Die Zukunft mitgestalten

Nach den Worten der Ministerin ist das zu 50 Prozent aus Landesmitteln kofinanzierte EU-Programm ein wichtiger Baustein in der Strategie des Freistaats für starke ländliche Räume. Im Mittelpunkt stehen die Lokalen Aktionsgruppen, in denen Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, aber auch einzelne Bürgerinnen und Bürger an konkreten Projekten zusammenarbeiten. „Die breite Beteiligung in allen Landesteilen gehört zu den besonderen Stärken von LEADER. Das Programm lebt von dem großen Engagement der Akteure vor Ort, die mit Herzblut aktiv ihre Heimat gestalten“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.

Die derzeit 68 bayerischen LAG sind auf rund 86 Prozent der Landesfläche aktiv. In der laufenden Förderperiode wurden seit 2014 bereits mehr als 1.400 Projekte bewilligt, in den kommenden beiden Übergangsjahren werden weitere hinzukommen. Insgesamt stehen dafür in diesem Zeitraum 126 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projekte reichen von der Verbesserung der Grundversorgung über den Tourismus und das kulturelle Erbe bis hin zum Umweltschutz oder sozialen Zusammenhalt. „Jede dieser einzelnen Maßnahmen ist einzigartig für die Region, denn die Idee kommt von den lokalen Akteuren, sie wird von ihnen entwickelt und umgesetzt“, so Ministerin Kaniber. In Zukunft wird es ihren Worten zufolge noch mehr darum gehen, Regionen widerstandsfähig in Krisen und wandlungsfähig gegenüber künftigen Herausforderungen zu machen.

Weitere Infos zum LEADER-Programm, Details zur Interessensbekundung und Beispiele bereits erfolgreich realisierter Projekte in Bayern sind im Internet ab 15:30 Uhr unter www.leader.bayern.de zu finden.

Landfrauen: Existenzgründung für Frauen

So kann sie ein Weg in die eigene Existenzsicherung und Altersvorsorge sein und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch individuell zugeschnittene Arbeitszeiten ermöglichen. Außerdem können Frauen als Arbeitgeberinnen zum Vorbild werden und so auch den örtlichen Arbeitsmarkt aktiv beeinflussen.

 

Mit dem Projekt „Selbst ist die Frau“ will der dlv Frauen als innovative Kräfte in den Regionen halten und sie für die Möglichkeit der Existenzgründung sensibilisieren. Dazu initiiert er Netzwerke, in denen (potenzielle) Gründerinnen bei ihrem Vorhaben unterstützt und ermutigt werden. Acht LandFrauen mit Gründungserfahrung wurden deshalb zu Gründungslotsinnen ausgebildet. Diese bieten Workshops rund um die Selbstständigkeit an und vermitteln gründungsinteressierte Frauen an Beratungsstellen weiter.

 

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Wissen über Gründerinnen im ländlichen Raum zu bündeln und zu erweitern. So wurden in einer Fachkonferenz im April 2019 die Bedarfe von Gründerinnen im ländlichen Raum erörtert. Außerdem hat der dlv eine Studie zur Situation von gründungsinteressierten Frauen und Existenzgründerinnen im ländlichen Raum durchführen lassen. Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Fachkonferenz und zur Studie finden Sie hier.

 

Das Projekt startete am 1. Januar 2019 und endet am 30. Juni 2021. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Landwirtschaft erhalten

„Wir wollen in Bayern unsere bäuerliche Landwirtschaft in ihrer Vielfalt erhalten und modern gestalten. Das geht aber nur, wenn wir, wie beispielsweise beim Volksbegehren, aber auch bei der Umsetzung der GAP, unsere eigenen Gestaltungsspielräume nutzen können und sie nicht durch Bundesregelungen ausgehebelt werden“, sagte Kaniber nach dem Gespräch.

Die Ministerin zeigte Verständnis für die Sorgen der Bauernschaft. „In diesem von vielen Wahlen geprägten Jahr darf nicht erneut die Landwirtschaft, dürfen nicht erneut unsere Bäuerinnen und Bauern, unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zum Spielball politischer Interessen werden“, sagte die bayerische Agrarministerin. Das vergangene Jahr habe deutlich gezeigt, „dass sie alle in vieler Hinsicht systemrelevant sind – für die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln, für den Erhalt der Kulturlandschaft und ganz klar auch für den Klima- und den Artenschutz.“ Das gehe nur im fairen Miteinander, aber nicht mit Schuldzuweisungen und sich überbietenden Vorschriften und Verboten, so Ministerin Kaniber.

Der neue Präsident des Bayerischen Bauernverbandes in Oberbayern heißt Ralf Huber. Der 54-jährige Landwirt bewirtschaftet zusammen mit seinem Sohn einen ökologischen Ackerbaubetrieb im Oberallershausen (Landkreis Freising).

 


Virtueller Kreisbauerntag

BBV- Kreisobmann Josef Bodmaier begrüßte zuerst alle Teilnehmer des Vortrags. Zu Beginn informierte er, dass für die rund 30.000 Betriebe bis zum bis 11. Februar im Online-Verfahren ein Nachfolger gewählt wird. Es stehen hierfür zwei Kandidaten zur Wahl. Rückblickend sagte Bodmaier: „Die Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz und mit den Grünen, sowie mit den Herren des Landratsamtes ergebnisorientiert und ohne Konfrontation gewesen ist.“ Ebenso sprach er die Aktion „Bauern mit Bauern“ an. Zur deutschen und bayerischen Düngeverordnung bat er darum, keinen Widerstand, sondern die BBC-Lösungsansätze zu beachten. Es ist gut, dass wir Bauern das eigene Trinkwasser schützen wollen.
Zur Bahntrasse für den Brennerbasistunnel: „Beim Brennerbasistunnel stehen wir natürlich hinter unseren Bauern“ – zu diesem Thema erklärte der BBV-Kreisobmann, dass eine 33 Seiten starke Stellungnahme mit dem Amt für Landwirtschaft und mit der Regierung von Oberbayern verfasst wurde. „Wenn in Tirol alles unterirdisch gebaut wird und bei uns nicht, dann sind die Rosenheimer Bauern Bürger II. Wahl“, so der Kreisobmann.
Kritisch zeigte sich Bodmaier zur
Anbindehaltung. Er meinte zweifelnd: „Hier suchen der Lebensmittel-Einzelhandel und die Molkereien Wettbewerbs- und Markt-Vorteile. Gleichwohl war es schon immer so, dass sich die Landwirte an neue Gegebenheiten anpassen mussten und investiert haben.“ Weitere Themen des Vortrages waren der Tierschutz und das Tierwohl. Den Abschluß des Kreisbauerntag machte Dr. Willi Kremer-Schillings, bekannt als Bauer Willi, mit dem Thema, Das Bild der Bauern - mehr Mut zur kreativen Kommunikation.

 

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Bundesprogramm gestartet

Das Programm sei in seiner Zielrichtung richtig angelegt. Bayern fördere bereits seit einigen Jahren moderne digital unterstützte Technik in der Landwirtschaft über ein eigenes Landesprogramm.

 

Dass das Bundesprogramm bereits am ersten Tag überzeichnet ist, sei nicht zuletzt dem sehr langen Vorlauf von einem Jahr und vor allem der fachlichen Herausforderung des neuen Düngerechts geschuldet. So habe sich über viele Wochen ein entsprechender Antragsdruck aufgebaut. Dadurch habe man mit einem solchen Szenario rechnen müssen. Das Förderverfahren wäre möglicherweise besser gelaufen, wenn das Programm über die bewährten staatlichen Veraltungsstrukturen und -verfahren der Länder über die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur abgewickelt worden wäre. Vorschläge dazu seien allerdings sehr früh abgelehnt worden, weil einige Länder – anders als Bayern – die dann notwendigen ergänzenden Landesmittel hätten nicht aufbringen wollen.

 

Bereits im Vorfeld hatte sich Ministerin Kaniber intensiv für die Besonderheiten von kleineren Betrieben und Nebenerwerbsbetrieben eingesetzt. Deshalb wurde noch vor Antragseröffnung klargestellt, dass auch die sogenannten §-13a-Betriebe antragsberechtigt sind. Nachdem diese keine Buchführungsabschlüsse machen, wurde es in die Hand der Hausbanken gelegt, in diesen Fällen auch andere Nachweise einer erfolgreichen Betriebsführung anzuerkennen. „Dass wir hier erfolgreich waren, zeigt sich daran, dass 40,9 Prozent der Zuwendungen für bauliche Anlagen im ersten Antragszeitfenster an bayerische Bauern flossen. Auch bei der Förderung von Maschinen ging mehr als jeder dritte Euro nach Bayern“, sagte die Ministerin. „Ich begrüße ausdrücklich die Absicht von Bundesministerin Julia Klöckner, angesichts der großen Nachfrage die nächste Antragsrunde vorzuziehen und nicht bis Juli zu warten.“

 

In diesem Zusammenhang müssten noch vorhandene Schwierigkeiten im Programm ausgeräumt werden, darunter die viel zu enge Vorgabe, dass die neue Technik bereits Ende Oktober dieses Jahres auf den Höfen stehen müsse. „Das ist von Seiten der Hersteller in vielen Fällen schlichtweg nicht zu schaffen“, so Kaniber.

 

Bericht: Bayer. Landwirtschaftsministerium

Jäger in Sorge

Das Wild ruht im Winter – Wiederkäuendes Schalenwild, wie Rotwild, Rehwild und Gams, die in den Voralpen vorkommen, reduzieren Ihren Stoffwechsel, um gerade bei höheren Schneelagen das Defizit an Nahrung auszugleichen. Jegliche Störung ist ungünstig für den Erhaltungszustand des Wildes und nimmt dem Wild die notwendige Energie, um gesund durch den Winter zu kommen. Weiterhin wird unser Wild durch Störungen im Wald in kleinere Lebensräume getrieben, die dann durch übermäßigen Verbiss Schaden nehmen. Die ohnehin selten gewordenen Rauhfußhühner in den Alpen reagieren auf Störungen sehr sensibel und verlassen Ihre Lebensräume und kehren im schlimmsten Fall nie wieder zurück.

 

Bleiben Sie auf dem „rechten Weg“ – Der 1. Vorsitzende der Jägervereinigung Rosenheim Franz Sommer, will die Erholungssuchenden hierauf sensibilisieren und sagt: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass insbesondere an Winterfütterungen, Wildruhezonen im oberen Bergbereich, Wanderer und Tourengeher diese Bereiche dringend meiden sollen. Generell sollten alle Erholungssuchenden im Hinblick auf den Tier- und Naturschutz, ausgewiesene Wanderwege nicht verlassen und ihre Hunde dabei an der Leine führen. Wanderungen und Touren sollten am Tage und nicht bis in die Dämmerung oder gar in der Nacht stattfinden.“ Vor Kurzem wurde ein Wanderer auf frischer Tat ertappt, als er unberechtigter Weise in ein Wildtiergehege am Samerberg eindrang. „Diese Fälle kommen sicher zur Anzeige, da es sich um kein Kavaliersdelikt mehr handelt“, so Franz Sommer von der Jägervereinigung.

 

In der Jägervereinigung Rosenheim sind aktuell über 700 Mitglieder aktiv mit der Jagd verbunden. Sie kümmern sich größtenteils um den Naturschutz, die Jagd, das Jagdhundewesen und um die Jagdkultur. In über einhundert privaten Revieren, Gemeindejagdrevieren und Staatsjagdrevieren, gehen sie Ihrer Passion nach. Das dabei gewonnene Wildbret wird von den Jägern direkt in der Region vermarktet und unterliegt lebensmittelrechtlichen Auflagen.


Digitale grüne Woche

Zu den Höhepunkten gehört der von Judith Rakers (ARD Tagesschausprecherin) moderierte Talk mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Bauernpräsident Joachim Rukwied und BVE-Präsident Dr. Christian von Boetticher (Sendetermin: 21. Januar, 11 Uhr). Unter dem Motto Verwurzelung von morgen (Rooting for Tomorrow) – IGW 2050 diskutieren die Teilnehmer Fragen zur Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft: Wie verändert sich das Bewusstsein der Konsumenten und wie sieht ein Supermarkt im Jahr 2050 aus? Werden Städte zukünftig ihre eigenen Lebensmittel produzieren? Wie verändert die Digitalisierung die Landwirtschaft?

 

Mehr unter:

 

 

 

https://www.gruenewoche.de/

Förderung für Dorfläden

. Das haben die gestiegenen Umsätze der Dorfläden gezeigt. Als Treffpunkte im Ort haben sie auch wichtige soziale Funktionen. Deshalb fördern wir in der Dorferneuerung gezielt auch Kleinstunternehmen. Denn die Menschen im ländlichen Raum erwarten zu Recht gleichwertige Lebensbedingungen und eine hohe Lebensqualität. Darauf sind gerade ältere Menschen und Menschen ohne Fahrzeug, aber auch Familien dringend angewiesen“, sagte die Ministerin. Vor diesem Hintergrund sei die Förderung in die mehr als 100 Kleinstunternehmen ein sehr gut angelegtes Geld.

 

Als Kleinstunternehmen gelten Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz unter zwei Millionen Euro. Diese können mit bis zu 45 Prozent der Kosten und maximal 200.000 Euro gefördert werden. Die Fördermittel stammen aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK). Der Freistaat steht den Kommunen, Bürgern und unternehmerischen Menschen auch beratend zur Seite: Die landesweit sieben Ämter für Ländliche Entwicklung betreuen derzeit 1.265 Dorferneuerungen in rund 2.100 Ortschaften.

Tierwohl wird subventioniert

 

Bei den Milchviehbetrieben geht es um die Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstallhaltung. „Mit der Förderung von Laufställen in der Milchviehwirtschaft zeigen wir, dass wir die zunehmend kritische Einstellung der Öffentlichkeit und der Vermarkter gegenüber der Anbindehaltung von Milchkühen ernst nehmen“, sagte Michaela Kaniber. Bei den Zuchtsauenhaltern steht die Umsetzung der neuen Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Mittelpunkt. Die Tiere bekommen mehr Platz, das Ende der Kastenstandhaltung ist beschlossen. Mit der Novellierung der Verordnung im vergangenen Juli wurde Rechtssicherheit bei den Haltungsvorgaben geschaffen. Für die notwendigen Umstellungen während der Übergangsfristen können die Zuchtsauenhalter nun mit der bestmöglichen Unterstützung rechnen. Die Betriebe leiden seit Jahren unter schwierigen Rahmenbedingungen: Schlechte Erzeugerpreise einerseits und fehlende Haltungsvorgaben andererseits. „Nun haben sie Planungssicherheit und wir helfen ihnen bei den anstehenden Investitionen“, sagte die Ministerin.

 

Sobald die notwendigen Anpassungen der Richtlinie erfolgt sind, wird die derzeit ausgesetzte AFP-Antragstellung im kommenden Jahr wieder eröffnet.

 

Der Adventskalender der Landfrauen

Der Adventskalender begleitet Sie durch die besinnliche Zeit. Hinter einem der Türchen sendet Landesbäuerin Anneliese Göller eine Videobotschaft und verrät auch Rezepte ihrer Lieblingsplätzchen. Der Adventskalender inspiriert mit vielen Geschenkideen zum Selbermachen wie zum Beispiel essbarem Weihnachtsschmuck aus Kenia. Das Rezept stammt von kenianischen Bäuerinnen, mit denen sich die BBV-Landfrauen im Rahmen der Sonderinitiative “EINE WELT ohne Hunger” vernetzt haben. Außerdem erzählen die Bezirksbäuerinnen von Traditionen auf ihren Höfen in der Weihnachtszeit – von Barbarazweigen, übers Räuchern bis zum Christbaumloben – und, wie man diese Bräuche bei sich daheim pflegen kann. Tipps und Anregungen geben auch die „Qualität vom Hof“-Bäuerinnen weiter unter www.qualitaet-vom-hof.de.

Fördermittel für private Bauherren

 

Die Sanierung, Modernisierung und Wiederbelebung leerstehender oder veralteter Gebäude sei ein unschätzbarer Beitrag für dauerhaft attraktive und lebenswerte Dörfer. Laut Kaniber ist die Modernisierung der Ortskerne zudem ein wirksames Mittel, um den Flächenverbrauch zu bremsen: „Wer in die Herzen der Dörfer investiert, setzt ein wichtiges Signal gegen die Zersiedelung der Landschaft“, so die Ministerin. Nach ihren Worten sind die privaten Bauprojekte darüber hinaus ein echtes Konjunkturprogramm für den ländlichen Raum: Die 890 privaten Bauherren haben in ihren Regionen insgesamt Investitionen von rund 61 Millionen Euro in ganz Bayern ausgelöst.

