Bayern wächst weiter

 

 

 

Vorausberechnung: Bevölkerungswachstum hält an – jede vierte Person in Bayern ist im Jahr 2040 mindestens 65 Jahre alt

 

Wichtige Erkenntnisse der neuen regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für den Freistaat bis zum Jahr 2040 im Überblick

 

  • Die bayerische Bevölkerung wächst weiter. Ein Zuwachs von 518 000 Bürgerinnen und Bürger bis zum Jahr 2040 erhöht Bayerns Einwohnerzahl auf 13,66 Millionen.
  • Für alle sieben Regierungsbezirke und alle 96 Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte sind positive Wanderungssalden vorausberechnet.
  • Die Zahl der unter 20-Jährigen in der Gesamtbevölkerung Bayerns steigt moderat um 157 000 Personen bis zum Jahr 2040 an, die der Menschen ab 65 Jahren um 771 000.
  • Im Jahr 2040 kommen 46 Personen im Ruhestandsalter auf 100 Personen im potenziell erwerbsfähigen Alter. Im Jahr 2020 lag dieses Verhältnis bei etwa 34 zu 100 Personen.
  • Das Pandemiegeschehen hat kurzfristig Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung, eine Änderung langfristiger Trends ist derzeit nicht erkennbar.

 

Nach den im Bayerischen Landesamt für Statistik heute mit Innenminister Joachim Herrmann vorgestellten Ergebnissen der neuen regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr 2040 steigt die Einwohnerzahl Bayerns von 13,14 Millionen Personen Ende 2020 kontinuierlich auf rund 13,66 Millionen an. Das sind 518 000 Personen mehr und entspricht einem Wachstum der Bevölkerung des Freistaats von 3,9 Prozent.

 

„Dieser Zuwachs ist vor allem auf die vorausberechneten Wanderungsgewinne in allen kreisfreien Städten und Landkreisen zurückzuführen“, so das Expertenteam des Bayerischen Landesamt für Statistik. Und: die demographische Entwicklung zeige sich regional unterschiedlich. Während sich für größere Städte und angrenzende Landkreise ein überdurchschnittliches Wachstum ergibt, sind in manchen ländlichen Gebieten trotz Wanderungsplus stagnierende oder rückläufige Bevölkerungszahlen erwartbar.

 

„Die regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung veranschaulicht die möglichen Folgen des demographischen Wandels für unseren Freistaat. Wir aktualisieren sie auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise im jährlichen Turnus. Damit bieten wir eine differenzierte, qualitativ hochwertige Arbeitsgrundlage für Staat, Kommunen und Wirtschaft gleichermaßen“, so der Präsident des Bayerischen Landesamts für Statistik, Dr. Thomas Gößl. Hinsichtlich der Altersstruktur der Bevölkerung nimmt die Zahl der ab 65-Jährigen bis zum Jahr 2040 um 771 000 auf 3,49 Millionen zu. Gleichzeitig sinkt im Freistaat die Zahl der Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren gegenüber dem Jahr 2020 um 410 000 Personen auf 7,58 Millionen. Somit kommen laut der Vorausberechnung im Jahr 2040 dann 46 Personen im Ruhestandsalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. 2020 lag dieser Wert noch bei etwa 34 zu 100 Personen. Entsprechend steigt auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Bayern: Von heute 44 auf dann 45,5 Jahre in den nächsten zwei Jahrzehnten.

 

Ausnahmeereignisse, wie die seit über zwei Jahren anhaltende Pandemie haben zwar kurzfristig einen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung, wie der hierauf zurückzuführende deutlich reduzierte Auslandswanderungssaldo im Jahr 2020 zeigt, ändern jedoch auf lange Sicht die seit Jahren bestehenden Trends bis dato nicht. Der demographische Wandel wird in den nächsten Jahren auch in Bayern immer deutlicher zu spüren sein: die Bevölkerung wird insgesamt älter, internationaler und in manchen Regionen geht sie auch etwas zurück.

 

Hierbei weisen drei der sieben Regierungsbezirke mit Blick auf die Bevölkerungszahl ein Wachstum zwischen fünf und fast sieben Prozent auf. Die weiteren Regierungsbezirke halten ihr derzeitiges Bevölkerungsniveau in etwa oder verzeichnen laut Vorausberechnung allenfalls moderate Rückgänge.

 

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik