Fallzahlentwicklung 1.1.21

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 12 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (64 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.

 

Im Zeitraum vom 1. bis 20. Oktober wurden 2.097 neue Fällen registriert, davon waren 1.564 (74,6 Prozent) ungeimpft, 136 (6,5 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 397 Personen mit vollständiger Impfung waren 320 (15,3 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 3 Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,1 Prozent) mussten stationär behandelt werden.

 

In den Heimen in Stadt und Landkreis ereignen sich zunehmend Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern. Dabei sind in einigen Fällen auch bereits vollständig geimpfte Bewohner betroffen, die zum Teil hospitalisiert werden mussten. Zum überwiegenden Teil waren die betroffenen Mitarbeiter ungeimpft. So wurden in der letzten Woche in 17 Alten- und Pflegeheimen bei 47 Bewohnern (38 davon waren vollständig geimpft, 9 nicht geimpft) und 34 Mitarbeitern (20 nicht geimpft, 13 vollständig geimpft, einer unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. 3 Heimbewohner (einer nicht geimpft, 2 vollständig geimpft) mussten hospitalisiert werden. Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, dass dringend Auffrischimpfungen bei vollständig geimpftem Personal und Bewohnern erforderlich sind, wenn die letzte Impfung vor mindestens einem halben Jahr stattfand. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten sie sich dringend Nachholimpfungen verabreichen lassen.

 

Seit dem letzten Wochenbericht sind in 53 Schulen 156 und in 15 Kitas 18 positive Fälle aufgetreten, davon 22 Ausbrüche mit 37 Folgefällen.

 

Mittlerweile wurde bei mindestens 19.694 Personen eine Genesung dokumentiert. 563 Personen (am 21.10.2021: 557) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 488, Stadt: 75). Von den Verstorbenen waren 23 (am 21.10.2021 23) Personen unter 60 Jahren. 371 (am 21.10.2021: 366) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 6 Personen (am 21.10.2021: 7) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Keine dieser Personen war unter 60 Jahre, 5 Personen waren über 80 Jahre. Eine der verstorbenen Personen war in einem Heim betreut worden.

 

86 (am 21.10.2021: 65) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 16 Patienten (am 21.10.2021: 16) auf einer Intensivstation

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 29.10.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 369,55 (am: 21.10.2021 314,51), für den Landkreis Rosenheim bei 431,38 (am: 21.10.2021 282,74).