Spargelsaison im vollen Gange

Spargel gibt es in den Farben weiß, violett und grün. Aus botanischer Sicht besteht kein Unterschied. Grüner Spargel wird im Gegensatz zum weißen Spargel nicht unter der Erde in Dämmen kultiviert und färbt sich deshalb unter dem Einfluss des Sonnenlichtes und der Bildung von Chlorophyll grün. Dünne, grüne Spargelstangen müssen nicht geschält werden. Eine besondere Form des Grünspargels ist der violette Spargel, der wie Grünspargel oberirdisch wächst und wegen seines hohen Anteils an Anthozyanen äußerlich komplett violett gefärbt ist – im Inneren jedoch grün. Violetter Bleichspargel erhält seine leichte Färbung, wenn die Spitzen des weißen Spargels vor der Ernte den Boden durchbrechen und durch den Lichteinfluss die Bildung von Anthocyanen angeregt wird. Weißer Spargel wird gestochen, bevor die Spitzen aus der Erde ragen.

 

Seinen Gesundheitswert verdankt der Spargel dem geringen Kalorien- und dem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Bei lediglich 20 kcal pro 100 g besticht Spargel mit hohen Gehalten an Kalium, Folsäure, Vitamin E und vielen weiteren gesundheitsfördernden Stoffen.

 

Die Qualität des Spargels, sein Aroma, seine Zartheit und sein Geschmack hängen vor allem von seiner Frische ab. Lange Transportwege gehen mit Qualitätsverlusten einher. Verbraucher sollten daher regionale, erntefrische Stangen bevorzugen.

 

Frischen Spargel erkennt man an:

 

  • fest geschlossenen Spitzen, die nicht beschädigt, hohl oder gespalten sind

  • leicht glänzenden, prall und knackig aussehenden Stangen, die leicht brechen

  • feuchten Spargelenden

 

Tipps zur Lagerung von Spargel:

 

  • Spargel hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Tage frisch, wenn die ungeschälten Stangen in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden.

  • Geschälter, unblanchierter Spargel eignet sich gut zum Einfrieren – für die Zubereitung am besten unaufgetaut in kochendes Wasser geben.

 

Tipps zur Spargelzubereitung:

 

  • Bereiten Sie Spargel möglichst frisch am Tag des Einkaufs zu.

  • Durch etwas Zitronensaft im Spargelsud behält weißer Spargel seine Farbe. Grüner Spargel bleibt grün, wenn er nach dem Kochen in Eiswasser abgeschreckt wird. Leicht violett verfärbter Spargel bleicht beim Kochen etwas aus.

  • Geben Sie eine Prise Salz und ein Stück Butter in das Kochwasser, um den Geschmack zu intensivieren. Eine Prise Zucker im Spargelsud bindet eventuell vorhandene Bitterstoffe.

  • Spezielle Spargeltöpfe, das sind hohe schmale Kochtöpfe mit Siebeinsatz oder Drahtgestell, in denen die Spargelstangen aufrecht stehend gegart werden, verhindern, dass die Spargelköpfe matschig werden. Das Wasser sollte nur zwei Drittel der Stangen bedecken, so dass die Spargelspitzen bei geschlossenem Deckel im Wasserdampf garen.

 

Rezept für Spargel-Schinken-Omelett:

 

Zutaten:

 

  • 500 g grüner Spargel

  • 1 EL Butter

  • 75 g Schinken

  • 1 Bund glatte Petersilie

  • 8 Eier

  • Salz, frisch gem. Pfeffer

  • 100 ml Sahne oder Milch

  • 2 EL Rapsöl

 

Zubereitung:

 

  1. Spargel nur am unteren Drittel schälen, die Enden knapp abbrechen, in mundgerechte Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und Spargel darin ca. 6 Minuten rundherum bissfest anbraten.

  2. Schinken in Streifen schneiden. Petersilie abspülen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und hacken.

  3. Eier aufschlagen und verquirlen. Eier mit Salz und Pfeffer würzen – Sahne oder Milch und Petersilie unterrühren. Dann Spargel und Schinken dazugeben.

  4. In einer Pfanne 1 EL Rapsöl erhitzen und die Hälfte der Ei-Spargel-Mischung hineingeben. Etwa 3 Minuten braten, vorsichtig wenden und noch einmal 2 Minuten braten. Das fertige Omelett auf einen ofenfesten Teller geben und im Backofen bei 100 °C warm halten. Die andere Hälfte ebenso backen und zusammen servieren.

 

Tipp: Falls kein grüner Spargel verfügbar ist, geht auch weißer Spargel. Diesen aber bitte ganz schälen. Je nach Dicke des Spargels kann sich die Anbratzeit etwas verlängern.

 

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband

 


Holzmangel

Die jetzige Situation habe deshalb nichts mit der Beschränkung des Holzeinschlags zu tun. Diese wurde auf Bundesebene beschlossen, um die Preise für frisch geschlagenes Holz zu stabilisieren. „Die Bayerische Staatsregierung hat sich erfolgreich für eine Verkürzung der Laufzeit der Bundesverordnung bis Ende September und eine Ausweitung des Holzeinschlags von 70 auf 85 Prozent eingesetzt. Das wissen auch alle bayerischen Ministerien durch die Beteiligung im Vorfeld der Bundesratsentscheidung.“

Da die Knappheit von Holz auf dem bayerischen Bau vor allem mit den Exporten der Sägewerke ins Ausland zusammenhängt, „braucht es jetzt die Solidarität der deutschen Sägeindustrie mit den heimischen Zimmereien und Baufirmen“, so Kaniber. Und weiter: „Wir brauchen langfristige und verlässliche regionale Lieferketten und faire Preise sowohl für Bauherren als auch für unsere Waldbesitzer. Denn die Sägewerke brauchen die Abnehmer im Inland auch später wieder. Ich bin mir sicher, dass auch der Wirtschaftsminister seiner Verantwortung gerecht wird und entsprechende Gespräche mit der Sägeindustrie führen wird.“ Die Forstministerin betonte, den Aufbau langfristiger regionaler Handelsbeziehungen unterstützen zu wollen.

Eine Initiative zur Änderung der Bundesverordnung wäre nicht rasch umzusetzen und würde auf Widerstände anderer Länder stoßen. Auch würden dadurch vielen privaten Waldbesitzern erhebliche steuerliche Vorteile genommen. Um die Situation unbürokratisch zu entschärfen, könnte über die Einführung einer Bagatellgrenze bei Kleinwaldbesitzern vielen Beteiligten rasch geholfen werden. Kleinbetriebe werden bei den aktuellen Vollzugsvorschriften derzeit nämlich besonders belastet.

„Was auf keinen Fall eintritt, ist eine Knappheit bei Pizzaschachteln. Branchenkenner wissen, dass diese zu einem erheblichen Teil aus Altpapier hergestellt werden“, so Kaniber abschließend.

Schwärmflug der Borkenkäfer

Besonders wichtig ist es nach Aussage der Ministerin, Bereiche unter die Lupe zu nehmen, die bereits im Vorjahr befallen waren. Benachbarte Bäume sollten hier unbedingt auf frischen Befall mitkontrolliert werden. Diesen erkennt man gut am braunen Bohrmehl, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt. Frisches Brutmaterial müsse konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 m zum Wald gelagert werden. Zudem empfiehlt Ministerin Kaniber, Lagerkapazitäten für Borkenkäferholz aus dem vergangenen Jahr frühzeitig zu sichern und bei Bedarf weiter auszubauen. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit konkreten Maßnahmen: Die Aufarbeitung von Borkenkäferholz ohne Einsatz von Insektiziden wird mit bis zu 12 Euro pro Festmeter, im Schutzwald und dessen Gefährdungsbereich sogar mit bis zu 30 Euro pro Festmeter gefördert.Sorge bereiten der Ministerin die unvermindert hohen Unfallzahlen bei der Waldarbeit: „Die Sicherheit muss im Wald immer an erster Stelle stehen.“ Der Einsatz professioneller Fachkräfte mit zweckmäßiger technischer Ausrüstung, ein geübter Umgang mit der Motorsäge, das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sind Kaniber zufolge Grundvoraussetzung für ein möglichst unfallfreies Arbeiten im Wald. Umfangreiche Informationen zur aktuellen Borkenkäfergefahr finden Sie unter: www.borkenkaefer.org. Hilfestellungen zur Arbeitssicherheit finden Sie unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/arbeitssicherheit.

 


Aufstallung aufgehoben

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit begründet die verringerte Infektionsgefahr für Wild- und Hausgeflügel damit, dass die Hauptphase des Frühjahrsvogelzugs durchschritten sowie die Außentemperaturen ebenso wie die Sonneneinstrahlung zunehmen, wodurch es zu einer schnellen Inaktivierung des Erregers kommt. Trotzdem rät das Amt zur Vorsicht. Grundsätzlich muss nach wie vor mit dem Vorkommen der Aviären Influenza bei Wildvögeln gerechnet werden. Daher sind zum Schutz der Haus- und Nutzgeflügelbestände die gesetzlich vorgeschriebenen Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen durch die Tierhalter stets zu beachten und strikt einzuhalten. Der direkte Kontakt zu Wildvögeln, vor allem von Wasservögeln ist zu verhindern. Mitte März hatten Stadt und Landkreis die Aufstallung angeordnet. Betroffen waren im Landkreis rund 420 und in der Stadt knapp 25 Geflügelhalter.


Der Wolf ist zurück in Bayern

Der Wolf stellt eine riesige Gefahr für Weidetiere dar. Ein Nebeneinander von Weidehaltung und Wolfsrudeln ist nicht möglich – da können die Zäune noch so gut bzw. hoch sein! Bei einer Verdopplung der Wolfspopulation alle drei Jahre fordern wir eine Obergrenze an Wölfen und eine Regulationsmöglichkeit des Wolfsbestandes mit einer praktikablen Möglichkeit der Entnahme von Problemwölfen. Der Erhalt einer gesellschaftlich gewollten, tiergerechten Haltungsform und die traditionelle Kulturlandschaft in Bayern stehen auf dem Spiel – und damit letztlich auch der Naturschutz selbst“, sagt BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler.

 

#WeidetiereOderWolf: Bayerns Bäuerinnen und Bauern teilen in einer Reihe Videos ihre Sorgen wegen der Ausbreitung des Raubtieres - schauen Sie jetzt rein!

 

Beim Umgang mit dem Wolf besteht Handlungsbedarf!
Mit Reproduktionsraten von jährlich bis zu 30 Prozent und ohne natürliche Feinde schreitet die Ausbreitung auch in Bayern rasant voran. Aktuelle Sichtungen listet das Bayerische Landesamt für Umwelt auf. Die nutztierhaltenden und grundbesitzvertretenden Verbände in Bayern verlangen ein entschlosseneres Handeln der Regierung im Umgang mit dem Wolf. In einem gemeinsamen Brief fordern der Bayerische Bauernverband, der Bayerische Waldbesitzerverband, der Verband Familienbetriebe Land und Forst Bayern sowie der Landesverband der Bayerischen Schafhalter die Politik auf, sich für eine Herabsetzung des Schutzstatus von Wölfen innerhalb der EU einzusetzen und damit die Voraussetzung für ein angemessenes Wildtiermanagement zu schaffen. ... lesen Sie hier die Pressemitteilung vom 29.04.2021

 

Nutztiere wie Schafe und Ziegen, aber auch in Gehegen gehaltenes Wild sowie Fohlen und Kälber stellen eine potenzielle Beute für Großbeutegreifer dar. „Immer mehr Kühe oder Schafe werden vom Wolf getötet. Die für Bayern so typische Weidehaltung ist gefährdet. Wenn das so weitergeht, haben wir bald nur noch Wolfsreviere statt Weidetiere!“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Das stellt gerade Weidetierhalter, Schäfer und Bergbauern vor immense Probleme.

 

Weidetiere sind keine Streicheltiere

Dabei sollten die Erholungssuchenden stets darauf achten, dass Tore und Gatter geschlossen bleiben. Während Jungrinder neugierig und stürmisch sind, verteidigen Mutterkühe ihre Kälber impulsiv. „Ich bin immer wieder über Meldungen verwundert, bei denen Erholungssuchende Weidetiere scheinbar mit Streicheltieren verwechseln. Wir alle sollten fremden Tieren mit Vorsicht und Respekt begegnen und sie auch nicht füttern“, so die Ministerin weiter. Da nicht nur die Weidesaison startet, sondern auch Futterflächen wieder gemäht werden, sollten Hundehalter auf die Hinterlassenschaften ihrer Hunde besonders achten. Kot hat auf Wiesen und Weiden nichts zu suchen.

Erholungssuchende, die sich mit dem Auto auf den Weg zu ihrem Ausflugsziel machen, sollten beachten, dass Wald- und Feldwege oder Wiesen- und Ackerränder nicht als Parkplätze geeignet sind. Wildes Parken beeinträchtigt die Landwirte bei ihrer täglichen Arbeit enorm. „Lassen Sie uns einfach wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen“, so die Ministerin.

Als Weidetiere in Bayerns Grünlandregionen werden nicht nur Rinder und Pferde gehalten. Auch Ziegen und Schafe, ja sogar Gänse zählen zu den Weidetieren. Auf Almen und Alpen werden überwiegend Jungtierherden gehalten. Aber auch Mutterkuhherden und Milchkühe werden aufgetrieben, deren Milch frisch oder verarbeitet zum Beispiel als Bergkäse auf den Tisch kommen kann.

Die Weidetierhaltung zu erhalten und zu unterstützen, ist ein erklärtes Ziel Bayerns. Denn sie ist ein besonders tierwohlgerechter und ressourcenschonender Betriebszweig der Landwirtschaft. „Die extensive Beweidung von Grünland trägt nicht nur zum einzigartigen Charakter Bayerns bei, sondern auch zur Artenvielfalt“, so die Ministerin. Das ist besonders bei Schafen und Ziegen der Fall: „Die vierbeinigen, wolligen Rasenmäher, bewahren besonders wertvolle Tier- und Pflanzengesellschaften. In ihrer Wolle transportieren sie Samen und Insekten teilweise über weite Strecken. Auch so können Biotope mit einander vernetzt werden“, so Michaela Kaniber abschließend.

 


Hund und Kuh auf DU und DU

Es kann nicht sein, dass Hunde ihr „Geschäft“ auf fremden Grundstücken erledigen, damit der Hundekot nicht auf dem eigenen Grundstück liegt. Hundebesitzer finden es sicherlich auch nicht richtig, wenn fremde Hunde das „Geschäft“ auf ihrem Grundstück erledigen. Weiterhin bitten wir Sie, darauf zu achten, dass auch private Grundstücke, Wiesen und Äcker für den „Hundeauslauf“ nicht in Betracht kommen. Insbesondere für die Gemeindearbeiter ist es oft eine Zumutung, öffentliche Grundstücke, insbesondere Straßenbegleitgrün, zu mähen oder zu reinigen. Aber auch Privatpersonen und Landwirte haben bei der Nutzung ihrer Grundstücke häufig mit der Rücksichtslosigkeit so mancher Hundebesitzer schon Erfahrungen gemacht. Den Auslauf auf Wiesen und Feldern im Außenbereich bitten wir zu unterlassen (vgl. gesetzlicher Hinweis). Der Kot der Hunde enthält häufig Parasiten wie den Hundebandwurm, die durch das Mähwerk breitflächig verteilt werden und dann im Futtertrog der Kühe landen. Dies hat u.a. zur Folge, dass Kühe erkranken, häufiger Fehl- und Totgeburten erleiden oder die betreffenden Kühe teilweise bis zu einem dreiviertel Jahr keine Milch mehr geben. Um künftig derartige Beschwerden abzuwenden, bitten wir Sie, liebe Hundefreunde, beherzigen Sie unseren Aufruf!


Inventur für Bayerns Wälder

Und damit das so bleibt, bauen wir unsere Entscheidungen auf eine möglichst gute Datenbasis. Alle zehn Jahre sammeln unsere Försterinnen und Förster stichprobenartig Daten über dieses einzigartige Ökosystem. Es ist eine Mammutaufgabe, die nahezu zwei Jahre in Anspruch nimmt. Sie ist aber unglaublich wichtig und wertvoll“, sagte die Ministerin.

Die Gesellschaft hat vielfältige Ansprüche an das Ökosystem Wald. Anhand der gewonnenen Ergebnisse wird bewertet, ob die Wälder in Bayern sowie in ganz Deutschland ihre Funktion als Lebensraum, Klimaschützer und Rohstofflieferant erfüllen. Die Erhebungen sind gleichzeitig auch Basis für internationale Berichte, wie etwa das Kyoto-Protokoll und die Klimarahmenkonvention. In den kommenden zwei Jahren werden bayernweit rund 100.000 Bäume vermessen. Neben Baumart, Alter und Wachstum der Bäume, werden auch naturschutzrelevante Parameter und das Totholz mit aufgenommen. Daraus können der aktuelle Zustand des Waldes und seine Veränderung seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahr 2012 abgeleitet werden. Erstmals werden bei dieser vierten Bundeswaldinventur auch DNA-Proben genommen, um die genetische Vielfalt zu ermitteln. Auch das Thema Digitalisierung spielt eine größere Rolle, so werden versuchsweise moderne Fernerkundungsdaten genutzt.

Die bundesweite Bestandsaufnahme der Wälder findet alle zehn Jahre unter der Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums statt. Allein in Bayern werden bei dem Stichprobenverfahren ca. 8.000 Inventurpunkte vermessen. Mit den Ergebnissen der Bundeswaldinventur wird frühestens 2024 gerechnet. Weitere Informationen gibt es unter www.bundeswaldinventur.de.

 


Osterei ist nicht gleich Osterei

„Es gibt weiße Hühner, die braune Eier legen und braune Hühner, die weiße Eier legen. Der Grund dafür ist die Geflügelrasse.“ Die Gene entscheiden. Bei Rassen, die braune Eier legen, geht die Färbung auf Pigmente aus dem roten Blutfarbstoff und dem Gallenfarbstoff zurück, die der Organismus des Huhns ausscheidet und der sich außen auf der Kalkschale des Eis ablagert. „Viele meinen, dass braune Eier gesünder sind oder besser schmecken“, sagt Ertl. Statt auf die Farbe der Eierschale sollten Verbraucher genauer auf die Verpackung und aufs Produkt schauen, denn der Stempel auf dem Ei beschreibe die Herkunft exakt. Die erste Zahl gibt Aufschluss über die Haltungsform. Dabei steht die 0 für die ökologische Haltung, eine 1 für Freilandhaltung und die 2 für Bodenhaltung. Die 3 steht für die Kleingruppenhaltung. Während der Ländercode „DE“ für Deutschland steht, gibt die erste Zahl nach dem Ländercode das Bundesland an, aus dem das Ei stammt, zum Beispiel 09 für Bayern. Anschließend folgt eine vierstellige Identifikationsnummer für den Herkunftsbetrieb. Hat ein Betrieb mehrere Ställe, so steht die letzte Ziffer für den Stall, in dem die Henne lebt.
In Deutschland wurden 2018 rund 12,32 Mio. Eier erzeugt, davon rund zwei Drittel aus Bodenhaltung, rund 20 Prozent aus Freilandhaltung und 11 Prozent aus ökologischer Erzeugung. In Bayern steht über die Hälfte der Hennen in Bodenhaltung, knapp 14 Prozent werden im Freiland gehalten. Der Anteil der Kleingruppenhaltung ist weiter rückläufig. Etwa 500.000 Hennen werden in Öko-Betrieben gehalten, das sind 7 Prozent der Legehennen in Bayern. Käfighaltung bei Legehennen ist seit 2010 in Deutschland und seit 2012 in der gesamten EU verboten. Eier aus sogenannten ausgestalteten Käfigen (Kleingruppen) werden jedoch nach wie vor in der Verarbeitungsindustrie eingesetzt.


