Ungeduld.“

 

Früher kamen Vorbilder vor allem aus dem eigenen Freundes-  oder Familienkreis. Heute finden sie die Kinder vermehrt in den sozialen Medien. Seidl hält das für bedenklich, „weil man die Vorbilder aus dem Netz meist mit einer rosaroten Brille sieht und natürlich keine echte Beziehung zu ihnen pflegt.“

 

Alarmierend ist aus Sicht des Fachmanns für Suchtprävention auch die Zunahme der Nutzung von Onlinespielen. „Immer, wenn wir online sind, läuft im Hintergrund eine Tracking Software. Diese erkennt genau, wo, wann, wie lange, mit wem und was das Kind am Gerät macht. Diese Daten werden ausgewertet und dazu benutzt, die ‚User‘ zu einer höheren Verweildauer zu bewegen, denn unterm Strich bedeutet eine höhere Verweildauer mehr Umsatz. Unter den Top Ten der umsatzstärksten Apps sind in den letzten Jahren die meisten davon Onlinespiele.“

 

Vorsicht ist laut Martin Seidl auch dann geboten, wenn sich fremde Personen zum gemeinsamen Onlinespielen anbieten. Stiftung Warentest hat hier bereits Bedenken geäußert und stuft mehr als die Hälfte der Chaträume in den Spielekonsolen als bedenklich ein. „Kinder kennen die Möglichkeit mit anderen Spielerinnen und Spielern aus dem Netz online zu spielen schon sehr gut und nutzen sie immer öfter, auch weil es sehr bequem ist.“ Seidl erklärt weiter: „Onlinespieler können sich hinter einem falschen Profilbild verstecken und die Spieleanbieter kontrollieren das kaum.“

 

In den Workshops für die Drittklässler thematisiert Seidl vor allem den Unterschied von Computerspielen mit Spielen in der realen Welt. Kinder sollen die ganzheitliche Bedeutung des herkömmlichen Spiels erfahren und verstehen. So meinte eine Drittklässlerin nach dem Workshop: „In Minecraft kann die Figur, die ins Wasser springt, ja gar nicht wissen, wie kalt es ist.“  Herkömmliche Spiele und insbesondere das freie Spiel fördern das Miteinander, die Kreativität, die Bewegung, Motorik und alle Sinne.

 

Wir wollen vom Gesundheitsamt aus die digitalen Medien für Kinder nicht verteufeln, aber jedes Alter hat seine eigenen Lern- und Entwicklungsschritte. Im Grundschulalter sollten analoge Freizeitbeschäftigungen und herkömmliches Spielen ein solides Fundament der Kinder fördern“, sagt der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl.

 

Was können Eltern tun, um eine gesunde Entwicklung zu fördern? – Seidl bietet in seinen Elternvorträgen drei Bausteine an – nämlich Kinder stärken (1), das Umfeld mitgestalten (2) und den Zugang zu den Geräten begrenzen bzw. digitale Medien gezielt einsetzen

 


Landratsamt sucht Landwirte

Blütenreiche Wiesenflächen auf Extremstandorten können nur als solche erhalten werden, wenn sie wie in früheren Zeiten bewirtschaftet werden. Heute ist die Pflege meist nur mit speziellen Maschinen möglich. Gefördert werden die aufwändige Pflege und die Verwertung des Mähguts über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm bzw. den Erschwernisausgleich für Feuchtflächen. Das Förderprogramm ist Teil der „Agrarumweltmaßnahmen“, die für einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen werden.

 

Die Landschaft des Landkreises Rosenheim birgt viele ökologische Kleinode mit seltenen und bedrohten Lebensräumen. In den feuchten Wiesen, Verlandungsbereichen der Seen, in den Moorgebieten und auf trockenen Hängen leben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Schmetterlinge, in Wiesen brütende Vogelarten und Amphibien, Orchideen, Enziane und viele andere bunt blühende Sumpf- und Moorpflanzen finden nur noch in schwer zu bewirtschaftenden Gebieten die notwendigen Lebensgrundlagen. Oberstes Ziel des Naturschutzes ist es, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Natur und der Landschaft zu erhalten. So profitieren noch viele Generationen von einer lebens- und liebenswerten Landschaft und Umwelt.

 

Interessierte Landwirte, die über Fachkenntnisse und Maschinenausstattung verfügen, werden gebeten, sich bis 30. September beim Sachgebiet Naturschutz im Landratsamt Rosenheim zu melden. Bei Rückfragen stehen Martina Eisgruber unter 08031 392 3314 oder Anita Schmidleitner unter 08031 392 3324 zur Verfügung.

 


Gesundheitsregion Plus

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe repräsentieren die drei Handlungsfelder der Gesundheitsregionplus – nämlich die Gesundheitsversorgung, Prävention und Pflege. Die Steuerungsgruppe ist ein Experten- und Beratungsgremium und versteht sich als Impuls- und Ideengeber. Es steht im ständigen Austausch mit der Geschäftsstellenleiterin Carolin Heilmann und trifft sich in regelmäßigen Abständen. Das Gremium der ersten Förderphase wurde um neue Mitglieder erweitert, auch um die Handlungsfelder der Gesundheitsregionplus weiter auszubauen.

 

In ihrem Vortrag gab Carolin Heilmann zunächst einen Rückblick über die erfolgreich abgeschlossenen Projekte der ersten Förderphase: Dazu gehört beispielweise die Wanderausstellung „Leben im Chaos – Chaos im Leben“, die auf das sogenannte „Messie-Syndrom“ aufmerksam macht, sowie Projekte zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung auf dem Land. Einige Projekte konnten, aufgrund der COVID-19-Pandemie, nicht umgesetzt werden.

 

Hinsichtlich der Ausgestaltung der zweiten Förderphase präsentierte Heilmann folgende Schwerpunkte: Im Bereich der Pflege liegt der Fokus auf der Verbesserung der Ausbildung – hier soll unter der Mitwirkung der Gesundheitsregionplus ein Ausbildungsverbund entstehen. Dazu fand bereits eine Informationsveranstaltung statt und die Arbeit wurde aufgenommen. Im Hinblick auf die Gesundheitsförderung und Prävention soll ein Bewegungsprojekt initiiert werden, das sich aktuell in Planung befindet. In Bezug auf die Gesundheitsversorgung ist auch für die zweite Förderphase ein Projekt geplant, dass sich mit der (haus-)ärztlichen Versorgung auf dem Land befasst. „Ich finde es großartig, dass wir bereits mit konkreten Projekten und vielen Ideen in die neue Förderphase gestartet sind“ freut sich Heilmann „im weiteren Verlauf werden wir regionale Bedarfe ermitteln und daraus sicherlich viele neue Impulse für weitere Projekte gewinnen“.

