Gott verändert das Leben

 

Das kommt natürlich öfters vor, dass sich zwei schwangere Frauen begegnen. Bei  Maria und Elisabeth sind es allerdings unerwartete Schwangerschaften. Elisabeth war alt geworden und hatte den Wunsch begraben, Mutter zu werden. Da greift Gott ein. Sie wird schwanger und bringt Johannes, den Täufer, zur Welt. Sie ist vom Makel der Kinderlosigkeit befreit und überglücklich.

 

Maria war mit Josef verlobt, aber sie haben noch nicht zusammengelebt. Auch in ihr Leben greift Gott ein. Sie wird schwanger und die Mutter Jesu. Ob sie bei all den Unsicherheiten von Anfang an glücklich war?

 

Die beiden Frauen haben sich viel zu erzählen, gerade über ihre Erfahrungen mit Gott. Das würde uns gut  tun, wenn wir einander von unseren persönlichen Erfahrungen mit Gott erzählen würden. So  könnten wir uns wechselseitig im Glauben stärken.

 

Maria hatte vom Engel  den Hinweis erhalten, dass ihre Verwandte im sechsten Monat schwanger ist. Da eilt sie zu Elisabeth, schreibt Lukas, und bleibt etwa drei Monate, also bis zur Geburt. Sie will Elisabeth offensichtlich unterstützen.

 

Wir brauchen nicht unbedingt einen Engel. Meist reicht schon ein aufmerksamer Blick und ein offenes Herz, um zu entdecken, wer unsere Hilfe braucht. Wenn wir uns darauf einlassen, verändert das unser Leben.

 

Mit dem Lob auf Maria gibt uns Elisabeth einen guten Rat: selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Wenn wir auf Gottes Fingerzeig achten und einander von unseren Erfahrungen mit Gott erzählen, wird das auch unser Leben verändern -  zum Guten natürlich.

 

Karl Wuchterl