Bayern führt 2G ein

 

Nach dem Corona-Gipfel in Berlin führt auch Bayern 2G im Handel ein. Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft, im Fußball wird es im Freistaat Geisterspiele geben. An Silvester kommt ein Verkaufsverbot für Böller.

 

Die bayerische Staatsregierung will schon am Freitag in einer Sondersitzung eine 2G-Regelung für den Handel beschließen. Die bayerische Regierung kündigte in München an, Bayern werde den entsprechenden Beschluss von Bund und Ländern umsetzen.

 

Damit dürfen künftig nur noch Genesene und vollständige Geimpfte in viele Geschäfte. Davon sollen jedoch Läden des täglichen Bedarfs ausgenommen sein. Der Zugang muss laut Bund-Länder-Beschluss von den Geschäften kontrolliert werden. Bereits am Dienstag wurde angekündigt, dass die 2G-Regelung im Freistaat künftig auch in der Außengastronomie gelten soll.

 

Staatsregierung will Geisterspiele beschließen

 

Zudem soll es dem Ministerpräsidenten zufolge in Bayern kurzfristig wieder Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geben.

 

Für Kultureinrichtungen wie Theater oder Kinos ändert sich dagegen nichts: Dort bleibt eine Auslastung von 25 Prozent erlaubt, allerdings benötigen Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test.

 

Strengere Kontaktbeschränkungen

 

Verschärft werden in Bayern wie bundesweit auch die Kontaktbeschränkungen. Für Geimpfte gebe es keine Kontaktbeschränkungen, solange kein Ungeimpfter dabei ist. Wenn ein Ungeimpfter auf mehrere Geimpfte treffe, gelte aber die Regel: "ein Haushalt plus zwei Personen aus einem anderen Haushalt." Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

 

Obergrenzen für Feiern in "hochbelasteten" Kreisen

 

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 350 soll es laut Bund-Länder-Beschluss Teilnehmer-Obergrenzen bei privaten Feiern geben: maximal 50 Geimpfte und Genesene in Innenräumen sowie 200 im Freien.

 

Kommunen können Silvester-Feuerwerk verbieten

 

Als "positiv" wertete Söder, dass sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Regelung für Silvester geeinigt hätten. Es werde im Grunde genauso sein wie im vergangenen Jahr. Es gebe die Möglichkeit Ansammlungs- und Versammlungsverbote zu erlassen. "Es soll ein Feuerwerksverbot sein auf öffentlichen Plätzen. Das entscheiden dann die Kommunen", erläuterte der CSU-Politiker. Denn es sei ein Unterschied, ob man allein im Wald sei oder auf einem öffentlichen Platz. Zudem werde es ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik geben.

 

Vorerst keine früheren Weihnachtsferien

 

Eine Festlegung in der Frage, ob die Weihnachtsferien auch in diesem Jahr etwas vorgezogen wird aktuell abgelehnt. In der Schule wird durch regelmäßiges Testen eine Sicherheit gewährleistet. Testkonzepte für Kitas soll noch diskutiert werden.

 

Die aktuelle Corona-Verordnung soll bis 15. Dezember gelten. Dann werde beraten, "was ist angemessen in Bayern, was müssen wir tun?" Weitere Verschärfungen werde es nach jetzigem Stand eher nicht mehr geben, sondern eine Verlängerung der Beschränkungen.