Heimische Äpfel bevorzugen

Keine Auswirkungen jedoch zeigte das Wetter auf die Qualität. „Die neue Ernte ist geschmacklich erstklassig“, so Rostock. Gerade jetzt zur Haupterntezeit sollten Verbraucher daher zu heimischen Äpfeln statt zu Importware greifen.Der Apfel ist die wichtigste Baumobstart in Deutschland. Mengenmäßig von Bedeutung sind rund 30 Sorten – allen voran der knackige feinsäuerliche Elstar und die Sorten der Jonagold-Gruppe.  In Bayern gedeihen auf rund 4.518 Hektar Obstanbaufläche u. a. der saftig-süße Topaz, der beliebte Backapfel Boskoop und der rotbackige Santana, der von vielen Allergikern gut vertragen wird. Die Anzahl der bayerischen Obstbaubetriebe beläuft sich auf rund 630.Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen. Kein Obst wird in Deutschland häufiger gegessen.
Die runden Früchte sind wahre Kraftpakete, in denen mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen stecken. Mit nur rund 60 Kilokalorien (kcal, je hundert Gramm) sind Äpfel zudem kalorienarm, liefern aber mit ihrem Fruchtzucker schnell Energie.

 

Das Bayerische Landesamt für Statistik rechnet mit einer Erntemenge von 349.800 Dezitonnen Äpfeln aus Bayern. Zahlen zur realen Erntemenge sind erst im Dezember zu erwarten.

 

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband

Bayerns Bauern tun etwas für den Lansdschaftsschutz

Während sich die Landwirtschaft in Bayern bereits enorme Leistungen erbringt und sich ständig weiterentwickelt, seien sich in vielen anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen weiter negative Entwicklungen festzustellen. „Jeder zweite Bauer in Bayern erbringt bereits freiwillig zusätzliche Leistungen für den Umwelt und Naturschutz, jeder dritte Hektar wird nach den Vorgaben der bayerischen Umweltprogramme bewirtschaftet“, macht Köhler deutlich. Bereits seit 2011 ruft der Bauernverband gemeinsam mit dem Landesverband der bayerischen Imker zudem dazu auf, Blühstreifen und -flächen anzulegen. Jahr für Jahr legen bayerische Landwirte im Rahmen dieser Aktion und ergänzend über Greening- sowie Agrarumweltmaßnahmen mehrere Tausend Kilometer Blühstreifen an.

 

Bei der Evaluierung der Umsetzung des bayerischen Kulturlandschaftsprogramms im Rahmen der EU-Agrarpolitik 2007 bis 2013 kam die vom Staat beauftragte Forschungsgruppe „Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf“ unter anderem zu folgenden Ergebnissen: 784.131 Hektar in Bayern tragen in besonderer Weise zur Biodiversität bei, 60 Prozent der 14 relevanten Maßnahmen haben sogar hohen naturschutzfachlichen Wert und 1.174.775 Hektar tragen zum Gewässerschutz bei. „Diesen bereits eingeschlagenen Weg wollen wir Landwirte konsequent weitergehen“, sagt Köhler. „Doch der Artenschutz ist kein Thema der Landwirtschaft allein, auch andere Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche müssen endlich ihren Beitrag liefern!“

 

Eine Übersicht über die Agrarumweltprogramme in Bayern (Entwicklung in den vergangenen Jahren, Bilanz 2018) können dem Anhang entnommen werden.

 

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband

Wald leistet zentralen Beitrag zum Klimaschutz

Bewaldung um Soyen

Der BUND hatte heute ein Zehn-Punkte-Papier zum Thema Klimawandel und Waldumbau vorgestellt. Darin stellt der Verband seine Forderungen zum Umgang mit den Wäldern angesichts der Wetterextreme vor. Die Analyse und die Forderungen gehen an den Realitäten der aktuellen Katastrophe, wie wir sie zurzeit in den Wäldern in Deutschland erleben, vorbei, so die Kritik der Waldeigentümer. „Der Wald leidet unter der Trockenheit und den fehlenden Niederschlägen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, „die Wasserspeicher sind aufgebraucht“. Die Folge seien Sekundärschäden wir die Massenvermehrung von Schädlingen und das Vertrocknen ganzer Waldflächen. „Unsere Wälder sind aufgrund der anhaltenden Trockenheit in diese Krise geraten.“

 

Auch machte von der Marwitz deutlich, dass alle Baumarten betroffen sind – Laub- wie Nadelbäume. „Die Hitzewelle macht vor keiner Baumart halt: In manchen Teilen Deutschlands gebe es ein Buchensterben, in einigen Regionen werde der Ahorn, die Esche oder die Eiche angegriffen, in anderen wiederum vertrocknen Kiefern oder Fichten. Auch Mischwälder fallen dem Klimawandel zum Opfer.“ Welche Baumarten angesichts der Wetterextreme resistenter sind, hängt von den regionalen Gegebenheiten ab. „Es darf hier keine ideologischen Blockaden geben“, forderte von der Marwitz, „der Wald ist in größter Not: Angesichts des Klimawandels muss es zuerst darum gehen, welche Baumarten den Wetterextremen standhalten“. Daher sei es für den Walderhalt lebensnotwendig, klimaresistente Baumarten in den Waldbau einzubeziehen.  „Der Mensch stellt sich etwa im Hausbau auf zunehmende Hitzewellen ein, das gleiche muss für den Waldbau gelten.“

 

Auch kritisierte der Präsident, dass der Beitrag des Waldes als Klimaschützer ausgeblendet werde. Schließlich sind der Wald und sein Rohstoff Holz größter Speicher von CO2. Das Cluster Forst & Holz speichert jährlich über 127 Millionen Tonnen CO2. Das sind rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. Der Beitrag, den der Wald und die nachhaltige Waldbewirtschaftung zum Klimaschutz leistet und mit (Wieder)bewaldungsmaßnahmen künftig leisten kann, wird ausgespart. „Der Wald muss in die Erarbeitung eines Gesetzes zur Erreichung der Klimaziele einbezogen werden“, sagte von der Marwitz, „nur so kann es einen wirksamen Klimaschutz geben“.

 

Auch die weitere Stilllegung von Wäldern sei kontraproduktiv, da gerade das Baumwachstum und die nachhaltige Waldpflege zum Klimaschutz beitragen. Schließlich fungiere der Wald erst auf diesem Wege als erfolgreicher CO2-Speicher. Auch weisen die Wälder in Deutschland laut dem jüngsten Indikatorenbericht „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ des Bundesamtes für Naturschutz ein hohes Maß an biologischer Vielfalt auf. Sie beherbergen die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten innerhalb Europas. „Das ist eine Nachricht, über die wir uns sehr freuen, da das Ökosystem Wald die Basis ist für unsere nachhaltige Waldbewirtschaftung“, sagte von der Marwitz.

 

Zudem wird der ökologische Rohstoff Holz nur in bewirtschafteten Wäldern produziert. „Wir benötigen Holz für den Haus- und Möbelbau“, so der AGDW-Präsident. „Wenn das Holz in Deutschland produziert wird, stammt es aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Wertschöpfungskette.“ Wer Wälder aus der Bewirtschaftung nimmt, stärkt Importe aus Ländern, die sich nicht immer am Nachhaltigkeitsprinzip orientieren.

Bericht: AGDW – Die Waldeigentümer