Weniger Kirchenaustritte


Stadt und Landkreis Rosenheim - Im vergangenen Jahr konnte ein erfreulicher Rückgang der Kirchenaustritte verzeichnet werden, nachdem das Jahr 2022 von besonders vielen Austritten geprägt war. Die Zahlen sind nun wieder auf durchschnittlichem Niveau, was für viele Städte und Gemeinden in der Region eine positive Entwicklung darstellt.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in der Gemeinde Bernau, wo die Anzahl der Austritte von rund 130 im Vorjahr auf 83 zurückgegangen ist. Ein erfreuliches Signal für die örtliche Kirchengemeinschaft.
Auch in den Städten Rosenheim, Wasserburg und Bad Aibling verzeichnet man einen Rückgang an Kirchenaustritten. Dieser positive Trend lässt darauf schließen, dass die Gründe für die Austritte im vergangenen Jahr nicht flächendeckend anhalten.
Dennoch gibt es einige Kommunen, die einen leichten Anstieg der Kirchenaustritte für das laufende Jahr erwarten. Die genauen Ursachen für die Austritte sind individuell und vielfältig. Ein auffälliges Muster zeigt sich jedoch in den Jahren, in denen Missbrauchsfälle in der Kirche bekannt werden. In diesen Zeiten neigen die Austrittszahlen tendenziell dazu, höher zu sein.
Die Kirchengemeinschaften vor Ort setzen vermehrt auf Aufklärung und Prävention, um das Vertrauen der Gläubigen zu stärken und die Austrittszahlen langfristig zu reduzieren. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Glaube ein zentraler Bestandteil des Lebens vieler Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim.