Bibermanagement im LA RO

Das Bibermanagement beruht auf vier Säulen – der fachkundigen Beratung und Öffentlichkeitsarbeit durch die Biberberater (1), Präventivmaßnahmen, wie Flächenkauf und Einzelbaumschutz (2), Schadensausgleich durch die untere Naturschutzbehörde (3) sowie den Zugriff (4), also den Abfang mit anschließender Tötung oder den Direktabschuss.

 

Es kümmern sich sieben aktive, ehrenamtliche Biberberater, sowie die Fachkräfte der unteren Naturschutzbehörde um die Situation der Biber im Landkreis Rosenheim. Im Jahr 2020 gab es rund 200 Biberfälle: Dazu gehörten beispielsweise Gehölzschäden, verstopfte Durchlässe, Dammbauten mit Vernässungen, Dammentfernungen, Totfunde oder Abfanganträge.

 

Der Landkreis Rosenheim engagiert sich stark im Bereich der Prävention und bietet Betroffenen kostenlos Unterstützung an. Die Ausgaben für die Präventionsmaßnahmen belaufen sich dabei jährlich auf 13.000 Euro. Zu den Maßnahmen gehören beispielweise die Zurverfügungstellung von Estrichmatten zum Ummanteln von Bäumen, Wöbra als Streichmittel für den Einzelbaumschutz oder Einbaumaterial für Dammdrainagen.

 

Biber-Entnahmen erfolgen in der Regel zwischen September und März und in speziellen Bereichen, wie Fischteichen oder Triebwerksanlagen auch ganzjährig. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 34 Biber-Entnahmen und wurden 34 Totfunde festgestellt. Zu den natürlichen Todesursachen der Biber gehören eine hohe Jungensterblichkeit, Revierkämpfe und der Straßenverkehr.

 

Über den Bayerischen Biberschadensfonds, der sich seit Januar 2021 in Bayern auf insgesamt 550.000 Euro beläuft, werden Schäden in der Land,- Forst- und Fischereiwirtschaft ausgeglichen. 2020 wurden im Landkreis Rosenheim rund 26.000 Euro ausgezahlt; im Jahr 2019 waren es ca. 30.000 Euro. Dies entspricht einem Ausgleich der Schäden von rund 73,6 Prozent im Jahr 2020 bzw. ca, 63 Prozent im Jahr 2019. Der Landkreis Rosenheim erstattet auch kleinere und private Schäden bis 50 Euro und geht hier mit gutem Beispiel voran, gewähren andere Landkreise keine Vorleistung und keine Übernahme des Eigenanteils.

 

Biberdämme dürfen nur dann beseitigt werden, sofern Biberburgen nicht beeinträchtigt sind. Der Einbau von Dammdrainagen sorgt für einen geregelten Abfluss und dient als Kompromiss zwischen den Interessen der Bewirtschafter und denen des Bibers.

 

Für den Einbau von Dammdrainagen hat die Regierung von Oberbayern dem Landschaftspflegeverband Rosenheim e. V.  einen Förderantrag im Umfang von 25.000 Euro bewilligt. Darüber hinaus wurden weitere Förderanträge der Wasser- und Bodenverbände für den Mehraufwand bei der Gewässerhaltung durch den Biber genehmigt.


Leiter der Bundespolizeiinspektion zu Gast

Der 56-jährige Polizeidirektor, der seit rund 26 Jahren mit seiner Frau in Rosenheim lebt und einen Sohn hat, trat die Leitung der Bundespolizeiinspektion vor rund einer Woche an. Sein Stellvertreter, Thorsten Kleinschmidt (37), begann seine Verwendung bereits im Herbst 2020. Er lebt mit seiner Frau und Tochter in Bruckmühl.

 

Zuvor war Otto beim Bundespolizeipräsidium Potsdam und zuletzt bei der Bundespolizeidirektion in München tätig, wo er die Corona-Koordinierungsstelle verantwortet hat. Zudem fiel das Einsatzmanagement der Corona-bedingten Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich im Frühjahr 2020 in seinen Verantwortungsbereich. Bereits in der Vergangenheit war Otto einige Jahre stellvertretender Leiter der Rosenheimer Inspektion und kann bereits auf durchweg positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rosenheim zurückblicken.

 

Ludger Otto versteht sich als Netzwerker – eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Partnern, ist für ihn selbstverständlich: „Mein Anspruch ist, dass wir für unsere Partner ein guter Ansprechpartner sind. Wir sind da und stehen auch beratend zur Seite“, sagte Otto. Für ihn und seinen Vertreter ist dabei die Fortsetzung der bereits heute von hohem Vertrauen geprägten Kooperation mit dem Landratsamt, der Landespolizei und den weiteren Angehörigen der „Blaulichtfamilie“ ein wesentlicher Garant.

 

Landrat Otto Lederer lobte die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bislang: „Der kurze Draht ist manchmal Gold wert, insbesondere wenn in kürzester Zeit Lösungen gefunden werden müssen. Wir bauen auf einem guten Netzwerk auf, dass wir in Zukunft weiter ausbauen werden“, sagte Lederer.

 

Die nächsten Termine stehen für Ludger Otto schon fest: In den kommenden Wochen wird er das neue Revier der Bundespolizei in Garmisch-Partenkirchen einweihen. So ist die Bundespolizei, unter Rosenheimer Leitung, künftig auch verstärkt an der österreichischen Grenze im Werdenfelser Land vertreten.


