Es war mehr drin
Soyen nur eine Hälfte im Spiel
Es war ein Start nach Maß für die Gastgeber, aber ein gebrauchter Nachmittag für den TSV Soyen. Zum Rückrundenauftakt gegen den SV Genc Wasserburg mussten sich die Rot-Schwarzen trotz einer
deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 1:2 geschlagen geben. Ein Doppelschlag in der Anfangsphase verhinderte am Ende den verdienten Punktgewinn für die Hainthaler-Elf.
Von der ersten Minute an machten die Wasserburger enormen Druck und schnürten Soyen förmlich in der eigenen Hälfte ein. Die Gäste fanden kaum Entlastung, ein kontrollierter Spielaufbau nach vorne
war in dieser Phase nahezu unmöglich.
Die Überlegenheit des SV Genc schlug sich schließlich in der 15. Minute im Ergebnis nieder. Nur drei Minuten später (18.) legten die Hausherren direkt nach. Bei beiden Gegentreffern agierte die
TSV-Abwehr sichtlich wackelig und zu passiv. Zwar bemühte sich Soyen in Folge, den Anschluss zu finden, doch bis zum Pausenpfiff der insgesamt eher mäßigen ersten Halbzeit sprangen keine
nennenswerten Chancen heraus. Mit einem verdienten 0:2-Rückstand ging es für die Süßmaier-Truppe in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TSV wie ausgewechselt. Mit deutlich mehr Mut und taktischer Disziplin gestaltete Soyen die Partie nun absolut ausgeglichen. Der Lohn folgte prompt: In
der 50. Minute erzielte Pascal Rumpf den Anschlusstreffer.
Plötzlich war die Statik des Spiels eine völlig andere. Die Hainthaler-Elf übernahm das Kommando und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. In dieser Drangphase erspielte sich der TSV drei
hochkarätige Großchancen, doch im Abschluss fehlte das nötige Quäntchen Glück oder die letzte Konsequenz vor dem Gehäuse des SV Genc.
Ab der 80. Minute entwickelte sich die Begegnung zu einem echten Krimi. Es war nun ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Auch die
fünfminütige Nachspielzeit brachte keine Wende mehr.
Fazit: Am Ende steht eine knappe Niederlage, die vor allem aufgrund der couragierten Leistung in der zweiten Halbzeit schmerzt. Ein Remis wäre für den TSV Soyen aufgrund der Spielanteile nach der
Pause definitiv verdient gewesen.
SBB