Dein Glaube

hat dich gerettet Lk 17,19b

Diesen Satz Jesu überliefert die Bibel 7 x.

Bei Matthäus in 9,22; bei Markus in 5,34 und 10,52; bei Lukas in 7,50 ; 8,48 ; 17,9 und in 18,42.

 

Jedes Mal sagt er es Menschen in aussichtlosen Lebenslagen.

In ihren Nöten wenden sie sich an Jesus im festen Glauben, dass er sie aus ihrem Leid befreien kann.

 

Das kommende Sonntagsevangelium berichtet von 10 Aussätzige, die um erbarmen bei Jesus flehen. Und Jesu schickt sie zu den Priestern, um sich ihnen zu zeigen. Auf dem Weg dorthin werden alle rein, aber nur einer kehrt zurück und dankt Jesus seinem Retter. Dem sagt er: Dein Glaube hat dich gerettet. (Lk 17,11-19) 

 

Ein anderes Mal sagt Jesus: „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.“ Mt 17,20b

 

Im Anbetracht so vieler Berge an Problemen in unserer Welt müssten wir uns schon die Frage stellen, wie gering wohl der Glaube bei uns Menschen ist. Doch wer nun glaubt, dass Gott unsere Probleme löst, wenn wir nur fest genug glauben, der wird enttäuscht werden.

 

Jesus will uns vielmehr darin bestärken, dass wir doch alle Macht selbst in der Hand haben. So durfte wohl jeder von uns schon selbst einmal erleben, wenn ich fest an meine Fähigkeiten, meine Entschlossenheit und meinen Mut glaube, bin ich zu weit mehr fähig als ich es je vermutet hätte.

 

Was unsere Welt also braucht, das sind Menschen die unerschütterlich an ihre Möglichkeiten und Befähigungen glauben, um couragiert und entschlossen die notwendigen Schritte zu gehen. Wie viele Berge könnten so überwunden werden?

 

Und noch eines will uns Jesus sagen: „Wer glaubt, hat das ewige Leben.“ Joh 6,47 Glaube versetzt also nicht nur Berge, sondern besiegt auch noch den Tod.                                                   

Diakon Michael Bichler