Was macht denn die Polizei am Parkplatz der Grundschule?

 

Die zwei Wasserburger Polizisten Herr Gralka und Herr Kückel führten in rund 3 Stunden mit der 4. Klasse den sogenannten “Realverkehr“ durch. Die Viertklässler hatten eine Woche vorher ihre theoretische und praktische Fahrradprüfung mit Erfolg abgeschlossen. Nun sollten die Schüler ihr Können und Wissen in einer vorgegebenen Runde durch Soyen – also im realen Verkehr – noch einmal unter Beweis stellen. In einer ersten Runde fuhren die Kinder in Vierergruppen die Strecke ab. Dabei führte ein Polizist die Gruppe an, der zweite Polizist fuhr als Schlusslicht hinterher. In einer zweiten Runde zeigten die Kinder ihr Können in einer Einzelfahrt, ebenfalls in Begleitung eines Polizisten. Auf der ausgewählten Fahrtstrecke mussten die Viertklässler das Abbiegen nach rechts, das Linksabbiegen, das Rechtsfahrgebot und die Einhaltung der Vorfahrtsregel “links vor rechts“ richtig anwenden. Die freundliche und sehr umsichtige Polizeibegleitung gab den Kindern dabei Sicherheit. Unterstützt wurde die Aktion auch von einigen Eltern, die an verschiedenen Punkten der Strecke mit Warnweste bekleidet standen. So waren einerseits andere Verkehrsteilnehmer beim Vorbeifahren sofort aufmerksamer, aber auch die Kinder konnten sich an diesen Posten orientieren. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an die helfenden Eltern! Die Polizisten zeigten sich am Ende der Aktion sehr zufrieden mit dem Fahrkönnen der Kinder. Die Viertklässler dürfen nach bestandener Fahrradprüfung mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Trotzdem gab ein Polizist zum Abschluss allerdings noch einen wichtigen Hinweis:
Da es im Herbst vor allem am Morgen häufig noch sehr neblig ist, sollten die Kinder bei schlechten Sichtverhältnissen möglichst nicht in der Früh mit dem Fahrrad zur Schule fahren! Auch mit Warnweste werden Fahrradfahrer auf der Straße bei Nebel oftmals übersehen. In dieser Jahreszeit und bei schlechten Sichtverhältnissen sind die Kinder im Straßenverkehr nur auf dem Fahrradweg wirklich sicher! Somit wünschen wir allen Viertklässlern von ganzem Herzen ein stets aufmerksames und sicheres Fahren auf ihren weiteren Wegen durch ´s Leben!

 

2G in Bayerns Restaurants und Hotels ab 16. November

 

Bayern verschärft seine Zugangsregelungen für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe: Ab Dienstag gilt für Gäste die 2G-Regel. Bisher gilt die 2G-Regel (Zugang nur für vollständig Geimpfte und Genesene) in Bayern bei der höchsten Corona-Warnstufe Rot für die meisten Kultur-, Freizeit- und Sportangebote. Nun soll sie auch auf die Innenbereiche der Gastronomie und auf Beherbergungsbetriebe ausgeweitet werden. Dort ist bisher noch der Zutritt auch mit einem aktuellen, negativen PCR-Test möglich. Für Clubs und Diskotheken will das Gesundheitsministerium 2G plus durchsetzen. Körpernahe Dienstleistungen (wie Friseure und Kosmetiker) könnten von der 2G-Ausweitung ausgenommen werden, wie die dpa berichtet. Dort wäre also ein Besuch auch weiterhin mit einem negativen Test möglich.

 

Nachhaltige Holznutzung

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat mehr Tempo bei der Erreichung der globalen Klimaziele angemahnt. Vor dem Hintergrund der diese Woche in Glasgow zu Ende gehenden Weltklimakonferenz sagte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck: „Wenn die Erderwärmung weiter so rasant voranschreitet, bleibt uns nicht genügend Zeit, unsere Wälder an den Klimawandel und voraussichtlich wiederkehrende Trockenjahre anzupassen. Unser Ziel müssen bunte, gemischte Wälder sein, die auf Basis heutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse klimaresilient gemacht werden.“

 

 Schirmbeck betonte, dass man weit davon entfernt sei, den hohen gesellschaftlichen Lebensstandard und den immer weiter steigenden Energiebedarf ohne Nutzung natürlicher Rohstoffe wie Holz zu decken. „Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft werden wir einen hohen Anteil an Biomasse wie Holz benötigen, die mit 52 Prozent bereits mehr als die Hälfte an erneuerbarer Endenergie ausmacht“, so Schirmbeck. „Das ist Fakt, wenn wir von endlichen fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle wegkommen wollen.“ Das Ziel der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft sei nur zu erreichen, wenn die Lücke des Energiebedarfs auch durch Holznutzung geschlossen werde.

 

In Deutschland müsse die nachhaltige Forstwirtschaft und damit der Zugang zum nachwachsenden, regionalen Rohstoff durch politische Rahmenbedingungen gestärkt werden. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse belegten, dass die CO2-Bindungs- und Speicherfähigkeit in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern am höchsten sei. „Auch als Baumaterial mit hoher CO2-Speicherwirkung wird Holz künftig noch stärker gefragt sein, wenn wir den Einsatz energieintensiver und endlicher Materialien wie Zement – insbesondere bei der Schaffung von Wohnraum – runterfahren wollen.“ Insgesamt müsse sich die neue Bundesregierung Gedanken über ressourcenschonende Wirtschaftskreisläufe machen. „Das ist die Aufgabe der Zukunft, wenn wir unseren Wohlstand und gewohnten Lebensstandard behalten wollen – global denken, regional handeln“, so Schirmbeck.

 

In der Bilanz zur Weltklimakonferenz sieht Schirmbeck die Aufschiebung eines Verbotes illegaler Abholzung von Tropenwäldern wie im Amazonas-Gebiet kritisch: „Während wir in Europa eine vorbildliche Forstwirtschaft nach wissenschaftlichen Kriterien auch gesetzlich verankert haben, wird in anderen Teilen der Welt Wald niedergebrannt und gerodet – mit verheerenden Folgen für Natur und Klima.“ Es müsse härtere Einschnitte schon deutlich vor 2030 geben, um die hohe Entwaldungsrate außerhalb Europas zu stoppen.“

 

Bericht: Deutscher Forstwirtschaftsrat