Zum Sonntag

Um die letzten Plätze reißt sich niemand. In vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gibt es die Kämpfe um die vorderen Plätze, vor allem bei sportlichen Wettkämpfen.  Aber Jesus vertritt eine andere Position. Der Maßstab für die Größe in seiner Nachfolge ist für ihn ein Kind. Seine  Jünger sollen sich seine Sichtweise aneignen und nicht die in der Welt üblichen Maßstäbe übernehmen, also: Erster sein wollen, wo immer es möglich erscheint. Und sie sollen sich dadurch hervortun, dass sie sich um jene annehmen, die wie ein Kind sind und sich nicht selber durchsetzen können.

Dieser andere Blickwinkel Jesu entlastet auch. Wir müssen nicht vorne auf den ersten Plätzen des Lebens sein: vor Menschen nicht und schon gar nicht vor Gott. Wir müssen uns nicht in den Vordergrund spielen. Denn wir dürfen darauf vertrauen, dass wir bei Gott angenommen sind wie ein Kind. Und wenn sich jemand als Letzter im Leben fühlt oder es tatsächlich auch ist?  Er zählt trotzdem und hat seine Bedeutung und seine Würde: bei Gott und hoffentlich auch bei uns Christen.


Zum Sonntag

Andere verspüren kein Bedürfnis einer Glaubensgemeinschaft anzugehören und erkennen auch keine Vorteile für sich oder der Gesellschaft.

 

 

 

Petrus antwortet auf die Frage Jesu: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

 

Können auch wir wie Petrus sage: „Zu wem sollen wir gehen und wer, außer du, Jesus kann uns ewiges Heil zusagen? Deine Worte, deine Botschaft lässt mich aufleben und sie erfüllt mich mit nie endender Kraft.“

 

 

 

Seit Jesus sich Jünger um sich scharte, sind diese Gemeinschaften die Multiplikatoren und Zeugen seiner Botschaft. Trotz all ihrer Fehler, Schwächen und auch Verbrechen, leisten und leisteten sie vielfältige Dienste im sozialen, kulturellen und persönlichen Bereich für die Menschheit. Vielen sind und waren sie Stütze und Hoffnung auf ihren individuellen Lebenswegen.

 

Jedem und jeder steht es völlig frei sich dafür oder dagegen zu entscheiden, doch die Frage bleibt: „Wollt auch ihr gehen?“

 


Zum Sonntag

Um was ging es ihm, als er mit fünf Broten und zwei Fischen fünftausend Menschen zu essen gab?
Ging es ihm um das Wunder, das dafür nötig war?
Ging es ihm um eine Demonstration seiner Macht?
Ging es ihm darum, die Masse zu begeistern, auf dass sie ihm nachfolgte?
Ich denke, die Antwort ist viel einfacher:
die Menschen hatten Hunger und er machte sie satt!
Ihm reichten fünf Brote und zwei Fische, aber auch nur deshalb, weil es letztendlich nicht die Menge der Brote war, die die Leute satt machte, sondern Jesus selbst.

Er will kein Superstar sein, deshalb zieht er sich anschließend in die Einsamkeit zurück.
Er will die Menschen nähren,
ihren Geist stärken und ihnen
Leben geben.