Einigung der Agrarminister bei GAP

Am Ende haben sich Vernunft und Sachargumente gegen Ideologie durchgesetzt. Insgesamt bleibt bei den Direktzahlungen ein Anteil von rund 60 Prozent einkommenswirksam. Das war immer ein erklärtes Ziel Bayerns“, so Kaniber. Die Ministerin zeigte sich überrascht, „wie schwer es war, für die kleinen Betriebe mehr Unterstützung zu erreichen. Nach den öffentlichen Verlautbarungen war zu vermuten, dass dieses Ziel unstrittig wäre. Weit gefehlt! Reden und Handeln klaffen bei den grünen Kollegen weit auseinander. Bayern musste daher seine ganze Kraft einsetzen. Aber es ist gelungen.“

Der bayerischen Agrarministerin war es besonders wichtig, gegen harten Widerstand grüner Agrarminister die kleinen und mittleren Betriebe künftig deutlich zu stärken. „Das ist es, was unsere Bürger und unsere bäuerlichen Betriebe in Bayern von einer fairen Agrarpolitik erwarten. Das haben wir nun über einen deutlich erhöhten Förderzuschlag auf die ersten sechzig Hektare erreicht. Eine Kappung und Degression wäre für Bayern auch sinnvoll gewesen, davon hätten aber unsere Betriebe in Bayern keinen Euro abbekommen. Die nun vereinbarten zwölf Prozent der Direktzahlungen für die Förderung der kleinen Betriebe mussten hart erkämpft wer-den, sind aber ein dringend notwendiges politisches Signal an die bäuerlichen Betriebe, dass gerade Bayern für sie eine gute Zukunftsperspektive will“, so die Ministerin.

Insgesamt würden die EU-Direktzahlungen in Deutschland aber auch deutliche Schwerpunkte für mehr Umwelt- und Klimaschutz setzen. Ein Viertel der EU-Direktzahlungen sollen in den Jahren 2023 bis 2027 für Ackerbrachen, Blühflächen, Altgrasstreifen, weite Fruchtfolgen mit Eiweißpflanzen, Agroforstsysteme und extensive Grünlandnutzung zur Verfügung stehen. Dabei können hohe Umweltleistungen in der zweiten Säule nach EU-Möglichkeit angerechnet werden. „Und wir unterstützen unsere Schaf-, Ziegen- und Mutterkuhhalter künftig mit einer Tierprämie.“

„Es ist uns gelungen, Verwerfungen zu vermeiden und den Betrieben Planungssicherheit und Stabilität zu geben. Nur so kommen wir bei den großen Herausforderungen in der Landwirtschaftspolitik weiter: Auf der einen Seite wollen wir mehr Verständnis und Wertschätzung für die Leistung und die Produkte unserer Bäuerinnen und Bauern. Auf der anderen Seite möchten wir den Erwartungen der Gesellschaft und unserer Verantwortung für die Schöpfung gerecht werden. Die jetzige Mittelverteilung macht das möglich, gemeinsam mit den Bauern nachhaltige Landwirtschaftspolitik zu machen“, so Kaniber. Agrarpolitik ist eben mehr als nur Umweltpolitik. Es geht um Menschen, Familien, Betriebe und Heimat.

Mit einer beschlossenen Umschichtung von Direktzahlungen in die entsprechenden Landesprogramme beginnend mit zehn und endend bei 15 Prozent bedeutet das eine durchschnittliche Umschichtung von etwas über zwölf Prozent in dieser Förderperiode. „Das tut wirklich sehr weh, aber wir sind erleichtert, höhere Umschichtungen verhindert zu haben. Diese Mittel wollen wir gut nutzen für weitergehende Agrarumweltmaßnahmen und den aufwachsenden Ökolandbau, aber auch für Maßnahmen im ländlichen Raum wie Dorferneuerung, Leader und Investitionen in moderne und tierwohlgerechte Ställe“, sagte Bayerns Landwirtschaftsministerin.

Schon zuvor beschlossen, aber besonders wichtig ist für Kaniber die bessere Förderung von Junglandwirtinnen und Junglandwirten über die EU-Direktzahlungen. „Die Grünen Berufe haben Zukunft. Wir lassen die nachfolgende Generation nicht zurück, sondern wir wollen sie ermutigen, in einen der schönsten und abwechslungsreichsten Berufe einzusteigen. Beste Lebensmittel erzeugen und dazu Umwelt und Heimat mitgestalten – das darf sich getrost Traumberuf nennen. Und mit dieser GAP bringen wir junge Menschen diesem Ziel sicher ein Stück näher“, so Bayerns Landwirtschaftsministerin.

Der Beschluss regelt allerdings noch nicht abschließend alle Details. Entscheidungen in Brüssel zur Gemeinsamen Agrarpolitik in den kommen-den Wochen werden noch berücksichtigt werden müssen. „Aber die wesentlichen Entscheidungen sind getroffen, damit haben unsere Betriebe frühzeitig Klarheit“, so Kaniber abschließend.


Mehrfachantragsstellung ist eröffnet

Erstmals umfasst der Mehrfachantrag – der seit Jahren vollständig online abgewickelt wird – auch die Ausgleichszahlung für Gewässerrandstreifen (GWZ), die Landwirte zum Schutz und zur naturnahen Entwicklung der Gewässer angelegt haben. Voraussetzung ist, dass die Gewässerrandstreifen in der Feldstückskarte vorher digitalisiert werden. Antragsschluss für den Mehrfachantrag 2021 ist der 17. Mai. „Die Förderung honoriert die zahlreichen Leistungen unserer Landwirte, die diese für die ganze Gesellschaft erbringen. Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln ist“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Um wegen der Corona-Pandemie direkte Kontakte zu vermeiden, rät das Ministerium den Landwirten eindringlich, bei der Antragstellung die Möglichkeiten des Online-Verfahrens über das Serviceportal iBALIS (www.ibalis.bayern.de) zu nutzen. Fragen beantworten auch die Sachbearbeiter am zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten telefonisch über die Hotline-Nummer. In einem Anschreiben hat jeder Antragsteller zudem einen persönlichen Telefon-Termin bei seinem Sachbearbeiter erhalten. Bei diesem Termin geht der Sachbearbeiter mit dem Landwirt online am Bildschirm den Antrag durch und klärt offene Fragen rechtzeitig vor Fristende. Das persönliche Erscheinen im Amt ist nicht notwendig. „Ich bin stolz darauf, dass wir durch Digitalisierung unseren Service verbessern und gerade in Zeiten von Corona die Zahl der Kontakte verringern können“, so Kaniber. Alle Unterlagen und Informationen zum Mehrfachantrag sind unter www.stmelf.bayern.de/förderwegweiser und www.ibalis.bayern.de zu finden.

 


Welche Rolle spielt Gewässerschutz

Landwirte sind sich Verantwortung bewusst
Mit 49 Prozent der Landesfläche ist die Landwirtschaft die größte Flächennutzerin in Bayern und hat damit einen potenziell großen Einfluss auf Grund- und Oberflächengewässer. Dieser Verantwortung sind sich die bayerischen Bauernfamilien bewusst, wohlwissend, dass die Prozesse in der Natur sehr komplex und meist unberechenbar sind. So sind Wirksamkeit und Verluste von Dünger und Pflanzenschutzmitteln u. a. abhängig von Bodenart, Geologie, Niederschlag und Temperatur, Ertragspotenzial u. v. m. – ein umfangreiches Forschungsfeld für die Agrarwissenschaften. Wissenschaftliche Erkenntnisse und technischer Fortschritt haben z. B. den Düngemitteleinsatz in den letzten 35 Jahren wesentlich effizienter gemacht, sodass der Nährstoffbilanzsaldo bei Stickstoff von 90 auf unter 40 kg/ha gesunken ist. Auch beim Pflanzenschutz tragen exakte Düsen und geringere Aufwandmengen zur Reduzierung unerwünschter Verluste bei. Forschung wird hier weiterhin Verbesserungen bringen. Ganz ohne Verluste wird es aber nie möglich sein, solange in der Natur und nicht im Labor oder auf Nährsubstrat unter Glas produziert wird.

 


Kooperativer Ansatz beim Gewässerschutz

 

In Bayern gilt beim Gewässerschutz – innerhalb des ordnungsrechtlich abgesteckten Rahmens – das Prinzip „Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht“, also ein kooperativer Ansatz. Dies hat auch einen guten Grund, denn kein landwirtschaftlicher Betrieb und kein Acker ist wie der andere, sodass individuelle und maßgeschneiderte Gewässerschutzmaßnahmen viel effizienter wirken wie pauschale gesetzliche Regelungen. Je nach Gelände, Bodenart, Kultur und Klima gilt es, die geeigneten und wirtschaftlich tragfähigen Maßnahmen für den einzelnen Betrieb zu ergreifen – dies gelingt am besten mit individueller Beratung und unter Berücksichtigung der Erfahrung des Betriebsleiters, der seine Flächen am besten kennt.

