Soyen 60 plus
on tour
Eindrucksvolles Kloster Scheyern und Blumenparadies Dehner
Es hat sich bestätigt, dass die Entscheidung richtig war, Kloster Scheyern und das “größte Gartenparadies“, wie Gartencenter Dehner in Rain am Lech seinen Blumenpark erfolgreich bewirbt,
anzusteuern. 46 Personen hatten sich für die Busfahrt angemeldet und waren von diesem eindrucksvollen und trotzdem entspannten Tagesausflug sichtlich begeistert. Der Monat Mai umgarnt und
verzaubert jedes Jahr wieder durch seine spürbare Kraft, dieses unbeschreibliche Grün in vielen Schattierungen, die das Wachstum in allen Bereichen verkünden. Dazu noch die Verbindung mit
unbeschreiblich sattem Gelb schier endloser Rapsfelder entlang der Straßen war bereits auf der Hinfahrt ein echtes Erlebnis. Nachdem alle Teilnehmer rechtzeitig startklar waren, wie es der
Organisator Peter Rummel schätzt und immer wieder lobt, konnte die Gruppe pünktlich und wie geplant die beeindruckende und imposante Basilika und das weitläufige Areal des Benediktinerklosters
Scheyern noch am Vormittag auf eigene Faust erkunden. Die Gründung des Klosters durch eine schlichte Mönchszelle wird dem Jahr 1077 zugeschrieben, die Erhebung des Klosters zur Abtei im Jahr
1102. Stolz ist das Kloster Scheyern auf die engen Verbindungen zu Papst Benedikt XVI, der nicht nur in geistlicher Mission, sondern auch gerne zur Erholung und Tage der Stille dort verbrachte,
um neue Kraft für seine damaligen großen Verpflichtungen und Aufgaben zu schöpfen. „Gottes Segen für das ehrwürdige Kloster Scheyern“ – so der Eintrag des Papstes bei seinem letzten Besuch. Bei
einem kurzen Gespräch, auf das sich ein hochbetagter leicht verklärt wirkender Pater gerne einließ, war einiges über die derzeitige Nutzung der Gebäude als interessante Schul- und
Ausbildungsmöglichkeiten zu erfahren. Hierbei spielen natürlich auch entsprechende notwendige Einnahmen eine große Rolle, denn dieser große riesige Klosterbereich verschlingt ständig immense
Kosten. Die Antwort auf die private Frage, wie lange er denn schon in Scheyern sei, verblüffte schon, als er das Jahr 1956 nannte, also ein ganzes Leben lang in Demut als Pater in klösterlicher
Gemeinschaft im Dienste Gottes und immer im selben Kloster. Mit schönen Eindrücken und einer angenehmen Fahrt durch die zauberhafte Natur freuen sich alle schon auf einen Imbiss, der ausreichend
im Blumenpark angeboten wird. Das Wetter konnte nicht idealer sein, um den anschließenden Rundgang in vollen Zügen zu genießen. Immer wieder traf man kleine Gruppen, die sich gegenseitig
vorschwärmten, aber auch die farblich zauberhaft abgestimmten Tulpenfelder fotografisch festhielten oder sich über die heimische Tier- und Pflanzenwelt in dem 12.000 qm großen Naturlehrgarten
intensiv unterhielten. Ein schöner Tag, ein eindrucksvoller Ausflug ging zu Ende. Doch schon auf der Rückfahrt konnte man ahnen, dass das Wetter unkontrollierte Kapriolen schlägt. Bei der Ankunft
in Soyen waren die Auswirkungen dann deutlich sichtbar, vor allem in den Gärten. Ein durchziehender Hagel- und Schneeschauer zog gnadenlos über die Gärten und Bäume hinweg. Schade um das zarte
Grün, schade um die Pflanzen, die kurz vorher liebevoll eingesetzt wurden. Nach ausgiebigen Kehr- und Aufräumarbeiten ist hoffentlich dieses Ereignis bald wieder vergessen.
Maria Rummel