Trading-Scam – Handelsbetrug

 

Vorsicht vor Online-Anlagebetrug

 

 

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Traumhafte Renditen und unschlagbare Handelsstrategien - all das mit einer kinderleicht zu bedienenden Software und Unterstützung professioneller Broker. Es ist zu schön, um wahr zu sein! Erfahren Sie, wie Sie Anlegebetrug erkennen können. Falsche Anlageplattformen locken Kunden

 

 

 

Beim Trading-Scam versprechen Betrüger Anlegern außergewöhnlich hohe Renditen, vor allem bei Kryptowährungen, Devisengeschäften oder Differenzkontrakten (Contract for Difference, kurz: CFD) und preisen angeblich innovative Produkte an.

 

 

 

Sie präsentieren sich als Experten und bieten angeblich unschlagbare Handelsstrategien oder Softwarelösungen an. Ihr Ziel ist es, Anleger davon zu überzeugen, ihr Geld in vermeintlich profitable Schemata zu investieren.

 

 

 

Die Opfer investieren im Glauben, gut beraten worden zu sein, doch sehen sie das investierte Geld nie wieder.

 

 

 

 

 

Achtung: Trading-Plattformen wirken seriös und werden professionell beworben

 

 

 

Um mögliche Opfer zu akquirieren, erstellen Cyberkriminelle aufwendig betrügerische Anlageplattformen für Online-Investments. Diese Plattformen sehen seriös aus. Auch beworben wird professionell: auf vertrauenswürdigen Webseiten, in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Instagram, YouTube u.a. oder sogar in Tageszeitungen, Magazinen und im TV. Einige dieser Anbieter gaben in der Vergangenheit an, auch mit Prominenten erfolgreich zusammen gearbeitet zu haben (was nicht stimmte!). Für einen Krypto-Fond wurde mit „Steven Reece Lewis“ sogar ein CEO mit beeindruckendem Lebenslauf erfunden, der dann durch einen unwissenden Schauspieler in Werbevideos verkörpert wurde. Bilanz dieses Betrugs ist eine Schadenssumme in Höhe von fast 1,3 Milliarden US-Dollar.

 

 

 

 

 

Seien Sie misstrauisch: Investments mittels Kryptowährung und vorgetäuschte Depots

 

 

 

Wenn der interessierte Kunde sich online bei der Trading-Plattform angemeldet hat, wird er von den Cyberkriminellen direkt kontaktiert. Die "Trader" sind in Wahrheit Betrüger, die aus Call-Centern heraus agieren. Sie betreuen ihre "Kunden" sehr intensiv per Telefon und Messengerdienst. Die Opfer werden im Verlauf der vermeintlichen Beratung jedoch bedrängt. Nach der ersten, recht niedrigen Einzahlung - um das Depot kennenzulernen und Vertrauen in die Plattform zu gewinnen - sollen immer größere Summen in spekulative Finanzinstrumente und Kryptowährungen investiert werden. In der Regel findet oft gar kein Handel statt und auch die Broker-Software zeigt nur fingierte Transaktionen und Gewinne.

 

 

 

Sollen nun Gewinne und Renditen ausbezahlt werden, fangen die Probleme an. Es werden beispielsweise Steuern, Gebühren oder der Erwerb von Versicherungen verlangt, ehe eine Auszahlung vorgenommen werden könne. Teils wird ein Verdacht auf Geldwäsche vorgetäuscht und mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht. Die Betrüger sind einfallsreich, wenn es darum geht, die Auszahlung hinauszuzögern und die Betrogenen hinzuhalten. Das Geld sehen die Betrogenen jedenfalls nicht wieder.

 

 

 

 

 

Das sollten Sie wissen, wenn Sie Online-Trading nutzen

 

 

 

    Ungewöhnlich hohe Gewinne mit wenig Einsatz, sollten immer misstrauisch machen.

 

    Seien Sie misstrauisch, wenn die Investitionen in Kryptowährungen getätigt werden sollen.

 

    Banken und Sparkassen gehen nicht direkt auf Kunden zu, um sie zum Online-Trading zu bringen.

 

    Informieren Sie sich über die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen. - Nutzen Sie dafür z. B. die Unternehmensdatenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)

 

    Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Fragen Sie notfalls bei der offiziellen Plattform nach, wer der Händler ist.

 

    Geben Sie keine sensiblen Daten preis – wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot.

 

 

 

Befürchten Sie Opfer geworden zu sein? Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei!

 

 

 

 

 

Tinder-Trading-Scam: Lockvögel (um)werben in sozialen Netzwerken

 

 

 

Beim sogenannten “Tinder-Trading-Scam" treten Lockvögel zunächst über Partnerbörsen und soziale Netzwerke, wie Tinder, Badoo oder Grindr, LinkedIn oder Facebook, mit ihren potenziellen Opfern in Kontakt. Sie flirten, versuchen Interesse zu wecken und über die Chats Vertrauen aufzubauen. Gelingt dies, inszenieren sie sich als wohlwollender Freund oder Geschäftskontakt. Im Folgenden locken sie, angebliche Verwandte oder Bekannte aus deren Umfeld, die Opfer auf vorgeblich besonders lukrative Anlagenportale. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum “Tippgeben” vergehen oft mehrere Wochen.

 

Datenklau per Remote-Software

 

 

 

Die Kriminellen, die sich sehr überzeugend und selbstbewusst als echte Broker ausgeben, nutzen zudem oft eine sogenannte Remote-Software. Diese wird unter dem Vorwand benutzt, den Kunden das Benutzerkonto zu erklären und einzurichten. Währenddessen stehlen die Betrüger unbemerkt Daten z.B. zu Kreditkarten und Bankkonten vom PC des “Kunden”. Mit den so erlangten Zugangsdaten überweisen die Betrüger später ohne Wissen der Geschädigten weitere Beträge an sich, meist auf ausländische Konten.