 

Gemäß dem Prinzip des kooperativen Gewässerschutzes hat die Bayerische Staatsregierung im Jahr 2017 zusammen mit Erzeugern, Wasserversorgern, Institutionen und Verbänden – darunter auch der Bayerische Bauernverband – den sogenannten Bayerischen Wasserpakt geschlossen. Ziel dessen ist es, alle Kräfte zu bündeln, um auf freiwilliger Basis, ergänzend zu den gesetzlichen Vorgaben, eine Verbesserung des Zustandes unserer Gewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen. Hier fließen auch die vielfältigen schon bestehenden kooperativen Ansätze mit ein.

 

 


Gemeinsam den Wald von morgen bauen

Das ist praktizierter Klimaschutz. Ich freue mich sehr, dass wir ihnen dabei auch künftig mit Fördermitteln auf Rekordniveau unter die Arme greifen können“, sagte die Ministerin im Vorfeld des Internationalen Tag des Waldes (21. März). Kaniber und Ziegler waren sich einig, dass die Mammutaufgabe Waldumbau nur im Schulterschluss aller Beteiligten zu meistern ist.

Die riesige Nachfrage nach staatlichen Zuschüssen für die Waldpflege im vergangenen Jahr zeigt, dass die attraktiven waldbaulichen Förderangebote ankommen: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Anzahl der geförderten Maßnahmen in etwa verdreifacht werden. Der positive Trend wird sich der Ministerin zufolge in diesem Jahr fortsetzen. Auch deshalb, weil die Bayerische Forstverwaltung die Förderung rund um den Wald Anfang des Jahres nochmals verbessert hat: Es gibt höhere Zuschüsse für den Bau von Waldwegen und erstmals sind auch Holzlagerplätze förderfähig, um große Schadholzmengen künftig für den Markt besser zwischenlagern zu können. Zudem gibt es höhere Fördersätze und noch praxisnähere Fördermaßnahmen im Vertragsnaturschutzprogramm Wald, das in Zusammenarbeit mit der Umweltverwaltung freiwillige Naturschutzmaßnahmen im Wald bezuschusst.

Für eine kostenlose und gemeinwohlorientierte Beratung der Waldbesitzer sind die Kontaktdaten der Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung unter www.försterfinder.de zu finden. Nützliche Infos für Waldinteressierte und Waldbesitzer sowie die Angebote der Bayerischen Forstverwaltung gibt es hier: www.waldbesitzer-portal.bayern.de

Umwelt und Bauern schützen

Unser Fokus liegt auf der kleinstrukturierten bäuerlichen Landwirtschaft“, sagte die Ministerin vor der zweiten Sondersitzung der Agrarministerkonferenz, die am Mittwoch (17. März) stattfindet. „Die Kollegen sollten den weiteren Entscheidungsprozess nicht mit unrealistischen Forderungen weiter hinauszuzögern. Wir alle wollen, dass die Gemeinsame Agrarpolitik noch mehr als bisher zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt. Wir dürfen aber auch nicht übersehen, dass die EU-Agrarpolitik mehr ist. Sie unterstützt auch unsere Bauernfamilien, die mit ihrer Arbeit für unser aller täglich Brot sorgen und einen entscheidenden Beitrag leisten, dass unser Land attraktiv und lebenswert bleibt“, sagte die Ministerin. Sie appelliert an alle Länderkollegen, sich für eine bäuerliche Landwirtschaft einzusetzen und diese künftig auch finanziell besser zu fördern.

Michaela Kaniber empfiehlt, sich bei der Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft am Modell Bayern zu orientieren. In Bayern seien schon jetzt über 50 Prozent europäischer Agrargelder in der 2. Säule der GAP an ökologische Zwecke gebunden. Jeder zweite Betrieb und damit jeder dritte Hektar landwirtschaftlicher Fläche nehmen in Bayern bereits über das Kulturlandschafts- oder Vertragsnaturschutzprogramm an Agrarumweltmaßnahmen teil. Ministerin Michaela Kaniber: „Wer jetzt lautstark mehr Ökologisierung bei den Agrarzahlungen für ganz Deutschland einfordert, lenkt in Wirklichkeit von Versäumnissen im eigenen Land ab.“

Das Gesetzgebungsverfahren in Deutschland, das regelt wie die Gemeinsame Agrarpolitik der EU in Deutschland umgesetzt wird, muss bis Ende Juni abgeschlossen sein, damit Deutschland termingerecht bis Ende des Jahres seinen Nationalen Strategieplan zur neuen GAP in Brüssel einreichen kann. „Ich und sieben weitere Länderkolleginnen und -kollegen haben parteiübergreifend einen gemeinsamen Kompromissvorschlag an Bundesministerin Klöckner gerichtet, weil die Zeit ungemein drängt. Wir können nicht auf ein Ende der Verhandlungen in Brüssel warten, weil danach die EU-Kommission auch nicht auf Deutschland warten wird“, sagte Kaniber im Vorfeld der Sonderkonferenz.

Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium


Steigender Zuschußsatz

Der Zuschusssatz im Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) wird auf 40 Prozent erhöht. Das freut mich sehr, weil es um ein wichtiges Anliegen geht. Die Betriebe sollten sich schon jetzt auf die beiden Antragsrunden für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung (EIF) vorbereiten, sie starten demnächst“, sagte die Ministerin. Anträge für die erste Runde können in der Zeit vom 13. April bis zum 12. Mai bei den örtlich zuständigen Landwirtschaftsämtern abgegeben werden. Die unmittelbar folgende zweite Antragsrunde endet dann am 1. Oktober 2021. Wichtig ist bei beiden Programmen, dass die erforderlichen Antragsunterlagen einschließlich der notwendigen baurechtlichen Genehmigung zu den genannten Endterminen vollständig vorliegen.
Bei den Milchviehbetrieben geht es um die Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstallhaltung. „Mit der verbesserten Förderung von Laufställen in der Milchviehwirtschaft zeigen wir, dass wir die zunehmend hinterfragende Einstellung der Öffentlichkeit und der Vermarkter gegenüber der Anbindehaltung von Milchkühen ernst nehmen“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.
Bei den Zuchtsauenhaltern steht die Umsetzung der neuen Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Mittelpunkt. Die Tiere bekommen mehr Platz, das Ende der Kastenstandhaltung ist beschlossen. „Die Betriebe leiden seit Jahren unter schwierigen Rahmenbedingungen. Für die notwendigen Umstellungen während der Übergangsfrist können wir sie nun bestmöglich unterstützen. Das gibt ihnen Planungssicherheit“, sagte die Landwirtschaftsministerin.
Betriebe, die sich diversifizieren wollen und ein zweites betriebliches Standbein schaffen oder ausbauen, finden mit der Diversifizierungsförderung ein attraktives Programmangebot.
Die aktualisierten Antragsunterlagen werden rechtzeitig im Internet-Förderwegweiser unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser zur Verfügung gestellt.


Junge Menschen...

....wir wollen euch

Die Arbeit im Zusammenspiel mit der Natur, mit Lebewesen und im jahreszeitlichen Wechsel kann unglaublich erfüllend sein. Gleichzeitig ist es eine große Chance zur persönlichen Entwicklung und Entfaltung. Sei es die Kreativität im Bereich Gartenbau, der feine Umgang mit Pferden oder die Kunst aus Weinreben erlesene Weine oder Säfte zu produzieren. Lebensmittel nachhaltig zu produzieren oder Wälder zukunftsfähig zu gestalten sind Herausforderungen, die wichtiger und aktueller kaum sein könnten“, sagte die Ministerin.

 

Auf der Internet-Seite „www.ausbildungswochen.bayern“ können sich Jugendliche bereits vorab über die verschiedenen Berufe informieren, von Land- und Fischwirten, über Gärtner und Milchtechnologen bis hin zu Hauswirtschafterinnen. Allein im Bereich der sogenannten „grünen Berufe“ gibt es ca. 5.000 Auszubildende in Bayern. Im Agrarbereich werden Ausbildungen für 15 verschiedene Berufe angeboten. Darüber hinaus gibt es im Bereich Gartenbau oder Hauswirtschaft spezielle Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Behinderung. Einzelne spannenden Berufsportraits von Jugendlichen aus dem Bereich der „grünen Berufe“ sind in einem Blog zugänglich. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird sich im Laufe der Aktionswoche mit Auszubildenden austauschen und sich über ihre Berufsvorstellungen informieren. So wird unter anderem eine Videokonferenz mit den Top-Absolventen in den Agrarberufen und ein Besuch auf einem Ausbildungsbetrieb stattfinden.

 

Ziel der Woche der Aus- und Weiterbildung ist es, junge Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren, mit Experten, Ausbildungsbetrieben und Azubis zusammenzubringen. Vom 15. bis zum 21. März ist „www.ausbildungswochen.bayern“ Corona-bedingt der zentrale Treffpunkt für junge Menschen. Hier finden sich Antworten auf viele Fragen. Mädchen und Jungen sowie interessierte Eltern und Lehrkräfte erhalten hier Informationen, Tipps und Informationen rund um die Ausbildung. „Junge Menschen haben Tatkraft, neue Ideen und Visionen und genau dies braucht die Land- und Forstwirtschaft. Wir wollen den Jugendlichen im Rahmen der Aktionswoche zeigen, welche berufliche Vielfalt wir ihnen zu bieten haben. Außerdem sind „grüne Berufe“ wichtig bei der Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben wie Ernährungssicherheit, Energiewende und Klimawandel“, so die Ministerin.


Ausgleichszahlungen für Gewässerrandstreifen

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: „2021 wird das Jahr der Flüsse und Bäche. Unser Ziel sind renaturierte und ökologisch funktionsfähige Fließgewässer und Auen sowie eine noch bessere Vernetzung der Lebensräume. Gewässerrandstreifen sind Hot Spots für die Artenvielfalt. Ich will entlang unserer Gewässer blühende Bänder schaffen, die sich als Lebensadern für Tiere und Pflanzen durch Bayern ziehen. Die EU hat uns jetzt grünes Licht für Ausgleichszahlungen an die Landwirte gegeben. So können wir ein wichtiges Signal der Partnerschaft senden. Das ist ein großer Schritt auf unserem Weg zu mehr Artenvielfalt und Gewässerschutz.“

 Gewässerrandstreifen sind prägend für das Landschaftsbild und haben wichtige Funktionen im Naturhaushalt und beim Gewässerschutz. Sie sind Puffer gegen Stoffeinträge wie etwa Pflanzenschutzmittel, bieten Schutz vor Abschwemmungen und können artenreiche Lebensräume begründen.
Weitere Informationen zu Gewässerrandstreifen in Bayern unter
www.bestellen.bayern.de/shoplink/stmuv_wasser_016.htm.

 


Frauen ein Gesicht geben

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) macht sich seit jeher für einen stärkeren Einfluss von Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stark. So fordert der Verband, stabile Rahmenbedingungen für eine gerechte Teilhabe von Frauen in allen Bereichen zu schaffen sowie gesellschaftlich konstruierte Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.

 

Frauen brauchen jedoch in erster Linie Möglichkeiten und Bühnen, um diese Rolle verantwortungsvoll ausüben zu können, um Vorbild für weitere Frauen zu sein, die sie wiederum darin bestätigen, mit Mut und Durchsetzungsvermögen eigene Wege zu gehen. Denn wo Fähigkeiten und Kompetenzen von Frauen nicht sichtbar sind, werden vorsätzlich verkrustete Rollenbilder fortgeschrieben.

 

Wir sehen uns als LandFrauen hier in guter Gesellschaft und verbündet mit den Frauen aus Kultur, Film und Fernsehen. Diese werden seit Jahren nicht müde, auf die Diskrepanz von weiblichen Rollenzuschreibungen, realem Können und mangelndem Zutrauen in ihre Fähigkeiten hinzuweisen“, so dlv-Präsidentin Bentkämper. „Weniger Klischees über Frauen, mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten, stärkere Akzeptanz von Diversität — das zeichnet eine moderne emanzipierte Gesellschaft aus, die an der Zukunft arbeitet. Der Deutsche LandFrauenverband als die gesellschaftliche Kraft für Frauen im ländlichen Raum fordert alle Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger


Regionale und gesunde Ernährung

Vor allem in kleineren Haushalten in mittleren und großen Städten zeigt sich diese Entwicklung. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Darauf bauen wir auf. Wir tun alles, um bei den Verbrauchern weiter das Bewusstsein für gutes und gesundes Essen zu wecken. Deshalb empfehlen wir: Nehmen Sie saisonale Zutaten aus regionaler Erzeugung! Das ist die beste Voraussetzung für eine ausgewogene und gesunde Ernährung“, so die Ministerin. „Als Wirtstochter habe ich von klein auf gelernt, wie wichtig gesundes Essen ist. Das gebe ich nicht nur an meine Kinder weiter, sondern auch im Rahmen vieler Projekte und Initiativen als bayerische Ernährungsministerin“.

Den Wert einer gesunden Ernährung Eltern und Kindern gleichermaßen näher zu bringen, haben sich die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf die Fahnen geschrieben, Unterstützung erhalten sie dabei vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn). Im Netzwerk junger Eltern und Familien stehen praktische Tipps für eine ausgewogene Kinderernährung und ausreichend Bewegung im Mittelpunkt, und es ist somit ein wertvoller Ratgeb
er gerade während der Corona-Pandemie. „Die in meinen Augen beste Kombination für eine gesunde Ernährung ist eine frische Küche aus regionalen Lebensmitteln vom Erzeuger vor Ort“, so die Ministerin abschließend.


Miteinander in Feld und Flur

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat Tipps für ein verständnisvolles und nachbarschaftliches Miteinander zusammengestellt.Spaziergänger, Radfahrer, Freizeitsportler und Hundehalter bewegen sich in Gebieten, die in erster Linie landwirtschaftlich genutzt werden und der Erzeugung von Lebensmitteln dienen. Landwirte sind deshalb dort unterwegs, um ihrer Arbeit nachzugehen. Hier sind Rücksicht und Verständnis erforderlich. Schließlich handelt es sich oft auch um große, schwer manövrieren Maschinen. Zudem steht den LandwirtInnen wetterbedingt oft nur ein enges Zeitfenster für die Arbeiten zur Verfügung.Ein anderes Thema betrifft den „besten Freund des Menschen“: den Hund. Nicht selten stöbern freilaufende Hunde auf Wiesen und Äckern Tiere auf, wie gerade im Frühjahr junge Hasen, Kitze oder Jungvögel. Oft bleibt auf den Flächen auch Kot zurück. Deshalb bitten die Landwirte auch hier um Rücksicht: Das Häufchen des Vierbeiners gehört in den Müll –genauso wie Reste, die der Mensch nach einem Picknick oder einer Rast hinterlässt. Unrat kann Tiere krank machen oder sie können sich daran verletzen. Nicht zuletzt bittet der Bauernverband alle in der Natur Aktiven, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben –auch und gerade, damit der Lebensraum von Pflanzen und Tieren geschützt wird.Den Flyer mit Tipps für ein verständnisvolles und nachbarschaftliches Miteinander gibt es unter www.BayerischerBauernVerband.de zum Download.


Unterstützung für Imker

Ebenso wichtig wie die Beratung ist aber auch eine unabhängige Forschung zur Bienengesundheit. Denn der Klimawandel bringt schon jetzt deutliche Veränderungen für die Bienen mit sich“, sagte die Ministerin. Trockene Sommer mit wenig Nektarangebot oder milde Winter, in denen sich die Varroa-Milbe vermehren kann, seien für Bienen und Imker eine große Herausforderung. Auch im Bereich der Forschung und Lehre sei der Freistaat ein verlässlicher Partner: So erhalten das Institut für Bienenkunde und Imkerei mit der staatlichen Fachberatung neue, moderne Räumlichkeiten. In den Neubau des Instituts investiert der Freistaat rund 15 Millionen Euro.

Um allen Bienen – Wildbienen wie Honigbienen – gute Lebensbedingungen zu bieten, habe der Freistaat die Anstrengungen bei der Förderung extensiver Bewirtschaftung noch verstärkt. „So entstehen für Tier und Pflanze abwechslungsreiche Agrarlandschaften“, sagte Michaela Kaniber. Allerdings könne der Staat den Markt nicht ersetzen: „Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass wir mit unseren Einkaufsentscheidungen auch über die Produktionsweise der Lebensmittel bestimmen“, so Kaniber. Der Griff zu regionalen und ökologischen Produkten unterstütze Bienen, Bauern und eine vielfältige Kulturlandschaft.

Thema bei dem offenen Gespräch war auch die Notfallzulassung für Neonicotinoide zur Beizung von Zuckerrübensaatgut in Teilen Frankens. Die Ministerin betonte, dass es sich um eine Ausnahmesituation mit strengen Auflagen handle, um die existenzbedrohende Virusausbreitung einzudämmen. Die Aussaat werde vom Institut für Bienenkunde und Imkerei mit einem Monitoring begleitet, um etwaige Schäden an Honigbienen schnellstmöglich erkennen zu können. Die Anstrengungen zur Zucht resistenter Rübensorten müssten noch verstärkt werden.

Die Ministerin sicherte Spiegl zu, auch künftig mit allen Imkerverbänden die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzuführen.

Tierwohlpreis ausgesetzt

Bewerben können sich alle landwirtschaftlichen Nutztierhalter. Auch alle anderen Personen können prämierungswürdige Haltungs- oder Managementlösungen vorschlagen, wenn die betroffenen Betriebsleiter einverstanden sind. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 16. Mai 2021 eingereicht sein. Entweder per Post mit dem Stichwort „Nutztierwohl-Preis“ beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstr. 2, in 80539 München oder per E-Mail unter nutztierwohlpreis@stmelf.bayern.de.

 

Die detaillierten Teilnahmebedingungen, Bewerbungsformulare und weitere Infos gibt es unter www.landwirtschaft.bayern.de/nutztierwohlpreis.  Aus den eingereichten Vorschlägen ermittelt eine unabhängige Experten-Jury, die mit Vertreten aus Tierschutz, Wissenschaft, Berufsstand, Verwaltung und Praxis besetzt ist, einen oder mehrere Sieger. Die Gewinner werden voraussichtlich im August 2021 bekanntgegeben.


Die Zukunft mitgestalten

Nach den Worten der Ministerin ist das zu 50 Prozent aus Landesmitteln kofinanzierte EU-Programm ein wichtiger Baustein in der Strategie des Freistaats für starke ländliche Räume. Im Mittelpunkt stehen die Lokalen Aktionsgruppen, in denen Kommunen, Vereine, Verbände, Unternehmen, aber auch einzelne Bürgerinnen und Bürger an konkreten Projekten zusammenarbeiten. „Die breite Beteiligung in allen Landesteilen gehört zu den besonderen Stärken von LEADER. Das Programm lebt von dem großen Engagement der Akteure vor Ort, die mit Herzblut aktiv ihre Heimat gestalten“, sagte Ministerin Michaela Kaniber.

Die derzeit 68 bayerischen LAG sind auf rund 86 Prozent der Landesfläche aktiv. In der laufenden Förderperiode wurden seit 2014 bereits mehr als 1.400 Projekte bewilligt, in den kommenden beiden Übergangsjahren werden weitere hinzukommen. Insgesamt stehen dafür in diesem Zeitraum 126 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projekte reichen von der Verbesserung der Grundversorgung über den Tourismus und das kulturelle Erbe bis hin zum Umweltschutz oder sozialen Zusammenhalt. „Jede dieser einzelnen Maßnahmen ist einzigartig für die Region, denn die Idee kommt von den lokalen Akteuren, sie wird von ihnen entwickelt und umgesetzt“, so Ministerin Kaniber. In Zukunft wird es ihren Worten zufolge noch mehr darum gehen, Regionen widerstandsfähig in Krisen und wandlungsfähig gegenüber künftigen Herausforderungen zu machen.

Weitere Infos zum LEADER-Programm, Details zur Interessensbekundung und Beispiele bereits erfolgreich realisierter Projekte in Bayern sind im Internet ab 15:30 Uhr unter www.leader.bayern.de zu finden.


Landfrauen: Existenzgründung für Frauen

So kann sie ein Weg in die eigene Existenzsicherung und Altersvorsorge sein und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch individuell zugeschnittene Arbeitszeiten ermöglichen. Außerdem können Frauen als Arbeitgeberinnen zum Vorbild werden und so auch den örtlichen Arbeitsmarkt aktiv beeinflussen.

 

Mit dem Projekt „Selbst ist die Frau“ will der dlv Frauen als innovative Kräfte in den Regionen halten und sie für die Möglichkeit der Existenzgründung sensibilisieren. Dazu initiiert er Netzwerke, in denen (potenzielle) Gründerinnen bei ihrem Vorhaben unterstützt und ermutigt werden. Acht LandFrauen mit Gründungserfahrung wurden deshalb zu Gründungslotsinnen ausgebildet. Diese bieten Workshops rund um die Selbstständigkeit an und vermitteln gründungsinteressierte Frauen an Beratungsstellen weiter.

 

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Wissen über Gründerinnen im ländlichen Raum zu bündeln und zu erweitern. So wurden in einer Fachkonferenz im April 2019 die Bedarfe von Gründerinnen im ländlichen Raum erörtert. Außerdem hat der dlv eine Studie zur Situation von gründungsinteressierten Frauen und Existenzgründerinnen im ländlichen Raum durchführen lassen. Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Fachkonferenz und zur Studie finden Sie hier.

 

Das Projekt startete am 1. Januar 2019 und endet am 30. Juni 2021. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Landwirtschaft erhalten

„Wir wollen in Bayern unsere bäuerliche Landwirtschaft in ihrer Vielfalt erhalten und modern gestalten. Das geht aber nur, wenn wir, wie beispielsweise beim Volksbegehren, aber auch bei der Umsetzung der GAP, unsere eigenen Gestaltungsspielräume nutzen können und sie nicht durch Bundesregelungen ausgehebelt werden“, sagte Kaniber nach dem Gespräch.

Die Ministerin zeigte Verständnis für die Sorgen der Bauernschaft. „In diesem von vielen Wahlen geprägten Jahr darf nicht erneut die Landwirtschaft, dürfen nicht erneut unsere Bäuerinnen und Bauern, unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zum Spielball politischer Interessen werden“, sagte die bayerische Agrarministerin. Das vergangene Jahr habe deutlich gezeigt, „dass sie alle in vieler Hinsicht systemrelevant sind – für die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln, für den Erhalt der Kulturlandschaft und ganz klar auch für den Klima- und den Artenschutz.“ Das gehe nur im fairen Miteinander, aber nicht mit Schuldzuweisungen und sich überbietenden Vorschriften und Verboten, so Ministerin Kaniber.

Der neue Präsident des Bayerischen Bauernverbandes in Oberbayern heißt Ralf Huber. Der 54-jährige Landwirt bewirtschaftet zusammen mit seinem Sohn einen ökologischen Ackerbaubetrieb im Oberallershausen (Landkreis Freising).

 


Virtueller Kreisbauerntag

BBV- Kreisobmann Josef Bodmaier begrüßte zuerst alle Teilnehmer des Vortrags. Zu Beginn informierte er, dass für die rund 30.000 Betriebe bis zum bis 11. Februar im Online-Verfahren ein Nachfolger gewählt wird. Es stehen hierfür zwei Kandidaten zur Wahl. Rückblickend sagte Bodmaier: „Die Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz und mit den Grünen, sowie mit den Herren des Landratsamtes ergebnisorientiert und ohne Konfrontation gewesen ist.“ Ebenso sprach er die Aktion „Bauern mit Bauern“ an. Zur deutschen und bayerischen Düngeverordnung bat er darum, keinen Widerstand, sondern die BBC-Lösungsansätze zu beachten. Es ist gut, dass wir Bauern das eigene Trinkwasser schützen wollen.
Zur Bahntrasse für den Brennerbasistunnel: „Beim Brennerbasistunnel stehen wir natürlich hinter unseren Bauern“ – zu diesem Thema erklärte der BBV-Kreisobmann, dass eine 33 Seiten starke Stellungnahme mit dem Amt für Landwirtschaft und mit der Regierung von Oberbayern verfasst wurde. „Wenn in Tirol alles unterirdisch gebaut wird und bei uns nicht, dann sind die Rosenheimer Bauern Bürger II. Wahl“, so der Kreisobmann.
Kritisch zeigte sich Bodmaier zur
Anbindehaltung. Er meinte zweifelnd: „Hier suchen der Lebensmittel-Einzelhandel und die Molkereien Wettbewerbs- und Markt-Vorteile. Gleichwohl war es schon immer so, dass sich die Landwirte an neue Gegebenheiten anpassen mussten und investiert haben.“ Weitere Themen des Vortrages waren der Tierschutz und das Tierwohl. Den Abschluß des Kreisbauerntag machte Dr. Willi Kremer-Schillings, bekannt als Bauer Willi, mit dem Thema, Das Bild der Bauern - mehr Mut zur kreativen Kommunikation.

 

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Bundesprogramm gestartet

Das Programm sei in seiner Zielrichtung richtig angelegt. Bayern fördere bereits seit einigen Jahren moderne digital unterstützte Technik in der Landwirtschaft über ein eigenes Landesprogramm.

 

Dass das Bundesprogramm bereits am ersten Tag überzeichnet ist, sei nicht zuletzt dem sehr langen Vorlauf von einem Jahr und vor allem der fachlichen Herausforderung des neuen Düngerechts geschuldet. So habe sich über viele Wochen ein entsprechender Antragsdruck aufgebaut. Dadurch habe man mit einem solchen Szenario rechnen müssen. Das Förderverfahren wäre möglicherweise besser gelaufen, wenn das Programm über die bewährten staatlichen Veraltungsstrukturen und -verfahren der Länder über die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur abgewickelt worden wäre. Vorschläge dazu seien allerdings sehr früh abgelehnt worden, weil einige Länder – anders als Bayern – die dann notwendigen ergänzenden Landesmittel hätten nicht aufbringen wollen.

 

Bereits im Vorfeld hatte sich Ministerin Kaniber intensiv für die Besonderheiten von kleineren Betrieben und Nebenerwerbsbetrieben eingesetzt. Deshalb wurde noch vor Antragseröffnung klargestellt, dass auch die sogenannten §-13a-Betriebe antragsberechtigt sind. Nachdem diese keine Buchführungsabschlüsse machen, wurde es in die Hand der Hausbanken gelegt, in diesen Fällen auch andere Nachweise einer erfolgreichen Betriebsführung anzuerkennen. „Dass wir hier erfolgreich waren, zeigt sich daran, dass 40,9 Prozent der Zuwendungen für bauliche Anlagen im ersten Antragszeitfenster an bayerische Bauern flossen. Auch bei der Förderung von Maschinen ging mehr als jeder dritte Euro nach Bayern“, sagte die Ministerin. „Ich begrüße ausdrücklich die Absicht von Bundesministerin Julia Klöckner, angesichts der großen Nachfrage die nächste Antragsrunde vorzuziehen und nicht bis Juli zu warten.“

 

In diesem Zusammenhang müssten noch vorhandene Schwierigkeiten im Programm ausgeräumt werden, darunter die viel zu enge Vorgabe, dass die neue Technik bereits Ende Oktober dieses Jahres auf den Höfen stehen müsse. „Das ist von Seiten der Hersteller in vielen Fällen schlichtweg nicht zu schaffen“, so Kaniber.

 

Bericht: Bayer. Landwirtschaftsministerium

Jäger in Sorge

Das Wild ruht im Winter – Wiederkäuendes Schalenwild, wie Rotwild, Rehwild und Gams, die in den Voralpen vorkommen, reduzieren Ihren Stoffwechsel, um gerade bei höheren Schneelagen das Defizit an Nahrung auszugleichen. Jegliche Störung ist ungünstig für den Erhaltungszustand des Wildes und nimmt dem Wild die notwendige Energie, um gesund durch den Winter zu kommen. Weiterhin wird unser Wild durch Störungen im Wald in kleinere Lebensräume getrieben, die dann durch übermäßigen Verbiss Schaden nehmen. Die ohnehin selten gewordenen Rauhfußhühner in den Alpen reagieren auf Störungen sehr sensibel und verlassen Ihre Lebensräume und kehren im schlimmsten Fall nie wieder zurück.

