Fallzahlentwicklung 5.11.21

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 12 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (64 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.
Im Zeitraum vom 1. bis 24. Oktober wurden 2.774 neue Fällen registriert, davon waren 2.045 (73,7 Prozent) ungeimpft, 176 (6,3 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 553 Personen mit vollständiger Impfung waren 444 (16,0 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 6 Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,2 Prozent) mussten stationär behandelt werden.
In den Heimen in Stadt und Landkreis sind seit dem letzten Wochenbericht die Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern sprunghaft gestiegen. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner beunruhigend hoch. Zum überwiegenden Teil waren die betroffenen Mitarbeiter ungeimpft. So wurden in der letzten Woche in 19 Alten- und Pflegeheimen bei 104 Bewohnern (88 davon waren vollständig geimpft, 15 nicht geimpft, ein Fall nicht bekannt) und 46 Mitarbeitern (25 nicht geimpft, 14 vollständig geimpft, 7 unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. 11 Heimbewohner (drei nicht geimpft, 7 vollständig geimpft, einer unbekannt) mussten hospitalisiert werden. Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, dass dringend Auffrischimpfungen bei vollständig geimpftem Personal und Bewohnern erforderlich sind, wenn die letzte Impfung vor mindestens einem halben Jahr stattfand. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten sie sich dringend Nachholimpfungen verabreichen lassen.
Seit dem letzten Wochenbericht sind in 29 Schulen 60 und in 18 Kitas 23 positive Fälle aufgetreten, davon 9 Ausbrüche mit 13 Folgefällen.
In einem Betrieb im nördlichen Landkreis Rosenheim besteht seit 18. Oktober ein Ausbruchsgeschehen. Infolge einer Reihentestung, die für alle Mitarbeiter angeordnet wurde, konnten bislang weitere Fälle entdeckt werden, so dass aktuell bei 18 Personen ein positives auf COVID-19-Ergebnis bekannt ist. Mittlerweile wurde nach Beratung des Gesundheitsamtes das interne Hygienemanagement optimiert.
Mittlerweile wurde bei mindestens 19.996 Personen eine Genesung dokumentiert. 568 Personen (am 28.10.2021: 563) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 492, Stadt: 76). Von den Verstorbenen waren 23 (am 28.10.2021 23) Personen unter 60 Jahren. 375 (am 28.10.2021: 371) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 5 Personen (am 28.10.2021: 6) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Keine dieser Personen war unter 60 Jahre, 4 Personen waren über 80 Jahre. 4 der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.
119 (am 28.10.2021: 86) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten (am 28.10.2021: 16) auf einer Intensivstation.
Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 05.11.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 360,11 (am: 28.10.2021 369,55), für den Landkreis Rosenheim bei 493,27 (am: 28.10.2021 431,38).