„Miteinander ist die Hälfte Arbeit“

 

Rund 2.000 Bürgerinnen und Bürger aus der Ukraine sind inzwischen im Landkreis Rosenheim angekommen. Neben dem Rosenheimer Landratsamt sind es vor allem die engagierten Helferkreise, die sich um die Ankömmlinge kümmern, als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen und dafür sorgen, dass sich die Menschen in ihrer neuen Umgebung möglichst wohl und willkommen fühlen. Sie alle verdienen unsere größtmögliche Wertschätzung, sagte Landrat Otto Lederer.

 

Stellvertretend für diese vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger hat sich Lederer jetzt mit Petra Mareis und Barbara Kleeblatt vom Kreis Migration in Bad Aibling getroffen. Es ging um einen Austausch und darum, wie die Zusammenarbeit zwischen der Behörde und dem Helferkreis in Zukunft weiter verbessert werden kann. Bei dem Gespräch mit dabei waren auch die Abteilungsleiterin im Landratsamt Rosenheim, Heidi Markov, Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier und der Schulleiter des Gymnasiums Bad Aibling, Michael Beer. In der Turnhalle des Gymnasiums sind derzeit rund 150 Flüchtlinge untergebracht. „Unsere Helfer stehen in den Startlöchern und scharren mit den Hufen“, sagte Barbara Kleeblatt, die im Helferkreis das Betreuungsteam leitet. Sie bat um einen engeren Austausch und mehr Informationen. Die Vorsitzende des Helferkreises, Petra Mareis erinnerte an den „Runden Tisch“, den es bei der Flüchtlingskrise 2015 gab. Hier habe man sehr gut und eng zusammengearbeitet und vieles auf kurzem Weg klären können. Sie regte an, diesen „Runden Tisch“ wiedereinzurichten. „Wir verfügen über einen sehr großen Erfahrungsschatz und gute Strukturen“, so Mareis. „Wenn wir uns besser abstimmen, können wir uns die Arbeit teilen“, ergänzte Barbara Kleeblatt. Im Helferkreis Migration Bad Aibling engagieren sich derzeit rund 170 Personen und täglich kommen weitere dazu. Wie Landrat Otto Lederer sagte, sei auch das Landratsamt vom Ukraine-Krieg überrollt worden. Zusätzlich zur hohen Arbeitsbelastung durch die Corona-Pandemie sei es zunächst primär darum gegangen, den geflüchteten Menschen ein Dach über dem Kopf und eine angemessene Versorgung zu bieten. Dennoch stimmte er zu, dass die Zusammenarbeit zwischen der Behörde und den Helferkreisen vor Ort in Zukunft verbessert und die Helferinnen und Helfer stärker eingebunden werden sollen. Er bat aber auch darum, ehrlich zu sagen, wenn es zu viel wird. „Wir ziehen alle am selben Strang und in dieselbe Richtung“, so Lederer. Er bedankte sich für die Arbeit der Helferinnen und Helfer vor Ort sowie für die Unterstützung der Stadt Bad Aibling und des Gymnasiums. “Wir sind froh, solche Ansprechpartner vor Ort zu haben.“