 

Die Förderung dieser Bauvorhaben durch den Freistaat ist für die Ministerin daher gut angelegtes Geld. Schließlich seien solche Investitionen in alte Bausubstanz meist auch mit höheren Kosten und großem Aufwand verbunden. Der Freistaat stehe den Kommunen und privaten Investoren aber auch beratend zur Seite: Die landesweit sieben Ämter für Ländliche Entwicklung betreuen derzeit 1.265 Dorferneuerungen in 2.079 Ortschaften. Schwerpunkte sind die Innenentwicklung und das Flächensparen, die Verbesserung der Grundversorgung und des sozialen Zusammenhalts, der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sowie die Aktivierung der Eigenkräfte und Potenziale in den Dörfern.

 

Adventskalender für Landfrauen

Der Adventskalender begleitet Sie durch die besinnliche Zeit. Hinter einem der Türchen sendet Landesbäuerin Anneliese Göller eine Videobotschaft und verrät auch Rezepte ihrer Lieblingsplätzchen. Der Adventskalender inspiriert mit vielen Geschenkideen zum Selbermachen wie zum Beispiel essbarem Weihnachtsschmuck aus Kenia. Das Rezept stammt von kenianischen Bäuerinnen, mit denen sich die BBV-Landfrauen im Rahmen der Sonderinitiative “EINE WELT ohne Hunger” vernetzt haben. Außerdem erzählen die Bezirksbäuerinnen von Traditionen auf ihren Höfen in der Weihnachtszeit – von Barbarazweigen, übers Räuchern bis zum Christbaumloben – und, wie man diese Bräuche bei sich daheim pflegen kann. Tipps und Anregungen geben auch die „Qualität vom Hof“-Bäuerinnen weiter unter www.qualitaet-vom-hof.de.


Prämie für Waldbauern

Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, begrüßt diese Hilfen: „Diese Unterstützung gibt uns Rückenwind. Denn die Waldeigentümer befinden sich in einer doppelten Krise: Sie leiden sowohl unter Trockenheit und Schädlingsbefall als auch unter den Folgen der Pandemie. Beide Krisen haben den Holzmarkt destabilisiert und die Holzpreise teils ins Bodenlose fallen lassen“, sagte der Präsident.

 

Diese Hilfen in einer Höhe von 100 Euro pro Hektar kommen privaten und kommunalen Waldbesitzern zugute, die mindestens über einen Hektar Wald verfügen. Diese Nachhaltigkeitsprämie soll Liquiditätsengpässe infolge des konjunkturellen Einbruchs überbrücken, um den klimaresilienten Waldumbau voranzutreiben. Ab Ende dieser Woche können die Hilfen von den Waldbesitzern abgerufen werden.


SVLFG bietet Hilfe an

Krisenhotline unter der Telefonnummer 0561 785–10101 erreichen versicherte 24 Stunden an allen sieben Tagen der Woche ausgebildete Psychologen. Diese von der SVLFG beauftragten Experten wissen über die Belange und die aktuellen Notsituationen in den grünen Berufen Bescheid. Sie versuchen in einer akuten Krise zu stabilisieren und zu unterstützen. Informationen zur Krisenhotline hat die SVLFG auch im Internet unter www.svlfg.de/krisenhotline bereitgestellt. Beitragszahlung kommt es vorübergehend zu Zahlungsschwierigkeiten und können deshalb die Beiträge nicht pünktlich gezahlt werden, empfiehlt die SVLFG, sich rechtzeitig vor der Beitragsfälligkeit mit ihr in Verbindung zu setzen. Gemeinsam wird eine Lösung zu finden sein. Säumniszuschläge, Mahngebühren oder Vollstreckungskosten können vermieden werden und damit auch viel Ärger in einer ohnehin angespannten Situation. Verringert sich zum Beispiel infolge Seite 2 der Seuche der Schweinebestand, kommt eine Anpassung des Beitragsvorschusses zur Berufsgenossenschaft in Betracht. Betriebsbesichtigungen die Außendienstmitarbeiter des technischen Aufsichtsdienstes der SVLFG besichtigen vor-erst keine Schweinehaltungsbetriebe, um den Infektionsschutz in den Unternehmen nicht unnötig zu gefährden. Aus diesem Grund können Unternehmer und Mitarbeiter Schweine haltender Betriebe in Seuchengebieten (aktuell Brandenburg und Sachsen) derzeit auch nicht an Seminaren der SVLFG teilnehmen. Notwendige Unfalluntersuchungen und Ermittlungen zu Berufskrankheiten erfolgen hier telefonisch. Um den Unternehmen aber auch in der aktuellen Situation zur Seite zu stehen, verstärkt der technische Aufsichtsdienst insgesamt die telefonische Beratung.


