Covid-19 Fahlzahlen 10.12.21

 


Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 02.12.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 2.184 neue Fälle (am 02.12.2021: 3.008) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 41.090 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 32.957, Stadt: 8.133).

 

Die Auswertung der Fälle seit 1. Dezember ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 19 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (leichte Zunahme um zwei Prozentpunkte zum Zeitraum 01.11. bis 02.12.). Über die Hälfte der Fälle (56 Prozent; im Zeitraum 01.11. bis 02.12.: 61 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 8 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 17 Prozent der Fälle (im Zeitraum 01.11. bis 02.12.: 13 Prozent) traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf. Seit dem 25.11. hat der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren eine Zulassung von der Europäische Arzneitmittelagentur EMA. Die STIKO wird gemäß gestriger Pressemitteilung ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisieren und Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen die Impfung gegen COVID-19 empfehlen. Bei individuellem Wunsch können dann auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden.

 

In den Heimen in Stadt und Landkreis befinden sich die Krankheitsfälle bei Bewohnern und auch bei Mitarbeitern weiter auf hohem Niveau. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner weiterhin hoch, jedoch zur Vorwoche rückläufig; die Verlaufsformen sind in der Regel milde. Die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter war ungeimpft. So bestanden COVID-19-Infektionsgeschehen in der letzten Woche in 30 Alten- und Pflegeheimen bei 233 Bewohnern (173 davon waren vollständig geimpft = 74%, 48 nicht geimpft, 6 unvollständig geimpft, in 6 Fällen ist der Impfstatus derzeit noch nicht bekannt) und 117 Mitarbeitern (61 nicht geimpft = 52%, 45 vollständig, zwei unvollständig geimpft, in 9 Fällen derzeit unbekannt). 10 Heimbewohner (6 davon ungeimpft) mussten hospitalisiert werden.

 

Die hohe Zahl der positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner ist dabei keineswegs Beweis einer fehlenden Impfeffektivität. Erstens: sie ist ein deutliches Signal dafür, dass bei den Betagten und Hochbetagten dringend Auffrischimpfungen erforderlich sind, wenn die Impfserie vor einem halben Jahr stattfand, zweitens: die weitgehend milden Verlaufsformen zeigen weitgehend eine noch vorhandene Schutzwirkung zumindest gegen schwerste Verläufe und drittens: je höher der Anteil der Geimpften unter den Bewohnern in den Heimen ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter allen Personen, die sich infizieren, vollständig Geimpfte betroffen sind. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten dringend Nachholimpfungen verabreicht werden. „Ich appelliere noch einmal nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege und Therapie, dem Service und dem Reinigungsdienst in Pflegeheimen sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen. Ungeimpfte setzen die in den Einrichtungen betreuten und behandelten Bewohnerinnen und Bewohner einer unnötigen Gefahr aus. Ich finde diese Haltung auch ethisch nicht vertretbar“, verdeutlicht Hierl.

 

In den Schulen in Stadt und Landkreis ereigneten sich seit dem letzten Wochenbericht 5 Ausbrüche mit 11 Folgefällen, in den Kitas 6 Ausbrüche mit 8 Folgefällen.

 

Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten:

 

Seit dem 24.11. sind insgesamt 70 Personen mit Wohnsitz in Stadt und Landkreis Rosenheim aus einem Virusvariantengebiet im südlichen Afrika eingereist. In 51 Fällen war das Reiseland Südafrika, in 18 Fällen Namibia und einmal Simbabwe. 67 dieser Reiserückkehrer wurden negativ getestet. Sie müssen aufgrund der rechtlichen Bestimmungen eine 14-tägige häusliche Quarantäne mit Zwischen- und Abschlusstestungen absolvieren. Die restlichen drei Personen wurden mittels PCR positiv getestet. Ebenfalls PCR-positiv wurde eine Person getestet, die ihren Hauptwohnsitz in einem anderen Landkreis hat, die häusliche Isolation aber bei den beiden Familienmitgliedern (die ebenfalls PCR-positiv getestet wurden) im Landkreis verbringt. Für diese Person sowie für einen weiteren Reiserückkehrer liegen mittlerweile die Nachweise der neuen besorgniserregenden Omicron-Variante mittels Genomsequenzierung vor, insgesamt sind also bislang zwei Fälle bestätigt. Bei den anderen positiven Fällen steht der Nachweis noch aus. Für alle 6 PCR-positiven Fälle besteht eine Isolationspflicht (davon in zwei Fällen in einem Hotel am Flughafen München, in den restlichen vier Fällen zuhause).

 

Mittlerweile wurde bei mindestens 25.006 Personen eine Genesung dokumentiert. 659 Personen (am 02.12.2021: 635) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 573, Stadt: 86). Von den Verstorbenen waren 27 (am 02.12.2021 27) Personen unter 60 Jahren. 439 (am 02.12.2021: 420) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 24 Personen (am 02.12.2021: 20) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. 19 Personen waren über 80 Jahre. 16 der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.

 

245 (am 02.12.2021: 235) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 35 Patienten (am 02.12.2021: 35) auf einer Intensivstation.

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 10.12.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 658,90 (am: 02.12.2021 784,70), für den Landkreis Rosenheim bei 674,38 (am: 02.12.2021 958,65).