__________ Soyenapp   ________

 

Mit Wetterglück

ins Schwabenländle

 

Wenn alle nach einem Zwei-Tages-Ausflug sich beim Abschied am Parkplatz an der Grundschule in Soyen überschwänglich bedanken, und begeistert schwärmen, dass es die schönste Fahrt war, muss doch etwas Wahres dran sein. Wer den Wetterbericht vorab schon eine Woche konsequent verfolgt hat, weiß, dass die Prognosen ausgesprochen schlecht waren. Regenschauer, schwere Gewitter und Starkregen schienen unausweichliche Begleiter zu sein. Wir hatten uns damit abgefunden, und Regenjacken, Schirme und wasserfeste Schuhe machten wohl den Schwerpunkt des Gepäcks aus. Wir hatten uns einfach darauf eingestellt, weil man ja eh nichts ändern kann und zudem der Regen nach wie vor dringend gebraucht wird. Wie immer- pünktlichst ging‘s exakt um 6 Uhr früh los, wohlgemerkt hatte der Bus der Firma Rottmayer schon 8 Zusteiger aus Reitmehring an Bord. Um diese Zeit logischerweise wirkte alles noch sehr verhalten, auf jeden Fall bis zum letzten Zustieg in Haag. Auf der Fahrt, spätestens aber nach einer Kaffeepause erwachte die Gruppe, die aus 34 Personen bestand. Viele kannten sich schon von den bisherigen Fahrten und Ausflügen. Erstes Ziel war das Kräuterhaus St. Bernhard in Bad Ditzenbach. In einer lockeren, sehr informativen Führung durch den Kräutergarten erfuhren wir jede Menge über die Wirkung und Verarbeitung von Heilkräutern. In dem Familienbetrieb, der vor 150 Jahren gegründet wurde und derzeit 550 Mitarbeiter beschäftigt, wird unter Verwendung wertvoller Kräuter, Mischungen und Rezepturen ein riesiges Sortiment an Produkten hergestellt. In einem gut organisierten Versand werden täglich an die 5.000 Pakete verschickt. Bemerkenswert, neben den vielen ausgesprochen interessanten Informationen zum Schwerpunkt-Thema Gesundheit und Wohlbefinden, durften wir feststellen, es hatte immer noch nicht geregnet. Mittagessen stand als nächstes auf dem Programm, und zwar in dem urigen Lokal „Selteltor“ in Wiesensteig. Bereits angemeldet und vorab schon die Speisen ausgesucht, ging alles flott und freundlich vonstatten, so dass die Weiterfahrt zur Besichtigung des Münsters Zwiefalten planmäßig verlief. Eine engagierte und zudem sehr attraktive Führerin wies uns auf die unglaublichen Kostbarkeiten einer atemberaubend schönen Barockkirche hin. Schon am ersten Tag schien das Schwabenländle unsere Herzen erobert zu haben, denn bei der Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel, nach Biberach, konnten wir die liebenswerte, hügelige und stark bewaldete Landschaft der Schwäbischen Alp genießen. Ein  gemütliches Altstadthotel inmitten von Biberach war für Übernachtung, Abendessen und einen gemütlichen Tagesausklang gebucht. Da schienen schon alle von dieser reizenden Stadt begeistert zu sein. Durch eine 1 ½-stündige Stadtführung, die in zwei Gruppen erfolgte, wurde dieser positive Eindruck nur noch vertieft. Und, entgegen jeglichen Prognosen, es hat nicht geregnet, zumindest nicht, wenn wir per Pedes unterwegs waren. Die Regengüsse gingen alle auf unseren Busfahrten nieder, so auch auf der Fahrt nach Bad Wörishofen, wo wir noch zu einer Kaffeepause im exklusiven Cafe „Schwermer“ verabredet waren, mit einer bemerkenswerten Tortenauswahl vom Feinsten. Als kleines Zuckerl zeigten wir der Gruppe noch die Kirche St. Justina, in der wir ein Gemälde mit Pfarrer Kneipp ausfindig machten, der Bad Wörishofen mit seiner Wasserheilkunst berühmt und bedeutend gemacht hat. Zwei schier unvergessliche Tage mit so liebenswerten Menschen, unbeschreiblich schönen Zielen, Erlebnissen und Eindrücken, netten Kontakten und viel Glück, auch mit dem Wetter, darf man doch gerne mit einem gemeinsamen DANKE – einem „Vater unser“ beenden. So zum Abschluss und zum Abschied in der St. Justina-Kirche. Unsere liebenswerte „Reisefamilie“ brachten wir wohlbehalten und glücklich zurück. „Schee wars, so schee wars no nia“ …. Hörten wir von allen Seiten bei einem sehr herzlichen „Pfiat Eich“.

Auch von meiner Seite zwei wunderschöne Tage, Euer Peter Rummel, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Soyen

Text&Foto: Maria Rummel