Mit dem Himmelreich....

 

Denn jeder erwartet für sich größtmögliche Gerechtigkeit, obwohl wir wissen, dass es 100 %-ige Gerechtigkeit nicht geben kann. Da bleibt immer auch eine gewisse Grauzone.-Da verdient heute ein Dax-Manager durchschnittlich 5,4 Mio € im Jahr gegenüber dem Durchschnittsgehalt eines Arbeitnehmers von ca. 23000 €.-Oder, da werden für einen 21-jährigen Fußballstar knapp 80 Mio. € hingeblättert, während der Harz 4 Regelsatz bei 432 € liegt.-Es wird über die zu große Belastung für unsere Schüler geklagt, während weltweit 263 Mio. Kinder gar keine Möglichkeit für eine Schulbildung haben.-Da demonstrieren Zehntausende in mehreren Städten gegen die Corona-Maßnahmen und fühlen sich in ihren Grundrechten eingeschränkt, während anderswo Tausende wegen ihrer Meinung, verhaftet, gefoltert oder umgebracht werden.-Weltweit leben 3,4 Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze, während wir Deutsche (nur knapp 1% der Weltbevölkerung) weltweit den 19. Platz, und in Europa Platz 7, der reichsten Ländern einnehmen. Nur ein paar Beispiele, und jeder von uns könnte sicher noch weitere und auch persönliche anführen. Ja, auch ich fühle mich manchmal benachteiligt und ungerecht behandelt, denn es kommt immer auch auf die Sichtweise an.Vielleicht hilft mir dabei die Beispielgeschichte Jesu und ich nehme mir die Zeit über sein Gleichnis: „Mt 20,1-16“ nachzudenken. DENN MIT DEM HIMMELREICH (und dazu kann auch ich jetzt schon beitragen) IST ES WIE ...


Mit der anderen Brille

 

Der Suchende geht zum Fuchs (F).

 

S – Hi Fuchs! Gott hat mich zu dir geschickt. Es geht um das Geheimnis des „Dreieinen“ Gottes. In der Bibel habe ich es nicht gefunden. Kannst du mir helfen?

 

F - Hast du die richtige Brille gehabt? Es kommt auf die richtige Brille an.

 

Der Suchende geht und probiert alle möglichen Brillen, die er bei den Optikern und Wissenschaftlern finden konnte. Ohne Erfolg! Er kehrt zurück zum Fuchs, der fragt:

 

F - Und? Wie war‘s?

 

S - Keine Brille hat geholfen – auch nicht einmal das Teleskop, mit dem man bis zu den Sternen sieht.

 

F - Natürlich können die nicht. So entdeckst du das Geheimnis nicht. Du musst die „andere Brille“ nehmen.

 

S - Was? Welche „andere Brille“?

 

F - Schalt das Herz an, nicht das Hirn.

 

S - Das Herz?

 

F - Ja, das Herz! Habe ich schon dem kleinen Prinzen gesagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

 

S - Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

 

F - Richtig! Und das ist das Geheimnis vom Dreieinen Gott: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3,16)

 

S - Das ist das Geheimnis vom Geheimnis: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

 

Hier wird also das Herz – der Glaube – gefragt, nicht die Vernunft.

 

 

 

Hippolyte Ibalayam

 

Pfarrer


Coronakrise kann wichtige Reformen anstoßen

 

Der Diözesanrat verweist in diesem Zusammenhang auf die Enzyklika „Laudato Si‘“, die Papst Franziskus vor fünf Jahren veröffentlicht hatte. „Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen“, zitiert das Laiengremium den Heiligen Vater, der schon damals gefordert hatte: „Die Zeit, mutig voranzuschreiten, ist jetzt.“ Nun sei auch die Zeit für eine „breite gesellschaftliche Debatte“, wie der Vorsitzende des Diözesanrates, Hans Tremmel, unterstreicht.
 
Wenn infolge der Coronakrise aus volkswirtschaftlichen Gründen Staatshilfen und Subventionen unumgänglich erschienen, müssten diese an soziale, nachhaltige und umweltfreundliche Bedingungen geknüpft werden, mahnt der Diözesanrat. „Das geplante Konjunkturprogramm muss Anreize setzen für ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit.“ Wichtig sei deshalb, die Staatshilfe an klar formulierte und überprüfbare Ziele zu knüpfen und international Verantwortung zu übernehmen. Komplementär zu Investitionsprogrammen müsse deshalb ein ressourcenorientiertes Lieferkettengesetz verabschiedet werden. „Gemeinwohl hat Vorrang vor Profit und Effizienz“, unterstreicht Tremmel.
 
Diese Punkte könnten nur die ersten Schritte einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation sein, heißt es in der Stellungnahme weiter. Eines habe die Coronapandemie aber jetzt schon gelehrt: „Plötzlich geht ganz viel.“ Fuchs betont: „Es liegt an uns, ob wir nach der Coronaschockstarre wieder in die alten Verhaltens- und Wirtschaftsmuster zurückfallen oder die Chance zu einer ganzheitlichen Umkehr im Sinne von ‚Laudato Si‘‘ ergreifen.

Zum Christihimmelsfahrtstag

Der Evangelist Matthäus, der sein Werk wahrscheinlich um 90 n. Chr. in Syrien, wo Christen und Juden zusammenlebten, abgefaßt hat, endet mit einer einzigartigen Zusage: "Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Die Frohe Botschaft geht weiter, indem die Jünger zur Taufe und zur Lehre beauftragt sind. Was früher nur für Israel bestimmt war

 

( Math.10,5f und 15,24) zieht nun seine Kreise in der ganzen Welt.

 

Diese frohmachende Zusage Jesu gilt auch uns , die wir heute durch Corona 19 bedrängt werden.

 

So grüße ich Sie herzlic

 Fr.Jo.Weppelmann, Diakon i.R.


Impuls zum Sonntag

Wer aber ist dieser Heilige Geist, den er verspricht? In den Bibelübersetzungen aus dem griechischen Originaltext wird er mit Helfer, Fürsprecher, Anwalt, Advokat, Tröster und Beistand bezeichnet. Genau das will der Heilige Geist für Jesu Jünger sein bis zum heutigen Tag. Denn im Heiligen Geist will Jesus uns ganz nahe sein. Er will uns Helfer sein, wenn wir vor großen Sorgen und Problemen, vor großen Herausforderungen und Aufgaben stehen. Dann will er an unserer Seite stehen und uns helfen, den richtigen Weg zu finden. Ich wünsche Ihnen, dass sie auch etwas von diesem Beistand des Heiligen Geistes erfahren dürfen auf Ihren Lebenswegen, gerade auch dann, wenn es einmal schwieriger wird, eine Herausforderung zu meistern.


Muttertag

Immer am zweiten Sonntag im Monat Mai feiern wir „Muttertag“, stellen wir die Mütter in besonderer Weise in den Mittelpunkt. Auch wenn der Muttertag in Deutschland vor über 90 Jahren als eine Initiative der Blumengeschäfte begonnen hat, so ist er doch eine gute Gelegenheit den Müttern für all ihre Fürsorge und Liebe zu danken.

 

Der Monat Mai rückt aber noch eine andere Frau in den Mittelpunkt der Betrachtung: die Gottesmutter Maria. Die katholische Kirche ehrt diese Frau nicht nur am Muttertag, sondern widmet ihr den ganzen Monat Mai. Wenn alles zu blühen beginnt und der Frühling seine „Hoch-Zeit“ hat, wird über die Rolle von Maria im Leben ihres Sohnes Jesus nachgedacht.

 

Aber wie kann man Maria heute, in einer vom Verstand geprägten Zeit, den Menschen vermitteln? Für was steht dieses junge Mädchen aus Israel aus einer Zeit vor über 2000 Jahren?

 

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Menschen nicht nur rational ausgerichtete Geschöpfe sind, sondern auch offen sind für die Angelegenheiten des Herzens. Sehnen wir uns nicht auch manchmal wieder nach dem Reinen, nach dem Fehlerlosen, nach dem Absoluten besonders in dieser für uns alle so herausfordernden Zeit? Hier wird uns Maria als Beispiel vorgestellt. Sie bringt das mütterliche, das weibliche in die Kirche hinein. Neben allem, was unseren Glauben vielleicht manchmal so schwierig macht, gibt es diesen Monat Mai, in dem wir unser Herz öffnen und einfach dieser emotionalen Seite freien Lauf lassen können. Und wie wir uns über Maria freuen, so freuen wir uns gerade im schönen Monat Mai an all dem, was sich jetzt wieder neu in unser Bewusstsein drängt: die Sonne, die Natur, die ersten vorsichtigen Begegnungen wieder innerhalb der erweiterten Familie, die ersten Gottesdienste unter geschützten Bedingungen.