 

Darüber hinaus setzen viele Arbeitskreise ihre Projekte in der zweiten Förderphase fort: So findet auch in diesem Jahr wieder ein Gesundheitsforum statt, bei dem sich die zentralen Akteure aus dem Gesundheitswesen des Landkreises Rosenheim treffen. Weiterhin wird das Projekt „DeinHaus 4.0 – Oberbayern“ der TH Rosenheim fortgeführt, das sich zum Ziel gesetzt hat durch den Einsatz technischer Assistenzsysteme sowie unterstützender Produkte und Dienstleistungen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu ermöglichen. „Ein spannendes und nachhaltiges Forschungsprojekt, dessen Wirksamkeit direkt im Alltag erprobt und ausgewertet werden kann“ so Mascher.

 

Ziel der Gesundheitsregionplus ist es, die Gesundheitsversorgung, Prävention und Pflege im Landkreis Rosenheim, unter der Berücksichtigung regionaler Besonderheiten und Bedürfnisse, zu optimieren. Die Gesundheitsregionplus baut Netzwerke auf und ist Netzwerkpartner, Impulsgeber, Initiator und Bündnispartner. „Die Ansiedelung der Gesundheitsregionplus am Gesundheitsamt ist eine Besonderheit im Landratsamt Rosenheim“ betont Hierl „daraus ergibt sich ein großer Mehrwert der Synergien für beide Seiten“.

 

Die Mitglieder der “Gesundheitsregion Plus” und der Steuerungsgruppe. Von links nach rechts: Gerhard Schöndorfer (Direktion Rosenheim, AOK Bayern), Abteilungsleiterin Nina Mascher, Jakob Hartmann (Heimleiter Caritas Altenheim St. Franziskus Kolbermoor), Landrat Otto Lederer, Geschäftsstellenleiterin Carolin Heilmann, Dr. Gregor Droscha (Facharzt für Orthopädie, Ärztenetz Rosenheim e.V., Ärztenetz Rosenheim GmbH & Co.KG), Prof. Dr. Sabine Ittlinger (Dekanin der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, Studiengangsleiterin Physiotherapie, Technische Hochschule Rosenheim), Dr. Wolfgang Hierl (Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim), Andreas Friedrich (Bürgermeister der Stadt Prien), Dr. Deerberg-Wittram (Geschäftsführer RoMed Kliniken,

 


Wohnberatung LA RO

Der Freistaat Bayern unterstützt mit Darlehen/Zuschüssen bei Anpassung von bestehendem Miet- oder Eigenwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderungen. Diese Förderung ist abhängig von der Höhe Ihres Einkommens.

 

Oder möchten Sie für die Zukunft vorsorgen und vorbeugend Ihr Zuhause anpassen?

 

Für Sie können die Förderprogramme „Altersgerecht Umbauen“ der KfW-Bank zur Förderung von baulichen Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden zum Abbau von Barrieren und für mehr Wohnkomfort interessant sein.

 

Hier gibt es entweder die Möglichkeit von günstigen Krediten oder von Investitionszuschüssen. Voraussetzungen: Erfüllen von festgelegten technischen Mindestvoraussetzungen. Gegebenenfalls können Sie Steuerentlastungen nutzen durch Absetzbarkeit der Kosten der Handwerkerleistungen.


Den Finger in die Wunde legen

Im Laufe der Konferenz erarbeiteten die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren engagiert und motiviert in kleineren Projektgruppen, die von Fachkolleginnen der Jugendarbeit aus den Kommunen und Schulen moderiert wurden, eigene Themen und Wünsche und präsentierten diese dann selbstbewusst den Kommunalpolitischen Entscheidungsträgern.

 

Ob überfüllte Busse und der Wunsch nach besseren Busverbindungen, der Ausbau des Radverkehrs im Landkreis Rosenheim oder die Erweiterung der Freizeit- und Sportangebote, beispielsweise durch die Erneuerung von Volleyball- und Basketballplätzen in den Gemeinden – die Themen, die die Jugendlichen einbrachten, waren vielfältig. Ein wichtiges Thema für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer war zudem die Verbesserung der schulischen Ausstattung durch Getränke- und Snack-Automaten, oder die Zurverfügungstellung von Menstruationshygieneartikeln.

 

Darüber hinaus berichteten die Jugendlichen über ihren Lebens- und Schulalltag während der Corona-Pandemie: Hier beklagten einige von ihnen die mangelnden Möglichkeiten ihren Hobbies nachzugehen und ihre Freizeit gemeinsam mit Freunden zu gestalten. Auch das Lernen von zu Hause aus war für viele Jugendliche eine große Herausforderung und erforderte viel Eigeninitiative und Selbstdisziplin. Es gab aber auch positive Stimmen: So wurden die Corona-Hygienemaßnahmen auch als Schutz vor weiteren viralen Erkrankungen positiv bewertet.

 

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dankten den Jugendlichen für ihre zahlreichen Anregungen: „Das Wichtigste ist, dass wir Jugendliche haben, die etwas zu sagen haben“, meinte Alois Loferer, Bürgermeister von Bad Endorf.

 

Auch Landrat Otto Lederer lobte das Engagement der Jugendlichen: „Sie haben heute den Finger in die Wunde gelegt. Ich bin begeistert über die vielen konstruktiven Vorschläge und ich freue mich über die rege Beteiligung. Ich habe eine ganze Seite vollgeschrieben und werde Ihre Themen mit unseren Sachgebieten diskutieren und dann finden wir gemeinsam Lösungen.“

 

Wie geht es weiter: Die Projektgruppen werden nun weiter durch die Jugendbeauftragten der Gemeinden sowie die Kommunale Jugendarbeit betreut und bei der Umsetzung ihrer Anliegen unterstützt. Federführend ist dabei die Projektleiterin Stephanie Mohr.

 

Mehr als 4.000 Jugendliche haben sich seit dem Start des Projekts im Jahr 2014 bereits aktiv miteingebracht. Ziel des Jugendbeteiligungsprojekts #myvision ist es, Jugendliche des Landkreises Rosenheim mit kommunalpolitisch Verantwortlichen in Kontakt zu bringen und einen Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen.

 

Daraus entsteht seit vielen Jahren ein persönlicher Kontakt zwischen jungen Menschen und der Kommunalpolitik in den Gemeinden, der Jugendliche dazu ermuntert sich selbst mehr im Ort einzubringen.

