Barrierefrei, noch ein Wunschdenken

Vorrang in Soyen: Ausbau der Bahnübergänge

Durch den Aus- und Neubau von Bahnstationen sind im vergangenen Jahr, laut Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung, insgesamt 14 weitere barrierefreie Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten im bayerischen Bahnnetz entstanden. 506 von 1066 Bahnhöfen sind barrierefrei ausgebaut. Damit sind aktuell in Bayern 506 von 1.066 Bahnhöfen und Haltepunkten barrierefrei ausgebaut. Rund 80 Prozent der Ein- und Aussteiger in Bayern würden davon profitieren. Das Verkehrsminister: „Es freut uns, dass das Bahnnetz in Bayern wieder ein Stück barrierefreier geworden ist und wir dabei auch die Wegmarke von 500 ausgebauten Stationen passiert haben. Jeder neue barrierefreie Bahnhof ist eine gute Nachricht für Bahnreisende und macht das klimaschonende Bahnfahren noch attraktiver. Deswegen investieren wir freiwillig auch bayerisches Geld. Gemäß Grundgesetz ist aber der Bund in der Verantwortung. Er muss hier dringend schneller vorankommen!“. Wann und ob die Haltestelle Soyen barrierefrei gestaltet wird, bleibt noch abzuwarten.  Vorrang haben hier die Bahnübergänge auf dem Gemeindegebiet.

Die 2022 in Betrieb genommenen barrierefreien Stationen liegen in Oberbayern mit Bischofswiesen, Feldkirchen bei München, Poing, Garching an der Alz und Rott am Inn. Von ihrem Ausbau sollen nun rund 29.000 Ein- und Aussteiger am Tag profitieren. Fast alle diese Stationen werden von der DB Station&Service AG betrieben, mit Ausnahme der Bahnhöfe in Garching und Rott, die sich im Netz der DB-Tochter Südostbayernbahn befinden.

Der Freistaat hat nach den Worten von Bayerns Verkehrsminister im Jahr 2022 rund 16 Millionen Euro an Landesmitteln freiwillig in die Hand genommen, um den barrierefreien Stationsausbau in Bayern zu beschleunigen. Weil sich einige Projekte verzögert und die DB bei mischfinanzierten Maßnahmen bevorzugt Bundesmittel abgerufen hat, sei der Betrag dieses Jahr geringer als im Vergleich zu den Vorjahren ausgefallen. Es sei zu erwarten, dass heuer wieder deutlich mehr bayerische Mittel abgerufen werden, da besonders viele Inbetriebnahmen mit vorheriger Bauphase anstehen.

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