Wie kann einer-
drei sein und drei eins?
Ein Gott – Drei Personen: Vater, Sohn und Geist?
Keine menschliche Weisheit kann das erfassen und erklären. Denn Gott ist unfassbar groß. Das Geheimnis seines Wesens übersteigt unendlich den begrenzten Horizont des menschlichen Verstandes. Es
ist das am schwersten zu erfassende Geheimnis unseres christlichen Glaubens: Ein Gott, und doch drei göttliche Personen.
Gottes Selbstoffenbarung allein hat uns mitgeteilt, wie Gottes innerstes Wesen ist, und zwar durch sein Erlösungswerk, wie die Heilige Schrift es entfaltet, und durch sein Schöpfungs-werk,
welches von seiner Herrlichkeit erzählt. Es ist das Werk des Vaters durch den Sohn im Heiligen Geist.
Das Wesen Gottes ist Liebe, und das Wesen der Liebe ist Beziehung und Gemeinschaft, Hingabe und Kommunikation. Das Evangelium des Dreifaltigkeitssonntag bringt es auf den Punkt: Gott hat die Welt
so sehr geliebt … (Joh 3,16-18).
Aus der Liebe des Vaters sind wir erschaffen.
Durch die Liebe und die Selbsthingabe des Sohnes wurden wir erlöst.
Und in der Liebe des Heiligen Geistes werden wir geführt und bleiben immer verbunden.
Nicht mit dem Verstand, sondern durch Glaube und Liebe kommen wir in Berührung mit diesem Geheimnis. Wer glaubend staunen und liebend danken kann, ist gerettet. Er taucht ein in die Tiefe der
Liebe des Dreieinigen Gottes. Er erfährt die Gemeinschaft des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geist – und zugleich die Gemeinschaft all derer, die wie er glauben und lieben.
Deshalb schreibt Johannes: „Niemand hat Gott je geschaut: Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. (…) Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“ (1 Joh 4,14.16b)
Pfr. Hippolyte Ibalayam