„Soyen 60plus on tour“

 „Sicher und selbstbestimmt zu Hause wohnen“

 

 Niemand ist davor gefeit, dass sich durch Krankheit oder Unfall Einschränkungen ergeben, die ein Leben in der eigenen Wohnung zum Problem werden lassen. Solche Fälle kennt jeder aus der Nachbarschaft, Verwandtschaft oder aus dem Bekanntenkreis und trotzdem der Gedanke, es trifft nur die anderen. Deshalb sollte man sich darüber informieren, welche Hilfen, aber auch welche finanziellen Unterstützungen aus verschiedenen Bereichen in solchen, eh schon schwierigen Situationen, die Lage verbessern können. Allerdings hat nur eine erstaunlich kleine Gruppe von „Soyen 60plus“ das Angebot in Anspruch genommen, um in den Genuss einer unglaublich interessanten Beratung durch den Dipl. Soziologen Thomas Birken zu kommen. Auf einer Fläche von 450 qm wurde vor etwa 5 Jahren eine Dauerausstellung geschaffen, um Menschen, die akut in Not geraten sind, aber auch Vernünftigen, die sich schon rechtzeitig über unverzichtbare und erleichternde Hilfsmittel informieren möchten, persönlich und sehr anschaulich beraten zu können. Gerade im Hygienebereich kommt man im Ernstfall schnell an seine Grenzen. Das Bad ist entweder zu klein, die Badewanne zu tief, die Dusche zu eng. Was es hier an verschiedenen Möglichkeiten gibt, ob Haltegriffe, Badewannenbretter, Lifte oder drehbare Hocker, wurde in den jeweiligen Muster-einrichtungen sichtbar. Generell macht es Sinn, sich vorab immer fachmännisch beraten zu lassen, und zwar von der richtigen Stelle, z.B. – wie der Name schon sagt – im Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen Stadtteilarbeit e.V., Konrad-Zuse-Platz 11/1.Stock, 81829 München, Tel. 089/ 34 70 43-0, info@komz-wohnen.de, www.komz-wohnen.de. Persönliche Beratungen allerdings, evtl. vor einem geplanten Umbau, um ein barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, sind für unseren Bereich über das Landratsamt Rosenheim möglich (Ansprechpartner: Brigitte Neumaier, Fachstelle Wohnberatung im Landratsamt Rosenheim, Tel. 08031/ 392 22 81, E-Mail: brigitte.neumaier@lra-rosenheim.de). Es gibt so viele Möglichkeiten, die nun mal nicht bekannt sind, deshalb vorab stets aktiv informieren, so die Empfehlung von Thomas Birken. Die Beratung fängt an mit kleinen Hilfsmitteln bis hin zu umfangreichen Baumaßnahmen nach Umbauten, damit Menschen mit Einschränkungen möglichst lange daheim wohnen bleiben können. Das Kompetenzzentrum mit eigenen Architekten fungiert nicht nur als Berater, sondern gibt auch Auskunft über Finanzierung und Unterstützung durch Fördergelder. Anhand eines Musterschlafzimmers konnte man sich ein Bild von den vielen Funktionen von Pflegebetten machen, die zudem auch optisch zum Wohnbereich sehr ansprechend verarbeitet wurden. Bei Kaffee und Gebäck und nach einer kurzen Pause erklärte uns Thomas Birken einfühlsam und mit unglaublich gut verständlicher Rhetorik Hilfen für eine selbständige Lebensführung. Rollatoren gibt es jede Menge, sollten sie allerdings optimal der jeweiligen Situation angepasst sein, empfiehlt es sich, sich auch hier gründlich beraten zu lassen. „Höhen überwinden“, hört sich relativ banal an, bei Behinderung allerdings, ist jede Stufe ein Problem und bedarf entsprechender Hilfsmittel, seien es Rampen, Treppen-Lifte oder fachlich zu Ende gedachte Handläufe. Mobile Geräte allerdings sind noch relativ unbekannt, jedoch extrem sinnvoll. Darunter versteht man die Treppenraupe oder den Rollstuhl mit Raupenantrieb. Durch die Vorführung mit einem „lebenden Objekt“ konnte man sich den relativ leichten und sehr unterstützenden Einsatz dieser Geräte nachvollziehbar vorstellen. Gerade auch bei Treppenliften ist eine intensive Beratung extrem wichtig, um auch hier die richtige Lösung zu finden. Die Gruppe war sich einig, eine sehr interessante Ausstellung, ein ausgesprochen sympathischer Berater, mit Kompetenz und Erfahrung und dem unverkennbaren Willen, die passende Lösung für jeden Bedarf zu finden. Die Einkehr bei einem „Griechen“ half uns, neben den tollen Speisen auch noch die hochinteressanten und wertvollen Informationen und Tipps zu verdauen.

Bei entsprechendem Interesse kann ein weiterer Besuch gerne organisiert werden. INFO auch bei den monatlichen Treffen „60plus“. Beratungsvermittlung auch über Peter Rummel, 08071/ 922 54 14

 

Peter Rummel, Seniorenbeauftragter