Covid-19 Fallzahlentwicklung

Die Auswertung der Fälle seit 1. Oktober ergibt, dass trotz der Impfbemühungen etwa 14 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast zwei Drittel der Fälle (64 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert eine Empfehlung der STIKO. Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.
Im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. November wurden 4.440 neue Fällen registriert, davon waren 3.354 (75,5 Prozent) ungeimpft, 270 (6,1 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 816 Personen mit vollständiger Impfung waren 663 (14,9 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 10 Personen bei den Impfdurchbrüchen (0,2 Prozent) mussten stationär behandelt werden. Insgesamt ist eine ansteigende Tendenz bei der Zahl der Impfdurchbrüche seit dem Sommer (Zeitraum 01.08. bis 08.09.2021: 9% und 01.10. bis 01.11.2021: 14,9%) zu verzeichnen. Dies erklärt sich durch die Abnahme des Impfschutzes nach über einem halben Jahr seit Abschluss der Grundimmunisierung).
In den Heimen in Stadt und Landkreis sind seit dem letzten Wochenbericht die Krankheitsfälle bei Mitarbeitern und Bewohnern weiter angestiegen. Dabei ist der Anteil der positiv getesteten vollständig geimpften Bewohner beunruhigend hoch. Zum überwiegenden Teil waren die betroffenen Mitarbeiter ungeimpft. So wurden in der letzten Woche in 19 Alten- und Pflegeheimen bei 116 Bewohnern (98 davon waren vollständig geimpft, 17 nicht geimpft, ein Fall nicht bekannt) und 56 Mitarbeitern (30 nicht geimpft, 20 vollständig geimpft, 6 unbekannt) Corona-Infektionen festgestellt. 8 Heimbewohner (alle vollständig geimpft!) mussten hospitalisiert werden. Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, dass dringend Auffrischimpfungen bei vollständig geimpftem Personal und Bewohnern erforderlich sind, wenn die letzte Impfung vor mindestens einem halben Jahr stattfand. Sofern bislang keine Impfung erfolgte oder nicht vollständig geimpft wurde, sollten dringend Nachholimpfungen verabreicht werden.
Seit dem letzten Wochenbericht haben die Meldungen aus Schulen und Kitas erneut zugenommen: es sind in 42 Schulen 100 und in 28 Kitas 43 positive Fälle aufgetreten, davon 13 Ausbrüche mit 22 Folgefällen.
Mittlerweile wurde bei mindestens 20.603 Personen eine Genesung dokumentiert. 583 Personen (am 04.11.2021: 568) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 504, Stadt: 79). Von den Verstorbenen waren 25 (am 04.11.2021 23) Personen unter 60 Jahren. 385 (am 04.11.2021: 375) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden 15 Personen (am 04.11.2021: 5) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Zwei Personen waren unter 60 Jahre und neun Personen waren über 80 Jahre. Sechs der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.
136 (am 04.11.2021: 119) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 25 Patienten (am 04.11.2021: 24) auf einer Intensivstation.
Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 12.11.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 470,19 (am: 04.11.2021 360,11), für den Landkreis Rosenheim bei 619,74 (am: 04.11.2021 493,27).