Aufruf zum Impfen
Caritas Rosenheim, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Rosenheim und Diakonisches Werk Rosenheim schließen sich der Resolution des Stadtrates an
Die Folgen der drastischen Infektionssituation mit dem Corona-Virus betreffen die Zielgruppen und die Mitarbeitenden unserer Wohlfahrtsverbände in extremer Weise und führen bei unseren Zielgruppen zu existentiellen Beeinträchtigungen. Bei Kinder und Jugendlichen führen die Pandemie-Folgen zu Entwicklungs-verzögerungen
und psychischen Problemen, teilweise zu psychischen Erkrankungen. Kindertagesbetreuung wird zunehmend problematisch, Schließungen oder Reduzierung von Betreuungsangeboten können nicht ausgeschlossen werden. Familien sind davon häufig existentiell betroffen. Besonders verwundbare Gruppen wie alte Menschen und Menschen in Pflegeeinrichtungen drohen zu vereinsamen und sind von den Folgen einer Infektion häufig besonders schwer
betroffen. Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung sind von Kontakteinschränkungen massiv betroffen, häufig führt das zu ernsten psychischen Krisen. Stationäre Einrichtungen und Kindertagesstätten wissen oft nicht mehr, woher sie das Personal nehmen sollen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen wie hart gerade die ohnehin belasteten. Bevölkerungsteile von den Folgen der Pandemie getroffen werden. Folgen, die eine hohe Impfquote deutlich abmildern oder verhindern könnte. Die Vertreter von Caritas, DPWV und Diakonie in der Region Rosenheim betonen: Impfen ist nicht nur ein effizienter Selbstschutz, sondern auch ein Akt des Zusammenhaltens mit den verwundbaren Menschen in unserer Gesellschaft. Diese Menschen sind dringend auf diesen Zusammenhalt und unsere Unterstützung angewiesen! Ausdrücklich bedanken sich die Vertreter der Wohlfahrtsverbände bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die durch ihr Engagement dazu beitragen, die Folgen der Pandemie für die Betroffenen abzumildern. Ein Dankeschön ist auch an alle Bürgerinnen und Bürger gerichtet, die sich bisher impfen ließen. Sich ohne medizinische Indikation nicht impfen zu lassen ist unsolidarisch, so die Vertreter
von Caritas, DPWV und Diakonie. Insofern begrüßen und unterstützen wir die Resolution des Stadtrates Rosenheim und rufen alle Bürger und Bürgerinnen in der Region auf: Zeigen Sie Zusammenhalt und Solidarität,
bitte lassen Sie sich impfen!
Erwin Lehmann Marianne Guggenbichler Klaus Voss
Caritasverband Deutscher Paritätischer Diakonie Rosenheim
Kreisgeschäftsführer Wohlfahrtsverband
Rosenheim, 26. November 2021