Wie gehts weiter?

Warum?

 

Koch: Den gesamten Breitensport in der Diskussion völlig außen vor zu lassen, wird sonst schlimme Folgen für unsere Gesellschaft haben, speziell bei den Kindern und Jugendlichen, wie zuletzt auch Ralf Rangnick deutlich gemacht hat. Keiner versteht es, wenn Wechselunterricht in Schulen stattfindet, am Nachmittag die Kinder unter Aufsicht und Einhaltung etwaig notwendiger Regeln aber nicht an der frischen Luft gemeinsam trainieren dürfen. Der organisierte Vereinssport bietet hier einen sehr wichtigen Anker. Speziell der Fußball hat als Freiluftsport nachgewiesen, mit seinen Konzepten keine Risikoquelle zu sein.

 

 

Wie wichtig ist der Amateursport?

 

Koch: Sehr – und zwar sowohl unter gesellschaftlichen Gesichtspunkten als auch im Sinne der allgemeinen Gesundheitsförderung. Wir wünschen uns ein deutlich stärkeres Bewusstsein und mehr Sensibilität für die Wichtigkeit des Amateursports. Laut Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO bewegten sich schon vor Corona rund 80 Prozent der Jungen und 88 Prozent der Mädchen in Deutschland sportlich zu wenig. Breitensport muss also noch viel wichtiger werden und darf nicht stiefmütterlich behandelt werden. Unsere Sportvereine bieten eine hervorragende Grundlage, um darauf aufzubauen. Dies gilt es nachhaltig zu schützen und zu fördern.

 

 

Laut einigen Medien geht die große Angst unter den Vereinen im Amateurfußball um.

 

Koch: Die Situation für den Amateurfußball und seine Vereine ist schwierig und eine Verlängerung des Lockdowns würde die Situation natürlich nicht verbessern. Es ist aber nicht angebracht, Untergangsszenarien an die Wand zu werfen und weitere Ängste zu schüren. Dafür gibt es keine valide, umfassende Faktengrundlage. Der DFB plant aktuell eine Umfrage unter Deutschlands Amateurvereinen, um ein detaillierteres Bild zu erhalten. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr waren in der Fläche, dass während des ersten Lockdowns ein erkennbarer Rückgang an Neueintritten in Vereinen zu verzeichnen war, während die Zahl der Mitgliedsaustritte im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil war. Nach dem Re-Start setzte dann ein klarer Aufholeffekt – auch bei der Ausstellung von neuen Spielerpässen – ein, der durch den zweiten Lockdown wieder gestoppt wurde.

 

 

Rennen den Vereinen die Mitglieder weg?

 

Koch: Wir stellen fest, dass sich viele Mitglieder solidarisch zeigen – vor allem im ländlichen Bereich. Signifikantere Zahlen an Austritten betreffen nach unseren Beobachtungen eher Großvereine, die im Alltag beispielsweise mit Kursangeboten arbeiten. Kann der Kurs nicht mehr stattfinden, treten viele aus, weil die grundsätzliche Bindung der Person an den Verein, der in diesem Fall vor allem Dienstleister ist, geringer ist. Das „klassische“ Vereinsmitglied, das zum Beispiel zu einer Mannschaft gehört, ist deutlich weniger betroffen.

 

 

Wie fällt ihr Blick nach vorne aus?

 

Koch: Wir sollten vor allem die Chancen sehen. Der vergangene Sommer hat gezeigt, dass sehr viele Menschen voller Begeisterung auf die Sportplätze zurückgekehrt sind, um wieder Fußball zu spielen, bekannte Gesichter zu sehen, die verbindende Kraft des Fußballs und des sozialen Umgangs zu genießen. Dank der Hygienekonzepte ist das beispielhaft gelungen. Viele haben große Sehnsucht danach, wieder raus zu kommen. Der Fußball kann hier ein tolles Angebot schaffen, gerade für Kinder und Jugendliche. Der organisierte Vereinssport bietet dafür einen geschützten Raum. Wir tun also gut daran, uns in diesen harten Zeiten davon leiten zu lassen, wieder Begeisterung zu schaffen, statt uns von einer Furcht treiben zu lassen, nur Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Fußball kann Vorbildfunktion haben.

 

Inwiefern ist der Amateurfußball aktuell finanziell in seiner Existenz bedroht?

 

Koch: In einer Umfrage des BFV unter den bayerischen Vereinen kam im Dezember 2020 unter anderem heraus, dass weniger Vereine eine Bedrohung ihrer Existenz wahrnehmen als noch im Frühjahr 2020, als die Pandemie neu war. Das wirtschaftliche Problem im Amateurfußball sind weniger die die fehlenden Eintrittsgelder der Spiele. Belastend für die Etats ist, dass den Vereinen ihre Veranstaltungen wie Sommerfeste oder Jugendturniere als Einnahmequelle fehlen. Auch Pachten für Vereinsgaststätten spielen zum Teil eine wichtige Rolle. Wichtig ist, dass die Vereine perspektivisch wieder ihre originären Angebote machen können – nämlich Sport zu treiben. Hinsichtlich der Finanzhilfen stellt sich das Bild je nach Bundesland unterschiedlich dar. In Bayern wurde beispielsweise die Übungsleiterpauschale verdoppelt, in anderen Bundesländern gab es direkte Hilfen vom Land.

 

 

Kann der DFB finanziell helfen?

 

Koch: Finanzielle Direkthilfen des DFB sind rechtlich nicht zulässig. Sie wären in nachhaltiger, flächendeckender Form auch unrealistisch. Hypothetisches Beispiel: Jeder Verein würde 5000 Euro erhalten, dann wäre das angesichts unserer knapp 24.500 Vereine ein Gesamtvolumen von mehr als 122 Millionen Euro – ohne langfristigen Effekt.

 

 

Was können der DFB und seine Mitgliedsverbände stattdessen tun?

 

Koch: Die Verbände müssen mit Programmen und Inhalten überzeugen, gemeinsam mit den Vereinen Überzeugungsarbeit für den Breitensport leisten. Der DFB hat mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Amateurbereich den Masterplan Amateurfußball entwickelt, der konkrete Verbesserungen bis 2024 zum Ziel hat, um gezielt die positiven Effekte der EURO 2024 im eigenen Land für den Breitensport zu nutzen. Denn wir dürfen nicht vergessen: Probleme und essenzielle Herausforderungen hatte der Amateurfußball bereits vor Corona. Beispielsweise die Frage: Wie bleiben der Fußball und seine Vereine attraktiv für Kinder und nicht zuletzt auch für Ehrenamtler? Die Pandemie ist wie in vielen anderen Gesellschaftsbereichen ein Brennglas, das Missstände deutlicher macht und Dringlichkeiten erhöht. Das ist dem DFB und seinen Mitgliedsverbänden bewusst und diese Aufgabe gehen wir an der Seite der Vereine weiter an. Mit Hoffnung statt Angst. Damit sich das riesige Potenzial des Amateursports in Zukunft wieder entfalten kann.

 


 


