Neue Omikron-Regeln

 

Angesichts der zu erwartenden raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kommen neue Einschränkungen auf die Menschen in Deutschland zu. Was Bund und Länder beschlossen haben - ein Überblick.

 

Wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus haben sich Bund und Länder auf weitere Einschränkungen verständigt. Das sind die Beschlüsse des Corona-Gipfels im Überblick:

 

Kontaktbeschränkungen

 

"Um die neue Welle mit der Omikron-Variante zu bremsen, sind weitere Beschränkungen der Kontakte auch für Geimpfte und Genese nötig", heißt es in dem Beschluss. Ab dem 28. Dezember gilt, dass private Zusammenkünfte nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt sind. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen.

 

Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, gelten die Kontakteinschränkungen für Ungeimpfte: Begrenzung auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts.

 

Silvester und Weihnachten

 

Versammlungen zu Silvester und Neujahr sind verboten. An von den Kommunen ausgewiesenen öffentlichen Orten soll es wie bereits beschlossen kein Silvesterfeuerwerk geben, der Verkauf von Böllern ist verboten.

 

Zugleich fordern Bund und Länder die Bevölkerung auf, "die Weihnachtsfeiertage verantwortungsbewusst zu begehen".

 

Großveranstaltungen

 

Überregionale Großveranstaltungen finden spätestens ab dem 28. Dezember 2021 ohne Zuschauer statt.

Clubs und Diskos

 

Spätestens ab dem 28. Dezember sollen überall Clubs und Diskotheken in Innenräumen schließen und Tanzveranstaltungen verboten werden.

 

Impfungen

Bund und Länder rufen die Menschen im Land weiterhin zu Impfungen und Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus auf. Sie versprechen: "Die Impfkampagne wird auch über Weihnachten, an den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester und an Silvester weiterlaufen." Bis Ende Januar sollen weitere 30 Millionen Corona-Impfungen durchgeführt werden. Impfangebote für Kinder sollen ausgebaut werden.

 

Impfpflicht

Die Länder bitten den Bund, die Vorbereitungen für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht voranzutreiben und kurzfristig einen Zeitplan vorzulegen.

 

Kritische Infrastruktur

Bund und Länder fordern die Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Strom- und Wasserversorger sowie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen auf, ihre jeweiligen betrieblichen Pandemiepläne umgehend zu überprüfen, anzupassen und zu gewährleisten, dass diese kurzfristig aktiviert werden können. Der neu eingerichtete Krisenstab werde dies unterstützen.

 

2G

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen und weite Teile des Einzelhandels gilt die 2G-Regel weiter, man muss also eine vollständige Impfung oder die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung nachweisen. Auch ein zusätzlicher Test kann vorgeschrieben werden.

 

Testpflicht

Ungeimpfte dürfen weiterhin nur mit tagesaktuellem Schnelltest zur Arbeit sowie Züge des Nah- und Fernverkehrs nutzen.

 

Finanzhilfen

 

Im Bund-Länder-Beschluss heißt es: "Mit der Überbrückungshilfe IV stehen für die von den Corona-Schutzmaßnahmen betroffenen Unternehmen auch weiterhin finanzielle Unterstützungen zur Verfügung. Die Härtefallhilfen, der Sonderfonds des Bundes für Messen und Ausstellungen, der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, das Programm Corona-Hilfen Profisport und das KFW-Sonderprogramm sollen verlängert werden ... Dabei sind aus Sicht der Länder die besonderen Bedarfe der kommunalen Unternehmen, der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie der Unternehmen der pyrotechnischen Industrie in den Blick zu nehmen."