Viel Input und Austausch beim ersten Vereinstag

 

Etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich, etwa die Hälfte davon in Vereinen. Um die Vereine bei Ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Ehrenamtskoordination des Landkreises Rosenheim zusammen mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern zum ersten Vereinstag ins Landratsamt Rosenheim eingeladen. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen des gesamten Landkreises haben sich am vergangenen Samstag, 15. Oktober, über wichtige Themen des Vereinslebens ausgetauscht und viele wichtige Impulse für ihre eigene Arbeit mitgenommen.

In vier verschiedenen Workshops wurden an diesem Tag Themen wie Mitgliedermotivation, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und die Suche nach Führungskräften thematisiert. Die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer brachte die Notwendigkeit des Ehrenamtes und des freiwilligen Engagements in Ihrer Begrüßung auf den Punkt und dankte allen Vereinsaktiven für Ihren Einsatz: „Ohne Ihr freiwilliges Engagement wäre ein lebendiges Vereinsleben gar nicht möglich. Das aber ist es, was vor allem in ländlichen Regionen ausschlaggebend für die Lebensqualität ist. Sie sind der Kitt unseres Zusammenhalts – und das leben Sie auch unseren Kindern vor.“

Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, bezeichnete Vereine in seinem Impulsvortrag als das „Herz des Ehrenamts“. Damit dieses Herz kräftig schlage, brauche es Menschen, die Verantwortung übernehmen, vor allem im Vorstand.

Für die Ehrenamtlichen standen im Anschluss der praktische Charakter und der persönliche Austausch untereinander im Vordergrund.  Michael Blatz und Karl Bosch, zwei zertifizierte Coaches und Mediatoren, erarbeiteten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in zwei Workshop-Runden viele praktische Tipps für den Vereinsalltag. So lieferte Michael Blatz, als selbstständiger Vereinsberater, in seinen Workshop-Beiträgen zum einen wichtige Tipps für eine erfolgreiche Medienarbeit sowie am Nachmittag hilfreiche Möglichkeiten, wie Vereine Geld oder Sachmittel für Ihre Zwecke akquirieren können. Karl Bosch, ebenfalls Vereinsberater, gab den Ehrenamtlichen in seinem ersten Workshop Ideen an die Hand, wie sie Mitglieder motivieren und in einem Zweiten, wie sie mögliche Vorurteile und Ängste abbauen und so Führungskräfte für die Vorstände in ihrem Verein suchen und finden.

Beide Referenten zeigten sich begeistert von der Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ebenso Giulia Giardina, Ehrenamtskoordinatorin des Landkreises Rosenheim. Sie hat großteils die Organisation des Tages übernommen. „Mit den Menschen hier in Rosenheim kann man gut arbeiten – das sagen nicht nur unsere beiden Referenten. Es war ein sehr gewinnbringender und hilfreicher Austausch. Ich freue mich sehr, dass das Angebot so gut angenommen worden ist. Es hat gezeigt, dass es in den Vereinen einige Fragen gibt, auf die wir gerne Antworten beziehungsweise Hilfestellungen geben möchten.“