Christus ist das Licht der Völker:

Wer erkennt ihn?

Am Fest Darstellung des Herrn feiern wir die erste öffentliche Begegnung Jesu mit seinem Volk. Im Tempel, dem Zentrum des religiösen Lebens Israels, hielten sich damals viele Menschen auf, als Maria und Josef ihren Sohn brachten, um ihn dem Herrn zu weihen. Doch nicht alle erkannten in dem kleinen, schutz-bedürftigen Kind den erwarteten Messias – das Licht und das Heil aller Völker.  
An den Personen, die namentlich in das Geschehen eingebunden sind, öffnet Lukas uns die Augen dafür, wem der Heiland der Welt sich offenbart.
Da sind neben Maria und Josef, den Eltern Jesu, Simeon (sein Name bedeutet „Hörender“) und Hanna („Gott ist gnädig“). Hier stimmen Namen und Charakter überein.
An ihnen erfahren wir: Der Herr offenbart sich nicht den Gesättigten und Selbstgefälligen, sondern den Kleinen und Unbeachteten, die nach seinen Weisungen leben und handeln – wie Maria und Josef.
Er zeigt sich den Wachsamen und Hörenden, die ihn erwarten und deshalb ein Leben lang offen bleiben für die Zeichen seiner Gegenwart. Sie spüren und ahnen, dass und wo Gott am Wirken ist – wie der greise Simeon.
Er ist der Trost und die Kraft aller vom Leben Geprüften, die trotzdem im Glauben und Vertrauen ihre schwierige Lebenssituation annehmen und ohne Verbitterung Gott Tag und Nacht dienen – wie die Witwe Hanna.
Lukas führt uns diese Vorbilder vor Augen. Es ist an uns, im Blick auf sie uns dem Alltag und dem Leben zu stellen.