 

Liebe Mütter, ich wünsche uns einen schönen Muttertag

 

Gabi Aringer


Wiedereinführungen von Gottesdiensten

Die Wochentaggottesdienste werden ab dem 20.Mai 2020 nur in der Kirche in Rieden und im Pfarrzentrum möglich. (In den Filialkirchen Soyen, Kirchreit, Zell und Koloman können leider keine Gottesdienste gefeiert werde!) Weitere Hinweise sind an den Schaukästen und Kirchentüren zu finden. Pfarrbüro Rieden/Soyen: (Öffnungszeiten: Di + Do 08.30 – 12.00 Uhr; Mi 8.30 – 9.30 Uhr)Tel.: 08071 8666. Pfarrbüro Edling: Tel.: 08071 2762 (Öffnungszeiten: Mo + Do 15.00 – 18.00 Uhr; Mi + Fr 8.30 – 12.00Uhr)Pfarrbüro Attel: Tel.: 08071 920980 (Öffnungszeiten: Di + Do 09.00 – 12.00 Uhr)

Evangelium zum 4. Ostersonntag

Doch in dieser Ausnahmezeit bleiben uns noch andere Türen weiterhin verschlossen. Türen zu lieben Menschen, zur Arbeitsstelle, Schule und Kindergarten, oder zu Zusammenkünften bei Sport, Freizeit und Gemeinschaftsfeiern. Wir spüren schmerzlich was es heißt vor verschlossen Türen zu stehen. Auch ich selbst kann im wahrsten Sinn des Wortes eine verschlossene Tür sein. Wenn z.B. Streit, Enttäuschung oder andere Gründe mich verschlossen machen. Jesus lädt mich ein, Errettung und Befreiung durch ihn von meinen Begrenzungen zu erlangen. Wenn ich offen werde, dann kann nicht nur mein Leben, sondern auch das meiner Nächsten Erfüllung finden. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen bei einem unseren nächsten Gottesdiensten, Ihr Diakon Michael Bichler

 

Das Sonntagsevangelium zum 4. Ostersonntag Johannes 10,1-10Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

 

Mai ohne Maiandacht

Einzelne oder Familien können ja einen Spaziergang oder eine kleine Wanderung zu einer der Kapellen machen. Dort können Sie auf das Andachtsbild schauen, über Maria nachdenken und zu ihr beten. Man kann sogar allein oder als Familie ein Marienlied singen. An den meisten Kapellen werden Sie ein Blatt mit einigen Anregungen finden. Aber auch in Ihrer Wohnung können Sie ein Marienbild schmücken, eine Kerze anzünden und beten. Im Gotteslob finden Sie dazu einige Vorschläge (im neuen Gotteslob: z.B. Nr. 890; im alten Gotteslob: z.B. Nr. 783).Die Evangelien überliefern uns nur wenige Worte Mariens. Die sind allerdings bedeutsam und gehaltvoll. Auf der Hochzeit zu Kana sagt Maria den Dienern: „Was er euch sagt, das tut.! So hat sie selber gelebt. Sie hat sich ganz in den Dienst ihres Sohnes gestellt. Er aber stand ganz im Dienst der Menschen, die ihn gebraucht haben – nach dem Willen des Vaters. Seine Botschaft ist einfach und herausfordernd zugleich: liebt einander wie euch geliebt habe. Besseres können wir nicht tun - weder für uns noch für andere.

 

Karl Wuchterl

 


Dekret Kardinal Marx

Allgemeines Dekret gemäß can. 29 CIC
 
Um weiterhin der Ausbreitung der durch den Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten COVID-19-Erkrankungen durch die Zusammenkunft von Menschen nicht Vorschub zu leisten und insbesondere die besonders gefährdeten alten und kranken Menschen zu schützen, verfüge ich vor dem Hintergrund weitergehender Maßnahmen der Bundesregierung wie der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlung des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese München und Freising die folgenden Maßnahmen:
 

 

