Christine Singer

ist neue Landesbäuerin

 

Die 57-jährige Christine Singer wird unterstützt von zwei Stellvertreterinnen. Die Delegierten wählten Christine Reitelshöfer zur ersten stellvertretenden Landesbäuerin und Christiane Ade zur zweiten stellvertretenden Landesbäuerin. Die mittelfränkische Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer (55 J.) aus Petersaurach im Landkreis Ansbach war schon seit 2017 zweite stellvertretende Landesbäuerin und Christiane Ade (50 J.) gehört als schwäbische Bezirksbäuerin seit 2017 dem Landesvorstand der BBV-Landfrauen an.

Die neue Landesbäuerin Christine Singer kommt aus Hofheim im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin bewirtschaftet mit ihrer Familie einen Milchviehbetrieb. Seit 25 Jahren engagiert sich Christine Singer im Bayerischen Bauernverband auf Orts-, Kreis-, Bezirks und Landesebene.

Als Landesbäuerin möchte Singer vor allem das Selbstbewusstsein der bayerischen Bauernfamilien stärken. „Wir Bäuerinnen und Bauern sind die verantwortungsvollen Gestalter der Kulturlandschaft. Wir leisten in unseren Betrieben enorm viel für unsere Gesellschaft, darauf dürfen wir stolz sein. Das Bild der Land- und Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit ist geprägt durch Narrative, die nicht der Realität entsprechen. Es liegt auch an uns, die Menschen mit unseren Werten, Angeboten und Leistungen zu erreichen. Aktuell ist vieles in Bewegung. Wir werden gebraucht und können Lösungen für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt, Klima, Energie, Ernährung und Natur anbieten. Dafür möchte ich mich einsetzen.“ Gemeinsam mit den Frauen und Männern des Berufsstands möchte Singer ihren Teil dazu beitragen, „unseren Betrieben Zukunftsaussichten zu geben, damit sie mit gutem Gewissen ihren Hof an die nächste Generation weitergeben können.“ Singer macht deutlich: „Der Bayerische Bauernverband steht an der Seite der Betriebe. Gerade auch in schwierigen Situationen und Notfällen unterstützen Einrichtungen wie die Dorf- und Betriebshilfe und der Bäuerliche Hilfsdienst.“

Themen wie Aus- und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Dialog mit Politik und Gesellschaft, Entwicklung der verschiedenen Betriebsschwerpunkte in der Landwirtschaft, aber auch die Vielfalt der Landfrauenthemen, von der jungen Bäuerin bis zur Austraglerin liegen ihr am Herzen. „Ich sehe für uns Landfrauen besonders die Herausforderung darin, die aktuellen Entwicklungen in der Ernährung sowie im ländlichen Raum mit den Entwicklungen in den landwirtschaftlichen Betrieben und den dort notwendigen Rahmenbedingungen zusammenzubringen.“

Um die Vielfalt der Aufgaben zu bewältigen setzt Christine Singer auf Teamarbeit mit ihren Stellvertreterinnen. Für Christine Reitelshöfer, die Technikerin für Hauswirtschaft und Ernährung ist und mit ihrer Familie einen Milchviehbetrieb und ein Lohnunternehmen bewirtschaftet, spielt die heimische Land- und Forstwirtschaft eine Schlüsselrolle. „Ich sehe uns Landfrauen als Motor in den Regionen und für intakte ländliche Räume mit funktionierenden Infrastrukturen, Daseinsvorsorge und Entwicklungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft. Unsere Land- und Forstwirtschaft trägt dazu bei, Probleme zu lösen sowohl in Fragen der Ernährungssicherheit, der Energiegewinnung als auch im Klima- und Artenschutz. Wir Landfrauen haben Ernährungstrends und die Bedürfnisse der Gesellschaft im Blick. Sich wandelnde und pflanzenbasierte Ernährung verändert unsere Landwirtschaft. Wichtig für uns ist es, Chancen, die sich daraus für die Landwirtschaft ergeben, zu erkennen und zu nutzen.“

Christiane Ade, zweite stellvertretende Landesbäuerin, ist examinierte Krankenschwester und Hauswirtschafterin und bewirtschaftet mit ihrer Familie im Landkreis Neu-Ulm einen Milchvieh- und Ackerbaubetrieb mit Direktvermarktung. Sie möchte vor allem den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein positives, motivierendes Bild der Landwirtschaft und des Berufsstands präsentieren und Projekte fördern, mit denen Kinder und Jugendliche für die Landwirtschaft begeistert werden können. Dabei liegen ihr die Schulprojekte „Landfrauen machen Schule“ und die Projektwochen „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ besonders am Herzen.