Online-Belehrungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz

Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

 

  • eine gültige E-Mail-Adresse und Anschrift (zwingend erforderlich)

  • eine Webcam mit Ton und Bild (empfohlen wird die Teilnahme an der Videokonferenz mit einem Laptop/PC)

  • ein Webex-fähiger Internetbrowser (z.B. Microsoft Edge)

  • ein gültiger Personalausweis/Reisepass

 

Eine Kurzanleitung für die Teilnahme an einem Webex-Meeting finden interessierte Bürgerinnen und Bürger unter dem folgenden Link:

 

https://help.webex.com/de-de/n62wi3c/Get-Started-with-Cisco-Webex-Meetings-for-Attendees#id_138101

 

Die Gebühr im Umfang von 14 Euro soll spätestens 5 Werktage vor der Belehrung auf das folgende Konto überwiesen werden:

 

Sparkasse-Rosenheim-Bad Aibling

 

Empfänger: Landratsamt Rosenheim, Staatliches Gesundheitsamt

 

IBAN: DE 71 7115 0000 0000 0220 12

 

BIC: BYLADEM1ROS

 

Verwendungszweck: BELEHRUNG, Tag der Belehrung, Name, Vorname, Geburtsdatum

 

Eine Teilnahme erfolgt nur gegen Vorkasse.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können an der Online-Schulung nur teilnehmen, sofern alle oben genannten Kriterien erfüllt sind.


Beratungstermine Landratsamt RO

 

Do, 08.07.2021 Juli, den ganzen Tag

 

Energieeinsparung und der Einsatz von erneuerbaren Energien stehen im Mittelpunkt der Energieberatung. Welches Heizsystem ist das Richtige? Muss ich Fenster auswechseln, welche Dämmstoffe passen zum Haus und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Diese und andere Fragen können mit anerkannten Energieberatern besprochen werden. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet die kostenfreie Erstberatung in Kooperation mit der Energiezukunft Rosenheim und GIH-Bayern an. Zu den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, insbesondere Gaststätten und Hotels aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim anmelden.

 

Eine telefonische Voranmeldung beim Landratsamt Rosenheim ist unter der Telefonnummer 08031 392-1084 erforderlich.

 

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Elektomobilität

 

Do, 08.07.2021 Juli, den ganzen Tag

 

Der Schritt weg von Benzin und Diesel hin zur Elektromobilität ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger ein neuer. Viele Fragen wie welches E-Fahrzeug ist für den persönlichen Zweck am besten geeignet, wie hoch sind die Anschaffungs- und laufenden Kosten, wie ist die Reichweite, was ist bei der Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen oder welche Förderprogramme für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur gibt es. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet eine einstündige kostenfreie Erstberatung mit einem anerkannten und unabhängigen Energieberater.

 

Erforderlich ist lediglich eine telefonische Anmeldung im Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392-1084.

 

Verkehrszentrum wird eröffnet

 

Das neue zentrale „Verkehrszentrum Rosenheim“ des Landkreises nimmt am 19. Juli 2021 seine Arbeit auf und bietet aufgrund des Standortes und einer umfangreichen Umstrukturierung eine Vielzahl an Vorteilen. Insgesamt fast 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen den Bürgerinnen und Bürgern hier bei ihren Anliegen zur Seite. Eine Schalterhalle, wie es sie derzeit in den KFZ-Zulassungsstellen gibt, wird es im neuen Verkehrszentrum nicht mehr geben. Kern des neuen Eingangsbereiches ist die zentrale Information, an der zwei Mitarbeiter bereitstehen, um die Bürger zum richtigen Sachbearbeiter zu leiten oder Fragen von Besuchern und Anrufern zu beantworten.

 

Der Antragsteller kann zukünftig alles bei nur einem Sachbearbeiter erledigen. Auch die Bezahlung mit EC-Karte ist direkt im Büro des zuständigen Mitarbeiters möglich. Für Barzahlungen stehen zwei Kassenautomaten zur Verfügung. Diese Umstrukturierung spart Zeit, verkürzt die Laufwege und senkt den Lärmpegel im Gegensatz zu einer offenen Schalterhalle deutlich. Durch die neue Raumsituation wird eine ruhigere und angenehmere Atmosphäre für Sachbearbeiter und Bürger geschaffen.

 

Zusätzlich wurde die Zahl der Mitarbeiter in der Führerscheinstelle bereits erhöht, um dem Ansturm, der durch den Zwangsumtausch alter Führerscheine entstanden ist, gerecht zu werden. Die Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben, sodass jeder Antrag in der Führerscheinstelle bereits online gestellt und bezahlt werden kann.

 

Auch die Lage des neuen „Verkehrszentrums Rosenheim“ bietet zahlreiche Vorteile. Direkt am Gebäude stehen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Für den Standort spricht auch die verkehrsgünstige Lage, da er an die noch fertigzustellende B15 angebunden wird. Außerdem befindet sich der Bahnhaltepunkt Aicherpark in der Nähe.

 


Klimaschutz wird in den Kommunen verankert

Der gesamte Prozess bis zum Zertifizierungsaudit ist auf drei Jahre ausgelegt. Alle wichtigen Akteure werden dabei in einem gemeinsamen Energieteam eingebunden. Synergien können genutzt werden und alle profitieren durch die Erfahrungen eines großen Netzwerks. Zudem steht die Expertise eines European Energy Award-Beraters zur Verfügung, der den gesamten Prozess begleitet und unterstützt. Bis 2024 werden dem Landkreis Kosten in Höhe von voraussichtlich knapp 70.000 Euro entstehen. Bis zu 70 Prozent davon werden staatlich gefördert, so dass der Eigenanteil des Landkreises bei rund 21.000 Euro liegen wird.

 

Bei Energiewende und Klimaschutz wollen viele Kommunen durch ihr Handeln Vorbild sein und wichtige Impulse setzen. Der Landkreis Rosenheim fördert schon seit vielen Jahren aktiv ein umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln. Er setzt sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft sowie der Artenvielfalt ein. Zahlreiche Naturschutzprojekte, zum Beispiel über den Landschaftspflegeverband oder die Maßnahmen zur Moorrenaturierung, konnten bereits umgesetzt werden. Zudem engagiert sich der Landkreis in der regionalen Vermarktung von Lebensmitteln oder seit rund zehn Jahren in der Initiative Energiezukunft Rosenheim.

 

Der European Energy Award wird in acht europäischen Ländern umgesetzt. Allein in Deutschland beteiligen sich bisher mehr als 300 Kommunen.


Neue Leiterin bei Gesundheitsregionplus

Carolin Heilmann ist Diplom Sportwissenschaftlerin, hat in München und Tübingen studiert und hier auch im Bereich der Leistungsdiagnostik gearbeitet. Dabei hat sie viel über Prävention und Gesundheitsversorgung gelernt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin leitete sie ein Projekt der Techniker Krankenkasse, bei dem es um integrierte Versorgung ging. Dazu kamen freiberufliche Aufträge im betrieblichen Gesundheitsmanagement zum Beispiel für BMW. Die vergangenen knapp fünf Jahren hat sie im „Wort Bild-Verlag“ das betriebliche Gesundheitsmanagement aufgebaut und geleitet. Parallel dazu stand sie den Redaktionen als Expertin für Artikel zur Verfügung, zum Beispiel für die Apotheken Umschau.

 

Ein Job, der ihr Spaß gemacht hat, dessen Entwicklungspotenzial aber erschöpft war. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht, die sich auch mit dem Bereich Gesundheit und Gesundheitsförderung beschäftigt, mit der ich aber mehr bewegen kann. Nicht nur im Setting eines mittelständischen Unternehmens und für einen kleinen Personenkreis, sondern für eine breitere Masse der Bevölkerung, eine ganze Region und unter Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse und Besonderheiten. Die Stelle als Leiterin der Gesundheitsregionplus des Landkreises Rosenheim ist perfekt. Sie vereint alles“, sagt Heilmann.

 

Sie hat sich viel vorgenommen für die kommenden Jahre und Monate. Das Thema Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum möchte sie weiter vorantreiben. Wie können wir es schaffen, Ärzte dafür zu begeistern, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen oder zu übernehmen? Auch die Pflegeausbildung steht auf ihrer Agenda. „Die Einrichtungen in der Region brauchen gut ausgebildete Pflegekräfte. Die neu geregelte generalistische Ausbildung in der Pflege stellt Einrichtungen und Schulen vor eine große Herausforderung. Wir sollten einen Weg finden, sie in der Region auszubilden und dann auch zu halten. Der Bedarf wird immer größer“, so Heilmann. Außerdem möchte sie ein Netzwerk im Bereich Prävention aufbauen. „Natürlich gibt es haufenweise Angebote, wichtig ist es, sie mit den Menschen zu vernetzen, die sie brauchen und gerne annehmen wollen.“ Zunächst wird sie jedoch die Steuerungsgruppe einberufen. Dieses Gremium besteht aus bedeutenden Vertretern der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung im Landkreis, der Technischen Hochschule Rosenheim, der Gemeinden sowie dem Gesundheitsamt. Hier werden Bedarfe ermittelt, Ideen und Vorschläge eingebracht und Weichen für künftige Projekte gestellt.

 

Heilmann sieht die Gesundheitsregion als Koordinatorin und Organisatorin. „Wir können anstoßen, aufbauen und unterstützen. Wir können die einzelnen Projekte und Netzwerke, wenn sie stehen, aber nicht dauerhaft leiten. Wenn es läuft, übergeben wir sie in die richtigen Hände“, sagt Heilmann.

 

Die Gesundheitsregionenplussind ein Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Oberste Ziel ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen. Aufgabe ist die Optimierung von Gesundheitsversorgung, Gesundheitsvorsorge und Pflege vor Ort unter Kenntnis der regionalen Besonderheiten. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen die gleichen Chancen haben, gesund zu leben.

 

 

 

 

 


Hagelflieger unterwegs

Die Rosenheimer Hagelabwehr hat derzeit zwei Flugzeuge vom Typ „Partenavia P.68“ im Einsatz. Die Flugzeuge sind mit Generatoren ausgestattet, die rund 20 Liter Silberjodid-Lösung fassen – eine Menge, die für ca. 2,5 Flugstunden ausreicht. Durch das Silberjodid werden die Hagelkörner verkleinert, und so Schäden vermindert. „Dabei ist das richtige Timing ausschlaggebend für den Erfolg“, so Vogl.

 

Insgesamt sechs Piloten gibt es zurzeit, zwei weitere befinden sich momentan in der Ausbildung. Die angehenden Piloten fliegen in der ersten Saison noch in Begleitung bevor sie in der zweiten Saison alleine starten. „Und der Nachwuchs ist mehr als willkommen“, so Georg Vogl. Voraussetzung, um Hagelflieger zu werden, ist eine Fluglizenz sowie eine Instrumentenflug-Berechtigung.

 

Offiziell dauert die Hagelsaison von Mai bis September. Die alljährliche Wartung der Maschinen erfolgt in den Winter-Monaten, von November und Dezember, in Stuttgart. Im Durchschnitt sind die Hagelflieger zwischen 18-20 Tagen im Jahr unterwegs.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können mit Hilfe der „Ro-Berta“-App die Hagelflieger bei ihrem Einsatz beobachten. Die App zeigt nicht nur die Flugroute an, sondern liefert auch Kameraaufnahmen. Eine Kamera filmt im Cockpit, die andere ist unterhalb des Flugzeugs angebracht. Über die App können Bürgerinnen und Bürger zudem Wetterdaten melden. Die App steht für alle Smartphones mit Android und iOS zur Verfügung.


Covid-19 Fallzahlen 11.6.21

Dem Gesundheitsamt wurden 6 Personen (am 03.06.2021 1) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon waren 2 Personen über oder gleich 80 Jahren und 4 Personen über 70 Jahren. Zwei der Verstorbenen waren in einem Heim betreut worden.

 

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 3.018 Fälle (Landkreis 2.296, Stadt 722) (am 03.06.2021: 2.970) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), in 11 Fällen um die brasilianische Variante (P1), in 4 Fällen um die indische Variante (B.1.617.2) und in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 03.06.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 41 Fälle der Alpha- (britische B.1.1.7) und 7 Fälle der Gamma-Variante (brasilianische P.1) gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

 

48 (am 03.06.2021: 54) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 12 Patienten (am 03.06.2021: 13) auf einer Intensivstation.

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 11.06.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 31,47 (am: 03.06.2021 29,90), für den Landkreis Rosenheim bei 18,37 (am: 03.06.2021 30,23).

 

 

 


1. Dialogforum Rosenheim

Auftakt dieses Prozesses ist ein 1. Dialogforum, das am Mittwoch, den 09.06.2021, ab 14 Uhr stattfinden wird. Landrat Otto Lederer und Oberbürgermeister Andreas März freuen sich auf ihre Gäste Maria Els, Präsidentin der Regierung von Oberbayern, Walter Gremm, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und den Sprecher der Schulaufsicht, Ministerialbeauftragter Ernst Fischer.

 

Das 1. Dialogforum wird online live übertragen und wendet sich an alle Interessierten, die gerne an der Bildungsregion in Stadt und Landkreis mitwirken möchten. Ansprechpartnerin ist die Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim, Katrin Marie Röber.

Anmeldungen bitte an: katrin.roeber@lra-rosenheim.de

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Energieberatung

Energieeinsparung und der Einsatz von erneuerbaren Energien stehen im Mittelpunkt der Energieberatung. Welches Heizsystem ist das Richtige? Muss ich Fenster auswechseln, welche Dämmstoffe passen zum Haus und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Diese und andere Fragen können mit anerkannten Energieberatern besprochen werden. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet die kostenfreie Erstberatung in Kooperation mit der Energiezukunft Rosenheim und GIH-Bayern an. Zu den Sprechstunden können sich neben privaten Haushalten auch Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, insbesondere Gaststätten und Hotels aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim anmelden.

Eine telefonische Voranmeldung beim Landratsamt Rosenheim ist unter der Telefonnummer 08031 392-1084 erforderlich.

 

Beratung zu Elektromobilität

Der Schritt weg von Benzin und Diesel hin zur Elektromobilität ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger ein neuer. Viele Fragen wie welches E-Fahrzeug ist für den persönlichen Zweck am besten geeignet, wie hoch sind die Anschaffungs- und laufenden Kosten, wie ist die Reichweite, was ist bei der Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen oder welche Förderprogramme für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur gibt es. Die Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim bietet eine einstündige kostenfreie Erstberatung mit einem anerkannten und unabhängigen Energieberater.

 

Erforderlich ist lediglich eine telefonische Anmeldung im Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392-1084.

 


Endlich wieder Essen gehen

Laien- und Amateurensembles dürfen sich für musikalische oder kulturelle Proben wieder treffen. Sie müssen die Bestimmungen des Rahmenhygienekonzepts der zuständigen Ministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Wissenschaft und Kunst beachten.

Generell sind in allen Bereichen Rahmenhygienekonzepte der jeweils zuständigen Ministerien vorhanden, deren Bestimmungen einzuhalten sind.

Die Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, wenn der vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten und dies im Amtsblatt amtlich bekannt gemacht wurde.

Unabhängig von der in der Allgemeinverfügung des Landkreises genannten Öffnungsschritte, beschloss der Bayerische Ministerrat weitere Erleichterungen, die noch diese Woche umgesetzt werden.

Bauanträge auf Barrierefreiheit prüfen

Schon kleine Stufen oder zu schmale Türen können ein unüberwindbares Hindernis für Menschen mit Beeinträchtigungen darstellen. Deshalb macht es Sinn, sie zu beseitigen. Oder noch besser, solche Hindernisse erst gar nicht aufzubauen. Das betonte auch der Landrat in einem Pressegespräch im Landratsamt: „Wir möchten nicht nur bestehende Hindernisse beseitigen, sondern vor allem dazu beitragen, dass keine neuen Hindernisse entstehen. Beim barrierefreien Bauen geht es nicht nur um den Rollstuhl. In beinahe allen Lebenslagen kann man von barrierefreien Gebäuden profitieren. Das geht vom Kinderwagen bis hin zu unserer Groß- bzw. Urgroßelterngeneration. Investitionen in barrierefreie Wohnungen sind Investitionen in die Zukunft.“

 

Ähnlich sah es Christine Degenhart. Die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, die zudem Mitglied im Arbeitskreis „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist, sieht in der Aktion eine große Chance Bewusstsein zu schärfen. „Mit einer frühzeitigen Verankerung der Barrierefreiheit im Entwurfsprozess entsteht eine schlüssige Planung. Das ist ein aktiver Beitrag zur Vermeidung von Planungsänderungen und Kostenmehrungen und letztlich zum Bürokratieabbau.“ Degenhart bedankte sich bei den beiden Beauftragten des Landkreises für Menschen mit Behinderung Christiane Grotz und Irene Oberst. Die für August und September geplante Aktion geht auf ihre Initiative zurück. Im Übrigen will Degenhart das Thema Barrierefreiheit breiter aufstellen. Konkret nannte sie aus dem Bereich Tourismus Ferienwohnungen, Museen oder Schwimmbäder.

 

Den rechtlichen Hintergrund erläuterte Quirin Zallinger, der für das Bauwesen zuständige Abteilungsleiter im Landratsamt Rosenheim. Seinen Angaben zufolge schreibt die Bayerische Bauordnung vor, dass in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen eine gewisse Anzahl der Wohnungen barrierefrei erreichbar sein muss. Außer bei Sonderbauten muss das aber im Genehmigungsverfahren nicht geprüft werden. Um hierfür ein Bewusstsein zu schaffen, wird das Kreisbauamt im Landkreis Rosenheim in den beiden Aktionsmonaten August und September in der Prüfung der Bauanträge die Barrierefreiheit in sein Prüfprogramm mit aufnehmen. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt sind, sollen erst Beratungen stattfinden, in letzter Konsequenz sind aber auch Ablehnungen möglich.

 

Abschließend forderte Landrat Lederer alle Beteiligten auf, an einem Strang zu ziehen: „Die Architekten, Planer und auch die Gemeinden müssen die Bauherren schon dahingehend beraten und sensibilisieren. Daher haben wir neben unseren Landkreisgemeinden auch die Bayerische Architektenkammer in Rosenheim in unsere Aktion mit eingebunden.“


Radwegekonzept RO

Von den rund 1.800 Kilometern sind derzeit noch 1.450 Kilometer für eine Nutzung als Alltagsnetz in der Diskussion. Von Anfang an sollte Green-Solutions den Fokus auf die Alltagsradler legen. Ziel ist unter anderem, Pendlern eine Alternative zum Auto zu bieten. Von den bereits vorhandenen Radwegen und wenig befahrenen Gemeindestraßen sind knapp 990 Kilometer als Alltagsradweg tauglich. Etwa 26 Kilometer überwiegend Wald- und Feldwege müssten ertüchtigt werden, das heißt, der Oberflächenbelag erneuert, Schlaglöcher gefüllt oder die Entwässerung optimiert werden. Wege von einer Länge von vier Kilometern müssten verbreitert werden.
Den größten Aufwand für die Zukunft stellt das Schließen der vorhandenen Lücken im Radwegenetz dar. Immerhin rund 170 Kilometer, vorwiegend entlang von Staats- und Kreisstraßen müssten neu gebaut werden. Geschäftsführer Lampl geht davon aus, dass ein Pendler bereit ist auf das Rad umzusteigen, wenn der Weg zum Ziel nicht mehr als 25 Prozent länger ist als die kürzeste Distanz mit dem Auto. Knapp zwei Drittel der schon jetzt zur Verfügung stehenden Verbindungen erfüllen diese Bedingung. Bei erfolgter Ertüchtigung der Wald- und Feldwege könnte die Quote auf 78 Prozent erhöht werden. 100 Prozent wären nur möglich, wenn alle Lücken im Radwegenetz geschlossen würden. Die Gemeinden waren im bisherigen Prozess zur Erstellung des Radwegekonzepts eingebunden. Jede Gemeinde erhielt eine Detailanalyse. Die nächsten Schritte werden laut Lampl sein, die Wegertüchtigung mit den Gemeinden abzusprechen, eine Priorisierungsliste der Lückenschlüsse zu erstellen und abschließend die Beschilderung zu planen.
Im Anschluss daran diskutierten die Mitglieder des Umweltausschusses in einem weiteren Tagesordnungspunkt, ob der Landkreis der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGKF)“ beitreten soll. Die Argumente in der intensiven Diskussion reichten von „logische Konsequenz der bisher geleisteten Vorarbeit“ bis „schwierig, geeignetes Personal, wie einen Fahrradbeauftragten zu finden.“ Letztlich wurde der Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit 8 zu 6 Stimmen abgelehnt.


Ab Mittwoch weitere Öffnungen

Schule ist im Präsenz- oder Wechselunterricht möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Lehrer müssen eine medizinische Maske tragen, bei den Schülerinnen und Schüler reicht eine so genannte Community-Maske. Die Teilnahme am Unterricht in der Schule sowie an der Notbetreuung und der Mittagsbetreuung ist nur möglich, wenn sich die Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche testen lassen. Dies ist zudem Voraussetzung, damit Kinder, Jugendliche und junge Volljährige Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder besuchen können.

Geschäfte, die bisher schon offen haben dürfen, wie der Lebensmitteleinzelhandel oder Gärtnereien, dürfen mehr Kunden in den Laden lassen. Für die ersten 800 Quadratmeter darf je zehn Quadratmeter ein Kunde ins Geschäft. Für den Teil, der über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche liegt, darf je 20 Quadratmeter ein zusätzlicher Kunde zum Einkaufen kommen.

In allen anderen Ladengeschäften sind so genannte Click & Meet-Konzepte zulässig. Das heißt, Terminvergabe im Voraus, Einhaltung von Mindestabstand, FFP2-Maskenpflicht, Kontaktdatenerfassung, maximal ein Kunde je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts. Wichtig auch, eine Testung ist nicht erforderlich.

Erwachsenenbildung ist in Präsenzform wieder möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Am Platz besteht Maskenpflicht und ein Schutz- und Hygienekonzept muss vorhanden sein.

Bei Instrumental- und Gesangsunterricht ist Einzelunterricht zulässig, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern möglich ist. Die Maskenpflicht entfällt nur beim aktiven Musizieren, sonst müssen Lehrerinnen und Lehrer eine medizinische und Schülerinnen und Schüler eine FFP2-Maske tragen.

Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten gilt – wie in den Ladengeschäften – eine Art Click & Meet. Termine müssen im Voraus vergeben sein. Die Besucherzahl ist abhängig vom vorhandenen Besucherraum, in jedem Fall muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zuverlässig gewahrt sein. Für Besucher gilt eine FFP2-Maskenpflicht und die Kontaktdaten müssen erfasst werden.

Die Zulassung weiterer Öffnungen hat das Landratsamt Rosenheim zudem beim Bayerischen Gesundheitsministerium beantragt. Sie betreffen unter anderem die Außengastronomie, Theater, Kinos Konzerthäuser, kontaktfreier Sport im Innenbereich bzw. Kontaktsport im Außenbereich. Das Einverständnis des Ministeriums vorausgesetzt, können diese Lockerungen dann ab Donnerstag 0 Uhr in Kraft treten.

Übernachtungsangebote von gewerblichen und entgeltlichen Unterkünften, den Betrieb von Seilbahnen, touristische Reisebusverkehre, Stadt- und Gästeführungen sowie musikalische oder kulturelle Proben von Laien- und Amateurensembles sind ab Freitag, den 21. Mai möglich.

Die aktuelle Ausgabe des Amtsblattes ist unter www.landkreis-rosenheim.de/aktuelles/#tab-amtsblatt nachgelesen werden.


Wenn die Eltern älter werden

Wenn Eltern ein gewisses Alter erreichen, beginnt die Sorge um die Zukunft. Sollte eine Familie, bevor der Moment kommt, an dem Mutter und Vater nicht mehr so können wie sie wollen, vorbeugend tätig werden? Darüber muss in einer Familie gesprochen werden, auch wenn es nicht einfach ist, dieses schwierige Thema anzugehen und die richtigen Worte zu finden. Und dann stellt sich noch die Frage, was vorbeugend unternommen werden kann.

 

Die Pflegepädagogin und Referentin Anne Katrin Schulz widmet sich in ihrem Vortrag dem Thema aus zwei Blickwinkeln, dem der Kinder und dem der Eltern. Sie weist auf mögliche Stolpersteine hin und gibt praktische Tipps für eine gelungene Gesprächsführung. Zudem zeigt sie verschiedene Möglichkeiten einer aktiven Vorsorge auf. Selbstverständlich können Fragen gestellt werden.

 

Das Online-Seminar beginnt am Samstag, den 29. Mai um 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind im Internet unter www.famplus.de/webinarkunde/1595333057/635581 möglich.


Kommt die Biotonne

Den Antrag auf den Vergleich hatte die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen gestellt. Dies hatte für Verwunderung gesorgt, weil Landrat Otto Lederer schon im vergangenen Jahr eine entsprechende Initiative angekündigt hatte. Über den Weg herrschte aber Einigkeit und so befürwortete der Umweltausschuss den Antrag einstimmig. Die Landkreisverwaltung ist nun beauftragt, eine Sortier- oder Hausmüllanalyse in Auftrag zu geben, um zu ermitteln, wie viel Bioabfall im Hausmüll vorhanden ist. Zudem wird eine Machbarkeitsanalyse erstellt, wie die Sammlung und Verwertung von Bioabfall weiterentwickelt werden kann.

 

Zu klärende Fragen sind unter anderem, wie viel Bioabfall steckt noch im Hausmüll, wie häufig müsste eine Biotonne geleert werden oder wie viele Fahrzeuge und Behälter sowie Personal braucht es? Der zuständige Sachgebietsleiter Georg Kirchhuber zeigte mit ein paar Zahlen die Unklarheiten auf. „Wir wissen nicht, ob 5.600 Tonnen oder 20.000 Tonnen Bioabfälle im Hausmüll enthalten sind. Bei 10.000 Tonnen brauchen wir 11 Fahrzeuge, die müssen europaweit ausgeschrieben werden. Dazu brauchen wir 11 Fahrer und 11 Müllwerker.“

 

Im Landkreis Rosenheim werden biologisch abbaubare pflanzliche Materialien aus den Gärten, so genannte Grünabfälle, auf fast allen Wertstoffhöfen und auf den Kompostieranlagen in Bruckmühl, Eiselfing und Aschau angenommen und verarbeitet. Zudem können alle Nahrungs- und Küchenabfälle bei den Wertstoffhöfen und den Kompostieranlagen in Bruckmühl und Eiselfing abgegeben werden. Hierzu gibt es Landkreis kostenfrei 10-Liter-Kunststoffbehälter und passende Papiertüten aus. Die gesammelten Nahrungs- und Küchenabfälle werden vom Kommunalunternehmen VIVO des Landkreises Miesbach verwertet.

 

Im Jahr 2019 haben die Bürgerinnen und Bürger pro Einwohner knapp 140 Kilogramm an Grün-, Nahrungs- und Küchenabfällen gesammelt. Sie liegen damit über dem oberbayerischen und dem bayerischen Durchschnitt. Diese sind nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt gut 130 Kilogramm bzw. knapp 134 Kilogramm pro Einwohner.