  1. In der Zeit bis einschließlich 3. Mai 2020 finden keine öffentlichen Gottesdienste im Gebiet der Erzdiözese München und Freising statt.
  2. Zugleich befreie ich bis zu dem genannten Datum alle Gläubigen, die sich im Gebiet der Erzdiözese München und Freising aufhalten, von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Messfeier an Sonn- und gebotenen Feiertagen gemäß can. 1247 CIC.
  3. Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen ist es Priestern und Diakonen erlaubt, das Sakrament der Taufe im engsten Familienkreis zu spenden. Sofern nach dem klugen Urteil des Taufspenders die Spendung der Taufe in einem Privathaus geboten ist, wird hiermit die Erlaubnis gemäß can. 860 § 1 CIC erteilt.
  4. Hauskommunion und Krankensalbung werden allgemein eingestellt. Bei dringlicher Notwendigkeit, insbesondere in lebensbedrohlichen Situationen, besteht weiterhin die Verpflichtung, den Kranken und Sterbenden beizustehen und unter Beachtung der gebotenen Hygienemaßnahmen die Kommunion und die Krankensalbung zu spenden.
  5. Requien (Totenmessen) sind als öffentliche Gottesdienste nicht erlaubt und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Verstorbenen Gläubigen ist jedoch weiterhin das kirchliche Begräbnis gemäß can. 1176 CIC zu gewähren.
  6. Die Kirchen haben den Gläubigen für das persönliche Gebet zu den üblichen Zeiten offen zu stehen.

 

Dieses Dekret tritt am 20. April 2020 in Kraft

 


Der Zweifel, die zweite Stimme des Glaubens

 

In einer Zeit und einer Generation, die sich nicht so leicht etwas vormachen lässt, die ihren Sinnen, ihrem logischen Denkvermögen und ihrer Technik vertraut und alles kritisch ganz genau prüft, kann ich mit Blick auf den Weg des heiligen Thomas(Joh. 20,19-31) jene verstehen, die ernsthaft fragen und hinterfragen, ohne sie sofort als Feinde der Kirche zu brandmarken. Denn den Kinderglauben darf man, wenn es darauf ankommt, auf den Prüfstand stellen und dadurch im Glauben reifen. Zweifel ist erlaubt. Er gehört zum engsten Umfeld Jesu, dieser fragende und zweifelnde Thomas, war mit ihm unterwegs. Er hat unmittelbar Jesu Worte gehört – darunter auch seine Vorankündigungen vom Leiden, Sterben und Auferstehen am dritten Tag. Er war Augenzeuge seiner Wunder, seiner erbarmenden Haltung gegenüber einer vielfachverwundeten Menschheit und seiner göttlichen Vollmacht; Zeuge aber auch von seiner Ohnmacht und seinem schrecklichen Tod am Kreuz. Die Bilder werden ihn geprägt und verfolgt haben. Als die anderen Jünger ihm mitteilen: „Wir haben den Herrn gesehen!“, hält er das für unmöglich. Die Worte klingen bei ihm wie durch Trauer und Schmerzverursachte Hirngespinste und Wahnvorstellungen. „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“. Er zweifelt, aber seine „Wenn ... wenn ...“ lassen eine Tür für neue Erkenntnisse offen. Ganz einfühlsam kommt ihm der Auferstandene acht Tage danach entgegen. Er wendet sich besonders ihm zu. Keine Zurechtweisung, keine Vorwürfe, sondern eine verständnisvolle Einladung: „Streck deine Finger aus - hier sind meine Hände!Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite! Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“Und Thomas? Eben noch hat er gezweifelt, nun legt er das stärkste Glaubensbekenntnis ab, das bis dahin im Evangelium zu hören war: „Mein Herr und mein Gott!“. Für uns, die wir angesichts mancher Katastrophen uns oft fragen, ob man noch an einen gütigen, allmächtigen Gott glauben soll, gilt mitten in diesem je persönlichen Suchen, Ringen und Zweifeln der Spruch: „Wo der Glaube lebt, dasingt der Zweifel die zweite Stimme.“ – und v.a. die 10. Seligpreisung:Selig, die nicht sehen, und doch glauben!“ (Joh. 20,29b)

Ostern 2020

Zum Gründonnerstag

 

Was sind das für Hände? (zu Joh 13,1-15)„Jesus wusste, dass der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte“(Joh 13,3), so sagt der Evangelist, bevor er zu berichten anfängt, was Jesus beim Letzten Abendmahl tat. Mit auffallender Sorgfalt wird uns aus dem Blickwinkel eines Augenzeugen im Einzelnen erzählt, was da vor sich ging. Es ist so als würden wir mithören und mit sehen, wie Jesus sich beim Mahl erhebt und seine Oberkleider ablegt. Wie er ein Leinentuch nimmt und sich damit umgürtet. Wie er Wasser in die Schüssel gießt und den Jüngern die Füße zu waschen beginnt, und dann mit dem Leinentuchabtrocknet.

