Corona-Regeln für Bayern

 

Bestimmungen gelten ab Mittwoch

 

Das bayerische Kabinett hat schärfere Corona-Maßnahmen für den Freistaat beschlossen

 

- Strengere Kontaktbeschränkungen sobald ein Ungeimpfter dabei ist.

 

- 2G-Regel für weite Teile des Handels und die gesamte Außengastronomie

 

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist laut Regierung innerhalb einer Woche von 652 auf 561 gesunken. Es wirkt, was wir getan wurde. Aber die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Intensivbetten in den bayerischen Krankenhäusern komplett ausgelastet. "Die neue Welle ist angeknackst, aber noch nicht endgültig gebrochen." Beim Infektionsgeschehen stehe Bayern "stabil in der Mitte des Rankings der Bundesländer", sagte Söder – tatsächlich liegt der Freistaat derzeit bei der Sieben-Tage-Inzidenz auf Platz 12 von 16.

 

Bayern: 2G-Regel im Handel ab Mittwoch

 

Eine flächendeckende 2G-Regel im Handel ist ab kommendem Mittwoch fest.

 

Ausgenommen sein werden dann nur Läden des täglichen Bedarfs. Welche das sind, ergibt sich laut Söder aus einer entsprechenden Liste, die es vor einigen Monaten im Zuge der sogenannten "Bundesnotbremse" gab: Zum täglichen Bedarf gehören in Anlehnung an den Katalog der Bundesnotbremse insbesondere:

 

  • Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung

  • Getränkemärkte

  • Reformhäuser

  • Babyfachmärkte

  • Apotheken

  • Sanitätshäuser

  • Drogerien

  • Optiker

  • Hörakustiker

  • Tankstellen

  • Stellen des Zeitungsverkaufs

  • Buchhandlungen

  • Blumenfachgeschäfte

  • Tierbedarfsmärkte

  • Futtermittelmärkte

  • Bau- und Gartenmärkte (auch der Weihnachtsbaumverkauf)

  • und der Großhandel.

 

All diese Läden dürfen Ungeimpfte und nicht Genesene im Freistaat auch weiterhin besuchen.

 

Kontaktverschärfungen beschlossen

 

Formal umgesetzt hat das Kabinett auch die bereits angekündigten Kontaktverschärfungen: Treffen, an denen ein Ungeimpfter oder nicht Genesener beteiligt ist, sollen demnach beschränkt werden auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen eines anderen. Bisher galt in Bayern: Nur maximal fünf ungeimpfte Personen aus zwei Haushalten dürfen sich noch treffen, Kinder unter zwölf Jahren sowie Geimpfte/Genesene nicht mitgezählt.

 

Ab wann genau die verschärften Kontaktbeschränkungen gelten, ist offen. Es soll allerdings zeitnah passieren - laut Kabinettsbeschluss "sobald der Bund die rechtlichen Grundlagen durch Änderung der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung schafft". Ebenfalls beschlossen hat das Kabinett das bundesweit vereinbarte Ansammlungsverbot an Silvester und Neujahr. "Soweit rechtlich möglich soll ein Feuerwerksverbot durch die Kommunen auf öffentlichen Plätzen erlassen werden", heißt es im Kabinettsbericht. Vom Bund gefordert wird zudem ein "Verkaufsverbot für Pyrotechnik".

 

- Ein Punkt, der deutlich über die Bundesgesetzgebung hinausgeht: Für große Sportveranstaltungen, das gilt bereits ab Samstag, ist ein Zuschauerverbot beschlossen.