Fallzahlenentwicklung:

 


Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 04.01.2022 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 2.416 neue Fälle (am 04.01.2022: 656) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 46.830 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 37.611, Stadt: 9.219).

 

Die Auswertung der Fälle seit 1. Dezember ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 15 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (62 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren (beim Vergleich der Fallzahlen in den Auswertungen ab 1. Dezember 2021 und ab 1. Januar 2022 zeigt sich eine deutliche prozentuale Zunahme der Fälle in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen auf 74 Prozent und ein Rückgang im Altersbereich ab 60 Jahren auf 8 Prozent). 9 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen von 5 bis unter 12 Jahren auf und 3 Prozent bei Kindern bis unter 5 Jahren. Die STIKO hat ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen die Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Bei individuellem Wunsch können dann Kinder in diesem Altersbereich auch ohne Vorerkrankung geimpft werden.

 

In den Heimen in Stadt und Landkreis befinden sich die Infektionen bei Bewohnern derzeit weiter rückläufig aber auf hohem Niveau. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner weiterhin hoch; die Verlaufsformen sind in der Regel milde. Etwas weniger als die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter war ungeimpft. So bestanden COVID-19-Infektionsgeschehen in der letzten Woche in 17 Alten- und Pflegeheimen bei 24 Bewohnern (19 davon waren vollständig geimpft = 79%, 3 nicht geimpft = 13%, 2 unvollständig geimpft) und 30 Mitarbeitern (14 nicht geimpft = 47%, 16 vollständig = 53%). 3 Heimbewohner (einer davon ungeimpft) mussten hospitalisiert werden.

 

„Ich appelliere noch einmal nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege und Therapie, dem Service und dem Reinigungsdienst in Pflegeheimen sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen. Ungeimpfte setzen die in den Einrichtungen betreuten und behandelten Bewohnerinnen und Bewohner einer unnötigen Gefahr aus. Ich finde diese Haltung auch ethisch nicht vertretbar. Völlig unverständlich ist für mich auch, dass sich unter den positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern immer noch Ungeimpfte befinden. Ich appelliere eindringlich an Angehörige und Betreuer, ihrer Verantwortung nachzukommen und klar für eine Impfung einzutreten“, verdeutlicht Hierl.

 

Mittlerweile wurde bei mindestens 31.103 Personen eine Genesung* dokumentiert. 739 Personen (am 04.01.2022: 732) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 640, Stadt: 99). Von den Verstorbenen waren 33 (am 04.01.2022 33) Personen unter 60 Jahren. 486 (am 04.01.2022: 482) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 7 Personen (am 04.01.2022: 4) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Keine Person war unter 60 Jahre und 4 Personen waren über 80 Jahre. Zwei der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.

 

108 (am 04.01.2022: 114) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 13 Patienten (am 04.01.2022: 25) auf einer Intensivstation.

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 14.01.2022 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 691,92 (am: 04.01.2022 250,04), für den Landkreis Rosenheim bei 617,83 (am: 04.01.2022 243,39).

 

* Mit den Begriffen „Genesung und Genesene“ werden „nicht aktive Fälle“ bezeichnet. Es handelt sich dabei nicht um „Genesene im Sinne des § 2 Nr. 3 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung“. Somit sind diese Personen – sofern nach einem halben Jahr nach der akuten Infektion keine zusätzliche Impfung erfolgt ist – grundsätzlich nach 6 Monaten wieder als empfänglich für eine Infektion anzusehen.