Sicherheit im Radverkehr


Im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ führt die Bayerische Polizei derzeit einen Aktionsmonat für mehr Radverkehrssicherheit durch. Bei verstärkten Kontrollen vom 1. bis 15. Mai wurden 5.885 Verkehrsverstöße festgestellt, darunter 2.740 Verstöße von Radfahrern und 680 von Auto- und Lkw-Fahrern. Innenminister Herrmann betonte die Notwendigkeit gegenseitiger Rücksichtnahme und forderte mehr Sicherheit für Radfahrer.
Wolfgang Gerstberger von der Landesverkehrswacht Bayern rief zum Tragen von Fahrradhelmen auf, um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden. Im Aktionsmonat sind über 800 Polizisten auf Fahrradstreife im Einsatz, unterstützt durch Infostände an beliebten Radstrecken.
Bis 2030 sollen 1.500 Kilometer neue Radwege entstehen, unterstützt durch das Bayerische Radgesetz. Trotz Maßnahmen stieg die Zahl schwerer Radunfälle in den letzten Jahren an. 2023 starben 85 Radfahrer, die höchste Zahl seit 2009. Die Gesamtzahl der Radunfälle ging 2023 leicht zurück, aber die Zahl der Verletzten und Toten bleibt hoch. Bis März 2024 stieg die Zahl der Radunfälle um 4,9 Prozent auf 2.393, die Zahl der Verletzten um 6,0 Prozent auf 2.117, mit zehn Toten.