 


Bibermanagement im LA RO

Das Bibermanagement beruht auf vier Säulen – der fachkundigen Beratung und Öffentlichkeitsarbeit durch die Biberberater (1), Präventivmaßnahmen, wie Flächenkauf und Einzelbaumschutz (2), Schadensausgleich durch die untere Naturschutzbehörde (3) sowie den Zugriff (4), also den Abfang mit anschließender Tötung oder den Direktabschuss.

 

Es kümmern sich sieben aktive, ehrenamtliche Biberberater, sowie die Fachkräfte der unteren Naturschutzbehörde um die Situation der Biber im Landkreis Rosenheim. Im Jahr 2020 gab es rund 200 Biberfälle: Dazu gehörten beispielsweise Gehölzschäden, verstopfte Durchlässe, Dammbauten mit Vernässungen, Dammentfernungen, Totfunde oder Abfanganträge.

 

Der Landkreis Rosenheim engagiert sich stark im Bereich der Prävention und bietet Betroffenen kostenlos Unterstützung an. Die Ausgaben für die Präventionsmaßnahmen belaufen sich dabei jährlich auf 13.000 Euro. Zu den Maßnahmen gehören beispielweise die Zurverfügungstellung von Estrichmatten zum Ummanteln von Bäumen, Wöbra als Streichmittel für den Einzelbaumschutz oder Einbaumaterial für Dammdrainagen.

 

Biber-Entnahmen erfolgen in der Regel zwischen September und März und in speziellen Bereichen, wie Fischteichen oder Triebwerksanlagen auch ganzjährig. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 34 Biber-Entnahmen und wurden 34 Totfunde festgestellt. Zu den natürlichen Todesursachen der Biber gehören eine hohe Jungensterblichkeit, Revierkämpfe und der Straßenverkehr.

 

Über den Bayerischen Biberschadensfonds, der sich seit Januar 2021 in Bayern auf insgesamt 550.000 Euro beläuft, werden Schäden in der Land,- Forst- und Fischereiwirtschaft ausgeglichen. 2020 wurden im Landkreis Rosenheim rund 26.000 Euro ausgezahlt; im Jahr 2019 waren es ca. 30.000 Euro. Dies entspricht einem Ausgleich der Schäden von rund 73,6 Prozent im Jahr 2020 bzw. ca, 63 Prozent im Jahr 2019. Der Landkreis Rosenheim erstattet auch kleinere und private Schäden bis 50 Euro und geht hier mit gutem Beispiel voran, gewähren andere Landkreise keine Vorleistung und keine Übernahme des Eigenanteils.

 

Biberdämme dürfen nur dann beseitigt werden, sofern Biberburgen nicht beeinträchtigt sind. Der Einbau von Dammdrainagen sorgt für einen geregelten Abfluss und dient als Kompromiss zwischen den Interessen der Bewirtschafter und denen des Bibers.

 

Für den Einbau von Dammdrainagen hat die Regierung von Oberbayern dem Landschaftspflegeverband Rosenheim e. V.  einen Förderantrag im Umfang von 25.000 Euro bewilligt. Darüber hinaus wurden weitere Förderanträge der Wasser- und Bodenverbände für den Mehraufwand bei der Gewässerhaltung durch den Biber genehmigt.


Leiter der Bundespolizeiinspektion zu Gast

Der 56-jährige Polizeidirektor, der seit rund 26 Jahren mit seiner Frau in Rosenheim lebt und einen Sohn hat, trat die Leitung der Bundespolizeiinspektion vor rund einer Woche an. Sein Stellvertreter, Thorsten Kleinschmidt (37), begann seine Verwendung bereits im Herbst 2020. Er lebt mit seiner Frau und Tochter in Bruckmühl.

 

Zuvor war Otto beim Bundespolizeipräsidium Potsdam und zuletzt bei der Bundespolizeidirektion in München tätig, wo er die Corona-Koordinierungsstelle verantwortet hat. Zudem fiel das Einsatzmanagement der Corona-bedingten Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich im Frühjahr 2020 in seinen Verantwortungsbereich. Bereits in der Vergangenheit war Otto einige Jahre stellvertretender Leiter der Rosenheimer Inspektion und kann bereits auf durchweg positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rosenheim zurückblicken.

 

Ludger Otto versteht sich als Netzwerker – eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Partnern, ist für ihn selbstverständlich: „Mein Anspruch ist, dass wir für unsere Partner ein guter Ansprechpartner sind. Wir sind da und stehen auch beratend zur Seite“, sagte Otto. Für ihn und seinen Vertreter ist dabei die Fortsetzung der bereits heute von hohem Vertrauen geprägten Kooperation mit dem Landratsamt, der Landespolizei und den weiteren Angehörigen der „Blaulichtfamilie“ ein wesentlicher Garant.

 

Landrat Otto Lederer lobte die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bislang: „Der kurze Draht ist manchmal Gold wert, insbesondere wenn in kürzester Zeit Lösungen gefunden werden müssen. Wir bauen auf einem guten Netzwerk auf, dass wir in Zukunft weiter ausbauen werden“, sagte Lederer.

 

Die nächsten Termine stehen für Ludger Otto schon fest: In den kommenden Wochen wird er das neue Revier der Bundespolizei in Garmisch-Partenkirchen einweihen. So ist die Bundespolizei, unter Rosenheimer Leitung, künftig auch verstärkt an der österreichischen Grenze im Werdenfelser Land vertreten.


Online-Belehrungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz

Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

 

  • eine gültige E-Mail-Adresse und Anschrift (zwingend erforderlich)

  • eine Webcam mit Ton und Bild (empfohlen wird die Teilnahme an der Videokonferenz mit einem Laptop/PC)

  • ein Webex-fähiger Internetbrowser (z.B. Microsoft Edge)

  • ein gültiger Personalausweis/Reisepass

 

Eine Kurzanleitung für die Teilnahme an einem Webex-Meeting finden interessierte Bürgerinnen und Bürger unter dem folgenden Link:

 

https://help.webex.com/de-de/n62wi3c/Get-Started-with-Cisco-Webex-Meetings-for-Attendees#id_138101

 

Die Gebühr im Umfang von 14 Euro soll spätestens 5 Werktage vor der Belehrung auf das folgende Konto überwiesen werden:

 

Sparkasse-Rosenheim-Bad Aibling

 

Empfänger: Landratsamt Rosenheim, Staatliches Gesundheitsamt

 

IBAN: DE 71 7115 0000 0000 0220 12

 

BIC: BYLADEM1ROS

 

Verwendungszweck: BELEHRUNG, Tag der Belehrung, Name, Vorname, Geburtsdatum

 

Eine Teilnahme erfolgt nur gegen Vorkasse.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können an der Online-Schulung nur teilnehmen, sofern alle oben genannten Kriterien erfüllt sind.


Beratungstermine Landratsamt RO

 

Do, 08.07.2021 Juli, den ganzen Tag

 

Energieeinsparung und der Einsatz von erneuerbaren Energien stehen im Mittelpunkt der Energieberatung. Welches Heizsystem ist das Richtige? Muss ich Fenster auswechseln, welche Dämmstoffe passen zum Haus und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Diese und andere Fragen können mit anerkannten Energieberatern besprochen werden. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet die kostenfreie Erstberatung in Kooperation mit der Energiezukunft Rosenheim und GIH-Bayern an. Zu den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, insbesondere Gaststätten und Hotels aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim anmelden.

 

Eine telefonische Voranmeldung beim Landratsamt Rosenheim ist unter der Telefonnummer 08031 392-1084 erforderlich.

 

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Elektomobilität

 

Do, 08.07.2021 Juli, den ganzen Tag

 

Der Schritt weg von Benzin und Diesel hin zur Elektromobilität ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger ein neuer. Viele Fragen wie welches E-Fahrzeug ist für den persönlichen Zweck am besten geeignet, wie hoch sind die Anschaffungs- und laufenden Kosten, wie ist die Reichweite, was ist bei der Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen oder welche Förderprogramme für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur gibt es. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet eine einstündige kostenfreie Erstberatung mit einem anerkannten und unabhängigen Energieberater.

 

Erforderlich ist lediglich eine telefonische Anmeldung im Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392-1084.

 

Verkehrszentrum wird eröffnet

 

Das neue zentrale „Verkehrszentrum Rosenheim“ des Landkreises nimmt am 19. Juli 2021 seine Arbeit auf und bietet aufgrund des Standortes und einer umfangreichen Umstrukturierung eine Vielzahl an Vorteilen. Insgesamt fast 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen den Bürgerinnen und Bürgern hier bei ihren Anliegen zur Seite. Eine Schalterhalle, wie es sie derzeit in den KFZ-Zulassungsstellen gibt, wird es im neuen Verkehrszentrum nicht mehr geben. Kern des neuen Eingangsbereiches ist die zentrale Information, an der zwei Mitarbeiter bereitstehen, um die Bürger zum richtigen Sachbearbeiter zu leiten oder Fragen von Besuchern und Anrufern zu beantworten.

 

Der Antragsteller kann zukünftig alles bei nur einem Sachbearbeiter erledigen. Auch die Bezahlung mit EC-Karte ist direkt im Büro des zuständigen Mitarbeiters möglich. Für Barzahlungen stehen zwei Kassenautomaten zur Verfügung. Diese Umstrukturierung spart Zeit, verkürzt die Laufwege und senkt den Lärmpegel im Gegensatz zu einer offenen Schalterhalle deutlich. Durch die neue Raumsituation wird eine ruhigere und angenehmere Atmosphäre für Sachbearbeiter und Bürger geschaffen.

 

Zusätzlich wurde die Zahl der Mitarbeiter in der Führerscheinstelle bereits erhöht, um dem Ansturm, der durch den Zwangsumtausch alter Führerscheine entstanden ist, gerecht zu werden. Die Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben, sodass jeder Antrag in der Führerscheinstelle bereits online gestellt und bezahlt werden kann.

 

Auch die Lage des neuen „Verkehrszentrums Rosenheim“ bietet zahlreiche Vorteile. Direkt am Gebäude stehen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Für den Standort spricht auch die verkehrsgünstige Lage, da er an die noch fertigzustellende B15 angebunden wird. Außerdem befindet sich der Bahnhaltepunkt Aicherpark in der Nähe.

 


Klimaschutz wird in den Kommunen verankert

Der gesamte Prozess bis zum Zertifizierungsaudit ist auf drei Jahre ausgelegt. Alle wichtigen Akteure werden dabei in einem gemeinsamen Energieteam eingebunden. Synergien können genutzt werden und alle profitieren durch die Erfahrungen eines großen Netzwerks. Zudem steht die Expertise eines European Energy Award-Beraters zur Verfügung, der den gesamten Prozess begleitet und unterstützt. Bis 2024 werden dem Landkreis Kosten in Höhe von voraussichtlich knapp 70.000 Euro entstehen. Bis zu 70 Prozent davon werden staatlich gefördert, so dass der Eigenanteil des Landkreises bei rund 21.000 Euro liegen wird.

 

Bei Energiewende und Klimaschutz wollen viele Kommunen durch ihr Handeln Vorbild sein und wichtige Impulse setzen. Der Landkreis Rosenheim fördert schon seit vielen Jahren aktiv ein umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln. Er setzt sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft sowie der Artenvielfalt ein. Zahlreiche Naturschutzprojekte, zum Beispiel über den Landschaftspflegeverband oder die Maßnahmen zur Moorrenaturierung, konnten bereits umgesetzt werden. Zudem engagiert sich der Landkreis in der regionalen Vermarktung von Lebensmitteln oder seit rund zehn Jahren in der Initiative Energiezukunft Rosenheim.

 

Der European Energy Award wird in acht europäischen Ländern umgesetzt. Allein in Deutschland beteiligen sich bisher mehr als 300 Kommunen.


Neue Leiterin bei Gesundheitsregionplus

Carolin Heilmann ist Diplom Sportwissenschaftlerin, hat in München und Tübingen studiert und hier auch im Bereich der Leistungsdiagnostik gearbeitet. Dabei hat sie viel über Prävention und Gesundheitsversorgung gelernt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin leitete sie ein Projekt der Techniker Krankenkasse, bei dem es um integrierte Versorgung ging. Dazu kamen freiberufliche Aufträge im betrieblichen Gesundheitsmanagement zum Beispiel für BMW. Die vergangenen knapp fünf Jahren hat sie im „Wort Bild-Verlag“ das betriebliche Gesundheitsmanagement aufgebaut und geleitet. Parallel dazu stand sie den Redaktionen als Expertin für Artikel zur Verfügung, zum Beispiel für die Apotheken Umschau.

 

Ein Job, der ihr Spaß gemacht hat, dessen Entwicklungspotenzial aber erschöpft war. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht, die sich auch mit dem Bereich Gesundheit und Gesundheitsförderung beschäftigt, mit der ich aber mehr bewegen kann. Nicht nur im Setting eines mittelständischen Unternehmens und für einen kleinen Personenkreis, sondern für eine breitere Masse der Bevölkerung, eine ganze Region und unter Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse und Besonderheiten. Die Stelle als Leiterin der Gesundheitsregionplus des Landkreises Rosenheim ist perfekt. Sie vereint alles“, sagt Heilmann.

 

Sie hat sich viel vorgenommen für die kommenden Jahre und Monate. Das Thema Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum möchte sie weiter vorantreiben. Wie können wir es schaffen, Ärzte dafür zu begeistern, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen oder zu übernehmen? Auch die Pflegeausbildung steht auf ihrer Agenda. „Die Einrichtungen in der Region brauchen gut ausgebildete Pflegekräfte. Die neu geregelte generalistische Ausbildung in der Pflege stellt Einrichtungen und Schulen vor eine große Herausforderung. Wir sollten einen Weg finden, sie in der Region auszubilden und dann auch zu halten. Der Bedarf wird immer größer“, so Heilmann. Außerdem möchte sie ein Netzwerk im Bereich Prävention aufbauen. „Natürlich gibt es haufenweise Angebote, wichtig ist es, sie mit den Menschen zu vernetzen, die sie brauchen und gerne annehmen wollen.“ Zunächst wird sie jedoch die Steuerungsgruppe einberufen. Dieses Gremium besteht aus bedeutenden Vertretern der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung im Landkreis, der Technischen Hochschule Rosenheim, der Gemeinden sowie dem Gesundheitsamt. Hier werden Bedarfe ermittelt, Ideen und Vorschläge eingebracht und Weichen für künftige Projekte gestellt.

 

Heilmann sieht die Gesundheitsregion als Koordinatorin und Organisatorin. „Wir können anstoßen, aufbauen und unterstützen. Wir können die einzelnen Projekte und Netzwerke, wenn sie stehen, aber nicht dauerhaft leiten. Wenn es läuft, übergeben wir sie in die richtigen Hände“, sagt Heilmann.

 

Die Gesundheitsregionenplussind ein Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Oberste Ziel ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen. Aufgabe ist die Optimierung von Gesundheitsversorgung, Gesundheitsvorsorge und Pflege vor Ort unter Kenntnis der regionalen Besonderheiten. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen die gleichen Chancen haben, gesund zu leben.

 

 

 

 

 


Hagelflieger unterwegs

Die Rosenheimer Hagelabwehr hat derzeit zwei Flugzeuge vom Typ „Partenavia P.68“ im Einsatz. Die Flugzeuge sind mit Generatoren ausgestattet, die rund 20 Liter Silberjodid-Lösung fassen – eine Menge, die für ca. 2,5 Flugstunden ausreicht. Durch das Silberjodid werden die Hagelkörner verkleinert, und so Schäden vermindert. „Dabei ist das richtige Timing ausschlaggebend für den Erfolg“, so Vogl.

 

Insgesamt sechs Piloten gibt es zurzeit, zwei weitere befinden sich momentan in der Ausbildung. Die angehenden Piloten fliegen in der ersten Saison noch in Begleitung bevor sie in der zweiten Saison alleine starten. „Und der Nachwuchs ist mehr als willkommen“, so Georg Vogl. Voraussetzung, um Hagelflieger zu werden, ist eine Fluglizenz sowie eine Instrumentenflug-Berechtigung.

 

Offiziell dauert die Hagelsaison von Mai bis September. Die alljährliche Wartung der Maschinen erfolgt in den Winter-Monaten, von November und Dezember, in Stuttgart. Im Durchschnitt sind die Hagelflieger zwischen 18-20 Tagen im Jahr unterwegs.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können mit Hilfe der „Ro-Berta“-App die Hagelflieger bei ihrem Einsatz beobachten. Die App zeigt nicht nur die Flugroute an, sondern liefert auch Kameraaufnahmen. Eine Kamera filmt im Cockpit, die andere ist unterhalb des Flugzeugs angebracht. Über die App können Bürgerinnen und Bürger zudem Wetterdaten melden. Die App steht für alle Smartphones mit Android und iOS zur Verfügung.


Covid-19 Fallzahlen 11.6.21

Dem Gesundheitsamt wurden 6 Personen (am 03.06.2021 1) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon waren 2 Personen über oder gleich 80 Jahren und 4 Personen über 70 Jahren. Zwei der Verstorbenen waren in einem Heim betreut worden.

 

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 3.018 Fälle (Landkreis 2.296, Stadt 722) (am 03.06.2021: 2.970) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), in 11 Fällen um die brasilianische Variante (P1), in 4 Fällen um die indische Variante (B.1.617.2) und in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 03.06.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 41 Fälle der Alpha- (britische B.1.1.7) und 7 Fälle der Gamma-Variante (brasilianische P.1) gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

 

48 (am 03.06.2021: 54) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 12 Patienten (am 03.06.2021: 13) auf einer Intensivstation.

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 11.06.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 31,47 (am: 03.06.2021 29,90), für den Landkreis Rosenheim bei 18,37 (am: 03.06.2021 30,23).

 

 

 


1. Dialogforum Rosenheim

Auftakt dieses Prozesses ist ein 1. Dialogforum, das am Mittwoch, den 09.06.2021, ab 14 Uhr stattfinden wird. Landrat Otto Lederer und Oberbürgermeister Andreas März freuen sich auf ihre Gäste Maria Els, Präsidentin der Regierung von Oberbayern, Walter Gremm, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und den Sprecher der Schulaufsicht, Ministerialbeauftragter Ernst Fischer.

 

Das 1. Dialogforum wird online live übertragen und wendet sich an alle Interessierten, die gerne an der Bildungsregion in Stadt und Landkreis mitwirken möchten. Ansprechpartnerin ist die Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim, Katrin Marie Röber.

Anmeldungen bitte an: katrin.roeber@lra-rosenheim.de

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Energieberatung

Energieeinsparung und der Einsatz von erneuerbaren Energien stehen im Mittelpunkt der Energieberatung. Welches Heizsystem ist das Richtige? Muss ich Fenster auswechseln, welche Dämmstoffe passen zum Haus und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Diese und andere Fragen können mit anerkannten Energieberatern besprochen werden. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet die kostenfreie Erstberatung in Kooperation mit der Energiezukunft Rosenheim und GIH-Bayern an. Zu den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, insbesondere Gaststätten und Hotels aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim anmelden.

Eine telefonische Voranmeldung beim Landratsamt Rosenheim ist unter der Telefonnummer 08031 392-1084 erforderlich.

 

Beratung zu Elektromobilität

Der Schritt weg von Benzin und Diesel hin zur Elektromobilität ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger ein neuer. Viele Fragen wie welches E-Fahrzeug ist für den persönlichen Zweck am besten geeignet, wie hoch sind die Anschaffungs- und laufenden Kosten, wie ist die Reichweite, was ist bei der Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen oder welche Förderprogramme für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur gibt es. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet eine einstündige kostenfreie Erstberatung mit einem anerkannten und unabhängigen Energieberater.