Das alles tun die Hände, in die „der Vater alles gegeben hat. Was sind das für Hände, in die alles und jedes, so auch diese abendliche Stundegelegt worden ist? Es sind Hände, die Gottes Taten tun, die Hände des Zimmermannes aus Nazareth. Man sah es seinen Haushandwerkers Händen wohl an, dass sie mit ihrer Arbeit einmal das tägliche Brot verdienen mussten. Inzwischen hatten sich diese Hände anderem zugewandt: Voll Mitleid streckten sie sich nach Kranken aus und rührten Aussätzige heilend an; Hungernde nahmen aus ihnen Speise und Trankentgegen, und Kinder fühlten sie segnend auf ihrem Kopf ruhen. Den Jüngern, die sich um Jesus sammelten, wurden seine Hände im täglichen Umgang mehr und mehrvertraut, Hände, die so viel Gutes und nur Gutes taten (Apg 10,38). Es sind aber auch Hände, die aus Stricken eine Geißel machten und damit alle aus dem Tempeltrieben, die dort Geschäfte betrieben. Auf diese Händehatten die Menschen geschaut, wenn er ihnen wie ein Sämann das Geheimnis des Gottesreiches enthüllte. Und wenn der Meister seine Hände zum Gebet erhob, hielten alle inne. Jetzt brechen diese Hände beim letzten Abendmahlunter Danksagung das Brot und reichen alle den Becher des Segens. Danach tun sie, was. sonst nur Niedriggestellte übernehmen: kniend den Haus Herren die Füße waschen. Diese Gesten Jesu zeigen, wozu er gesandt und angetreten war: Er war in die Weltgekommen, um bis zur letzten Selbstentäußerung dem Leben zu dienen und das eigene Leben hinzugeben für viele. Wie viel wussten davon die Jünger im Abendmahlsaal und die ungezählten Leute draußen. Viele hatte die Erfahrung mit diesem Mann bis zum Staunen gebracht. Sie wurden überrascht von der Vollmacht, die sich in seinem Tun und Reden zeigte. Doch als man Jesus gefangen nimmt und fesselt, scheint ihm alles aus der Hand genommen zu werden. Er selber muss erfahren, was es heißt, in die Hände von Menschen zu geraten. Man führt ihn von Instanz zu Instanz, schleppt ihn von einer Station zur nächsten, bis hin zum Kreuz auf Golgota. Dort werden seine Hände ans Holz genagelt, weit ausgebreitet und leer. Und sterbend übergibt er sein Leben - das Letzte, was er noch hat - in die Hände seines Vaters im Himmel. Nach seiner Auferstehung wird Jesus den Jüngern seine gezeichneten Hände zeigen. Seine Hände werden das tun, was er an diesem Abend heute zum letzten Mal in ihrer Mitte getan hatte: Das Dankgebet sprechen und Brot brechen. Was wissen wir eigentlich um jene Hände, in die Gott alles und jedes hineingegeben hat, die alles für uns hergegeben haben und noch geben? Begegnen wir überhaupt noch irgendwo diesen Händen? Auf dem Querbalken eines im Krieg zerschundenen Kruzifixus sind die Worte zu lesen:Ich habe keine anderen Hände als die Euren“. Demnach wären die Hände Jesu nur dort zu suchen und da zu finden, wo Menschen füreinander tätig werden. Trauen wir das unseren Menschenhänden zu – den eigenen Händen und denen von anderen? Christus will ja unsere Hände in Dienst nehmen, wenn er sie mit seiner österlichen Kraft erfüllt. Er sagt mit Nachdruck, wie sein Tun unter uns weitergehen soll: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe“. Und ebenso hat er seinen Jüngern aufgetragen: „Tut dies zu seinem Gedächtnis!“ Was sind das für Hände? – Das Fragen nach den Händen Jesu ist auch heute keine Nebensache. In unserem menschlichen Tun will/soll wahrhaft der Herr am Werk bleiben– alles zum Heil und Frieden, zur Osterfreude für einen jeden von uns und für die ganze Welt

 

Livestreams aus dem Dom

 

Die Live-Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören.

· Sie sind herzlich zum Mitfeiern von zuhause aus eingeladen.

· Mittwoch, 8. April, 17.00 Uhr: Kardinal Reinhard Marx

· Gründonnerstag, 9. April, 19.00 Uhr: Kardinal Reinhard Marx

· Karfreitag, 10. April, 15.00 Uhr: Kardinal Reinhard

· Osternacht, 11. April, 21.00 Uhr: Kardinal Reinhard Marx

· Ostersonntag, 12. April, 10.00 Uhr: Kardinal Reinhard

· Ostermontag, 13. April,10.00 Uhr: Domdekan Lorenz Wolf

· Dienstag, 14. April, 17.30 Uhr: Domkapitular Klaus Peter Franzl

· Mittwoch, 15. April, 17.30 Uhr: Domkapitular Peter Beer

· Donnerstag, 16. April, 17.30 Uhr: Weihbischof Wolfgang Bischof

· Freitag, 17. April, 17.30 Uhr: Weihbischof Rupert zu Stolberg

· Samstag, 18. April, 17.30 Uhr: Domkapitular Thomas Schlichting

· Sonntag, 19. April, 10.00 Uhr: Weihbischof Rupert zu Stolberg

 

·     

 


Ostern 2020

 

Es ist gut, dass die Evangelien wahrheitsgetreu und eindeutig an verschiedenen Stellen festhalten, dass selbst die „von Gott vorherbestimmten Zeugen“ (Apg 10,41) sich schwer getan haben mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu Christi, des Gekreuzigten. Hier geht es nicht um sehen und wissen, um erklären und beweisen, sondern um glauben. Keiner war dabei! Wir (müssen) den Zeugen glauben, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen haben und die bereit sind, sogar mit ihrem Leben dafür einzustehen. Der Osterglaube sagt uns: Auferstanden sein hat nichts mit einer bloßen körperlichen Wiederbelebung oder gar mit Wiedergeburt zu tun. Auferstanden sein heißt, in eine enge und endgültige Gemeinschaft mit dem einzutreten, der der Auferstandene ist. Und dieser Osterglaube gibt dann die Gewissheit, dass auch wir auferstehen werden. Das begründet und rechtfertigt allen Osterjubel – Halleluja! – und einen Festkreis, in dem uns immer wieder in den Evangelien verkündet wird, auf welche Weise Jesus seinen Jüngern erscheint – 40 Tage hindurch. So können sie sicher sein, dass sie sich nicht getäuscht haben, ihre Sehnsucht und Verlassenheit ihnen kein Trugbild vorgespiegelt hat.

 

 

 

Allen wünschen wir ein gesegnetes Osterfest

 

Franz-Josef Weppelmann, Diakon i.R.

 

 

 

Der erste Gruß des Auferstandenen ließ weder Klage noch Triumph erkennen.

 

Der erste Gruß des Auferstandenen schenkte freudige Zuversicht: „Der Friede sei mit euch.“

 

                                                                                                   (Peter Friebe) 


Kardinal Marx ruft Gläubige in Coronakrise zu Reflexion und gegenseitiger Verantwortung auf

 

Die Aufmerksamkeit gelte augenblicklich zurecht etwa „dem Stand der Entwicklung eines Impfstoffs, um das unmittelbare Problem zu lösen“, sagte der Kardinal. Und bis ein Heilmittel gefunden sei, müsse man verhindern, dass Menschen sich gegenseitig anstecken. „Es braucht jetzt all die Maßnahmen, die von Wissenschaftlern empfohlen und von Politik und Staat ergriffen werden“, so Marx. Trotzdem komme man „in die Herausforderung hinein, tiefer verstehen zu wollen“. Dazu müsse die Dimension Gottes einbezogen werden, machte Marx klar. „Wir brauchen all die Informationen. Aber wir führen eine Dimension ein, die tiefer reicht. Und das ist die Person Jesus Christus.“ Diese Auseinandersetzung könne dabei helfen, „wirklich zu begreifen, was diese Stunde uns sagen will für unser persönliches Leben, die Gesellschaft und die Welt insgesamt“. Vor dem bischöflichen Segen zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Kardinal Marx allen, die derzeit haupt- und ehrenamtlich ihren Dienst verrichten für das Wohlergehen der Mitmenschen und der Gesellschaft.

Aktuell wird täglich ein Gottesdienst aus der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören.


Bis 19.4. alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt

Aufgrund der Coronakrise und des damit verbundenen allgemeinen Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in Bayern sind auch in der Erzdiözese München und Freising bis zumindest einschließlich 19. April alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Somit sind auch an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste möglich. „Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat“, schreibt der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in einem Brief an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums.: „Aber wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten. Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben.“

Nachdem der Vatikan klargestellt hatte, dass eine Verlegung des Osterfests nicht in Frage kommt, wird Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom die Gottesdienste in der Karwoche und zum Osterfest feiern. Die nicht öffentlich zugänglichen Gottesdienste werden live auf der Internetseite und in den Sozialen Medien des Erzbistums übertragen.

Hinweise:  Folgende nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx werden aus dem Münchner Liebfrauendom unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live übertragen:

Palmsonntag, 5. April, 10 Uhr

 

Mittwoch, 8. April, 17 Uhr, Chrisam-Messe

 

Gründonnerstag, 9. April, 19 Uhr, Messe vom letzten Abendmahl

 

Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi

 

Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht

 

Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst

 


Erzbischöfliches Ordinariat informiert

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) alle öffentlichen Gottesdienste ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund weitgehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlungen des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese. Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einem Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

 Krankensalbungen und Krankenkommunion: Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (z.B. lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.

Beerdigungen finden selbstverständlich weiterhin statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse). Ein solches kann später nachgeholt werden. Die Erzdiözese bittet darum, den Kreis der Anwesenden bei Beerdigungen klein zu halten.

Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden.

Firmungen sind, wie bereits mitgeteilt, für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.

Das Erzbistum empfiehlt, Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, unabhängig von der Teilnehmerzahl zu verschieben.

Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen.

Die Seelsorger in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Die Gläubigen sind eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden. (kel)

Hinweis:
Fortlaufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) alle öffentlichen Gottesdienste ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund weitgehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlungen des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese. Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einem Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

 Krankensalbungen und Krankenkommunion: Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (z.B. lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.

Beerdigungen finden selbstverständlich weiterhin statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse). Ein solches kann später nachgeholt werden. Die Erzdiözese bittet darum, den Kreis der Anwesenden bei Beerdigungen klein zu halten.

Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden.

Firmungen sind, wie bereits mitgeteilt, für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.

Das Erzbistum empfiehlt, Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, unabhängig von der Teilnehmerzahl zu verschieben.

Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen.

Die Seelsorger in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Die Gläubigen sind eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden. (kel)

Hinweis:
Fortlaufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) alle öffentlichen Gottesdienste ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund weitgehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlungen des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese. Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einem Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

 Krankensalbungen und Krankenkommunion: Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (z.B. lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.

Beerdigungen finden selbstverständlich weiterhin statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse). Ein solches kann später nachgeholt werden. Die Erzdiözese bittet darum, den Kreis der Anwesenden bei Beerdigungen klein zu halten.

Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden.

Firmungen sind, wie bereits mitgeteilt, für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.

Das Erzbistum empfiehlt, Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, unabhängig von der Teilnehmerzahl zu verschieben.

Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen.

Die Seelsorger in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Die Gläubigen sind eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden. (kel)

Hinweis:
Fortlaufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus

Zum Sonntag

Auf diesem Hintergrund können wir das Evangelium des 2. Fastensonntages lesen (Matthäus 17,1-9). Wir können dabei zu folgendem Schluss kommen: hier die göttliche Verklärung Jesu auf dem Berg und dort unten in der Ebene die Mühen und Herausforderungen des Alltags.

 Ich wünsche uns allen, dass wir es in der verbleibenden Fastenzeit schaffen, aufzubrechen zu etwas Neuem und Großem, hin zum Osterfest, vielleicht einen Perspektivenwechsel wagen mit dem Wort Gottes und uns entweder aufmachen auf den Berg oder ins Tal, je nachdem.


Der Gästebrief

Hinzu kommen Informationen zu den Münchener Innenstadtkirchen oder Hinweise zu Gottesdienstzeiten in ganz Oberbayern – auch zum Thema Barrierefreiheit.

 Fühlen Sie sich eingeladen, gemeinsam mit anderen zu beten, ein Konzert zu genießen oder eine Kirche am Wegesrand als wohltuenden Ort wahrzunehmen.Und wer mehr sucht: Kurze Gedanken, Gebete und spirituelle Impulse geben dem Gästebrief eine sehr persönliche spirituelle Note.

Parallel dazu gibt den Gästebrief auch wieder online: www.gaestebrief.de  Auf speziell eingerichteten Suchfunktionen können Sie jeden Gottesdienst und jede Bergmesse in unserem Erzbistum tagesaktuell abrufen.

Aber auch Hintergrundinformationen und Geschichten zu Highlights unseres Erzbistums sind dort zu finden.