Landwirte in Sorge

 

Zudem geraten die Märkte durch den erneuten Lockdown von Gastronomie und Hotellerie in Deutschland und in anderen EU-Staaten unter Druck. Hinzu kommt die Absage von absatzstarken Events wie den Weihnachtsmärkten. Ähnlich wie im Frühjahr trifft es hier viele Marktsegmente, zum Beispiel Rindfleisch, Milch und Pommes-Kartoffeln. Beim Schweinefleisch kommt erschwerend der fehlende Absatz in die Drittländer durch den ASP-Ausbruch hinzu. Bauernpräsident Heidl macht deshalb deutlich: „Die Bauernfamilien erwarten von der Politik nicht nur lobende Worte für die Erfüllung der systemrelevanten Aufgabe der Lebensmittelerzeugung. Was wir jetzt brauchen, sind direkte finanzielle Hilfen, um die erneuten deutlichen Erlösrückgänge bewältigen zu können.“

 


Klimaschutz durch Holz

Ersatz für fossile Energieträger

 

Der Vorteil von Holzenergie gegenüber Wärme aus Erdgas, Heizöl, Strom oder Braunkohle ist enorm: Die Nutzung z. B. von einem Erntefestmeter Buchenscheitholz in einer 6 kW-Einzelfeuerung beträgt gegenüber Erdgas 462 kg CO2-Äquivalent, gegenüber Heizöl 612 kg, gegenüber Strom bzw. Braunkohle gar 1.027 kg bzw. 965 kg! Bei Fichtenpellets, die in einem 15 kW Kessel verbrannt werden, beträgt der Vorteil gegenüber Erdgas 314 kg CO2-Äquivalent, gegenüber Heizöl 443 kg und gegenüber Strom bzw. Braunkohle 802 kg bzw. 749 kg! (LWF Merkblatt Nr. 34, Nov. 2015).

Holz als Energielieferant aus der Region hilft aber nicht nur CO2 einzusparen, sondern ist aus volkswirtschaftlicher Sicht die beste Wahl. Während bei der Nutzung von Heizöl etwa 80 Prozent der Wertschöpfung ins Ausland wandern, verbleiben beim Holz rund 95 Prozent in der Region. Es ist deshalb klima- und wirtschaftspolitisch sinnvoll, die Energieholzverwertung weiter zu entwickeln. Und nicht zuletzt brauchen Waldbesitzer ja auch Einnahmen, um ihre Wälder weiter pflegen und klimastabil umbauen zu können.

 


Landfrauen für Insektenschutz

Viele Arten erbringen wichtige Ökosystemleistungen, sie bestäuben Pflanzen, dienen als Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten, bekämpfen Schädlinge und tragen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei. Die moderne Landwirtschaft wird gleichzeitig von vielen Seiten als Hauptverursacherin des Insektenrückgangs identifiziert. Die große Mehrzahl der Landwirtinnen und Landwirte nimmt diese Kritik sehr ernst und setzt sich aktiv und kritisch damit auseinander. Bäuerinnen und Bauern wirtschaften seit jeher in und mit der Natur und fühlen sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihr verpflichtet. Dass sie aktuell auf gut einem Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland freiwillige Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, ist ein eindeutiges Indiz dafür. Dem dlv ist es wichtig, den dringend notwendigen Insektenschutz, als Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Gesellschaft anzugehen. Neben der Landwirtschaft, die auf rund der Hälfte der Fläche Deutschlands betrieben wird, sind weitere Flächeneigentümer gefordert. Denn der Insektenrückgang hat viele Ursachen. Dazu gehören der steigende Flächenverbrauch, die Lichtverschmutzung und die sterile Gestaltung von Privatgärten und kommunalen Grünflächen. Der Deutsche Landfrauenverband setzt sich mehr denn je für den gemeinsamen Dialog aller Akteure ein. Dabei ist den Landfrauen, insbesondere ein offener, vorurteilsfreier Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ein Anliegen. Denn nur so ist es möglich, an gemeinsamen Lösungen für einen effektiven Insektenschutz zu arbeiten.


