Landwirtschaftliche

Energiesicherheit

 

„Die Land- und Forstwirtschaft sorgt für lokale Energiesicherheit. Nach der Entscheidung der Bundesregierung können nun die bestehenden Biogasanlagen rund 20 Prozent mehr Energie liefern. Das entspricht rund 4 Prozent der russischen Erdgasimporte vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine. Auch bei der Nutzung von Energieholz ist noch Luft nach oben – und dass ohne die Nachhaltigkeit und die Biodiversität in Frage zu stellen. Wärme aus Waldhackschnitzeln oder die Nutzung der Abwärme von Biogasanlagen ist hier die Lösung – wer aber wie Brüssel einen Widerspruch zur Nahrungsmittelproduktion sieht, ignoriert die vielfältigen Synergieeffekte.

Ohne Biokraftstoffe können Treibhausgas-Reduktionsziele im Verkehrssektor nicht erreicht werden, auch wenn sich die Bundesregierung die Treibhausgaseinsparung mit Biokraftstoffen aus Abfallbiomasse oder aus Strom mittels Mehrfachanrechnung schön rechnet. Im zukünftigen Energiemix ist die Land- und Forstwirtschaft Teil der Lösung. Die Landwirtschaft kann sowohl Nahrungsmittel als auch Energie, und zwar ohne gegenseitige Konkurrenz. Häufig können Koppel- oder Nebenprodukte der Nahrungsmittelerzeugung energetisch verwertet werden. Die bayerische Landwirtschaft leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag zur regionalen und für die Verbraucher bezahlbaren Energieversorgung.“

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband