Zum Sonntag

Die große Marienkirche in Rom, Maria Maggiore, erinnert daran, dass die Kirche im Jahre 431 auf dem Konzil von Ephesus feierlich erklärt, hat: Jesus Christus ist in Wahrheit Gott, und die heilige Jungfrau Maria ist deshalb die Mutter Gottes. Diese Wahrheit ist der tiefst Grund für die Marienverehrung, die sich in verschiedensten Formen im Laufe der Kirchengeschichte entfaltet hat. Die Maiandachten, die jetzt wieder im Monat Mai sein werden, fanden besonders unter Papst Pius VII. zu Beginn des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung auch bei uns, gerade auch in einer Zeit, in der die Kirche schweren Bedrängnissen ausgesetzt war.

 

Unser Land Bayern ist ohne die Marienverehrung kaum vorstellbar. Zahlreiche Marienbilder, Säulen, Statuen, Kirchen und Wallfahrtsorte prägen unser Land. Die Marienverehrung reicht auch bei uns weit zurück, und gerade das Bild der Schutzmantelmadonna ist es, was vielen Menschen in Zeiten von Krieg, Unruhen, Krankheiten und Katastrophen unter den weiten Mantel der Mutter Gottes Zuflucht suchen und finden ließ. Auch heute dürfen wir zu ihr kommen mit unseren Nöten und Anliegen, gerade wenn wir in diesen Tagen und Wochen in den Maiandachten sie besonders verehren und loben und auch um ihre Fürbitte rufen.

 

Franz Xaver Finkenzeller