TSV Soyen kämpft
mit Herz in Forsting-Pfaffing
Was für ein Tennis-Samstag in Forsting! Der TSV Soyen reiste hochmotiviert zum Auswärtsspiel gegen den SV Forsting-Pfaffing – und obwohl das Endergebnis mit 3:6 Matches etwas deutlicher aussieht,
als es sich auf dem Platz angefühlt hat, war eines ganz klar: An Kampfgeist und guter Stimmung fehlte es den Soyenern definitiv nicht.
Schon das erste Einzel hatte alles, was Tennisfans lieben: Spannung, Dramatik und vermutlich erhöhten Puls bei allen Zuschauern. Peter Streicher lieferte sich mit J. Hübner ein wahres
Marathon-Match. Nach gewonnenem ersten Satz musste er den zweiten knapp abgeben, ehe die Entscheidung im Match-Tiebreak fiel. Dort bewies Streicher starke Nerven und sicherte sich mit einem 10:5
den umjubelten Sieg für Soyen. Ein Match, bei dem vermutlich selbst die Zuschauer kurz Schnappatmung hatten.
Ebenfalls stark unterwegs: Stephan Bergmann, der sein Einzel gegen H. Benz mit 6:3 und 6:1 gewann und dabei so abgeklärt spielte, als hätte er nebenbei noch Zeit gehabt, gemütlich einen
Cappuccino zu bestellen.
Die weiteren Einzel gingen an die Gastgeber aus Forsting-Pfaffing, auch wenn sich Soyen dabei teuer verkaufte. Viele Ballwechsel waren hart umkämpft, manche Spiele gefühlt länger als ein
bayerischer Winter. Besonders bitter: Einige Begegnungen waren enger, als die Ergebnisse vermuten lassen.
In den Doppeln zeigte Soyen dann nochmal Moral. Röder/Djermester sorgten mit ihrem Sieg für einen wichtigen Punkt auf Soyener Seite und bewiesen dabei, dass gute Nerven manchmal genauso
entscheidend sind wie eine starke Vorhand. Streicher/Bergmann trafen anschließend auf das starke Heim-Duo Hübner/Mayer und mussten sich trotz großem Einsatz mit 0:6 und 2:6 geschlagen geben. Auch
im zweiten Doppel hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich: Rieder/Haneberg setzten sich gegen Minoprio/Steinegger mit 6:2 und 7:6 durch und sorgten damit für den entscheidenden Jubel auf
Seiten von Forsting-Pfaffing.
Am Ende stand zwar eine 3:6-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen, aber die Mannschaft des TSV Soyen bewies einmal mehr: Ergebnisse sind das eine – Teamgeist, Leidenschaft und die Fähigkeit, auch
nach einem verlorenen Ball noch gemeinsam zu lachen, das andere. Und genau darin war Soyen an diesem Tag ganz vorne dabei.
Oder wie man in Tenniskreisen sagt: „Manche verlieren Matches – Soyen gewinnt Geschichten.“
Stephan Bergmann