 

Das Bayerische Abfallgesetz verpflichtet Landkreise, Bioabfälle aus privaten Haushalten getrennt zu erfassen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Das bedeutet, der Gesetzgeber erlaubt einen weiten Handlungsspielraum und ermöglicht unterschiedliche Formen von Hol- und Bringsystemen.


Erleichterungen für Genesene

Wie die Gesundheitsbehörde mitteilt, wird eine entsprechende Bescheinigung auf Antrag aus- und per Post zugestellt. Wer diesen Nachweis braucht, schreibt unter Angabe seines Namens, Vornamens, Geburtsdatums sowie seiner Anschrift an die E-Mail-Adresse genesene@lra-rosenheim.de. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs bittet das Gesundheitsamt, auf Nachfragen zu verzichten. Alle E-Mails werden zeitnah bearbeitet.

 

Diese Unterstützung wird angeboten, weil heute die Änderungsverordnung zur 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft tritt. Im dortigen Paragraphen 1a Absatz 1 Nr. 2 werden Erleichterungen für Personen festgelegt, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 mit Hilfe eines PCR-Tests nachgewiesen wurde.

 

In diesem Zusammenhang weist das Gesundheitsamt ausdrücklich darauf hin, dass es keine Bescheinigung über eine vollständige Impfung gemäß Paragraph 1a Absatz 1 Nr. 1 ausstellen kann. Als Nachweis hält das Gesundheitsamt die Eintragung im internationalen Impfausweis bzw. die unterschriebene Bescheinigung des Impfzentrums für die 2. Impfung für ausreichend.

 


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Das Abfallrecht des LA

Nachdem sich die Fälle häufen, in denen Abfälle einfach irgendwo hingeworfen und entsorgt wer­den, möchten wir sie bitten, ihre Bürger zu informieren, was bei der Abfallentsorgung zu beachten ist. Somit ersparen sich alle Seiten Ärger und Arbeit. Die ordnungsgemäße Entsorgung ist meist kein größerer Aufwand, als den Müll einfach irgendwo hinzuwerfen oder abzuladen. Auch finan­ ziell hält sich das im Rahmen. Es gibt zu allen Abfällen ein Merkblatt des Landkreises auf dem alles genau erklärt ist. Die Merkblätter sind im Internet unter https://www.abfal l.landkreis-rosen­heim.de/index.php/merkblaetter abrufbar. Nachfolgend noch ein paar der wichtigsten Punkte die das Abfallrecht betreffen:

 

Waldwegebau:

 

Das Landratsamt bietet an vor dem Bau bzw. die Ausbesserung eines Waldwegs, etwa mit Bau­schutt, Asphaltfräsgut öder Dachziegeln, eine Waldwegebauanzeige auf Eignung des Material für den geplanten Standort kostenlos zu überprüfen. Dafür werden verschiedene Fachstellen mitein­bezogen. Das Anzeigeformular kann über die Webseite des Landratsamtes unter Verwaltung - Immissionsschutz/Abfallrecht (Bauschutt) heruntergeladen werden oder beim Sachgebiet Abfall­recht angefordert werden

 

Altholz:

 

An Altholz im Sinne der Altholzverordnung, werden besondere Anforderungen an die stoffliche und energetische Verwertung sowie die Beseitigung gestellt. Bei der stofflichen Verwertung ent­steht aus Altholz der Kategorien A 1, A II und eingeschränkt A III ein neues Produkt. Bei der ener­getischen Verwertung wird dieses also in immissionsschutzrechtlich dafür zugelassenen Anlagen als Brennstoff verwendet. Altholz der Kategorien A 1 - A III kann kostenfrei bis zu 2 m3 täglich an den Wertstoffhöfen des Landkreises abgegeben werden. Altholz der Kategorie A IV kann bis zu einer Menge von max. 2 m3 täglich gegen eine Gebühr von 7,50 je angefangenem¼ m3 entsorgt werden.

 

Kornpostierung:

 

Eine Kompostierung oder ein Verbrennen von Gartenabfällen aus privaten Haushalten ist nur auf dem Grundstück erlaubt, auf dem die pflanzlichen Abfälle anfallen und dadurch keine (Geruchs) - Belästigung für die Nachbarn entsteht. Der Kompost-Ratgeber dient als Anleitung für eine ord­nungsgemäße Kompostierung. An den Wertstoffhöfen dürfen Gartenabfälle aus privaten Haus­ halten bis zu 1 m3 täglich kostenlos angeliefert werden, ebenso an den drei Kompostierungsanla­gen, die auch größere Mengen annehmen.

 

Vielen Dank schon mal für ihre Unterstützung, für eine saubere Landschaft und gesunde Um­welt.

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Text: Sachgebiet Abfallrecht im Landratsamt

 


Die Hagelpiloten sind gerüstet

Für die Generatoren steht die fünfte Saison an. Sie werden jedes Jahr technisch aufgerüstet. Jeder Generator verfügt über einen eigenen eingebauten Computer. Der steuert eine saubere Verbrennung. Alles andere steuern die Piloten aus dem Cockpit. Sie können im Einsatz genau einstellen, wie viel Silberjodid verwendet werden soll und wie lange. Zwischen drei und acht Liter pro Stunde sind möglich. Die Menge hängt von vielen Faktoren ab, sagt Vogl. Sind wir mit zwei Flugzeugen an einem Einsatzort, kann die Menge verringert werden. Auch wenn ich sehe, dass sich ein paar Kilometer entfernt eine weitere hagelträchtige Zelle aufbaut, verwenden die Piloten weniger Silberjodid, um noch genug Lösung für den direkt anschließenden Einsatz zu haben. Bei starkem Aufwind wird hingegen voll aufgedreht, um die größtmögliche Menge Silberjodid in die Wolken zu bekommen.