 

Erforderlich ist lediglich eine telefonische Anmeldung im Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392-1084.

 


Endlich wieder Essen gehen

Laien- und Amateurensembles dürfen sich für musikalische oder kulturelle Proben wieder treffen. Sie müssen die Bestimmungen des Rahmenhygienekonzepts der zuständigen Ministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Wissenschaft und Kunst beachten.

Generell sind in allen Bereichen Rahmenhygienekonzepte der jeweils zuständigen Ministerien vorhanden, deren Bestimmungen einzuhalten sind.

Die Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, wenn der vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten und dies im Amtsblatt amtlich bekannt gemacht wurde.

Unabhängig von der in der Allgemeinverfügung des Landkreises genannten Öffnungsschritte, beschloss der Bayerische Ministerrat weitere Erleichterungen, die noch diese Woche umgesetzt werden.

Bauanträge auf Barrierefreiheit prüfen

Schon kleine Stufen oder zu schmale Türen können ein unüberwindbares Hindernis für Menschen mit Beeinträchtigungen darstellen. Deshalb macht es Sinn, sie zu beseitigen. Oder noch besser, solche Hindernisse erst gar nicht aufzubauen. Das betonte auch der Landrat in einem Pressegespräch im Landratsamt: „Wir möchten nicht nur bestehende Hindernisse beseitigen, sondern vor allem dazu beitragen, dass keine neuen Hindernisse entstehen. Beim barrierefreien Bauen geht es nicht nur um den Rollstuhl. In beinahe allen Lebenslagen kann man von barrierefreien Gebäuden profitieren. Das geht vom Kinderwagen bis hin zu unserer Groß- bzw. Urgroßelterngeneration. Investitionen in barrierefreie Wohnungen sind Investitionen in die Zukunft.“

 

Ähnlich sah es Christine Degenhart. Die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, die zudem Mitglied im Arbeitskreis „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist, sieht in der Aktion eine große Chance Bewusstsein zu schärfen. „Mit einer frühzeitigen Verankerung der Barrierefreiheit im Entwurfsprozess entsteht eine schlüssige Planung. Das ist ein aktiver Beitrag zur Vermeidung von Planungsänderungen und Kostenmehrungen und letztlich zum Bürokratieabbau.“ Degenhart bedankte sich bei den beiden Beauftragten des Landkreises für Menschen mit Behinderung Christiane Grotz und Irene Oberst. Die für August und September geplante Aktion geht auf ihre Initiative zurück. Im Übrigen will Degenhart das Thema Barrierefreiheit breiter aufstellen. Konkret nannte sie aus dem Bereich Tourismus Ferienwohnungen, Museen oder Schwimmbäder.

 

Den rechtlichen Hintergrund erläuterte Quirin Zallinger, der für das Bauwesen zuständige Abteilungsleiter im Landratsamt Rosenheim. Seinen Angaben zufolge schreibt die Bayerische Bauordnung vor, dass in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen eine gewisse Anzahl der Wohnungen barrierefrei erreichbar sein muss. Außer bei Sonderbauten muss das aber im Genehmigungsverfahren nicht geprüft werden. Um hierfür ein Bewusstsein zu schaffen, wird das Kreisbauamt im Landkreis Rosenheim in den beiden Aktionsmonaten August und September in der Prüfung der Bauanträge die Barrierefreiheit in sein Prüfprogramm mit aufnehmen. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt sind, sollen erst Beratungen stattfinden, in letzter Konsequenz sind aber auch Ablehnungen möglich.

 

Abschließend forderte Landrat Lederer alle Beteiligten auf, an einem Strang zu ziehen: „Die Architekten, Planer und auch die Gemeinden müssen die Bauherren schon dahingehend beraten und sensibilisieren. Daher haben wir neben unseren Landkreisgemeinden auch die Bayerische Architektenkammer in Rosenheim in unsere Aktion mit eingebunden.“


Radwegekonzept RO

Von den rund 1.800 Kilometern sind derzeit noch 1.450 Kilometer für eine Nutzung als Alltagsnetz in der Diskussion. Von Anfang an sollte Green-Solutions den Fokus auf die Alltagsradler legen. Ziel ist unter anderem, Pendlern eine Alternative zum Auto zu bieten. Von den bereits vorhandenen Radwegen und wenig befahrenen Gemeindestraßen sind knapp 990 Kilometer als Alltagsradweg tauglich. Etwa 26 Kilometer überwiegend Wald- und Feldwege müssten ertüchtigt werden, das heißt, der Oberflächenbelag erneuert, Schlaglöcher gefüllt oder die Entwässerung optimiert werden. Wege von einer Länge von vier Kilometern müssten verbreitert werden.
Den größten Aufwand für die Zukunft stellt das Schließen der vorhandenen Lücken im Radwegenetz dar. Immerhin rund 170 Kilometer, vorwiegend entlang von Staats- und Kreisstraßen müssten neu gebaut werden. Geschäftsführer Lampl geht davon aus, dass ein Pendler bereit ist auf das Rad umzusteigen, wenn der Weg zum Ziel nicht mehr als 25 Prozent länger ist als die kürzeste Distanz mit dem Auto. Knapp zwei Drittel der schon jetzt zur Verfügung stehenden Verbindungen erfüllen diese Bedingung. Bei erfolgter Ertüchtigung der Wald- und Feldwege könnte die Quote auf 78 Prozent erhöht werden. 100 Prozent wären nur möglich, wenn alle Lücken im Radwegenetz geschlossen würden. Die Gemeinden waren im bisherigen Prozess zur Erstellung des Radwegekonzepts eingebunden. Jede Gemeinde erhielt eine Detailanalyse. Die nächsten Schritte werden laut Lampl sein, die Wegertüchtigung mit den Gemeinden abzusprechen, eine Priorisierungsliste der Lückenschlüsse zu erstellen und abschließend die Beschilderung zu planen.
Im Anschluss daran diskutierten die Mitglieder des Umweltausschusses in einem weiteren Tagesordnungspunkt, ob der Landkreis der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGKF)“ beitreten soll. Die Argumente in der intensiven Diskussion reichten von „logische Konsequenz der bisher geleisteten Vorarbeit“ bis „schwierig, geeignetes Personal, wie einen Fahrradbeauftragten zu finden.“ Letztlich wurde der Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit 8 zu 6 Stimmen abgelehnt.


