Arbeitsmarktlage
im Agenturbezirk Rosenheim
Die Arbeitsmarktlage im Bezirk der Agentur für Arbeit Rosenheim präsentierte sich im November stabil auf hohem Niveau, wenngleich ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen im
Vorjahresvergleich zu verzeichnen war. Die Arbeitslosenquote verharrte stabil bei 3,1 Prozent und entsprach damit exakt dem Wert des Vormonats, lag jedoch leicht über dem Niveau des Vorjahres
(3,0 Prozent).
Insgesamt waren 9.811 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutete eine marginale Entspannung zum Oktober (-30 Personen), jedoch einen spürbaren Anstieg um 363 Personen (+3,8 Prozent) im
Vergleich zum November des Vorjahres. Laut Agentur für Arbeit wurde die Quote durch das bislang milde Wetter positiv beeinflusst, da vergleichsweise wenige Arbeitslosmeldungen aus
witterungsabhängigen Berufen erfolgten. Die Unterbeschäftigung lag bei 12.186 Personen und entwickelte sich parallel: Sie blieb nahezu unverändert zum Vormonat, erhöhte sich aber im
Jahresvergleich um 1,9 Prozent.
Ein Blick auf die beiden Rechtskreise zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Während die Arbeitslosigkeit im SGB III (Agentur für Arbeit) mit 5.618 Personen zum Vorjahr deutlich zunahm (+476
Personen), verzeichnete der SGB II (Jobcenter) mit 4.193 Arbeitslosen sogar einen leichten Rückgang (-113 Personen zum Vorjahr). Das Jobcenter betreute 42,7 Prozent aller Arbeitslosen.
Gleichzeitig setzte sich der positive Trend in der Grundsicherung fort, wo die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (-2,6 Prozent) und die der betreuten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (-3,3
Prozent) im Vorjahresvergleich sanken.
Der Stellenmarkt signalisierte trotz einer insgesamt zurückhaltenden Wirtschaftslage eine weiterhin vorhandene Nachfrage nach Personal. Im November wurden 722 neue Stellen gemeldet, was sowohl
gegenüber dem Vormonat als auch im Jahresvergleich eine Steigerung darstellte. Im Bestand der Arbeitsagentur befanden sich damit aktuell 3.446 offene Positionen. Die größte Personalnot bestand
dabei weiterhin in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel.
Die Arbeitsmarktdynamik zeigte sich ausgeglichen: Die Zahl der Zugänge in die Arbeitslosigkeit (2.705 Personen) entsprach in etwa der Zahl derjenigen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten (2.721
Personen).
Jobcenter