 

Im Gegensatz zur „alten Generation“ der Generatoren können die Generatoren während eines Einsatzes mehrfach gezündet werden. Jeder Generator ist mit 20 Litern Silberjodid-Lösung gefüllt. Das reicht für 2 ½ Stunden. Neu ist auch eine Funktion, mit der die Düse freigepustet werden kann. „Wenn Silberjodid verdampft, könne sich an der kleinen Düsenöffnung Kristalle festsetzen. Das kann dafür sorgen, dass der Generator beim Neustart nicht anspringt. Um die Düse frei zu machen, kann der Pilot jetzt die Pumpe kurzzeitig auf Überdruck laufen lassen. Der Generator zündet dann nicht, pustet aber den Pfropfen weg, sodass der Generator wieder einsatzbereit ist.

 

Auch die Piloten selbst absolvieren über das Jahr verteilt und auch vor der Hagelsaison noch verschiedene Instrumentenflüge mit den Maschinen. Insgesamt sechs Hagelflieger gibt es derzeit. Sie stehen abwechselnd für Einsätze bereit. „Außerdem haben wir in der anstehenden Saison zwei neue Piloten, die sich beworben haben.“ Die Piloten werden im ersten Jahr nur in Begleitung eines erfahrenden Hagelfliegers unterwegs sein. „Als Pilot lernt man eigentlich, um Gewitter einen möglichst großen Boden zu machen. Als Hagelflieger fliegt man genau dort hinein.“ Die neuen Piloten können so von der Erfahrung der „alten Hasen“ profitieren. „Es sind erfahrene Piloten, die ihnen sagen, wie sie in einer brenzligen Situation richtig reagieren, wie sich Gewitter entwickeln und wie viel Silberjodid wann erforderlich ist. Es ist eine Weitergabe von Erfahrungen und Wissen.“

 

Offiziell beginnt die Hagelsaison am 1. Mai. „Wenn es so weitergeht, wird es aber ein verspäteter Start. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so spät im April noch so viel Schnee hatten“, sagt Vogl. Egal, wann sich die erste hagelträchtige Wolke entwickelt, die Flugzeuge und Piloten sind einsatzbereit. Wer will, kann die Hagelflieger bei ihrem Einsatz beobachten. Über die Ro-Berta App wird die Flugbahn angezeigt. Außerdem gibt es am Flugzeug zwei Kameras. Eine zeigt, was sich unter dem Flugzeug abspielt, die andere filmt ins Cockpit. Über die App können auch Wetterdaten und Bilder der Wetterlage gemeldet werden. Insgesamt 443 Bürgerinnen und Bürger aus der Region haben das in der vergangenen Saison gemacht. Die App steht für alle Handys mit Android und iOS zur Verfügung.

 

Insgesamt 26 Mal waren die Hagelflieger im vergangenen Jahr vom Start der Hagelsaison im Mai bis September im Einsatz, um gewitterträchtige Wolken mit Silberjodid zu impfen. Dies soll verhindern, dass sich Hagelkörner entwickeln, die später am Boden große Schäden anrichten können.

 


Regulierung von Biberschäden

Damit Geschädigte nicht auf einem Schaden sitzen bleiben, gibt es zwei Möglichkeiten für Ausgleichszahlungen. Für Schäden in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft hat das Bayerische Umweltministerium einen Biberschadensfond eingerichtet, in dem jährlich Gelder in Höhe von insgesamt 550.000 Euro zur Verfügung stehen. Gibt es einen Schaden zum Beispiel durch Biberfraß oder Vernässung, muss dieser zunächst an die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt gemeldet werden. Anschließend schaut sich ein vom Landkreis Rosenheim ernannter Biberberater den Schaden vor Ort an und dokumentiert ihn, bevor er zur weiteren Bearbeitung zurück an die untere Naturschutzbehörde geht. Wichtig ist, dass vor dem zeitnahen Besichtigungstermin geschädigte Gehölze nicht gefällt oder entfernt werden dürfen. Ausnahme ist, wenn der beschädigte Baum eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellt.

 

Wie viel Geld der Geschädigte für seinen vom Biber verursachten Schaden im Wald bekommt, steht im „Leitfaden Biberschäden“ der Bayerischen Landesanstalt für Forstwirtschaft. Hier werden nach Baumarten gegliedert Fraßschäden an Kulturen und Bäumen erfasst. Berechnungen für Schäden in landwirtschaftlichen Nutzflächen orientieren sich an den „Schätzungsrichtlinien“, die jährlich vom Bayerischen Bauernverband und dem Bayerischen Landesamt für Landwirtschaft herausgegeben werden. Im vergangenen Jahr wurden dem Landratsamt 42 Schäden gemeldet und über 26.000 Euro aus dem Biberschadensfonds ausbezahlt. Da Privatpersonen nicht auf diesen Fonds zugreifen können, bietet der Landkreis hier zusätzliche Hilfe an. Der Landkreis zahlt auf freiwilliger Basis bis zu 50 Euro, um zum Beispiel einen im Garten umgebissenen Obstbaum zu ersetzen. Im vergangenen Jahr wurden 350 Euro ausgezahlt.