Milchviehtag 2025
Mehr als 250 Landwirte und Fachleute aus der Region Rosenheim folgten der Einladung zum Milchviehtag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und des vlf Rosenheimer Land in
Westerndorf St. Peter. Im Gasthaus Höhensteiger standen aktuelle, wissenschaftlich fundierte Trends rund um Kälber- und Trockenstehermanagement im Mittelpunkt.
Alois Koller, 2. Vorsitzender des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung Rosenheimer Land (vlf), und Anna Bruckmeier, Behördenleitung des AELF Rosenheim, begrüßten die Teilnehmer zum
Veranstaltungstag.
Den Auftakt machte Dr. Peter Zieger, Berater und Kälberblogger, mit dem Vortrag „Kälberpotential auf dem Betrieb optimal nutzen!“. Er unterstrich die entscheidende Bedeutung der Biestmilch in den
ersten Lebensstunden des Kalbes: „Nicht nur der Zeitpunkt der Aufnahme, sondern auch Menge und Qualität der Biestmilch sind maßgeblich für die gesunde Entwicklung des Kalbes und somit für die
spätere Leistungsfähigkeit der Kuh, sodass bis zu 1000 Liter mehr Milch pro Kuh möglich seien.“ Dr. Zieger empfiehlt, die Qualität der Biestmilch regelmäßig zu testen, um eine optimale Versorgung
sicherzustellen. Monika Schaecke, Abteilungsleitung Bildung und Beratung beim AELF, moderierte die Vorträge und die zahlreichen Fragen der Teilnehmer.
Im Anschluss referierte Prof. Dr. Dr. Eva Zeiler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und praktizierende Tierärztin über „Trockenstehermanagement: worauf kommt es an?“. Sie betonte die
Bedeutung einer stressfreien Trockenstehzeit für die Kuh: „Besonders wichtig sei dabei der Kuh-Komfort, sozusagen der Wellness-Urlaub der Kuh, bevor sie ein neues Kalb bekommt und wieder Milch
gibt.“ Wesentliche Punkte seien eine bedarfsgerechte Fütterung, die frühzeitige Erkennung kranker Tiere sowie die Schaffung von mehr Komfort durch geringere Besatzdichten und freie Liegeflächen.
Auch auf die richtige Mineralstoffversorgung sei unbedingt zu achten.
Den Abschluss bildeten Monika Schaecke und Lucia Fuchs vom AELF mit den aktuellen Grundfutteruntersuchungsergebnissen der Region 2025 sowie Informationen für Tierhalter zum Thema
Blauzungenkrankheit.
Nach jedem Vortrag nutzten die Teilnehmer intensiv die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Beim anschließenden Mittagessen konnten sich die Landwirte fachlich austauschen und den informativen
Vormittag ausklingen lassen.
AELF Ro