Halloween

Der Kürbis gehört dazu

 

Es ist so weit – gruselige Kürbisfratzen und lustige Kürbisgesichter schmücken Hauseingänge, Treppenstufen und vieles mehr. Doch der Kürbis kann mehr. In unterschiedlichen Formen, Größen und Farben laden sie nun häufig an den Straßenrändern zum Kauf ein. Während Zierkürbisse nur zur Dekoration dienen, sind Speisekürbisse ein willkommenes Herbst- und Wintergemüse, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

 

Wer einen größeren Gemüsegarten oder Kompost besitzt, kann versuchen im nächsten Jahr selbst Kürbisse heranzuziehen. Schmackhafte Sorten bereichern den Speiseplan, Zierkürbisse dienen zur Herbstdekoration. Übrigens, am 26. Oktober ist „Tag des Kürbis“, in der Zeit der Ernte, in der Kürbisfrüchte überall präsent sind.

Halloween mit Gemüse

 

Speise- oder Zierkürbisse eignen sich für herbstliche Dekorationen, besonders auch für Halloween. Große Früchte werden oft ausgehöhlt, die Hülle kunstvoll geschnitzt und schließlich mit einer Kerze zum Leuchten gebracht. Das ausgeschnittene Fruchtfleisch von Speisekürbissen dient dann als Suppengrundlage. Spezielle Halloween-Kürbisse lassen sich gut bearbeiten, sind aber nicht so geschmackvoll wie die Speisesorten. Achten Sie auf die Temperaturen, wenn die Kürbisse im Freien stehen. Die frostempfindlichen Früchte benötigen einen Schutz bei Frostgefahr und vor zu viel Nässe.

 

Auch anderes Gemüse und Obst lässt sich zu vitaminreichen und schön-schaurigen Gerichten und Snacks verarbeiten: Möhrenfinger mit Kürbiskernen, (mit Mozzarella) gefüllte Paprikaköpfe, „gezahnte“ Apfelscheiben als Gebisse mit Sonnenblumenkernen oder Mandelstiften, Kürbissuppe und vieles mehr. Rote Bete lässt sich aufgrund seiner roten Farbe gut integrieren.

Kürbisse im Garten

 

Wer nicht nur Kürbisse zur Zierde anpflanzen möchte, greift auf Speisekürbisse zurück. Die wichtigsten sind Hokkaido-, Muskat- und Butternut-Kürbisse. Die Schale des meist orangeroten Hokkaidokürbis kann mitgegessen werden, weshalb ein Schälen nicht nötig ist. Besonders gut eignet er sich für Suppen. Der Muskatkürbis kann je nach Sorte sehr groß und schwer werden. Typisch sind seine tiefen Rippen, die in der Herbstzeit oft in Teilstücken verkauft werden. Entfernen Sie die Schale vor der Verwertung und verzehren Sie nur das orangefarbene Fruchtfleisch. Sehr schmackhaft und nur mit wenig Kernen im Inneren präsentiert sich der birnenförmige Butternut-Kürbis.

 

Lust auf eigene Kürbisse? Entweder sät man im April im warmen Zimmer oder kauft sich später Jungpflanzen. Ab Mitte Mai setzen Sie die jungen Pflänzchen mit etwa einem Meter Abstand in das vorbreitete Beet. Sollten es die Temperaturen noch nicht erlauben, warten Sie besser noch ein paar Tage, denn Kürbisse sind wärmebedürftig. Eine dünne Schicht Rasenschnitt oder anderes Mulchmaterial während der Wachstumszeit auf dem Kürbisbeet fördert das Bodenleben, schützt den Boden vor Austrocknung und liefert gleichmäßig Nährstoffe für die Pflanze nach. Vor allem während des Hauptwachstums benötigen Kürbisse ausreichend Wasser. Haben die Pflanzen erst einmal Fuß gefasst, überwuchern sie schnell das ganze Beet. Oft bilden sich an den Kürbisranken neue Wurzeln, wodurch die Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Aufkeimende Unkräuter werden unterdrückt und der Boden trocknet durch die Schattierung der Blätter nicht so schnell aus. Solange die Ranken saftig und die Blätter noch grün sind, bleiben Kürbisse an der Pflanze. Sie erhalten weiterhin Nährstoffe und der Geschmack verbessert sich.

 

Im Herbst hat die Kürbispflanze ihren Zuwachs beendet. Die Blätter verfärben sich gelb und sterben schließlich ab. Spätestens dann kommen die herangewachsenen Kürbisfrüchte zum Vorschein. Es ist Zeit für die Ernte. Färbt sich der Stiel braun und trocknet ein, wächst auch der Kürbis nicht mehr weiter. Die Früchte werden mitsamt einem Stielstück vorsichtig abgeschnitten und am besten ein paar Tage an einem trockenen Ort bei etwa 16 Grad Celsius gelagert. Die Schale reift nach und die Kürbisse bleiben besser haltbar.

 

In der feucht-kalten Jahreszeit sind Kürbisse ein gesundes und wärmendes Gemüse. Besonders gerne werden dann Suppen gegessen. Aber auch als Kürbiskuchen, Kürbisspalten, Mus mit Weihnachtsgewürzen sowie in Fruchtaufstrichen gemischt mit Apfel und süß-sauer eingemacht findet das Herbstgemüse Verwendung.