Ab Mittwoch weitere Öffnungen

Schule ist im Präsenz- oder Wechselunterricht möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Lehrer müssen eine medizinische Maske tragen, bei den Schülerinnen und Schüler reicht eine so genannte Community-Maske. Die Teilnahme am Unterricht in der Schule sowie an der Notbetreuung und der Mittagsbetreuung ist nur möglich, wenn sich die Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche testen lassen. Dies ist zudem Voraussetzung, damit Kinder, Jugendliche und junge Volljährige Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder besuchen können.

Geschäfte, die bisher schon offen haben dürfen, wie der Lebensmitteleinzelhandel oder Gärtnereien, dürfen mehr Kunden in den Laden lassen. Für die ersten 800 Quadratmeter darf je zehn Quadratmeter ein Kunde ins Geschäft. Für den Teil, der über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche liegt, darf je 20 Quadratmeter ein zusätzlicher Kunde zum Einkaufen kommen.

In allen anderen Ladengeschäften sind so genannte Click & Meet-Konzepte zulässig. Das heißt, Terminvergabe im Voraus, Einhaltung von Mindestabstand, FFP2-Maskenpflicht, Kontaktdatenerfassung, maximal ein Kunde je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts. Wichtig auch, eine Testung ist nicht erforderlich.

Erwachsenenbildung ist in Präsenzform wieder möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Am Platz besteht Maskenpflicht und ein Schutz- und Hygienekonzept muss vorhanden sein.

Bei Instrumental- und Gesangsunterricht ist Einzelunterricht zulässig, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern möglich ist. Die Maskenpflicht entfällt nur beim aktiven Musizieren, sonst müssen Lehrerinnen und Lehrer eine medizinische und Schülerinnen und Schüler eine FFP2-Maske tragen.

Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten gilt – wie in den Ladengeschäften – eine Art Click & Meet. Termine müssen im Voraus vergeben sein. Die Besucherzahl ist abhängig vom vorhandenen Besucherraum, in jedem Fall muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zuverlässig gewahrt sein. Für Besucher gilt eine FFP2-Maskenpflicht und die Kontaktdaten müssen erfasst werden.

Die Zulassung weiterer Öffnungen hat das Landratsamt Rosenheim zudem beim Bayerischen Gesundheitsministerium beantragt. Sie betreffen unter anderem die Außengastronomie, Theater, Kinos Konzerthäuser, kontaktfreier Sport im Innenbereich bzw. Kontaktsport im Außenbereich. Das Einverständnis des Ministeriums vorausgesetzt, können diese Lockerungen dann ab Donnerstag 0 Uhr in Kraft treten.

Übernachtungsangebote von gewerblichen und entgeltlichen Unterkünften, den Betrieb von Seilbahnen, touristische Reisebusverkehre, Stadt- und Gästeführungen sowie musikalische oder kulturelle Proben von Laien- und Amateurensembles sind ab Freitag, den 21. Mai möglich.

Die aktuelle Ausgabe des Amtsblattes ist unter www.landkreis-rosenheim.de/aktuelles/#tab-amtsblatt nachgelesen werden.


Wenn die Eltern älter werden

Wenn Eltern ein gewisses Alter erreichen, beginnt die Sorge um die Zukunft. Sollte eine Familie, bevor der Moment kommt, an dem Mutter und Vater nicht mehr so können wie sie wollen, vorbeugend tätig werden? Darüber muss in einer Familie gesprochen werden, auch wenn es nicht einfach ist, dieses schwierige Thema anzugehen und die richtigen Worte zu finden. Und dann stellt sich noch die Frage, was vorbeugend unternommen werden kann.

 

Die Pflegepädagogin und Referentin Anne Katrin Schulz widmet sich in ihrem Vortrag dem Thema aus zwei Blickwinkeln, dem der Kinder und dem der Eltern. Sie weist auf mögliche Stolpersteine hin und gibt praktische Tipps für eine gelungene Gesprächsführung. Zudem zeigt sie verschiedene Möglichkeiten einer aktiven Vorsorge auf. Selbstverständlich können Fragen gestellt werden.

 

Das Online-Seminar beginnt am Samstag, den 29. Mai um 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind im Internet unter www.famplus.de/webinarkunde/1595333057/635581 möglich.


Kommt die Biotonne

Den Antrag auf den Vergleich hatte die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen gestellt. Dies hatte für Verwunderung gesorgt, weil Landrat Otto Lederer schon im vergangenen Jahr eine entsprechende Initiative angekündigt hatte. Über den Weg herrschte aber Einigkeit und so befürwortete der Umweltausschuss den Antrag einstimmig. Die Landkreisverwaltung ist nun beauftragt, eine Sortier- oder Hausmüllanalyse in Auftrag zu geben, um zu ermitteln, wie viel Bioabfall im Hausmüll vorhanden ist. Zudem wird eine Machbarkeitsanalyse erstellt, wie die Sammlung und Verwertung von Bioabfall weiterentwickelt werden kann.

 

Zu klärende Fragen sind unter anderem, wie viel Bioabfall steckt noch im Hausmüll, wie häufig müsste eine Biotonne geleert werden oder wie viele Fahrzeuge und Behälter sowie Personal braucht es? Der zuständige Sachgebietsleiter Georg Kirchhuber zeigte mit ein paar Zahlen die Unklarheiten auf. „Wir wissen nicht, ob 5.600 Tonnen oder 20.000 Tonnen Bioabfälle im Hausmüll enthalten sind. Bei 10.000 Tonnen brauchen wir 11 Fahrzeuge, die müssen europaweit ausgeschrieben werden. Dazu brauchen wir 11 Fahrer und 11 Müllwerker.“

 

Im Landkreis Rosenheim werden biologisch abbaubare pflanzliche Materialien aus den Gärten, so genannte Grünabfälle, auf fast allen Wertstoffhöfen und auf den Kompostieranlagen in Bruckmühl, Eiselfing und Aschau angenommen und verarbeitet. Zudem können alle Nahrungs- und Küchenabfälle bei den Wertstoffhöfen und den Kompostieranlagen in Bruckmühl und Eiselfing abgegeben werden. Hierzu gibt es Landkreis kostenfrei 10-Liter-Kunststoffbehälter und passende Papiertüten aus. Die gesammelten Nahrungs- und Küchenabfälle werden vom Kommunalunternehmen VIVO des Landkreises Miesbach verwertet.

 

Im Jahr 2019 haben die Bürgerinnen und Bürger pro Einwohner knapp 140 Kilogramm an Grün-, Nahrungs- und Küchenabfällen gesammelt. Sie liegen damit über dem oberbayerischen und dem bayerischen Durchschnitt. Diese sind nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt gut 130 Kilogramm bzw. knapp 134 Kilogramm pro Einwohner.