Der Wald ist Klimaschützer

 

Diese Forderung ist für die Waldeigentümer von zentraler Bedeutung, da die Auswirkungen des Klimawandels in den Wäldern Deutschlands angekommen und zu einer existenziellen Bedrohung geworden sind. Aktuell liegt die Schadfläche bei rund 285.000 Hektar, das Schadholz bei 178 Millionen Festmetern. Betroffen sind alle Baumarten, vertrocknete Wälder, Waldbrände, Schädlingsexplosionen sind die Folge. Gleichzeitig leiden viele Waldbesitzer aufgrund der daraus resultierenden niedrigen Holzpreise unter fehlenden Einnahmen für die Wiederbewaldung. „Die aktuelle Katastrophe in unseren Wäldern macht deutlich: Es wird höchste Zeit, die Wälder über die Honorierung der Klimaschutzleistung zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

 

Der Wald ist ein zentraler Klimaschützer: Das Cluster Forst und Holz bindet mit über 127 Millionen Tonnen CO2 rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. Allein 8 Tonnen CO2 speichert ein Hektar Wald im Durchschnitt pro Jahr. Daher steht die Zahl 8 auch im Mittelpunkt der Kampagne. „Angesichts der enormen CO2-Speicherleistung unserer Wälder ist es nur gerecht, dass diese Leistung einen Preis erhält“, sagte Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, „schließlich ist die Waldwirtschaft als größte CO2-Senke der ‚Stakeholder Nr.1‘ in Sachen Klimaschutz“. Diese große Leistung für den Klimaschutz ist viel zu wenig bekannt, so die Kritik der beiden Verbände, sie soll mit dieser Kampagne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung mit der Klimaschutzgesetzgebung beschlossen, dass ab 2021 die CO2-Emissionen der Sektoren Verkehr und Gebäude bepreist werden. Die daraus entstehenden Einnahmen sollen in den Energie- und Klimafonds der Bundesregierung fließen. Die beiden Vorsitzenden fordern, dass die Waldbewirtschaftenden für ihre CO2-Senkenleistung aus diesem Fonds honoriert werden. „Da der CO2-Ausstoß einen Preis erhält, ist es nur konsequent, dass die CO2-Aufnahme durch die Wälder vergütet wird“, so deren Forderung.

 

Ein schlüssiges Modell liegt seit längerem auf dem Tisch und orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Demnach werden pro Hektar Wald und Jahr der ab 2021 festgelegte Preis von 25 Euro für eine Tonne CO2 mit 4,5 multipliziert, dies entspricht einer Honorierung von 112,50 Euro pro Jahr und Hektar. Diese Klimaleistungsprämie steigt mit dem festgelegten Anstieg des CO2-Preises auf 55 Euro im Jahr 2025 auf knapp 250 Euro pro Hektar und Jahr. „Die Waldbäuerinnen und Waldbauern brauchen ein verlässliches Modell, das sie in ihrem Klimaschutz kontinuierlich unterstützt und die Existenz ihrer Wälder sichert“, so die beiden Präsidenten.

 

Zukunft: Bäume fürden Wald

 

Das übersichtliche Kompendium erweitert die im vergangenen Sommer erstmals veröffentlichte Praxishilfe um 16 Baumarten. Darunter sind auch solche, die bereits in anderen Regionen der Welt ihre Trockenheits- und Hitzeresistenz bewiesen haben, wie beispielsweise die Japanische Lärche oder die Roteiche. Anhand anschaulich aufbereiteter Steckbriefe werden zu diesen Baumarten das Klimarisiko, Waldschutzfragen oder eine mögliche Holzverwendung näher beleuchtet. „Solche Kenntnisse sind entscheidend für den Erfolg des so dringend nötigen Waldumbaus. Denn die jungen Bäume, die wir heute pflanzen, müssen bestmöglich an ihre künftigen Klima- und Standortbedingungen angepasst sein“, sagte die Ministerin. Nur so werde es gelingen, den Wald mit seinen lebenswichtigen Funktionen für die Gesellschaft dauerhaft zu erhalten. Die Praxishilfen basieren auf einem bundesweit einzigartigen Standort-Informationssystem und werden anhand neuester Erkenntnisse – zum Beispiel aus Versuchs- und Praxisanbauten – laufend ergänzt und verfeinert. Beide Bände können gedruckt über die Homepage der LWF unter www.lwf.bayern.de/publikationen/praxishilfe bezogen oder kostenfrei in digitaler Form heruntergeladen werden.