Der Wandel
vom Schlitten zum PKW
Die romantischen Zeiten, in denen der Christbaum vielleicht noch eigenhändig geschlagen und anschließend unkompliziert mit dem Schlitten nach Hause gebracht wurde, sind größtenteils vorbei. Was
früher unter dem Motto „passt scho“ lief, ist heute – gerade beim Transport per PKW – eine Frage der korrekten Ladungssicherung und der Verkehrssicherheit.
Der ADAC weist in der Hauptsaison des Weihnachtsbaumkaufs eindringlich darauf hin, dass mangelnde Sicherung des Baumes ein erhebliches Risiko darstellt. Ein verrutschender oder gar herabfallender
Baum kann schwere Unfälle verursachen.
Grundregeln des sicheren Transports
Unabhängig davon, ob Sie den Baum im Fahrzeug oder auf dem Dach transportieren, gelten klare Vorschriften:
Immer fest sichern: Der Baum muss immer stabil fixiert werden.
Stamm voraus: Er sollte stets mit dem Stamm voraus geladen oder auf dem Dachträger aufgelegt werden.
Sicherung im Auto und auf dem Dach
Im Kofferraum: Erfolgt der Transport im Innenraum (über umgeklappte Sitze), muss der Baum mithilfe von Spanngurten fest an den dafür vorgesehenen Verzurrösen im Kofferraum befestigt werden.
Auf dem Dach: Hierfür ist ein geeigneter Dachträger erforderlich. Der Baum ist mit mehreren Spanngurten zu sichern, wobei mindestens ein Gurt den Stamm fixieren sollte.
Achtung: Der ADAC warnt explizit vor der Verwendung von Gummiexpandern (Gummibändern), da diese bei Belastung reißen und die Ladung nicht ausreichend sichern können.
Kennzeichnungspflicht und Bußgelder
-Die Straßenverkehrsordnung schreibt zudem genaue Kennzeichnungsregeln vor, falls der Baum über das Fahrzeugheck hinausragt:
-Ragt der Baum mehr als einen Meter über das Fahrzeugende, muss dies tagsüber mit einer roten Fahne kenntlich gemacht werden.
Bei Dunkelheit muss anstelle der Fahne oder zusätzlich eine rote Lampe angebracht werden.
Verstöße gegen die Ladungssicherung werden konsequent geahndet. Wer den Baum unzureichend sichert, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro und erhält zusätzlich einen Punkt in Flensburg.