 

Das Bayerische Abfallgesetz verpflichtet Landkreise, Bioabfälle aus privaten Haushalten getrennt zu erfassen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Das bedeutet, der Gesetzgeber erlaubt einen weiten Handlungsspielraum und ermöglicht unterschiedliche Formen von Hol- und Bringsystemen.


Erleichterungen für Genesene

Wie die Gesundheitsbehörde mitteilt, wird eine entsprechende Bescheinigung auf Antrag aus- und per Post zugestellt. Wer diesen Nachweis braucht, schreibt unter Angabe seines Namens, Vornamens, Geburtsdatums sowie seiner Anschrift an die E-Mail-Adresse genesene@lra-rosenheim.de. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs bittet das Gesundheitsamt, auf Nachfragen zu verzichten. Alle E-Mails werden zeitnah bearbeitet.

 

Diese Unterstützung wird angeboten, weil heute die Änderungsverordnung zur 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft tritt. Im dortigen Paragraphen 1a Absatz 1 Nr. 2 werden Erleichterungen für Personen festgelegt, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 mit Hilfe eines PCR-Tests nachgewiesen wurde.

 

In diesem Zusammenhang weist das Gesundheitsamt ausdrücklich darauf hin, dass es keine Bescheinigung über eine vollständige Impfung gemäß Paragraph 1a Absatz 1 Nr. 1 ausstellen kann. Als Nachweis hält das Gesundheitsamt die Eintragung im internationalen Impfausweis bzw. die unterschriebene Bescheinigung des Impfzentrums für die 2. Impfung für ausreichend.

 


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Wie geht das?
Wenn Du uns Bilder oder Texte zuschickst, wird sich ein Medienprofi aus unserem Team darum kümmern und sich bei Dir melden. Er prüft, ob Dein Beitrag so veröffentlicht werden kann, wie er ist. Sollten Änderungen notwendig sein, wird er Dich darüber informieren und Dein OK abwarten, bevor der Beitrag online geht.

 

Wichtig ist: Jeder Beitrag muss dem Redaktionskodex von aROund entsprechen. Fotos und Videos solltest Du selbst aufgenommen haben, damit Du das Recht hast, uns die Veröffentlichung zu erlauben. Wenn darin Personen zu erkennen sind, müssen diese damit einverstanden sein und das unterschreiben. Wenn Du selbst noch nicht volljährig bist, brauchen wir auch eine Unterschrift Deiner Eltern, dass sie nichts dagegen haben, wenn Du hier was postest.

 

Für alle Fragen, die Du jetzt vielleicht im Kopf hast, haben wir Antworten, denn diese Fragen hatten wir am Anfang auch! Sprich einfach mit uns!!!
Am besten schickst Du uns eine E-Mail an mitmachen@around-rosenheim.de!

 

Du willst mehr?

 

Natürlich bist du auch herzlich eingeladen, im festen aROund-Team mitzumachen! Dann bekommst du einen Presseausweis und ein eigenes Profil auf der Webseite, du kannst an kostenlosen Medien-Workshops teilnehmen und unser professionelles Equipment nutzen. Und das allerbeste: Du wirst Teil eines super Teams junger Leute unserer Region und hast viel Spaß dabei! :o)
Auch hier gilt: Schick uns eine E-Mail an mitmachen@around-rosenheim.de!

Das Abfallrecht des LA

Nachdem sich die Fälle häufen, in denen Abfälle einfach irgendwo hingeworfen und entsorgt wer­den, möchten wir sie bitten, ihre Bürger zu informieren, was bei der Abfallentsorgung zu beachten ist. Somit ersparen sich alle Seiten Ärger und Arbeit. Die ordnungsgemäße Entsorgung ist meist kein größerer Aufwand, als den Müll einfach irgendwo hinzuwerfen oder abzuladen. Auch finan­ ziell hält sich das im Rahmen. Es gibt zu allen Abfällen ein Merkblatt des Landkreises auf dem alles genau erklärt ist. Die Merkblätter sind im Internet unter https://www.abfal l.landkreis-rosen­heim.de/index.php/merkblaetter abrufbar. Nachfolgend noch ein paar der wichtigsten Punkte die das Abfallrecht betreffen:

 

Waldwegebau:

 

Das Landratsamt bietet an vor dem Bau bzw. die Ausbesserung eines Waldwegs, etwa mit Bau­schutt, Asphaltfräsgut öder Dachziegeln, eine Waldwegebauanzeige auf Eignung des Material für den geplanten Standort kostenlos zu überprüfen. Dafür werden verschiedene Fachstellen mitein­bezogen. Das Anzeigeformular kann über die Webseite des Landratsamtes unter Verwaltung - Immissionsschutz/Abfallrecht (Bauschutt) heruntergeladen werden oder beim Sachgebiet Abfall­recht angefordert werden

 

Altholz:

 

An Altholz im Sinne der Altholzverordnung, werden besondere Anforderungen an die stoffliche und energetische Verwertung sowie die Beseitigung gestellt. Bei der stofflichen Verwertung ent­steht aus Altholz der Kategorien A 1, A II und eingeschränkt A III ein neues Produkt. Bei der ener­getischen Verwertung wird dieses also in immissionsschutzrechtlich dafür zugelassenen Anlagen als Brennstoff verwendet. Altholz der Kategorien A 1 - A III kann kostenfrei bis zu 2 m3 täglich an den Wertstoffhöfen des Landkreises abgegeben werden. Altholz der Kategorie A IV kann bis zu einer Menge von max. 2 m3 täglich gegen eine Gebühr von 7,50 je angefangenem¼ m3 entsorgt werden.

 

Kornpostierung:

 

Eine Kompostierung oder ein Verbrennen von Gartenabfällen aus privaten Haushalten ist nur auf dem Grundstück erlaubt, auf dem die pflanzlichen Abfälle anfallen und dadurch keine (Geruchs) - Belästigung für die Nachbarn entsteht. Der Kompost-Ratgeber dient als Anleitung für eine ord­nungsgemäße Kompostierung. An den Wertstoffhöfen dürfen Gartenabfälle aus privaten Haus­ halten bis zu 1 m3 täglich kostenlos angeliefert werden, ebenso an den drei Kompostierungsanla­gen, die auch größere Mengen annehmen.

 

Vielen Dank schon mal für ihre Unterstützung, für eine saubere Landschaft und gesunde Um­welt.

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Text: Sachgebiet Abfallrecht im Landratsamt