Die Bestellung des Gästebriefs geht ganz einfach:

 

Schicken Sie uns eine Email mit der gewünschte Anzahl an Gästebriefen an:   tourismusundsport@eomuc.de.

 

 


Mediale Weihnachten

Übertragungen und Informationen im Internet

 

Die Gottesdienste im Liebfrauendom am 24. Dezember um 22 Uhr und am 25. Dezember um 10 Uhr werden unter www.erzbistum-muenchen.de/stream im Internet live übertragen. Unter www.advent-in-muenchen.de sind zahlreiche Gottesdienste in München rund um die Weihnachtstage abrufbar. Weitere Gottesdienste in Pfarreien der Erzdiözese München und Freising sind unter www.erzbistum-muenchen.de/gottesdienste zu finden.

 

 

 

Angebote für hörbehinderte Menschen

 

Eine Christmette mit Krippenspiel speziell für hörbehinderte Menschen findet am Heiligen Abend, Dienstag, 24. Dezember, um 13 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth statt. Die Texte werden sowohl in Gebärden- als auch in Lautsprache vorgetragen und zusätzlich visualisiert. Auf der Internetseite des Erzbistums werden die Evangelien zu allen Sonntagen und Feiertagen, auch jene der Weihnachtszeit, sowie zahlreiche Lesungen in Gebärdensprache angeboten. Die Videos mit Dolmetscher Kilian Knörzer sind unter www.erzbistum-muenchen.de/bibel-in-dgs abrufbar.


Lindenkapelle eingeweiht

Am vergangen Sonntag wurde die Lindenkapelle in Öd mit einem festlichen Gottesdienst unter Mitwirkung der Jagdhornbläser eingeweiht. Im Anschluss an den Gottesdienst, der von Pfarrer Wackenhut zelebriert wurde, erzählte Otti Huber die Geschichte der Lindenkapelle und dankte allen Spenderinnen und Spendern, die den Wiederaufbau ermöglichten. Ein herzliches Dankeschön an die vielen Helfer, die sich bei der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligten.  Abschließend kehrten viele Kirchgänger zum  Mittagsmahl beim Huberhof ein. Auch hier einen herzlichen Dank an die vielen Helfer.

 

Fotostrecke: Einweihung Lindenkapelle


Patrozinium in Kirchreith

Patrozinium wird die Schutzherrschaft eines Patrones bezeichnet, der einer katholischen Kirche unterstellt ist und für das „Hochfest“ gebraucht an welchem der Heilige gefeiert wird, in dessen Namen die Kirche geweiht wurde. Die Pfarrgemeinde Rieden/Soyen feierte am Marientag das Patrozinium in der Marienkirche in Kirchreith. Dazu zelebrierte Pfarrer Hippolyte Ibalayam den Festgottesdienst in Gedenken an die Jungfrau Maria. Wie schon seit Jahren werden dabei die von den Mitgliedern des Frauenbundes, in mühsamer Arbeit gefertigten Kräuterbüschel geweiht. Nach der Messe kam der weltliche Teil der Veranstaltung. Die „Kireider Dorfgemeinschaft" hat sich kräftig ins Zeug gelegt, im Festzelt gab es großen Mittagstisch mit Schweinsbraten, Weißwürste und kühlen Getränken. Es wurden circa 200 Kirchgänger mit den Köstlichkeiten versorgt. Wer länger blieb, konnte sich noch an dem grandiosen und kaum überschaubaren Kuchenbuffet bedienen. Es war wie immer eine gelungene Veranstaltung der Dorfgemeinschaft. Wie jedes Jahr werden die Veranstalter den Erlös wieder karitativen Zwecken zukommen lassen. Vielen Dank dafür.

 

Fotostrecke Patrozinium Kirchreith


Gottesdienstordnung Rieden Soyen

 

Samstag, 27. Juli 2019:   Soyen PZ 19:00 hl. Messe

 

 

Sonntag, 28. Juli 2019;   Rieden 10:00 Wort-Gottes-Feier

 

Kirchreit 19:00 Anna-Rosenkranz

 

 

Mittwoch, 31. Juli 2019:   Soyen Kirche 8:00 hl. Messe

 

 

Samstag, 03. August 2019:   Rieden 19:00 hl. Messe

 

 

Sonntag, 04. August 2019:   Soyen PZ 10:00 Wort-Gottes-Feier

 

 

Mittwoch, 07. August 2019:   Kirchreit 8:00 hl. Messe