Gymnastik geht auch zu Hause

Diese Erfahrung machen im Moment alle, viele jammern darüber, viele macht es sogar traurig. Heute möchte ich mich an Euch alle wenden, die zum Teil seit vielen Jahren schon jeden Dienstag von 19 bis 20 Uhr in der Turnhalle anwesend sind, um gemeinsam Sport zu treiben. Immer wieder beeindruckt mich Eure Disziplin, Eure Begeisterung und Freude, mit der Ihr mit einer Selbstverständlichkeit Woche für Woche erschienen seid. Egal ob’s stürmt, schneit oder unerträglich heiß ist. Daraus ist eine schier unzertrennliche und freundschaftliche Zweckgemeinschaft entstanden, die ich im Laufe der Zeit richtig liebgewonnen habe. Das letzte Jahr war, zugegeben, schon sehr schwierig. Trotzdem haben wir es geschafft, die Ferienzeit „sportlich“ im Freien zu überbrücken. Trotz Abstand, Eintrag in die Anwesenheitslisten und sonstiger Dinge, die wir vorsichtshalber eingehalten haben, waren es tolle Gymnastikstunden, die wir auf dem alten Tennisplatz hinter der Grundschule abhalten konnten. Und wieder seid Ihr gekommen, ohne Motzen und Murren. Einfach Klasse. Witterungsbedingt mussten die Aktivitäten im Freien beendet werden, dann folgten noch einige Stunden in der Turnhalle, unter großen Auflagen und nicht ganz einfachen Bedingungen – Ihr habt es gepackt – und habt die Einschränkungen akzeptiert. Ganz toll! Die Zeit wird noch relativ lange sein, bis wieder Sport „auf Ansage“ in der Gruppe möglich ist, deshalb nun die eindringliche Bitte, dass Ihr auch zu Hause „fleißig“ seid. Vielleicht wurde ja sogar zum Jahreswechsel der große Vorsatz mit Nachdruck und glaubwürdig ausgesprochen, jeden Tag „Sport“ – wenigstens ein bisschen. Ich rede Euch nun tatsächlich in’s Gewissen, den inneren Schweinehund zu überwinden und täglich Bewegung in den Tagesablauf einzuplanen. Überlistet Euch selber, legt eine bestimmte Zeit im Tagesrhythmus fest, und lasst keinerlei Ausreden zu. Übungen habt Ihr doch sicherlich jede Menge parat. Wenn nicht, einfach von Kopf bis Fuß durcharbeiten: dehnen, strecken, beugen. Ich weiß, dass Ihr es schafft – ich kenne Euch und schätze Euch dafür! Ihr tut es übrigens nicht für mich, das ist schon klar – oder?

 

Auch ich freue mich übrigens auf ein Wiedersehen. Wie selbstverständlich haben wir uns all die Jahre von 19 bis 20 Uhr –jeden Dienstag – in der Turnhalle getroffen. Wer hätte da gedacht, dass das jemals anders sein wird? Ihr seid „mit Abstand“ die Besten!!!

 

Maria Rummel, Abteilungsleiterin Damen-Gymnastik

TSV Soyen in Warteschleife

Wichtig ist es nach wie vor, in Bewegung zu bleiben! Traurig, aber wahr ist es, dass die aus dem letzten Jahr auf Juli 2021 verschobene Feier zum 50-Jahres-Jubiläum nun endgültig abgeblasen wurde, so der Beschluss der TSV-Vorstandschaft. Zuden   bestellten   Bands   und dem Festzelt   gab es vertragliche Vereinbarungen, die keinen Aufschub duldeten und aufgrund der unsicheren Lage wieder gelöst werden mussten. Auch wenn es sich alle sehr wünschen, so wird es vermutlich auch in diesem Sommer nicht möglich sein, sich in gewohnter Festmanier gemeinsam im Zelt zu treffen und zu feiern. Der Lichtblick lautet daher, das Fest nun zum 55sten Vereinsgeburtstag, also im Jahr 2025 auszurichten. Kurzfristig könnte es auch möglich sein, je nach den dann
aktuell herrschenden Bestimmungen im Sommer 2021, eine Feier im kleinen Rahmen auf die Beine zu stellen, so Zweiter Vorsitzender und Festausschuss-Vorsitzender Hans-Jürgen Kastner. Dies wolle man noch nicht ganz ausschließen, ist aber erst in einigen Monaten diskutierbar. Die Generalversammlung mit den dazu gehörigen Wahlen wird aufgrund der angeordneten Verlängerung des Lockdowns ebenfalls noch einmal verschoben - angedacht worden war vormals ein Termin im   Januar oder Februar   2021. Eine   genaue   Terminbekanntgabe   ist momentan nicht möglich, alle Mitglieder werden auf jeden Fall rechtzeitig über sämtliche vorhandene Medien informiert. Eine Briefwahl wurde nicht in Betracht gezogen. Wir wünschen allen Mitgliedern die nötige Geduld und Zuversicht, bleibts gesund!


Zwischen den bemerkenswerten Jahren 2020 und 2021

Viele hatten aber auch direkt oder indirekt mit den Auswirkungen oder Regelungen zu tun , es blieb quasi niemand unberührt. Auch der Vereinssport litt sehr unter den Gegebenheiten, Sporteinheiten mussten stark abgeändert werden oder über weite Strecken gar ausfallen. Die Hoffnung liegt nun aber vor uns, ein etwas stabileres Jahr zu gestalten und die Normalität wieder zurückkehren lassen zu können.

 

Wir wünschen uns sehr, dass der allgemeine Sportbetrieb wie Fußball, Tischtennis und Tennis sowie auch der Breitensport mit Damengymnastik, Zumba, Kinderturnen und Bodyfit bald wieder anlaufen kann. Auch steht noch die Generalversammlung `20 aus, die mit der Neuwahl der Vorstandschaft dieses Mal unter einem besonderen Stern steht. Ein genauer Termin wird  – je nach Entwicklung der Corona-Infektionen und folgenden Regelungen – wahrscheinlich im Januar 2021 bekannt gegeben werden.

 

 

 

Bedanken möchten wir uns in jedem Fall ganz herzlich bei allen ehrenamtlich Tätigen im Verein, sei es in der Organisation oder auch durch die Leitung von Übungsstunden - ohne euch würde nichts im Verein laufen! Im Vorfeld auf die 50-Jahres-Feier 2021 wurde ebenfalls bereits viel Zeit von den ehrenamtlichen Helfern in die Vorbereitung investiert und eifrig Pläne geschmiedet – vielen Dank dafür! Eine endgültige Entscheidung darüber, ob und wie das Fest stattfindet, wird Anfang 2021 fallen.

 

Wir halten euch auf jeden Fall am Laufenden!

 

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr, wir sehen uns hoffentlich bald wieder!

 

Die Vorstandschaft vom TSV Soyen

 

 

Neues vom TSV Soyen

Nach Möglichkeit mitzubringen sind Matte und ein Getränk, ansonsten können auch Matten ausgeliehen werden. Interessierte können gerne vorbeischauen und mitmachen! Vor den Sommerferien noch 3 Mal im Juli.

 

Übungsleiterin Maike Bederna Tel.08071-904654

 

*Selbstverständlich gelten die üblichen Corona-Vorsichtsmaßnahme-Regeln und wer sich krank fühlt, sollte zuhause bleiben! *

 

 Erfreuliche Neuigkeiten beim TSV Soyen

 Beim TSV Soyen sind die Trainingsplätze wieder belebt, Tennis - und Fußballtraining sind wieder voll im Gange. Punktespiele werden bei den Tennisherren bestritten, im Fußball ist das noch nicht der Fall.

 Kurse in der Turnhalle sind nach derzeitigem Kenntnisstand noch nicht möglich, alle hoffen aber auf eine Wiederaufnahme des Hallenbetriebes in der Zeit nach den Sommerferien.

Das Fest des Vereines anlässlich des 50-jährigen Bestehens wurde auf den Juli 2021 verschoben. Glücklicherweise konnte man alle  geplanten Bands etc. wieder gewinnen – die Vorfreude steigt!

Die Generalversammlung des Turnvereins wird im Oktober oder November 2020 normal stattfinden können. Turnusgemäß wird eine neue Vorstandschaft gewählt, der derzeitige 1. Vorstand Peter Müller gibt nach 30 Jahren seines Wirkens seinen Posten weiter – man darf gespannt sein!

 

Schriftführerin Maike Bederna