 

Bleiben Sie auf dem „rechten Weg“ – Der 1. Vorsitzende der Jägervereinigung Rosenheim Franz Sommer, will die Erholungssuchenden hierauf sensibilisieren und sagt: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass insbesondere an Winterfütterungen, Wildruhezonen im oberen Bergbereich, Wanderer und Tourengeher diese Bereiche dringend meiden sollen. Generell sollten alle Erholungssuchenden im Hinblick auf den Tier- und Naturschutz, ausgewiesene Wanderwege nicht verlassen und ihre Hunde dabei an der Leine führen. Wanderungen und Touren sollten am Tage und nicht bis in die Dämmerung oder gar in der Nacht stattfinden.“ Vor Kurzem wurde ein Wanderer auf frischer Tat ertappt, als er unberechtigter Weise in ein Wildtiergehege am Samerberg eindrang. „Diese Fälle kommen sicher zur Anzeige, da es sich um kein Kavaliersdelikt mehr handelt“, so Franz Sommer von der Jägervereinigung.

 

In der Jägervereinigung Rosenheim sind aktuell über 700 Mitglieder aktiv mit der Jagd verbunden. Sie kümmern sich größtenteils um den Naturschutz, die Jagd, das Jagdhundewesen und um die Jagdkultur. In über einhundert privaten Revieren, Gemeindejagdrevieren und Staatsjagdrevieren, gehen sie Ihrer Passion nach. Das dabei gewonnene Wildbret wird von den Jägern direkt in der Region vermarktet und unterliegt lebensmittelrechtlichen Auflagen.


Digitale grüne Woche

Zu den Höhepunkten gehört der von Judith Rakers (ARD Tagesschausprecherin) moderierte Talk mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Bauernpräsident Joachim Rukwied und BVE-Präsident Dr. Christian von Boetticher (Sendetermin: 21. Januar, 11 Uhr). Unter dem Motto Verwurzelung von morgen (Rooting for Tomorrow) – IGW 2050 diskutieren die Teilnehmer Fragen zur Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft: Wie verändert sich das Bewusstsein der Konsumenten und wie sieht ein Supermarkt im Jahr 2050 aus? Werden Städte zukünftig ihre eigenen Lebensmittel produzieren? Wie verändert die Digitalisierung die Landwirtschaft?

 

Mehr unter:

 

 

 

https://www.gruenewoche.de/

Förderung für Dorfläden

. Das haben die gestiegenen Umsätze der Dorfläden gezeigt. Als Treffpunkte im Ort haben sie auch wichtige soziale Funktionen. Deshalb fördern wir in der Dorferneuerung gezielt auch Kleinstunternehmen. Denn die Menschen im ländlichen Raum erwarten zu Recht gleichwertige Lebensbedingungen und eine hohe Lebensqualität. Darauf sind gerade ältere Menschen und Menschen ohne Fahrzeug, aber auch Familien dringend angewiesen“, sagte die Ministerin. Vor diesem Hintergrund sei die Förderung in die mehr als 100 Kleinstunternehmen ein sehr gut angelegtes Geld.

 

Als Kleinstunternehmen gelten Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz unter zwei Millionen Euro. Diese können mit bis zu 45 Prozent der Kosten und maximal 200.000 Euro gefördert werden. Die Fördermittel stammen aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK). Der Freistaat steht den Kommunen, Bürgern und unternehmerischen Menschen auch beratend zur Seite: Die landesweit sieben Ämter für Ländliche Entwicklung betreuen derzeit 1.265 Dorferneuerungen in rund 2.100 Ortschaften.

Tierwohl wird subventioniert

 

Bei den Milchviehbetrieben geht es um die Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstallhaltung. „Mit der Förderung von Laufställen in der Milchviehwirtschaft zeigen wir, dass wir die zunehmend kritische Einstellung der Öffentlichkeit und der Vermarkter gegenüber der Anbindehaltung von Milchkühen ernst nehmen“, sagte Michaela Kaniber. Bei den Zuchtsauenhaltern steht die Umsetzung der neuen Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Mittelpunkt. Die Tiere bekommen mehr Platz, das Ende der Kastenstandhaltung ist beschlossen. Mit der Novellierung der Verordnung im vergangenen Juli wurde Rechtssicherheit bei den Haltungsvorgaben geschaffen. Für die notwendigen Umstellungen während der Übergangsfristen können die Zuchtsauenhalter nun mit der bestmöglichen Unterstützung rechnen. Die Betriebe leiden seit Jahren unter schwierigen Rahmenbedingungen: Schlechte Erzeugerpreise einerseits und fehlende Haltungsvorgaben andererseits. „Nun haben sie Planungssicherheit und wir helfen ihnen bei den anstehenden Investitionen“, sagte die Ministerin.

 

Sobald die notwendigen Anpassungen der Richtlinie erfolgt sind, wird die derzeit ausgesetzte AFP-Antragstellung im kommenden Jahr wieder eröffnet.

 

Der Adventskalender der Landfrauen

Der Adventskalender begleitet Sie durch die besinnliche Zeit. Hinter einem der Türchen sendet Landesbäuerin Anneliese Göller eine Videobotschaft und verrät auch Rezepte ihrer Lieblingsplätzchen. Der Adventskalender inspiriert mit vielen Geschenkideen zum Selbermachen wie zum Beispiel essbarem Weihnachtsschmuck aus Kenia. Das Rezept stammt von kenianischen Bäuerinnen, mit denen sich die BBV-Landfrauen im Rahmen der Sonderinitiative “EINE WELT ohne Hunger” vernetzt haben. Außerdem erzählen die Bezirksbäuerinnen von Traditionen auf ihren Höfen in der Weihnachtszeit – von Barbarazweigen, übers Räuchern bis zum Christbaumloben – und, wie man diese Bräuche bei sich daheim pflegen kann. Tipps und Anregungen geben auch die „Qualität vom Hof“-Bäuerinnen weiter unter www.qualitaet-vom-hof.de.

Fördermittel für private Bauherren

 

Die Sanierung, Modernisierung und Wiederbelebung leerstehender oder veralteter Gebäude sei ein unschätzbarer Beitrag für dauerhaft attraktive und lebenswerte Dörfer. Laut Kaniber ist die Modernisierung der Ortskerne zudem ein wirksames Mittel, um den Flächenverbrauch zu bremsen: „Wer in die Herzen der Dörfer investiert, setzt ein wichtiges Signal gegen die Zersiedelung der Landschaft“, so die Ministerin. Nach ihren Worten sind die privaten Bauprojekte darüber hinaus ein echtes Konjunkturprogramm für den ländlichen Raum: Die 890 privaten Bauherren haben in ihren Regionen insgesamt Investitionen von rund 61 Millionen Euro in ganz Bayern ausgelöst.

 

Die Förderung dieser Bauvorhaben durch den Freistaat ist für die Ministerin daher gut angelegtes Geld. Schließlich seien solche Investitionen in alte Bausubstanz meist auch mit höheren Kosten und großem Aufwand verbunden. Der Freistaat stehe den Kommunen und privaten Investoren aber auch beratend zur Seite: Die landesweit sieben Ämter für Ländliche Entwicklung betreuen derzeit 1.265 Dorferneuerungen in 2.079 Ortschaften. Schwerpunkte sind die Innenentwicklung und das Flächensparen, die Verbesserung der Grundversorgung und des sozialen Zusammenhalts, der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sowie die Aktivierung der Eigenkräfte und Potenziale in den Dörfern.

 

Adventskalender für Landfrauen

Der Adventskalender begleitet Sie durch die besinnliche Zeit. Hinter einem der Türchen sendet Landesbäuerin Anneliese Göller eine Videobotschaft und verrät auch Rezepte ihrer Lieblingsplätzchen. Der Adventskalender inspiriert mit vielen Geschenkideen zum Selbermachen wie zum Beispiel essbarem Weihnachtsschmuck aus Kenia. Das Rezept stammt von kenianischen Bäuerinnen, mit denen sich die BBV-Landfrauen im Rahmen der Sonderinitiative “EINE WELT ohne Hunger” vernetzt haben. Außerdem erzählen die Bezirksbäuerinnen von Traditionen auf ihren Höfen in der Weihnachtszeit – von Barbarazweigen, übers Räuchern bis zum Christbaumloben – und, wie man diese Bräuche bei sich daheim pflegen kann. Tipps und Anregungen geben auch die „Qualität vom Hof“-Bäuerinnen weiter unter www.qualitaet-vom-hof.de.


Prämie für Waldbauern

Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, begrüßt diese Hilfen: „Diese Unterstützung gibt uns Rückenwind. Denn die Waldeigentümer befinden sich in einer doppelten Krise: Sie leiden sowohl unter Trockenheit und Schädlingsbefall als auch unter den Folgen der Pandemie. Beide Krisen haben den Holzmarkt destabilisiert und die Holzpreise teils ins Bodenlose fallen lassen“, sagte der Präsident.

 

Diese Hilfen in einer Höhe von 100 Euro pro Hektar kommen privaten und kommunalen Waldbesitzern zugute, die mindestens über einen Hektar Wald verfügen. Diese Nachhaltigkeitsprämie soll Liquiditätsengpässe infolge des konjunkturellen Einbruchs überbrücken, um den klimaresilienten Waldumbau voranzutreiben. Ab Ende dieser Woche können die Hilfen von den Waldbesitzern abgerufen werden.


SVLFG bietet Hilfe an

Krisenhotline unter der Telefonnummer 0561 785–10101 erreichen versicherte 24 Stunden an allen sieben Tagen der Woche ausgebildete Psychologen. Diese von der SVLFG beauftragten Experten wissen über die Belange und die aktuellen Notsituationen in den grünen Berufen Bescheid. Sie versuchen in einer akuten Krise zu stabilisieren und zu unterstützen. Informationen zur Krisenhotline hat die SVLFG auch im Internet unter www.svlfg.de/krisenhotline bereitgestellt. Beitragszahlung kommt es vorübergehend zu Zahlungsschwierigkeiten und können deshalb die Beiträge nicht pünktlich gezahlt werden, empfiehlt die SVLFG, sich rechtzeitig vor der Beitragsfälligkeit mit ihr in Verbindung zu setzen. Gemeinsam wird eine Lösung zu finden sein. Säumniszuschläge, Mahngebühren oder Vollstreckungskosten können vermieden werden und damit auch viel Ärger in einer ohnehin angespannten Situation. Verringert sich zum Beispiel infolge Seite 2 der Seuche der Schweinebestand, kommt eine Anpassung des Beitragsvorschusses zur Berufsgenossenschaft in Betracht. Betriebsbesichtigungen die Außendienstmitarbeiter des technischen Aufsichtsdienstes der SVLFG besichtigen vor-erst keine Schweinehaltungsbetriebe, um den Infektionsschutz in den Unternehmen nicht unnötig zu gefährden. Aus diesem Grund können Unternehmer und Mitarbeiter Schweine haltender Betriebe in Seuchengebieten (aktuell Brandenburg und Sachsen) derzeit auch nicht an Seminaren der SVLFG teilnehmen. Notwendige Unfalluntersuchungen und Ermittlungen zu Berufskrankheiten erfolgen hier telefonisch. Um den Unternehmen aber auch in der aktuellen Situation zur Seite zu stehen, verstärkt der technische Aufsichtsdienst insgesamt die telefonische Beratung.


Landwirte in Sorge

 

Zudem geraten die Märkte durch den erneuten Lockdown von Gastronomie und Hotellerie in Deutschland und in anderen EU-Staaten unter Druck. Hinzu kommt die Absage von absatzstarken Events wie den Weihnachtsmärkten. Ähnlich wie im Frühjahr trifft es hier viele Marktsegmente, zum Beispiel Rindfleisch, Milch und Pommes-Kartoffeln. Beim Schweinefleisch kommt erschwerend der fehlende Absatz in die Drittländer durch den ASP-Ausbruch hinzu. Bauernpräsident Heidl macht deshalb deutlich: „Die Bauernfamilien erwarten von der Politik nicht nur lobende Worte für die Erfüllung der systemrelevanten Aufgabe der Lebensmittelerzeugung. Was wir jetzt brauchen, sind direkte finanzielle Hilfen, um die erneuten deutlichen Erlösrückgänge bewältigen zu können.“

 


Klimaschutz durch Holz

Ersatz für fossile Energieträger

 

Der Vorteil von Holzenergie gegenüber Wärme aus Erdgas, Heizöl, Strom oder Braunkohle ist enorm: Die Nutzung z. B. von einem Erntefestmeter Buchenscheitholz in einer 6 kW-Einzelfeuerung beträgt gegenüber Erdgas 462 kg CO2-Äquivalent, gegenüber Heizöl 612 kg, gegenüber Strom bzw. Braunkohle gar 1.027 kg bzw. 965 kg! Bei Fichtenpellets, die in einem 15 kW Kessel verbrannt werden, beträgt der Vorteil gegenüber Erdgas 314 kg CO2-Äquivalent, gegenüber Heizöl 443 kg und gegenüber Strom bzw. Braunkohle 802 kg bzw. 749 kg! (LWF Merkblatt Nr. 34, Nov. 2015).

Holz als Energielieferant aus der Region hilft aber nicht nur CO2 einzusparen, sondern ist aus volkswirtschaftlicher Sicht die beste Wahl. Während bei der Nutzung von Heizöl etwa 80 Prozent der Wertschöpfung ins Ausland wandern, verbleiben beim Holz rund 95 Prozent in der Region. Es ist deshalb klima- und wirtschaftspolitisch sinnvoll, die Energieholzverwertung weiter zu entwickeln. Und nicht zuletzt brauchen Waldbesitzer ja auch Einnahmen, um ihre Wälder weiter pflegen und klimastabil umbauen zu können.

 


Landfrauen für Insektenschutz

Viele Arten erbringen wichtige Ökosystemleistungen, sie bestäuben Pflanzen, dienen als Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten, bekämpfen Schädlinge und tragen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei. Die moderne Landwirtschaft wird gleichzeitig von vielen Seiten als Hauptverursacherin des Insektenrückgangs identifiziert. Die große Mehrzahl der Landwirtinnen und Landwirte nimmt diese Kritik sehr ernst und setzt sich aktiv und kritisch damit auseinander. Bäuerinnen und Bauern wirtschaften seit jeher in und mit der Natur und fühlen sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihr verpflichtet. Dass sie aktuell auf gut einem Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland freiwillige Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, ist ein eindeutiges Indiz dafür. Dem dlv ist es wichtig, den dringend notwendigen Insektenschutz, als Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Gesellschaft anzugehen. Neben der Landwirtschaft, die auf rund der Hälfte der Fläche Deutschlands betrieben wird, sind weitere Flächeneigentümer gefordert. Denn der Insektenrückgang hat viele Ursachen. Dazu gehören der steigende Flächenverbrauch, die Lichtverschmutzung und die sterile Gestaltung von Privatgärten und kommunalen Grünflächen. Der Deutsche Landfrauenverband setzt sich mehr denn je für den gemeinsamen Dialog aller Akteure ein. Dabei ist den Landfrauen, insbesondere ein offener, vorurteilsfreier Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ein Anliegen. Denn nur so ist es möglich, an gemeinsamen Lösungen für einen effektiven Insektenschutz zu arbeiten.


Der Wald ist Klimaschützer

 

Diese Forderung ist für die Waldeigentümer von zentraler Bedeutung, da die Auswirkungen des Klimawandels in den Wäldern Deutschlands angekommen und zu einer existenziellen Bedrohung geworden sind. Aktuell liegt die Schadfläche bei rund 285.000 Hektar, das Schadholz bei 178 Millionen Festmetern. Betroffen sind alle Baumarten, vertrocknete Wälder, Waldbrände, Schädlingsexplosionen sind die Folge. Gleichzeitig leiden viele Waldbesitzer aufgrund der daraus resultierenden niedrigen Holzpreise unter fehlenden Einnahmen für die Wiederbewaldung. „Die aktuelle Katastrophe in unseren Wäldern macht deutlich: Es wird höchste Zeit, die Wälder über die Honorierung der Klimaschutzleistung zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

 

Der Wald ist ein zentraler Klimaschützer: Das Cluster Forst und Holz bindet mit über 127 Millionen Tonnen CO2 rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. Allein 8 Tonnen CO2 speichert ein Hektar Wald im Durchschnitt pro Jahr. Daher steht die Zahl 8 auch im Mittelpunkt der Kampagne. „Angesichts der enormen CO2-Speicherleistung unserer Wälder ist es nur gerecht, dass diese Leistung einen Preis erhält“, sagte Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, „schließlich ist die Waldwirtschaft als größte CO2-Senke der ‚Stakeholder Nr.1‘ in Sachen Klimaschutz“. Diese große Leistung für den Klimaschutz ist viel zu wenig bekannt, so die Kritik der beiden Verbände, sie soll mit dieser Kampagne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung mit der Klimaschutzgesetzgebung beschlossen, dass ab 2021 die CO2-Emissionen der Sektoren Verkehr und Gebäude bepreist werden. Die daraus entstehenden Einnahmen sollen in den Energie- und Klimafonds der Bundesregierung fließen. Die beiden Vorsitzenden fordern, dass die Waldbewirtschaftenden für ihre CO2-Senkenleistung aus diesem Fonds honoriert werden. „Da der CO2-Ausstoß einen Preis erhält, ist es nur konsequent, dass die CO2-Aufnahme durch die Wälder vergütet wird“, so deren Forderung.

 

Ein schlüssiges Modell liegt seit längerem auf dem Tisch und orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Demnach werden pro Hektar Wald und Jahr der ab 2021 festgelegte Preis von 25 Euro für eine Tonne CO2 mit 4,5 multipliziert, dies entspricht einer Honorierung von 112,50 Euro pro Jahr und Hektar. Diese Klimaleistungsprämie steigt mit dem festgelegten Anstieg des CO2-Preises auf 55 Euro im Jahr 2025 auf knapp 250 Euro pro Hektar und Jahr. „Die Waldbäuerinnen und Waldbauern brauchen ein verlässliches Modell, das sie in ihrem Klimaschutz kontinuierlich unterstützt und die Existenz ihrer Wälder sichert“, so die beiden Präsidenten.

 

Zukunft: Bäume fürden Wald

 

Das übersichtliche Kompendium erweitert die im vergangenen Sommer erstmals veröffentlichte Praxishilfe um 16 Baumarten. Darunter sind auch solche, die bereits in anderen Regionen der Welt ihre Trockenheits- und Hitzeresistenz bewiesen haben, wie beispielsweise die Japanische Lärche oder die Roteiche. Anhand anschaulich aufbereiteter Steckbriefe werden zu diesen Baumarten das Klimarisiko, Waldschutzfragen oder eine mögliche Holzverwendung näher beleuchtet. „Solche Kenntnisse sind entscheidend für den Erfolg des so dringend nötigen Waldumbaus. Denn die jungen Bäume, die wir heute pflanzen, müssen bestmöglich an ihre künftigen Klima- und Standortbedingungen angepasst sein“, sagte die Ministerin. Nur so werde es gelingen, den Wald mit seinen lebenswichtigen Funktionen für die Gesellschaft dauerhaft zu erhalten. Die Praxishilfen basieren auf einem bundesweit einzigartigen Standort-Informationssystem und werden anhand neuester Erkenntnisse – zum Beispiel aus Versuchs- und Praxisanbauten – laufend ergänzt und verfeinert. Beide Bände können gedruckt über die Homepage der LWF unter www.lwf.bayern.de/publikationen/praxishilfe bezogen oder kostenfrei in digitaler Form heruntergeladen werden.